Freitag, 19. März 2010

Felsen "Küssende Sau" bei Blaubeuren


Am Besten sieht man den Felsen Küssende Sau bei Blaubeuren in der Zeit, in der die Bäume nicht belaubt sind. Ich habe selbst diese Erfahrung schon gemacht. 

Im Juni letzten Jahres wollte ich den Felsen fotographieren. Dabei musste ich feststellen, dass es wegen des dichten Baumbewuchses nicht gerade einfach war, aussagekräftige Bilder zu machen.

Den Felsen Küssende Sau erreicht man relativ einfach vom Bahnhof Blaubeuren aus in ca. 20 Minuten. Man folgt vom Bahnhof dem Hauptwanderweg 2 des Schwäbischen Albvereins (Schwäbische Alb - Südrandweg, Bezeichnung rotes Dreieck). Der Weg führt vor dem Straßentunnel der B28 in Blaubeuren über Treppen hoch zu einer Brücke und überquert auf ihr die B28. Danach kommt man in den Wald. Der Weg führt am Hang entlang, fällt nocheinmal etwas und steigt dann an mehreren imposanten Felsen vorbei hoch zum Felsen Küssende Sau. Mit dem Auto kann man auf dem oben bereits genannten Parkplatz rechts an der Straße von Blaubeuren nach Schelklingen gleich hinter dem Ortsendeschild von Blaubeuren parken. Der Parkplatz ist von der Straße her nicht ausgeschildert. Vom Parkplatz folgt man auf einem Gehweg der Straße noch 100 Meter. Dann steigt ein Wanderweg im Wald aufwärts zu den Felsen.  

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diese Region. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen.  
Aber im Winter und im zeitigen Frühjahr gibt es keine Probleme, den Felsen zu sehen. Es ist gar nicht so schwierig, die Phantasie der Namensgeber dieses Felsens nachzuvollziehen. Das Bild oben ist aus Richtung Osten aufgenommen, von der Seite Blaubeuren aus.


Hier blickt man von Westen auf den Felsen. Und auch aus dieser Richtung macht der Felsen seinem Namen alle Ehre. In der linken Bildhälfte sieht man, wie der Wanderweg durch ein Felsentor führt. Insgesamt gibt es also bei der Küssenden Sau zwei Tore. Die beiden Felsen rechts hängen tatsächlich zusammen und bilden somit ein großes Tor.

Der Felsen Küssende Sau ist ein Geotop sowie ein Naturdenkmal. Der Felsen bildet den unteren Teil einer Felsengruppe, die noch viel weiter den Hang hinaufzieht. Die Felsen im Blautal haben eine eigene Gestalt, die sich von den Felsen am nördlichen Albtrauf unterscheidet. Diese Felsen bilden Rippen und Grate. Sie haben fast ein alpines Aussehen. Die Felsen des Blautals sind beliebte Kletterfelsen.

Der Felsen Küssende Sau ist vergleichsweise stark mit Vegetation überwachsen. Andere Felsen im Blautal sind ohne Vegetation und somit zum Klettern besser geeignet.

Hier sieht man das Felstor, durch das der Wanderweg führt. Der Fels macht einen stabilen Eindruck. Die Felsen des Blautals gehören zum unteren Massenkalk (Weißjura delta). 
Am Parkplatz der Straße Blaubeuren - Schelklingen unmittelbar hinter dem Ortsendeschild von Blaubeuren befindet sich eine Tafel mit Informationen zu den Felsen des Blautals.
In dieser Tabelle beim Parkplatz an der Straße Blaubeuren - Schelklingen sind alle Felsen des Blautals aufgelistet mit Angaben zu eventuellen Kletterverboten und zum Betretungsverbot der Felsköpfe. Gemäß dieser Tabelle ist das Klettern an der Küssenden Sau erlaubt, nicht jedoch das Betreten der Felsköpfe. 

Am Beginn des Wegs, der vom Parkplatz hoch zum Felsen Küssende Sau führt, hängt dieses relativ neue Schild. Danach ist das Klettern an der Küssenden Sau inzwischen verboten. Die Waldwege im Bereich des Felsens sind ebenfalls zu meiden. Das gilt aber nicht für den bezeichneten Wanderweg, der durch das Felsentor bei der Küssenden Sau führt. Hier hätte sich die Stadtverwaltung Blaubeuren etwas klarer ausdrücken müssen.


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