Freitag, 31. Dezember 2010

Geotope am Breitenbach bei Reutlingen-Betzingen


Der Breitenbach entspringt an der Nordflanke des Stöffelbergs bei Gönningen und mündet nördlich von Reutlingen-Betzingen in die Echaz. Bei Reutlingen-Betzingen fließt der Breitenbach über harte Sandsteine des Schwarzjura. Drei dieser Stellen sind vom Landesamt für Geologie als Geotope ausgewiesen worden. Allerdings sind die Geotope noch nicht in der Form eines Schutzgebiets gesetzlich geschützt.

Das Geotop "Bachbett des Breitenbachs ca. 100 m vom Bahnhof Betzingen im Stadtgebiet" ist sehr einfach zu erreichen. Reist man mit dem Zug aus Richtung Reutlingen an, wendet man sich beim Bahnhofsgebäude nach links und unterquert den Bahndamm im Verlauf der Poststraße. Reist man aus Richtung Tübingen an, muss man die Bahnstrecke nicht unterqueren. Unmittelbar hinter der Unterführung folgt man einem Fußweg entlang des Breitenbachs bachaufwärts. Dieser Fußweg trägt auch eine Wanderwegmarkierung des Schwäbische Albvereins (blauer Dreiblock). Nach nur wenigen Metern entlang des Bachbetts kommt man bereits zum ersten Geotop.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Donauberglandweg wurde erneut als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert

Der Donauberglandweg hat vom Deutschen Wanderverband erneut das Label "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland erhalten".  

Der Deutsche Wanderverband zertifiziert Weitwanderwege mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, wenn diese Wege bestimmte Kriterien erfüllen. Die Kriterien für das Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland sind nicht ganz so streng wie die Kriterien des Deutschen Wanderinstituts für das Label Premiumwege (siehe den vorigen Post).

Der Donauberglandweg auf der Schwäbischen Alb war der erste Weitwanderweg in Baden-Württemberg, der das Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland erhalten hat. Dies erfolgte am 20.12.2007. Heute gibt es in Baden-Württemberg sieben Qualitätswege Wanderbares Deutschland, davon drei auf der Schwäbischen Alb (Donauberglandweg, Donau-Zollernalb-Weg, Schwäbische Alb- Nordrandweg). 

Dienstag, 21. Dezember 2010

Neuer Internetauftritt der Premium-Wanderwege in Albstadt

In Albstadt sind seit wenigen Monaten drei neue Wanderwege ausgeschildert und ausgestattet, die vom Deutschen Wanderinstitut mit dem Label Premiumwege ausgezeichnet worden sind. Dies war bereits das Thema im Post vom 12.10.2010. Was damals jedoch noch fehlte, war ein Internetauftritt dieser ersten drei Premiumwege der Schwäbischen Alb.

Nun ist es soweit. Die Stadt Albstadt hat eine neue Internetseite freigeschaltet, in der alle Informationen zu den neuen Premiumwegen enthalten sind. 

www.traufgaenge.de

Auf dieser Internetseite gibt es alle möglichen Daten und Informationen zu den drei Premiumwegen
  • Schlossfelsenpfad
  • Wacholderhöhe
  • Zollernburg-Panorama.
Unter anderem gibt es für jeden Weg eine ca. 45sekündige mit Musik unterlegte you-tube-Sequenz. Vorhanden sind auch Bilder, eine ausführliche Tourenbeschreibung, eine Karte, Hinweise auf öffentliche Verkehrsmittel sowie Gasthäuser und Übernachtungsmöglichkeiten.

Bei dieser Informationsfülle freut man sich bereits auf die weiteren vier Premiumwege, die Albstadt in der nächsten Zeit noch plant.

Hier gibt es eine Übersicht über die Traufgänge bei Albstadt, die ersten Premiumwege der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Traufgängen befassen, verlinkt.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Neue Schilder machen Biosphärengebiet Schwäbische Alb bekannter


Als Teil der Besucherinformation und eines Besucherlenkungskonzepts sollen zukünftig Schilder auf das Biosphärengebiet Schwäbische Alb aufmerksam machen. Dazu gehören Schilder entlang der Autobahn A8, Schilder an den Grenzen des Biosphärengebiets sowie auch Schilder, die die Kernzonen des Biosphärengebiets kennzeichnen.

Vor wenigen Tagen wurden nun zwei Schilder entlang der Autobahn A8 aufgestellt. Von Stuttgart in Richtung Ulm befindet sich das Schild zwischen den Anschlussstellen Esslingen und Wendlingen. Von Ulm in Richtung Stuttgart wurde ein Schild zwischen den Anschlussstellen Ulm-West und Merklingen aufgestellt.

Auch an den Straßen, die in das Biosphärengebiet hineinführen, sollen Schilder aufgestellt werden. Insgesamt sind an den Außengrenzen des Biosphärengebiets 38 Schilder vorgesehen. Das erste derartige Schild im Regierungsbezirk Tübingen wurde an der Stuhlsteige (L 382) zwischen Pfullingen und der Albhochfläche aufgestellt. Auch im Regierungsbezirk Stuttgart wurde ein erstes Schild aufgestellt. Es befindet sich an der K 1250 östlich von Bissingen an der Teck zwischen Dettingen unter Teck und Ochsenwang auf der Albhochfläche.

Freitag, 26. November 2010

Der Oberhohenberg auf der Südwestalb



Der 1001 Meter hohe Oberhohenberg ist einer von zwölf Bergen der Schwäbischen Alb, die tausend Meter über NN oder höher sind. Der Oberhohenberg liegt auf der Südwestalb etwa 10 Kilometer östlich von Rottweil oder 5 Kilometer südlich von Schömberg, auf dessen Gemarkung sich der Gipfel befindet.

Der Oberhohenberg bildet zusammen mit zwei anderen Tausendern eine Berggruppe, die sich von der Albtafel abgelöst hat. Solche Berge nennt man Zeugenberge. Die beiden anderen Berge der Berggruppe sind der Hochberg, 1009 m, und der Lemberg, 1015 m. 

Auf dem Oberhohenberg befindet sich eine Burgstelle. Dies ist gleichzeitig der höchste Ort einer ehemaligen Burg auf der Schwäbischen Alb. Die Burg entstand im 11. Jahrhundert und wurde im 15. Jahrhundert bereits wieder zerstört. Heute sieht man am Gipfel noch Gräben und Wälle. Informationen zur ehemaligen Burg gibt es auf einer Tafel am Gipfel.

Freitag, 19. November 2010

Neue Ahornbaumallee auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen steht


Im Verlauf des Wegs Nr. 7 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen wurde eine Ahornbaumallee mit 100 Bäumen gepflanzt.

Im Post vom 10.10.2009 war der Weg Nr. 7 auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb das Thema. Anlass war ein Ortstermin, bei dem die ersten drei von geplanten 100 Ahornbäumen gepflanzt wurden. Ziel der Maßnahme war und ist, entlang des Wegs Nr. 7 eine Baumallee, wie sie für die Wege auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen charakteristisch war, wiederherzustellen.

Seit einiger Zeit sind die 100 Ahornbäume - im Moment muss man wohl eher noch sagen: Ahornbäumchen - gepflanzt. Auf einem Teil des Wegs Nr. 7 ist somit jetzt wieder eine Baumallee vorhanden, andere Teile des Wegs sind immer noch baumlos.


Am schnellsten erreicht man den Weg Nr. 7 vom südlichen Rand des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen aus. Nördlich von Böttingen befindet sich ein kleiner Parkplatz. Dort beginnt der Weg Nr. 2, der in den Weg Nr. 1 mündet. Auf dem Weg Nr. 1 geht es geradeaus weiter. Nach 1,9 Kilometern ab dem Parkplatz zweigt nach halblinks der Weg Nr. 7 ab. Der Weg Nr. 7 hat eine Länge von 2,4 Kilometern und mündet in den Weg Nr. 6.

Hier gibt es eine Übersicht über den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz befassen, verlinkt.      

Dienstag, 16. November 2010

Felslehrpfad Aussichtsfels im Oberen Donautal


Lehrpfade gibt es zu verschiedenen Themen. Der Felslehrpfad beim Aussichtsfels im Oberen Donautal hat einen Massenkalkfelsen und dessen Geröllhalden zum Thema. Damit ist er etwas besonderes unter den Lehrpfaden der Schwäbischen Alb.
 
Direkt über der Donau und der Landesstraße L 277 ca. 5 Kilometer westlich von Sigmaringen erhebt sich der 60 Meter hohe Aussichtsfels, einer der zahlreichen beeindruckenden Felsen im Oberen Donautal. Auf dem Felskopf befindet sich eine mit Geländer gesicherte Aussichtsplattform.

Man muss nicht unbedingt ein Kletterer sein, um vom Fuß des Felsens zur Aussichtsplattform zu gelangen. Denn es gibt den sogenannten Felslehrpfad Aussichtsfels, der sich rechts des Felsens durch Geröllhalden nach oben windet. Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und ein wenig Kondition sollte man jedoch besitzen, wenn man sich an den teilweise sehr steilen Aufstieg machen will.

Donnerstag, 11. November 2010

Kernzone Trailfinger Kopf im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Trailfinger Kopf ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.


Im heutigen Post in diesem Blog wollen wir die Kernzone Trailfinger Kopf auf freigegebenen Wegen umrunden.

Die Kernzone Trailfinger Kopf hat eine Größe von 95,7 Hektar. Diese Kernzone unterscheidet sich wesentlich von den bisher in diesem Blog zur Sprache gekommenen Kernzonen. Die Kernzone Trailfinger Kopf befindet sich innerhalb des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen. Dies führt dazu, dass man die Kernzone Trailfinger Kopf nicht betreten darf. Man kann die Kernzone nur von außen, von den innerhalb des Truppenübungsplatzes zugelassenen Wegen aus sehen.

Sonntag, 7. November 2010

Burgruine Hohenwittlingen bei Bad Urach


Hoch über dem Ermstal südlich von Bad Urach befindet sich die Burgruine Hohenwittlingen. Fährt man auf der B 465 von Bad Urach aus im Ermstal südwärts, sieht man die Burgruine jedoch so gut wie nicht. 

Was jedoch auffällt, sind zwei große Felsmassive auf der linken, der östlichen Seite des Ermstals. Dort, wo das Föhrental von links her in das Ermstal mündet, sieht man die Linken Wittlinger Felsen (auf der linken Seite des Föhrentals) sowie die rechten Wittlinger Felsen (im Ermstal südlich der Einmündung des Föhrentals). Die Linken Wittlinger Felsen sind seit jeher ein beliebtes Kletterrevier. Jedoch hat das Gebiet in den letzten Jahren gelitten. Denn im Zuge der Sanierung der Straße hinauf nach Wittlingen wurden einige Felsen weggesprengt. Die Rechten Wittlinger Felsen sind nicht für das Klettern freigegeben. Oberhalb der Rechten Wittlinger Felsen steht die Burgruine Hohenwittlingen.

Montag, 1. November 2010

Biosphärenzentrum Schwäbische Alb eröffnet

Seit dem 23. Oktober 2010 hat das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ein zentrales Informationszentrum, genannt Biosphärenzentrum. Es befindet sich im sogenannten Alten Lager des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen. Das Biosphärengebiets-Infozentrum ist gleichzeitig auch eine Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb.

Hier einige Zahlen und Daten zum neuen Informationszentrum:
450 m² Ausstellungsfläche
über 30 interaktive Ausstellungselemente
Öffnungszeiten: 01.11.-31.03. 10 - 16 Uhr, 01.04.-31.10. 10 - 18 Uhr, Dienstags geschlossen
Eintrittspreise: Erwachsene 4 Euro, Kinder (7-15 Jahre) 2 Euro, ermäßigt 3 Euro
Adresse: Biosphärenzentrum Schwäbische Alb Von der Osten Straße 4,6 72525 Münsingen
Internet: www.biosphaerenzentrum-alb.de
E-mail: biosphaerenzentrum@rpt.bwl.de

Sonntag, 24. Oktober 2010

Albtraufgänger - ein Weg mit Verbesserungspotenzial


Bereits im Post vom 20.11.2009 habe ich den Albtraufgänger, einen neuen Wanderweg im Landkreis Göppingen, kurz angesprochen. Dieser Weg zieht sich in mehreren Varianten am Albtrauf des Landkreises Göppingen entlang und wurde bzw. wird mit Mitteln der Region Stuttgart kofinanziert.

Macht man mit dem Albtraufgänger näher Bekanntschaft, stellt man fest, dass nicht alles Gold ist, was auf den Schildern glänzt. Oder anders ausgedrückt: es gibt zur Zeit massive Defizite bei der Ausschilderung dieses Wegs.

Schauen wir uns einmal den Zustand des Wegs in der Umgebung des Bahnhofs Geislingen /Steige an. Der Albtraufgängerweg durchquert Geislingen und kommt hierbei auch am Bahnhof vorbei.

Aktualisierung: In Folge der Neukonzeption des Weitwanderwegs Albtraufgänger im Jahr 2015 hat der heutige Artikel in diesem Blog nur noch dokumentarische Funktion.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Burgruine Reußenstein bei Neidlingen


Reußenstein gehört zu den markantesten Burgruinen der gesamten Schwäbischen Alb. Die Burgruine erhebt sich über dem hintersten Neidlinger Tal, dem Lindachtal auf einem steilen Felsen direkt an der Traufkante.

Die landschaftliche Situation ist großartig. Da sind die steil abfallenden Traufwälder, teilweise als Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ausgewiesen, da sind die weißen Massenkalkfelsen und da ist das Wasser, mit dem Neidlinger Wasserfall gleich unterhalb der Burgruine und mit der munter im Tal fließenden Lindach.

Unmittelbar am Albtrauf bei der Burgruine Reußenstein verläuft die Grenze zwischen den Landkreisen Esslingen und Göppingen. Die Ruine selbst gehört gerade noch zu Esslingen. Der Landkreis Esslingen ist auch für die Unterhaltung der Ruine zuständig. 

Sonntag, 17. Oktober 2010

Wiesen auf dem Hochgesträß bei Bad Urach-Wittlingen


Auf dem Hochgesträß genannten Gebiet bei Bad Urach-Wittlingen befinden sich noch relativ ursprüngliche Blumenwiesen, die im Eigentum des Schwäbischen Albvereins sind.

Ich muss zugeben, dass ich beim Thema Flächennaturschutz immer wieder mit Bewunderung und einem Stückchen Wehmut nach Großbritannien blicke. Warum denn das, so mag man sich fragen. Gehört Großbritannien nicht zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas und denkt man bei Großbritannien nicht in erster Linie an Kraftwerke und Smog?

Nun, es gibt etwas in Großbritannien, was in dieser Form in Deutschland nicht vorhanden ist. Und das ist der privat organisierte Schutz von Natur und Kultur. Große gemeinnützige Einrichtungen mit tausenden von Mitgliedern (sogenannte trusts) kaufen Landflächen und Kulturgüter auf und stellen sie unter Schutz.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Drei neue Premiumwege bei Albstadt

Bereits im Post vom 28.07.2010 habe ich angedeutet, dass wir bald die ersten vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifizierten Premiumwege auf der Schwäbischen Alb zu erwarten haben.

Jetzt ist es soweit: die ersten drei von geplanten sieben Premiumwanderwegen wurden bei Albstadt eröffnet. Alle drei Wege firmieren unter dem Titel: Traufgänge. Die drei Wege im Einzelnen:

Schlossfelsenpfad, Länge 14,9 Kilometer, Erlebnispunktzahl 67 Punkte

Zollernburg-Panorama, Länge 15,6 Kilometer, Erlebnispunktzahl 81 Punkte
Wacholderhöhe, 9,2 Kilometer, Erlebnispunktzahl 70 Punkte



Hier gibt es eine Übersicht über die Traufgänge bei Albstadt, die ersten Premiumwege der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Traufgängen befassen, verlinkt.

Montag, 11. Oktober 2010

Die Burgruine Rusenschloss bei Blaubeuren


Sowohl was ihre Lage als auch was ihre Größe betrifft, gehört das Rusenschloss bei Blaubeuren zu den bedeutenden Burgruinen der Schwäbischen Alb. Das Rusenschloss wurde Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden baufällige Teile des Schlosses abgebrochen.

Im Post vom 30.09.2010 war bereits die Aussicht von der Burgruine das Thema. Heute geht es um die Burgruine selbst. Die Burgruine Rusenschloss besteht aus der auf einem Felskopf gelegenen Kernburg und der nordwestlich anschließenden niedriger gelegenen Vorburg. Im Norden und im Süden des Burggeländes befinden sich Tore. Im Osten des Bergrückens verläuft, teilweise unterbrochen, Mauerwerk. 

1,4 Kilometer Entfernung sind es vom Bahnhof Blaubeuren bis zum Rusenschloss. Man folgt der Wanderwegbeschilderung des Schwäbischen Albvereins (Zeichen roter Dreiblock). Vom auf der Hochfläche gelegenen Stadtteil Sonderbuch ist man 1,2 Kilometer absteigend zum Rusenschloss unterwegs.

Neben dem Anstieg zum Burghof gibt es auch die Möglichkeit, östlich auf einem Pfad durch Wald am Bergkegel vorbeizugehen. Hierbei sieht man immer wieder Mauerwerk.

Donnerstag, 30. September 2010

Aussicht vom Rusenschloss bei Blaubeuren


Im Osten der Blaubeurer Talschlinge liegt hoch oben auf einem Felsen die Burgruine Rusenschloss

Von dort oben erhält man eine gute Übersicht über die Stadt Blaubeuren und ihre Umgebung. Die Aussicht vom Rusenschloss ist das Thema dieses Posts. Die Burgruine Rusenschloss kommt später im Oktober hier in diesem Blog an die Reihe.

Vom Bahnhof Blaubeuren sind es 1,4 Kilometer bis zum Rusenschloss. Man folgt der Wanderwegbezeichnung roter Dreiblock. Vom Bahnhof aus geht es direkt nach Osten entlang der B 492. Man überquert sie später mit Hilfe einer Fußgänger-Signalanlage, steigt ins Blautal ab, geht auf einer Brücke über die Blau und steigt dann am Prallhang zum Rusenschloss an.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diese Region. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ist ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen. 

Samstag, 25. September 2010

Burgruine Hausen im Oberen Donautal


Exponiert auf einem steil abfallenden Felsen im Oberen Donautal liegt die Burgruine Hausen nördlich oberhalb von Beuron-Hausen. 

Nur noch wenige Mauerreste sind von der ehemaligen Burg übriggeblieben. Auf der angrenzenden Hochfläche befand sich früher ein Schloss. Im Jahr 1813 wurde das Schloss abgetragen, obwohl es noch relativ gut erhalten war.

Der Bereich des ehemaligen Schlosses ist heute noch Privatbesitz und mit neueren Gebäuden bebaut. Kommt man von der Hochfläche her zur Burgruine Hausen, muss man den Privatbesitz umgehen (beschildert). 

Ein drittes Element der ehemaligen Wehrbebauung nördlich oberhalb von Hausen ist der Außenturm. Er befindet sich östlich der Burgruine ebenfalls am Rand der Hochfläche über dem Oberen Donautal. Der Außenturm ist von allen Gebäudeteilen noch am besten erhalten.

Mittwoch, 22. September 2010

Durch das Felsental bei Geislingen / Steige


Fünf Täler treffen bei Geislingen / Steige aufeinander. Eines der fünf Täler ist das Eybtal, das sich von Geislingen aus nach Ostnordosten erstreckt. Das Felsental wiederum ist ein nach Süden zeigendes Seitental des Eybtals.

Das Felsental ist von seltener Wildheit. Steile Talhänge, Felsen und Geröllhalden kennzeichnen das Tal. Der durch das Felsental führende Pfad will da nicht nachstehen. Der Pfad überwindet eine Felsbarriere im Talgrund mit Hilfe von Eisentreppen.

Das Felsental ist seit längerer Zeit Naturschutzgebiet. Im Jahr 1995 wurde das Naturschutzgebiet beträchtlich vergrößert und auf die gesamten Talhänge des Eybtals und der angrenzenden Täler ausgedehnt. Mit einer Fläche von 1.331 Hektar ist das Naturschutzgebiet "Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtales" zur Zeit das größte Naturschutzgebiet des Regierungsbezirks Stuttgart. 

Freitag, 17. September 2010

Irndorfer Hardt - eine alte Holzwiese


Das Naturschutzgebiet Irndorfer Hardt auf dem Großen Heuberg westlich von Schwenningen und zwischen Bäratal und Oberem Donautal ist auf der Schwäbischen Alb einmalig. Das 104 Hektar große Schutzgebiet wurde bereits im Jahr 1938 ausgewiesen. Bereits vorher hat sich die Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg Flächen auf der Irndorfer Hardt gesichert.

Die namensgebende Ortschaft Irndorf hieß bis 1972 noch Irrendorf. In den Unterlagen der Naturschutzverwaltung Baden-Württemberg hat sich dieser frühere Ortsname bis heute bei der Bezeichnung des Naturschutzgebiets erhalten.

Im Naturschutzgebiet wird eine ehemalige Holzwiese geschützt. Das Naturschutzgebiet ist somit auch ein kulturhistorisches Dokument. Das Gebiet macht heute den Eindruck eines englischen Landschaftsparks mit vielen alten Bäumen, die als Solitäre über die weiten Wiesenflächen verteilt sind.  Im südlichen Teil des Gebiets finden sich verschiedene Dolinen.

Montag, 13. September 2010

Kernzone Drackenberg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Drackenberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Die 78,1 Hektar große Kernzone Drackenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befindet sich sehr nahe bei Reutlingen. Im Kontrast dazu wird das Gebiet in der Kernzone Drackenberg kaum besucht. Wäre hier nicht eine Kernzone, also ein Urwald von morgen, ausgewiesen worden, würde man als gelegentlicher Besucher der Schwäbischen Alb zu diesen Berghängen und zu diesen großen Wäldern wohl kaum einmal kommen.

Das Gebiet der Kernzone Drackenberg ist nicht besonders spektakulär. Das Besondere des Gebiets liegt eher in seiner Ruhe und in den einsamen Wäldern, die die Hänge und Schluchten bedecken. Der Drackenberg ist ein Ausläufer der Eninger Weide, einer Hochfläche am Albtrauf südöstlich von Eningen unter Achalm. Die Kernzone Drackenberg befindet sich an den Hängen des Albtraufs westlich der Eninger Weide.

Donnerstag, 9. September 2010

Fürstliche Anlagen Inzigkofen (Teil 2)


Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen im Oberen Donautal bei Sigmaringen sind überraschend groß. Einfach so im Vorbeigehen kann man nicht alles sehen. Und deshalb gibt es in diesem Blog auch zwei Posts über diesen Landschaftspark in der Nähe von Sigmaringen. Dabei ist der auf der orographisch linken Seite der Donau gelegene kleinere Teil der Anlagen noch gar nicht enthalten.

Im vorausgegangenen Post in diesem Blog sind wir bereits im östlichen Teil des Landschaftsparks gewesen. Im westlichen Teil des Landschaftsparks fällt das Gelände an einem Prallhang steil zur Donau ab. Während der Eiszeiten floss die Donau noch wesentlich höher am Hang als heute. Aus dieser Zeit stammen die Inzighofer Felsengrotten. Hier ist die Donau früher an die Felsen geprallt und hat wunderschöne große Grotten ausgewaschen. Eine zum Teil künstliche Steiganlage führt an den Grotten vorbei. Die Grotten erreichen Größen bis zu 17 m Länge, 10 m Höhe und 11 m Breite.

Sonntag, 5. September 2010

Fürstliche Anlagen Inzigkofen (Teil 1)


Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen im Oberen Donautal bei Sigamringen gehören zu den großartigsten Landschaftsparks in Baden-Württemberg. Es ist jedoch nicht eine zahme Natur, die hier zur Schau gestellt wird. Steile Abhänge, Felsen und die ungezähmte Donau bilden das Kernstück dieses Parks.

Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen befinden sich ca. 3 Kilometer westsüdwestlich von Sigmaringen. Der größte Teil des Landschaftsparks befindet sich südlich der Donau, ein kleiner Teil ist nördlich der Donau. Zwischen beiden Teilen bestand früher eine Verbindung mit einer Brücke über die Donau. Diese Brücke ist jedoch schon lange zerstört, so dass man heute nicht mehr direkt von einem Teil zum anderen kommen kann. 

Fast alle Sehenswürdigkeiten des ca. 25 Hektar großen Parkgeländes liegen im Teil südlich der Donau. Und um diesen Teil soll es hier in diesem sowie im folgenden Post gehen. Die fürstlichen Anlagen Inzigkofen wurden von 1811 - 1846 auf Betreiben der Fürstin Amalie Zephyrine von Hohenzollern angelegt. Zuvor war im Jahr 1802 das ehemalige Augustinerinnenkloster Inzighofen, das unmittelbar südlich an den Landschaftspark grenzt, in den Besitz des Fürstenhauses Hohenzollern-Sigmaringen gekommen. Die fürstliche Familie bezog im Amtshaus des Klosters ihren Sommersitz. Oft wurden im angrenzenden Landschaftspark Feste gefeiert, am 24. August 1851 war sogar der preußische König Friedrich Wilhelm IV. mit zahlreichem Gefolge zu Besuch im Landschaftspark.

Donnerstag, 2. September 2010

Der Rechberg bei Schwäbisch Gmünd


Der 707 Meter hohe Rechberg ist einer der Drei Kaiserberge. Die Drei Kaiserberge sind die bedeutendsten Vertreter des Phänomens der sogenannten Zeugenberge auf der Schwäbischen Alb.

Zeugenberge sind Berge, die der geschlossenen Tafel der Schwäbischen Alb vorgesetzt sind. Vor Jahrmillionen erstreckte sich die geschlossene Albtafel noch bis in den Bereich dieser Zeugenberge, sie waren ein Teil der Albtafel. Im Zuge des erosionsbedingten Rückschreitens der Albtafel blieb ein Stückchen dieser Tafel erhalten, daraus wurden die späteren Zeugenberge. Der Name leitet sich davon ab, dass diese Berge sichtbar bezeugen, dass sich die Albtafel früher weiter nach Nordosten erstreckt hat.

Im Verlauf des Nordrands der Schwäbischen Alb gibt es viele Zeugenberge. Nirgendwo sonst jedoch gibt es eine solch beeindruckende Dreiergruppe von Zeugenbergen wie bei den Dreikaiserbergen. Der Rechberg ist der Mittlere der Drei Kaiserberge, im Westen des Rechbergs erhebt sich der Hohenstaufen und im Osten der Stuifen.

Der Rechberg ist ein interessanter und vielfältiger Berg. Er bietet von verschiedenen Punkten auf dem Gipfel und an den Hängen schöne Blicke in alle Richtungen. Auf dem Gipfel befindet sich eine barocke Wallfahrtskirche mit Friedhof. Und auf einem Sporn am Westhang steht eine bedeutende Burgruine.

Sonntag, 29. August 2010

Ruine Gebrochen Gutenstein im Oberen Donautal


Die Ruine Gebrochen Gutenstein im Oberen Donautal ist eine der exponiertesten und am schwierigsten zugänglichen Burgruinen der Schwäbischen Alb.

Das heißt, die Kernburg auf der Felsspitze ist gar nicht zugänglich - es sei denn, man ist ein sehr guter Felskletterer mit adäquater Kletterausrüstung. Allerdings ist der Felsen nicht zum Klettern freigegeben.

Zugänglich sind Mauerreste der Burg am Fuß des Felsens sowie das Gebiet des ehemaligen sogenannten Wirtschaftshofs, der sich räumlich getrennt von der Burgruine auf der Hochfläche befindet. Eine Datierung der Burg ist bisher nicht eindeutig möglich. Die Erbauung war wahrscheinlich im 12. oder 13. Jahrhundert. Im Jahr 1783 geht die Burg an den Fürsten Karl Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen. Seit dieser Zeit dürfte die Burg nicht mehr bewohnt worden sein.

Donnerstag, 26. August 2010

Der Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen


Der Dreifaltigkeitsberg stellt einen Ausläufer der Albhochfläche hoch über Spaichingen auf der Südwestalb dar. Mit einer Höhe von 983 Meter ü NN bleibt der Berg nur knapp unter der Tausend-Meter-Grenze. Der Dreifaltigkeitsberg ist ein vielseitiger Berg. Im Folgenden sollen einige dieser Seiten kurz angesprochen werden:


Der Dreifaltigkeitsberg ist ein vielseitiger Berg. Im Folgenden sollen einige dieser Seiten kurz angesprochen werden:

1. Der Dreifaltigkeitsberg als Zentrum von Weitwanderwegen
Fünf Weitwanderwege führen entweder direkt über den Dreifaltigkeitsberg ober ganz nahe an ihm vorbei. Dies sind der Schwäbische Alb - Nordrandweg, der Wanderweg Baden-Württemberg, der Heuberg-Allgäu-Weg, der Donauberglandweg und der Heuberg-Pilgerweg.


2. Der Dreifaltigkeitsberg als Standort der europäischen Gradmessung
Der Dreifaltigkeitsberg war einer von 35 Hauptpunkten des Rheinischen Dreiecksnetzes. Anlässlich der europäischen Gradmessung im Jahr 1875 wurden von einem Pfeiler aus Winkelmessungen zu den Dreieckspunkten Feldberg, Hohentwiel und Hornisgrinde durchgeführt.

Dienstag, 24. August 2010

An den Fuß von Schaufels und Blicklefels im Oberen Donautal, Teil 2 von 2


Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es um den Zustiegsweg vom Parkplatz an der L 277 im Oberen Donautal zum Blicklefels und zum südlichen Teil des Schaufels. Allgemeine Infos zum Schaufelsen sind in diesem Post zu finden.

Heute geht es um einen weiteren Zustiegsweg zum Schaufels. Dieser Weg wird Alter Ebinger Turm Weg genannt. Es gibt vor Ort und im Internet widersprüchliche Angaben, wo genau dieser Weg beginnt. Man liest Entfernungen von 80, 100 oder 300 Metern ab Parkplatz. Ich will hier jetzt nicht noch eine vierte Zahl hinzufügen. Allenfalls könnte man einwerfen, dass der Parkplatz an der L 277 am Fuß des Schaufels ja auch eine gewisse Länge hat und die Entfernung zwischen Parkplatz und dem Beginn des Alten Ebinger Turm Wegs auch davon abhängt, wo genau man am Parkplatz losgeht.

Sonntag, 22. August 2010

An den Fuß von Schaufels und Blicklefels im Oberen Donautal, Teil 1 von 2


Eine riesige Mauer, der größte Fels nicht nur der Schwäbischen Alb, nicht nur Baden-Württembergs, sondern ganz Deutschlands außerhalb der Alpen: Das ist das Felsmassiv von Schaufels mit Ebinger Turm und Blicklefels im Oberen Donautal in der Gemeinde Beuron.


Das tief in die Albtafel eingeschnittene Obere Donautal ist mit seinen zahlreichen Felsen und Burgen eine Landschaft der Superlative. Und im Schaufels kommt diese Landschaft zu ihrem Höhepunkt, zu einer nicht erwarteten Schroffheit und Steilheit.

An die Felsen des Oberen Donautals können nur geübte Kletterer Hand anlegen. Es gibt zudem aus Gründen des Schutzes von Vögeln und der Felsflora zeitliche und räumliche Einschränkungen bei den Kletterrouten. Auch die Zustiege durch die steilen Hänge an den Fuß der Felsen dürfen nicht mehr beliebig, sondern nur noch auf bestimmten, gekennzeichneten Wegen erfolgen. Das kann man sich jedoch auch als Nichtkletterer zunutze machen und auf diese Weise den Felsen bis auf Tuchfühlung nahe kommen.

Donnerstag, 19. August 2010

Albuch und Härtsfeld wird Landschaft des Jahres 2011/12

Der Schwäbische Heimatbund verleiht alle zwei Jahre einer Landschaft den Titel Landschaft des Jahres. In der aktuellen Ausgabe 2010 / 3 seiner Zeitschrift "Schwäbische Heimat" wird jetzt berichtet, dass die Wahl für die Landschaft des Jahres 2011 / 12 auf den Albuch und das Härtsfeld, zwei Landschaften der Ostalb, gefallen ist.

Dies ist erst die zweite Landschaft des Jahres. Die erste Landschaft des Jahres ist für die Jahre 2009 / 10 der Stromberg und Heuchelberg, eine Keuperlandschaft zwischen Ludwigsburg, Heilbronn, Pforzheim und Bretten. Mit der Wahl einer Landschaft des Jahres will der Schwäbische Heimatbund die zahlreichen und vielfältigen, jedoch vielfach kaum bekannten Landschaften Württembergs besser bekannt machen.  Zudem bietet dies Gelegenheit, sich intensiv mit Landschaft, Natur, Kultur und Geschichte der jeweiligen Landschaft zu befassen.

Sonntag, 15. August 2010

Entlang der ehemaligen Heubergbahn von Spaichingen nach Denkingen


Auf großen Teilen der Trasse der ehemaligen Heubergbahn verläuft heute ein Fuß- und Radweg. Eine Wanderung auf den Spuren der ehemaligen Heubergbahn ist ein kurzweiliges Vergnügen. 

Es gibt nicht nur Relikte der ehemaligen Bahn zu sehen. Der Weg führt auch durch eine schöne und teilweise topographisch anspruchsvolle Landschaft der Schwäbischen Alb. Im heutigen Post in diesem Blog wird eine kleine Wanderung auf dem Abschnitt von Spaichingen bis nach Denkingen der ehemaligen Heubergbahn vorgeschlagen.  Der Weg entlang der ehemaligen Bahntrasse hat eine einfache Länge von 3,8 Kilometern und verläuft auf großteils ebenen, gut gehbaren Kieswegen.

Zunächst aber noch einige allgemeine Infos. Der Bereich der Südwestalb zwischen dem Donautal im Süden, dem Talzug Schmeie - Eyach im Osten und Nordosten, dem Talzug Faulenbach - Prim im Westen und dem Albtrauf im Nordwesten wird als Großer Heuberg bezeichnet. Es gibt auch einen Kleinen Heuberg, das ist die Keuperlandschaft nördlich des Großen Heuberg zwischen dem Neckartal und dem Albtrauf.

Mittwoch, 11. August 2010

Kernzone Mörikefels im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Mörikefels ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone Mörikefels ist mit einer Größe von nur 15,9 Hektar eine der kleineren Kernzonen des Biosphärengebiets. Sie befindet sich am Albtrauf beim Ort Hepsisau gleich nördlich des sehr bekannten Randecker Maars. Die Verordnung über die zugelassenen Wege in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbsiche Alb hat es mit sich gebracht, dass fast alle Wege innerhalb der Kernzone Mörikefels nicht mehr begangen werden dürfen. Diese Wege werden in den kommenden Jahren zuwachsen. Man kann die Kernzone Mörikefels nur noch vom Rand aus erleben.

Das ist allerdings nur auf den ersten Blick eine große Einschränkung. Die beiden Wege am Rand der Kernzone, der Fußweg Zipfelbachschlucht sowie der Weg am Albtrauf entlang zum Mörikefels sind nicht nur als Wege hochinteressant. Von diesen Wegen aus hat man ausreichende Einblicke in die Kernzone.

Samstag, 7. August 2010

Aussicht vom Lembergturm bei Gosheim


Der Lemberg ist mit 1015 Metern Höhe der höchste Berg der Schwäbischen Alb. Jedoch ragt der Lemberg bei weitem nicht über die natürliche Baumgrenze hinaus. Um die interessante Aussicht vom Lemberg genießen zu können, war somit der Bau eines Aussichtsturms erforderlich. 

Der Lemberg befindet sich auf der Südwestalb 1,5 Kilometer nördlich von Gosheim. Ein Parkplatz befindet sich an der Straße von Gosheim nach Wilflingen. Vom Parkplatz sind 150 Höhenmeter auf teilweise schmalem Pfad bis zum Gipfel des Lembergs zu bewältigen. Man folgt der guten Markierung des Schwäbische Alb - Nordrandwegs bzw. des Donauberglandwegs.  


Hier gibt es eine Übersicht über die Aussichtstürme der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Aussichtstürmen befassen, verlinkt.

Mittwoch, 4. August 2010

Naturschutzgebiet Hochwiesen - Pfullinger Berg bei Pfullingen


Auf einer Berghalbinsel ca. 5 Kilometer südwestlich von Pfullingen befindet sich das Naturschutzgebiet Hochwiesen - Pfullinger Berg. Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 68,8 Hektar und wurde im Jahr 1992 verordnet.

Das Gebiet ist gleich in mehrerer Hinsicht bemerkenswert und lohnt einen Besuch. Da sind zunächst die Wiesen, die ja der Grund der Unterschutzstellung sind. Dann gibt es jedoch auch topographische und geologische Aspekte, die hochinteressant sind.

Fangen wir mal mit den topographischen Gegebenheiten an. Die Hochwiesen sind auf allen Seiten von Wald umschlossen. Am Rand der Hochwiesen fällt das Gelände entweder ab oder steigt weiter an. Somit bilden diese nahezu ebenen Hochwiesen eine Insel nicht nur inmitten des Walds, sondern auch im Gelände. Es ist ein eigenartiges Gefühl, sich in der Stille dieser Insel zu bewegen.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Ursprung der Weißen Lauter bei Lenningen - Gutenberg

Die Weiße Lauter, ein Quellfluss der Lenninger Lauter, entspringt oberhalb von Lenningen-Gutenberg im hintersten Lenninger Tal.

Die Lenninger Lauter entsteht durch den Zusammenfluss ihrer beiden Zuflüsse Schwarze und Weiße Lauter. Diese Zuflüsse wiederum werden von zahlreichen, teilweise sehr interessanten Quellen gespeist. Bereits im Post vom 12.10.09 war eine dieser Quellen das Thema, das Goldloch bei Lenningen - Schlattstall, eine der Quellen der Schwarzen Lauter.

Heute geht es um den Ursprung, also die Hauptquelle der Weißen Lauter. Diese Quelle befindet sich östlich von Lenningen - Gutenberg am Fuße der Kesselwand und innerhalb des Naturschutzgebiets Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern. Die Quelle ist auch als Geotop ausgewiesen. Das Wasser entspringt an der Schichtgrenze zwischen dem Weißen Jura beta (wasserdurchlässige Kalke) und dem Weißen Jura alpha (wasserundurchlässige Kalkmergel).

Mittwoch, 28. Juli 2010

Gibt es bald Premiumwege auf der Schwäbischen Alb?

Auf der Schwäbischen Alb wird es möglicherweise bald Wanderwege geben, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifiziert sind, sogenannte Premiumwege.

In Deutschland gibt es tatsächlich ein Wanderinstitut. Wer das zum ersten Mal hört, mag jetzt vielleicht lächeln und denken, dass die Deutschen alles bierernst und wissenschaftlich nehmen müssen.

Bei näherem Hinsehen macht ein Wanderinstitut duchaus Sinn. Das Deutsche Wanderinstitut e.V. beschäftigt sich mit allgemeinen Fragen zum Wandern, z.B. mit der Frage, wie beliebt oder unbeliebt das Wandern bei den einzelnen Altersgruppen ist. Auch mit den Wanderwegen beschäftigt sich das Deutsche Wanderinstitut e.V.. Dahinter steckt der Grundgedanke, dass unser aller Zeit viel zu schade ist, um sie auf irgendwelchen eintönigen Feld- und Forstwegen durch langweilige Kunstwälder oder Agrarfabriken zu verbringen. 

Dienstag, 27. Juli 2010

Aussicht vom Nägelesfelsen bei Bad Urach


Direkt über dem Kurbezirk von Bad Urach auf der rechten Seite des Ermstals befindet sich der Nägelesfelsen

Dank des ein wenig freigeschnittenen Bewuchses hat man vom Nägelesfelsen einen eindrucksvollen Blick hinab auf den nördlichen Teil von Bad Urach und hinüber auf die andere links Seite des Ermstals und die dort vorhandenen Seitentäler.

Den Nägelesfelsen erreicht man entweder von Bad Urach mit einem Anstieg von 270 Höhenmetern oder von Hülben ohne nennenswerten Höhenunterschied. In Bad Urach befindet sich bei der Einmündung der Mauchentalstraße in die Neuffener Straße ein Schild, das den Nägelesfels mit 1,5 Kilometern und dem Zeichen roter Dreiblock bezeichnet. In Hülben folgt man vom Parkplatz bei der Kläranlage dem nach Südwesten führenden Feldweg und erreicht nach 1,6 Kilometer den Albtrauf. Dort wendet man sich nach rechts und gelangt nach kurzer Zeit zum Nägelesfelsen.

Samstag, 24. Juli 2010

Wird das Biosphärengebiet Schwäbische Alb vergrößert?

Zum ersten Mal seit dem Bestehen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb gibt es nun die realistische Chance auf eine Vergrößerung des Gebiets. Der Gemeinderat von Blaubeuren hat jüngst beschlossen, dass ein Betritt der Kommune zum Biosphärengebiet angestrebt werden soll. Auch die Gemeinde Allmendingen hat Interesse an einem Beitritt bekundet.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb erstreckt sich zur Zeit über das Gebiet von drei Landkreisen (Esslingen, Reutlingen, Alb-Donau-Kreis) sowie von 22 Kommunen. Im Alb-Donau-Kreis sind zur Zeit vier Kommunen am Biosphärengebiet beteiligt (Ehingen, Lauterach, Schelklingen, Westerheim). Mit Blaubeuren und Allmendingen kämen nun zwei weitere Kommunen hinzu. 

Freitag, 23. Juli 2010

Urspring - Quelltopf bei Schelklingen


Direkt beim ehemaligen Kloster (Kirche 1622 - 1627) und heutigen Gebäudekomplex der Urspringschule (evangelisches Landerziehungsheim mit reformpädagogischem Ansatz) befindet sich der Urspring-Quelltopf

Quelltöpfe (Quellen, bei denen das Wasser aus tieferen Schichten unter Druck nach oben quillt)  findet man vor allem auf der Südseite der Schwäbischen Alb. Das hat etwas mit der Neigung der Gesteinsschichten der Schwäbischen Alb nach Südosten zu tun.

Der Urspring-Quelltopf befindet sich in einer ehemaligen Flussschlinge der Donau. Heute fließt die Donau ca. 12 Kilometer weiter südlich bei Ehingen (Donau). Als die Donau noch durch das Tal bei Urspring floss, war die Talsohle tiefergelegen als heute. Damals war die Urspringquelle noch kein Quelltopf, sondern ein herkömmlicher Wasseraustritt am Fuß eines Felsens. Nachdem die Donau das Tal bei Urspring verlassen hat, füllte sich der Talboden im Laufe der Zeit immer weiter mit vorriss- und risseiszeitlichen Schottern auf. Dies führte dazu, dass die Quelle der Urspring verschüttet wurde und sich das Wasser nun einen neuen Weg nach oben suchen musste. Wegen des bestehenden Wasserdrucks gelang dies problemlos, so dass sich heute die von der Albhochfläche bis hinauf auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen kommenden und unter Druck stehenden Wasser durch das risseiszeitliche Geröll ihren Weg nach oben bahnen. 

Samstag, 17. Juli 2010

Beobachtungspfad im Naturschutzgebiet Haarberg - Wasserberg


Das Naturschutzgebiet Haarberg-Wasserberg im Oberen Filstal gehört zu den größten Naturschutzgebieten des Landkreises Göppingen und zu den schönsten Wacholdergebieten der Schwäbischen Alb.

Die Naturschutzverwaltung hat dort mehrere Wege eingerichtet. Darunter befindet sich der Beobachtungspfad.

Die vielen Besucher, die das Gebiet anlockt, verhielten sich nicht immer so wie es die Naturschutzverwaltung wünschte. Im Jahr 2007 reagierte das Regierungspräsidium Stuttgart. Die Besucherinformation im Gebiet wurde neu konzipiert und drei neue markierte Wege durch das Gebiet wurden ausgewiesen. Im Gegenzug dürfen die Wege abseits der markierten Wege nicht mehr betreten werden, teilweise wurden Abschrankungen gebaut.

Heute ergibt sich vor Ort der Eindruck, dass die Maßnahmen des Regierungspräsidiums erfolgreich waren. Die früher zahlreichen Trampelpfade über die trittempfindlichen Wiesen gibt es kaum noch und von den markierten Wegen aus lässt sich alles beobachten und fotographieren, was es im Gebiet zu sehen gibt.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Aussicht vom Fuchseck und vom Rottelstein


Das Fuchseck ist eine markante Erhebung der Göppinger Alb, die vom Albvorland sofort auffällt. Am Westhang des Fuchseck befindet sich der Felsen Rottelstein, von dem man ganz andere Blicke genießen kann als vom Fuchseck. 

Beide Aussichtspunkte sind vom Auendorfer Pass (ca. 5 Parkplätze) der K 1448 Bad Ditzenbach - Gammelshausen aus in 2,5 Kilometer und mit einem Höhenunterschied von 120 Metern erreichbar. Zwischen dem Auendorfer Pass und dem Rottelstein bzw. Fuchseck verlaufen gleich zwei Weitwanderwege, der Schwäbische Alb - Nordrandweg (Zeichen rotes Dreieck) und der Albtraufgänger (Zeichen Wegsymbol auf gelber Fläche). Damit dürfte der Weg nicht zu verfehlen sein.

0,5 Kilometer ab dem Auendorfer Pass erreicht man zunächst einen stillgelegten Steinbruch, in dem man wunderschön eine Felswand aus den sogenannten Wohlgeschichteten Kalken  (Weißjura beta) sehen kann. 2,0 Kilometer ab dem Aulendorfer Pass befindet sich der Rottelstein. Dann geht es mit leichtem Ab- und Wiederanstieg hinüber zum Fuchseck-Aussichtspunkt.

Sonntag, 11. Juli 2010

Auf dem Harassenweg durch die Kernzone Föhrenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Die Kernzone Föhrenberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone Föhrenberg befindet sich im hinteren Ermstal unmittelbar links (südwestlich) der Erms ca. 800 Meter westnordwestlich des Bad Uracher Stadtteils Seeburg. Ganz im Osten dieser Kernzone befindet sich ein kleines Tal, das vom sogenannten Harassenweg durchquert wird.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Bahnhof Marbach der Schwäbische Alb - Bahn


Im Jahr 1969 wurde der planmäßige Zugverkehr der Schwäbische Alb - Bahn und damit auch beim Bahnhof Marbach stillgelegt. Seit einigen Jahren gibt es jedoch wieder ein wenig Zugverkehr beim Bahnhof Marbach im Verlauf der Schwäbische Alb - Bahn (SAB).

Von Anfang Mai bis Mitte Oktober verkehren an den Sonn- und Feiertagen historische Schienenbusse auf der Strecke zwischen Kleinengstingen und Münsingen bzw. Schelklingen. An bestimmten Tagen verkehren sogar Dampfzüge. Und seit dem Jahr 2004 gibt es an Schultagen einen Verkehr mit Dieseltriebwagen.

Vom Bahnhof Marbach sind es nur wenige hundert Meter bis zum Haupt- und Landgestüt Marbach, das dem Land Baden-Württemberg gehört. Dort können die Stallungen besichtigt werden, zudem finden im Gestüt immer wieder Veranstaltungen statt. Ganz in der Nähe des Bahnhofs Marbach führen der Hauptwanderweg HW 5 des Schwäbischen Albvereins (Pforzheim - Schwarzer Grat bei Isny) sowie der Burgenweg des Schwäbischen Albvereins (Reutlingen - Zweifalten) vorbei. Kleinere Wanderungen vom Bahnhof Marbach sind möglich zum Sternberg bei Gomadingen mit seinem Aussichtsturm (siehe Post vom 16.11.09), einfache Entfernung 4 Kilometer, sowie zum Schloss Grafeneck, das während des Dritten Reichs eine traurige Rolle spielte, einfache Entfernung 2 Kilometer.  

Sonntag, 4. Juli 2010

Schwäbische Alb - Wälder sind Kandidat für schönstes Naturwunder Deutschlands

Die Heinz-Sielmann-Stiftung veranstaltet vom 29. Juni bis zum 13. September 2010 eine Wahl des schönsten Naturwunders Deutschlands in der Kategorie Wälder. Hierzu hat die Stiftung insgesamt 19 Wälder aus nahezu allen Bundesländern Deutschlands ausgewählt.

Die Schwäbische Alb ist ebenfalls mit von der Partie mit dem Titel Burg Teck umgeben von dichten Buchenwäldern. Die Wälder um die Burg Teck stehen hierbei repräsentativ für die Hangbuchen- und Schluchtwälder des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Samstag, 3. Juli 2010

Wimsener Höhle bei Hayingen


Die Wimsener Höhle bei Hayingen ist die einzige aktive Wasserhöhle Deutschlands, die als Schauhöhle dient. 

Das fließende Wasser in der Höhle ist so stark und so tief, dass man die Höhle nur mit dem Boot befahren kann. Die Wasserführung der Höhle beträgt im Durchschnitt 600 Liter / Sekunde. In der Höhle ist das Wasser bis zu 4 Meter tief. Die mit dem Boot für die Öffentlichkeit befahrbare Strecke ist 70 Meter lang. Die erkundete Länge der Höhle beträgt jedoch mehr als 700 Meter.

Die Wimsener Höhle befindet sich ca. 3 Kilometer südwestlich von Hayingen bzw. ebenfalls ca. 3 Kilometer nordnordwestlich von Zwiefalten. Von der Landesstraße L 245 zwischen Hayingen und Zwiefalten ist die Zufahrt zur Höhle ausgeschildert. Ca. 100 Meter vor der Höhle befinden sich ausreichend Parkplätze. 

Dienstag, 29. Juni 2010

Die Uracher Höllenlöcher


Bei den Uracher Höllenlöchern am Albtrauf auf der rechten Seite des Ermstals östlich über Bad Urach löst sich ein Teil der Albhochfläche langsam ab. 

Auf beiden Seiten des Ermstals gibt es Stellen an der Traufkante der Schwäbischen Alb, an denen sich Gesteinspakete von der Hochfläche abspalten und langsam ins Tal rutschen. Zwischen der an Ort und Stelle verbleibenden Hochfläche und den langsam rutschenden Schichten bilden sich Lücken, die man in der Umgebung des Ermstals als Höllenlöcher bezeichnet. Die Dettinger Höllenlöcher befinden sich links (westlich) des Ermstals, die Uracher Höllenlöcher, um die es in diesem Post geht, sind rechts (östlich) des Ermstals.

Das Naturphänomen der Höllenlöcher bildet sich nur unter bestimmten Voraussetzungen. Dazu gehören:
1. Es müssen durch tektonische Hebungsvorgänge bereits Risse und Klüfte im Gestein vorgebildet sein.
2. Es muss eine harte Gesteinsschicht über einer weicheren rutschigen Gesteinsschicht lagern.
3. Die Punkte 1. und 2. müssen am Albtrauf, also am Rand der Albhochfläche vorhanden sein.

Samstag, 26. Juni 2010

Nau-Ursprung bei Langenau


Die Nau ist ein nur 21 Kilometer langer Seitenfluss der Donau. Sie entspringt am Südrand der Ostalb westlich von Langenau und mündet bei Günzburg in die Donau.


Die Quelle der Nau befindet sich ca. 1100 Meter westnordwestlich des Zentrums von Langenau. Die Nau entspringt in einem ehemaligen Steinbruch, von dem heute jedoch nichts mehr zu sehen ist. Die Mulde des ehemaligen Steinbruchs ist jetzt mit dem Quellwasser der Nau gefüllt.

Die Schüttung der Nauquelle ist ca. 350 Liter / Sekunde. Das Wasser der Quelle stammt zu einem Teil vom Flüsschen Lone, das ca. 4 Kilometer nördlich des Nau-Ursprungs in West-Ost-Richtung fließt. Das Wasser der Lone versickert wegen des karstigen Untergrunds zwischen dem Häldelesfels und dem Salzbühl bei Bernstadt je nach Wasserführung ganz oder teilweise im Untergrund und kommt beim Nau-Ursprung sowie in einigen benachbarten Quellen wieder ans Tageslicht.

Montag, 21. Juni 2010

Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 


Die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde befindet sich im Ermstal unmittelbar über den Häusern des Kurgebiets von Bad Urach. Auf den folgenden drei Bildern ist das Gebiet der Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde von links nach rechts aus Richtung des Maisentals bei Bad Urach fotographiert.

Die Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde ist 81,5 Hektar groß. Ein Teil der Kernzone wurde bereits im Jahr 1924 als Bannwald ausgewiesen. Der Bannwald hat eine Größe von 12 Hektar.

Eine Erkundung der Kernzone Nägelesfelsen - Eichhalde auf den zugelassenen Wegen beansprucht ca. 3 bis 4 Stunden. Einerseits gilt es, von Bad Urach erst einmal auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb hinaufzusteigen. Und dann hat die Kernzone eine sehr längliche Form, was zu weiten Entfernungen führt, wenn man sie an ihrem Rand abschreitet.

Sonntag, 20. Juni 2010

Kehlen - ein Tausender der Schwäbischen Alb

Der Kehlen ist einer der zwölf Erhebungen der Schwäbischen Alb, die 1.000 Meter ü NN oder höher sind.

Zwölf Tausender, also Berge mit einer Höhe von 1.000 m ü NN oder höher, gibt es auf der Schwäbischen Alb. Alle Tausender befinden sich in einem relativ eng umrissenen Gebiet auf der Südwestalb. Die einzelnen Gipfel ragen zum Teil kaum über die Hochfläche der Schwäbischen Alb hinaus. Einer dieser Gipfel ist der 1.001 m ü NN hohe Kehlen südöstlich von Gosheim.

Den Kehlen kann man auf längeren und kürzeren Wegen erreichen. Wandert man im Verlauf des hervorragend beschilderten Donauberglandwegs (siehe auch Post vom 24.04.2010) von Gosheim nach Spaichingen, kann man den Kehlen garantiert nicht verfehlen. Allerdings ist dies eher eine längere Wanderung. Vom Startpunkt bei Gosheim bis zum Kehlen ist man 10,5 Kilometer unterwegs, denn der Donauberglandweg unternimmt erst einmal eine große Schleife um Gosheim herum.

Freitag, 18. Juni 2010

Aussicht vom Enzenbarnfelsen bei Hettingen im Laucherttal

Der Enzenbarnfelsen ist ein Massenkalkfelsen mit Aussichtspunkt im Laucherttal zwischen Hettingen und Hermatingen.

Unmittelbar nördlich der Stelle, wo das Fehlatal in das Lauchertal mündet, befinden sich zwischen Hettingen im Norden und Hermatingen im Süden mehrere Felsen im bewaldeten Hang des Bruckbergs über dem Laucherttal. Die Felsen bestehen aus Massenkalken der Unteren und Oberen Felsenkalkformation (Weißjura delta und epsilon). Auf dem höchsten Felsen, genannt Enzenbarnfelsen, befindet sich ein Aussichtspunkt, der mit einem 0,4 Kilometer langen Abstecher (einfache Strecke) vom Wanderweg über den Bruckberg erreichbar ist.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Fohlenhaus - Wahrzeichen des Lonetals

Mit Fohlenhaus wird ein Fels mit zwei kleinen Höhlen im Lonetal auf der Ostalb bezeichnet. Das Fohlenhaus gilt als das Wahrzeichen des Lonetals.

Das Lonetal gehört zu den schönsten Tälern der Schwäbischen Alb. Auf weiten Abschnitten ist das Tal autofrei. Zudem bietet es alles, was für ein Schwäbische Alb - Tal typisch ist. Dazu gehört ein kleiner Fluss, die Lone, die sogar manchmal im Untergrund versickert. Dann gibt es auch Felsen im Tal sowie Höhlen. Die Höhlen zählen sogar zu den bekanntesten ganz Deutschlands, denn dort hat man berühmte Funde von Hinterlassenschaften des steinzeitlichen Menschen gemacht.

Ungefähr in der Mitte des Lonetals steht am Talgrund der Felsen Fohlenhaus. Im Felsen befinden sich zwei kleine Höhlen. Sieht man den Felsen, kann man sich den Namen sofort erklären, denn irgendwie ähnelt der Fels einem Pferd.

Dienstag, 15. Juni 2010

Allgemeinverfügung zu den Wegen in den Kernzonen des Biosphärengebiets in Kraft

Mit Datum vom 7.6.2010 hat das Regierungspräsidium Tübingen die Allgemeinverfügung zur Wegeregelung in den Kernzonen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb erlassen. Diese Allgemeinverfügung lag bereits seit geraumer Zeit als Entwurf vor. 

Die nun erlassene endgülltige Fassung ist im Vergleich zu den früher genannten Zeitvorgaben sehr im Verzug. Die Allgemeinverfügung bezieht sich auf die zugelassenen Wege in den Kernzonen des Biosphärengebiets. Die Kernzonen darf man nicht verwechseln mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen. Für die dort zugelassenen Wege gibt es eine eigene Allgemeinverfügung (siehe Posts vom 12.09.2009 und vom 11.01.2010).    

Sonntag, 13. Juni 2010

Aispenwiesen - ein Biotop an der Lauchert

Die Aispenwiesen im Laucherttal zwischen Veringenstadt und Hermentingen sind ein renaturiertes Feuchtbiotop. 

Die Renaturierung von Fließgewässern hat heute einen wichtigen Stellenwert im Rahmen des Naturschutzes sowie beim Erhalt der biologischen Vielfalt. Zu den Maßnahmen in diesem Zusammenhang gehören das Entgegenwirken einer weiteren Eintiefung der Flüsse durch den Einbau von Sohlschwellen, das Anlegen von Nebenarmen oder von Flussschlingen. Weitere Maßnahmen sind die Anlage von Stillgewässern sowie von Rauhen Rampen, die ehemalige Wehre ersetzen.

Der Verein Natur und Umwelt Veringen e.V. hat an der Lauchert, einem bedeutenden Nebenfluss der Donau, zwischen Veringenstadt im Süden und Hermentingen im Norden eine erfolgreiche Renaturierungsarbeit geleistet. Als Krönung wurde im Jahr 2008 ein hölzerner Beobachtungsturm eröffnet, von dessen Plattform aus man den renaturierten Abschnitt der Lauchert überblicken kann.

Samstag, 12. Juni 2010

Aussichtspunkt Buckleter Kapf bei Hülben


Am östlichen (rechten) Hang des Ermstals südöstlich von Dettingen an der Erms befindet sich auf einem Vorsprung der Albhochfläche der Aussichtspunkt Buckleter Kapf

Von diesem Punkt der Albhochfläche bietet sich ein interessanter Blick auf das untere Ermstal mit Dettingen an der Erms und Metzingen und die Bergumrahmung zu beiden Seiten des Tals. An klaren Tagen geht der Blick weit über das Albvorland hinaus bis zum Schönbuch.

Die Aussicht vom Buckleter Kapf hat man jedoch nur deshalb, weil an diesem Bergvorsprung der alles bedeckende Wald ein wenig freigeräumt worden ist. Solchen Eingriffen in die Natur muss man Verständnis entgegenbringen, dienen sie doch dazu, dass die Menschen die Schönheit der Landschaft erleben können.

Donnerstag, 10. Juni 2010

160 Jahre Geislinger Steige


Am 29. Juni 1850 wurde der Zugbetrieb auf der Geislinger Steige zwischen Geislingen an der Steige und Amstetten aufgenommen. 

Die Geislinger Steige befindet sich im Verlauf der Hauptbahn Stuttgart-Ulm und überwindet die Barriere der Schwäbischen Alb ohne Tunnel. Zwischen den Bahnhöfen Geislingen / Steige und Amstetten wird auf einer Länge von 5,7 Kilometern ein Höhenunterschied von 113 Metern bewältigt. Die Steigung der Strecke ist 22,5 Promille.

Die Schwäbische Alb als leicht gekippte Mittelgebirgstafel bereitet dem Eisenbahnbau größere Probleme als manches Hochgebirge. Denn von Nordwesten her steigt das Gelände am Albtrauf steil an, um sich später nur sehr langsam in Richtung Donau wieder abzusenken. Dies lässt für den Eisenbahnbau nur die Wahl zwischen einer Steigungsstrecke und einem sehr langen Tunnel. Zum Zeitpunkt des Baus der Geislinger Steige war man noch nicht in der Lage, die Variante eines Tunnels von ca. 20 Kilometern Länge umzusetzen.  

Montag, 7. Juni 2010

Teufelstorfelsen bei Gammertingen

Im heutigen Post in diesem Blog geht es um den Teufelstorfelsen südlich von Gammertingen im Laucherttal. Dort befindet sich eines der schönsten Felstore der Schwäbischen Alb. Der Wanderweg steigt mit Hilfe einer Eisentreppe zum Tor an und führt durch das Felstor hindurch.


Felsbogen und Felstore sind auf der Schwäbischen Alb nicht gerade häufig anzutreffen. Andere Weltgegenden wie zum Beispiel das Colorado-Plateau in Nordamerika oder in Europa der Böhmische Sandstein weisen wesentlich mehr Felsbögen und Felstore auf. Auf die gesamte Fläche der Schwäbischen Alb verteilt dürfte es ca. 20 dieser Naturerscheinungen geben. Sie sind keinesfalls charakteristisch für die Schwäbische Alb und fallen auf den ersten Blick nicht ins Auge.

Im Post vom 19.03.2010 ist der Felsen "Küssende Sau" bei Blaubeuren beschrieben. An diesem Felsen gibt es einen Felsbogen und ein Felstor, durch das ein Wanderweg führt.

Freitag, 4. Juni 2010

Gallusquelle in Veringenstadt - Hermentingen


Die Gallusquelle im Laucherttal in Veringenstadt-Hermentingen ist eine der stärksten Quellen der Schwäbischen Alb. 

Betrachtet man nur die Westalb, ist die Galllusquelle nach der Achquelle bei Stockach die zweitstärkste Quelle. Die Ostalb ist allerdings quellenreicher. Dort gibt es einige Quellen, die stärker schütten als die Gallusquelle.



Die Gallusquelle befindet sich im Laucherttal, einem wunderschönen Seitental des Donautals. Die Quelle ist einfach erreichbar, man kann mit dem Auto bis zur Quelle am Ortsrand von Veringenstadt-Hermentingen fahren. Allerdings kann man direkt bei der Quelle nicht parken. Somit ist es besser, irgendwo im Ortskern von Hermentingen zu parken und ca. 5 Minuten zu Fuß zur Quelle zu gehen.

Wegen ihrer starken Schüttung hat man die Gallusquelle im Jahr 1952 für die Wasserversorgung des Zweckverbands Zollernalbgruppe gefasst. Das Wasser, das man heute offen abfließen sieht, ist nur ein Teil der gesamten Schüttung der Quelle.

Montag, 31. Mai 2010

Burgruine Hofen bei Grabenstetten


Genau genommen befindet sich die Burgruine Hofen auf dem Gemeindegebiet von Lenningen. 

Jedoch gehört nur die kleine Fläche der auf einem Bergsporn der Erckenbrechtsweiler Berghalbinsel gelegenen Burgruine zu Lenningen. Das gesamte umgebende Gebiet gehört zur Gemeinde Grabenstetten und von Grabenstetten aus erreicht man die Burgruine auch im Normalfall.

Die erste Erwähnung der Burg Hofen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Burgbewohner waren mit den Bewohnern von Burg Teck verwandt. Aus dem Jahr 1478 stammt die letzte urkundliche Erwähnung eines der Herren von Hofen. Die Burg bestand somit nicht sehr lange und so nimmt es auch nicht Wunder, dass heute nicht mehr besonders viele Überreste der Burg erhalten geblieben sind. Ein paar Mauerreste sowie die Gräben der Burg sind die einzigen auf den ersten Blick sichtbaren Überbleibsel. Die markante Tormauer wurde erst im Jahr 1986 rekonstruiert.  

Man kann mit dem Auto bis auf 5 Gehminuten zur Burgruine Hofen heranfahren. Hierzu biegt man in Grabenstetten von der in Nord-Südrichtung verlaufenden Böhringer Straße nach Osten auf den Hofener Weg ab, eine Anliegerstraße. Man kommt am Ende der Bebauung an einem kleinen Industriegebiet vorbei und wird dort vor der Kläranlage mit einem Schild nach rechts und hinter dem Zaun gleich wieder nach links verwiesen. Nach einer erneuten Linksbiegung befindet man sich auf einem Parkplatz. Von dort folgt man dem Feldweg ohne Orientierungsprobleme zur Burgruine. Grabenstetten ist aus dem Lenninger Tal über die L 211 zu erreichen, die südlich von Oberlenningen von der B 465 abzweigt. Von Bad Urach aus erreicht man Grabenstetten ebenfalls über die L 211. Wandermöglichkeiten gibt es von Bad Urach über die Falkensteiner Höhle sowie von Lenningen-Schlattstall über das Schreckental.