Samstag, 17. Oktober 2009

Bannwald Untereck wird vergrößert


Der Bannwald Untereck soll demnächst um 14,2 Hektar vergrößert werden. Das hat der Leiter des Balinger Forstamts, Michael Kauffmann, jetzt bekanntgegeben.

Der Bannwald Untereck bei Albstadt im Zollernalbkreis ist der älteste Bannwald der Schwäbischen Alb und der zweitälteste Bannwald in Baden-Württemberg. Der Bannwald wurde bereits im Jahr 1924 ausgewiesen. Seine Größe beträgt 33 Hektar.

Nach den neuen Vorgaben für die Bannwälder in Baden-Württemberg soll bei Neuausweisungen eine Mindestgröße von 100 Hektar vorhanden sein. Ältere kleinere Bannwälder sollen im Laufe der Zeit vergrößert werden. Deshalb ist es zu begrüßen, dass der Bannwald Untereck nun um 14,2 Hektar auf eine Fläche von 47,2 Hektar vergrößert wird. Vielleicht gelingt in einem späteren Schritt eine weitere Vergrößerung.

Die Vergrößerung soll durch die Inanspruchnahme von Flächen des Stadtwalds Balingen und von Flächen des Landes Baden-Württemberg erfolgen. Zu wünschen ist auch, dass mit der Vergrößerung des Bannwalds eine neue Verordnung zum Bannwald erlassen wird. Denn der bestehende Rechtsstatus des Bannwalds ist relativ unverbindlich. Der Bannwald ist lediglich durch eine Erklärung der Forstbehörde ausgewiesen. Diese Erklärung ist nur für die Verwaltung bindend, sie kann jedoch jederzeit geändert werden. Nach dem aktuellen Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg müssen Bannwälder in derselben Weise gesetzlich verordnet werden wie dies zum Beispiel für Naturschutzgebiete erfolgt. Die Bannwälder haben dadurch denselben Rechtsstatus wie die anderen Schutzgebiete.

Der Bannwald Untereck befindet sich in einer Höhenlage von 800 bis 950 Meter am Osthang des Hörnles, einer Erhebung im Verlauf des Albtraufs in den Balinger Bergen. Der Bannwald umfasst den obersten besonders steilen Abschnitt des Hangs, der hier teilweise felsen- und gerölldurchsetzt ist. Von Laufen aus führt ein Wanderweg durch den Bannwald hindurch auf die Albhochfläche.

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