Donnerstag, 19. November 2009

Die Zaininger Hüle - ein See auf der Albhochfläche



Die Zaininger Hüle ist ein kleiner See mitten im Ort Römerstein-Zainingen auf der Reutlinger Alb.

Mit dem Begriff "Hüle" oder "Hülbe" bezeichnet man auf der Albhochfläche einen kleinen See. Seen auf der Albhochfläche sind etwas ganz Besonderes. Denn die Schwäbische Alb ist für ihre Wasserarmut bekannt. Alles Wasser versickert im Karstgestein, um erst viele Kilometer weiter weg in den Tälern wieder zum Vorschein zu kommen.

Im Bereich der Mittleren Alb gibt es jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel. Das dort vorhandene Feld des sogenannten Schwäbischen Vulkans umfasst über 300 ehemalige Vulkanschlote, die sich mit wasserundurchlässigem Tuff unter Beimischung des umgebenden Juragesteins gefüllt haben. Dort wo diese Schlote sich auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb befinden, haben sich kleine Seen gebildet.

Diese Seen waren sogar die Voraussetzung dafür, dass überhaupt Siedlungen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb entstehen konnten. Viele Dörfer der Mittleren Alb bildeten sich um diese Seen herum. Heute sind viele Seen zugeschüttet. Die Zaininger Hüle blieb erhalten und ist somit heute gleich zweifach wertvoll. Bis zum Jahr 1921 diente die Hüle als Brauchwasserreservoir und Viehtränke. Erst mit der Inbetriebnahme der modernen Albwasserversorgung wurde die Hüle nicht mehr benötigt.

Die 50 mal 100 Meter große Hüle befindet sich direkt im Ortszentrum von Zainingen. Zainingen befindet sich an der B28 Bad Urach - Ulm. Bei der Hüle sind einige Parkplätze. Man kann einen angenehmen Spaziergang um die Hüle herum machen.

Die Zaininger Hüle ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Schwäbischen Vulkan befassen, verlinkt.

Mitten im Ort Römerstein-Zainingen auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb befindet sich ein See, umgeben von einer kleinen Parkanlage.

Eine Tafel erklärt die Entstehung der Zaininger Hüle.

Die pittoresken Häuser des Orts spiegeln sich in der absolut ruhigen Wasseroberfläche der Zaininger Hüle.

Normalerweise gibt es auf der Schwäbischen Alb kein stehendes Wasser. Das löchrige Karstgestein verschluckt das Wasser sofort. Nur über den Stellen, wo wie bei der Zaininger Hüle die Vulkanröhren des sogenannten Schwäbischen Vulkans an die Oberfläche stoßen, kann sich Wasser sammeln.

Unterhalb des Sees der Zaininger Hüle befindet sich einer der über 300 Vulkanschlote des sogenannten Schwäbischen Vulkans. Das dort vorhandene Tuffgestein ist wasserundurchlässig.

Im Osten der Zaininger Hüle befindet sich ein kleines Biotop.


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