Sonntag, 30. August 2009

Die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach



Eine Zeitlang galt die Falkensteiner Höhle bei Bad Urach mit einer erkundeten Länge von über 3 Kilometern als die längste Höhle der Schwäbischen Alb. 

Diesen Rang haben ihr inzwischen mindestens zwei andere Höhlen abgelaufen, die Wulfbachquellhöhle im Donautal und die Blautopfhöhle. Trotzdem bleibt die Falkensteiner Höhle eine geheimnisvolle und faszinierende Höhle.

Der Höhleneingang befindet sich in einer Höhe von 571 Meter im Pfähler Tal, einem Seitental des Ermstals bei Bad Urach. Die Falkensteiner Höhle stellt eine Zwischenstufe dar gegenüber denjenigen Höhlen, die heute vollständig trockengefallen sind und gegenüber denjenigen Höhlen, durch die ständig ein Bach fließt. Nach wie vor fließt auch durch die Falkensteiner Höhle ein Bach, jedoch nicht mehr auf ganzer Länge, wie dies noch bis ca. zum Jahr 1830 der Fall war. Der Höhlenbach verschwindet nun je nach Wasserstand 80 bis 100 Meter vom Höhleneingang entfernt. Man muss schon ein ganzes Stück in die Höhle hineingehen, um das Rauschen des Höhlenbachs zu hören. Das versickerte Wasser kommt ca. 200 Meter unterhalb des Höhlenportals wieder ans Tageslicht. Diese Wasser bilden die Quelle der Elsach, die bei Bad Urach in die Erms mündet.


Die Falkensteiner Höhle ist keine Schauhöhle. Von einer Befahrung der Höhle muss hier ausdrücklich gewarnt werden. Dies sollte den erfahrenen Höhlenforschern vorbehalten bleiben. Je nach Wasserstand muss man auf längere Strecken in der Höhle durch Wasser waten, einige Abschnitt müssen sogar durchtaucht werden. Eine große Gefahr stellt ein plötzlich ansteigender Wasserspiegel dar. Dann kann der Rückweg abgeschnitten sein. Andererseits stellt die Falkensteiner Höhle gerade auch für Kinder eine große Faszination dar. Denn kaum eine andere unerschlossene Höhle öffnet sich im wahrsten Sinne des Wortes so einladend für den Besucher. Sofern man mit einer Taschenlampe ausgestattet ist und alle notwendigen Vorsichtsregeln einhält, spricht somit nichts dagegen, wenn z.B. die Eltern mit ihren Kindern die ersten Meter in die Höhle hineingehen.

Das für mich faszinierende an der Falkensteiner Höhle ist jedoch nicht so sehr die Höhle selbst, sondern das Portal und dessen Umgebung. Dies ist eine wunderschöne Landschaft und allein deswegen lohnt sich ein Besuch der Höhle. An schönen Wochenenden ist die Höhle stark besucht, so dass dann der Zauber der Landschaft ein wenig abhanden kommt.



Wie kommt man hin?
Der kürzeste Weg zur Höhle ist von einem Parkplatz an der Straße Bad Urach - Grabenstetten aus. Dort, wo die Straße von Bad Urach kommend eine markante Linkskurve macht, um nach Grabenstetten anzusteigen, befindet sich auf der rechten Seite der Parkplatz für ca. 20 Fahrzeuge. Der Parkplatz ist nicht ausgeschildert, andererseits aber auch nicht zu übersehen. Vom Parkplatz führt ein mit einer Schranke gesperrter Weg in ca. 10 Minuten zur Höhle. Am Weganfang sieht man rechts den Rastplatz Falkensteiner Höhle mit Grillstelle und Liegewiese am Elsachbach. Auch von der Albhochfläche her ist die Falkensteiner Höhle erreichbar. Der beste Ausgangspunkt ist ein Parkplatz an der Straße Grabenstetten - Römerstein-Böhringen beim sogenannten Heidengraben. Von dort führt ein bezeichneter Weg in westliche Richtung zur Falkensteiner Höhle hinab. Der Abstieg dauert etwa 20 Minuten, der Wiederanstieg ca. 30 Minuten. 

Das Ermstal mit Bad Urach ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal mit Bad Urach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.
Unter einer Felswand im dichtbewaldeten hinteren Elsachtal bei Bad Urach befindet sich der Eingang zur Falkensteiner Höhle.

Die Falkensteiner Höhle zählt zu den längsten Höhlen der Schwäbischen Alb.

Die eigentliche Sehenswürdigkeit der Falkensteiner Höhle für Nicht-Höhlenexperten ist jedoch das Höhlenportal und dessen wunderschöne Lage an einer Steilwand.

Das Höhlenportal der Falkensteiner Höhle ist sehr geräumig.

Im Kalkfels des Höhlenportals der Falkensteiner Höhle sind Schichtungen zu erkennen.

Der gut ausgebaute Weg führt bis zum Höhlenportal der Falkensteiner Höhle.

Die Falkensteiner Höhle ist ein Naturdenkmal. Die Wege dürfen nicht verlassen werden.

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