Montag, 2. November 2009

Herbst im Naturschutzgebiet Schafberg - Lochenstein



Das Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein gehört zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten der Schwäbischen Alb. Das Gebiet hat eine Größe von 102 Hektar und wurde im Jahr 1987 ausgewiesen.

Das im Zollernalbkreis auf der Südwestalb gelegene Gebiet befindet sich ca. 3,5 Kilometer südlich der Stadt Balingen. Idealer Ausgangspunkt für einen Spaziergang oder eine Wanderung im Gebiet ist der Lochenpass. Dies ist der höchste Punkt der Straßenverbindung von Balingen nach Beuron im Donautal. Beim Pass befinden sich viele Parkplätze, ein Zeichen für die Beliebtheit des Gebiets. Auch eine Buslinie fährt am Lochenpass vorbei. Man sollte sich vor dem Ausflug über den Fahrplan informieren.

Vom Lochenpass kann man den Lochenstein, 963 Meter ü NN, besteigen. Dies ist einer der markantesten Berge der Schwäbischen Alb. Der zweite Berg des Schutzgebiets ist der Schafberg. Dieser Berg ist viel flächiger als der Lochenstein und besteht aus mehreren Gipfeln. Der höchste dieser Gipfel ist genau 1000 Meter hoch (bzw. 999,5 Meter nach anderen Quellen). Ich glaube, man macht keinen Fehler, wenn man den Schafberg als den östlichsten Tausender der Schwäbischen Alb bezeichnet.

Der Gebiet ist vielfältig. Wiesen, Wacholderheiden, dichte Wälder und parkartige Wälder wechseln einander ab. Aber man darf nicht vergessen: das Naturschutzgebiet schützt nicht die Wildnis, sondern eine uralte Kulturlandschaft. Um diese Landschaft zu erhalten, sind immer wieder Pflegemaßnahmen erforderlich einschließlich des Fällens von Bäumen und des Auslichtens der Wacholderheiden. 


Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Zollernalbkreis. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Zollernalbkreis beschäftigen, verlinkt.
Der Herbst zieht alle Farbregister im Naturschutzgebiet Schafberg-Lochenstein im Zollernalbkreis.

Blick in die Tiefe von einem der zahlreichen Aussichtspunkte des Schafbergs.

Der steile Westabbruch des Schafbergs beherbergt eine seltene Felsenflora.

Die Hagebutte ist ein typisches Gewächs der Heidelandschaft der Schwäbischen Alb.

Nadelbäume haben auf der Südwestalb auch von Natur aus einen relativ großen Anteil am Baumbestand.

Vom Gipfel des Lochensteins blickt man auf die Wacholderheide am Osthang des Schafbergs.

Der Lochenstein ist ein ehemaliger Schwammstotzen des Jurameers, gesehen hier vom Schafberg.

Die Schafbeweidung ist ein wichtiger Teil der Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet. Die uralte Kulturlandschaft mit offenen Flächen soll im Naturschutzgebiet erhalten bleiben.


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