Donnerstag, 18. März 2010

Aussicht von der Kreuzkapelle oberhalb von Wiesensteig

Hoch über dem Filstal direkt nördlich oberhalb von Wiesensteig befindet sich die Kreuzkapelle. Die Kapelle wurde im Jahr 1825 erbaut. Bereits im Jahr 1626 hat die Gräfin von Helfenstein dort ein Kruzifix aufstellen lassen. Auf dem Bild blickt man durch den Torbogen im Residenzschloss der Helfensteiner hinauf zur Kapelle.


Ein steiler Fußweg mit Kreuzwegstationen führt von Wiesensteig hinauf zur Kapelle. Der Fußweg beginnt in Wiesensteig bei der Kreuzung Kirchheimer Straße / Helfensteinstraße / Sommerbergstraße. 
Nach der Bewältigung eines Höhenunterschieds von ca. 130 Metern erreicht man die stets geöffnete Kapelle.
Der Blick auf den Ortskern von Wiesensteig mit der Stiftskirche St. Cyriakus ist vom Aufstieg zur Kapelle fast noch besser als von der Kapelle selbst.
Hier blickt man von der Kapelle aus über das Filstal mit Wiesensteig hinweg nach Süden. Hinten rechts der Bildmitte ist eines der 6 großen Windräder der Windparkanlage "Raller" auf der Albhochfläche zu sehen. Diese Windparkanlage war eine Zeitlang die größte in Baden-Württemberg.
Mitte März sind die Nordhänge der Schwäbischen Alb noch schneebedeckt, die Südhänge hingegen sind bereits ausgeapert. Hier blickt man nach Südsüdosten auf die Autobahn A8 und deren Albaufstieg bei Wiesensteig. Links der Bildmitte befindet sich die Malakoffbrücke mit ihren Rundbögen. Über die hier sichtbare Straße führt nur eine der beiden Richtungsfahrbahnen der A8 (Richtung München). Die entgegengesetzte Richtungsfahrbahn (Albabstieg) verläuft über den Drackensteiner Hang, mehrere Kilometer östlich (links) des Albaufstiegs. Dies ist einer der ganz wenigen Abschnitte deutscher Autobahnen, wo die beiden Richtungsfahrbahnen räumlich getrennt verlaufen. Die Planungen für einen vollständigen Neubau der A8 in diesem Bereich mit 6 Fahrstreifen plus Standstreifen und mit mehreren längeren Tunneln sind seit längerer Zeit fertig. Wegen der hohen Kosten ist es bisher nicht gelungen, die Maßnahme auf Baustelle zu bringen.
Hier geht der Blick von der Kreuzkapelle in Richtung Ostnordosten filstalabwärts. Das obere Filstal hat sich tief in die Tafel der Schwäbischen Alb eingesägt. Bei Geislingen / Steige ändert die Fils plötzlich ihre Fließrichtung von Ostnordost nach Nordwest. Dahinter steckt ein Teil der spannenden Flussgeschichte der Schwäbischen Alb. Diese markanten Änderungen der Fließrichtungen wie bei der Fils bei Geislingen / Steige deuten stets auf erdgeschichtliche Ereignisse hin. Vor dem Einbruch des Oberrheingrabens und vor dem Bestehen des Neckars floss hier im Filstal ein Seitenfluss der Lone in Richtung Osten und weiter Südosten zur Donau und zum Schwarzem Meer hin. Die heutige, wesentlich tiefer liegende Fils hat in ihrem Oberlauf die Fließrichtung Schwarzes Meer beibehalten.

Unten im Vordergrund sieht man die letzten Häuser von Wiesensteig. Dahinter im Mittelgrund sieht man einen Teil von Mühlhausen im Täle. Zwischen den beiden Ortschaften soll die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart-Ulm der Bahn mit einem Viadukt das Filstal überqueren.
Dies ist der entgegengesetzte Blick zum ersten Bild, der Blick von der Kreuzkapelle hinab zum Residenzschloss der Helfensteiner in Wiesensteig.

Wiesensteig erreicht man mit dem Auto in wenigen Kilometern von der Anschlussstelle Mühlhausen der Autobahn A8 aus. Busverbindungen gibt es von Geislingen / Steige und von Göppingen.

Das Obere Filstal ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Obere Filstal. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen