Mittwoch, 24. März 2010

Zillhauser Wasserfall bei Balingen-Zillhausen


Der Zillhauser Wasserfall gehört bestimmt zur ersten Liga der Wasserfälle der Schwäbischen Alb. Ein Wermutstropfen ist die Wasserkraftnutzung beim Wasserfall, durch die ein Teil der Wasser dem Wasserfall entzogen wird.


Vom nächstgelegenen Parkplatz aus erreicht man den Zillhauser Wasserfall in 10 Minuten. Zillhausen ist ein Stadtteil von Balingen und befindet sich in einem östlichen Seitental des Eyachtals. Erreicht man Zillhausen von Westen, von Balingen her, befindet sich der Friedhof gleich am Ortsanfang links der Straße. Unmittelbar hinter dem Friedhof sind einige Parkplätze. Dort befindet sich seit wenigen Wochen auch die Informationstafel zum Geologischen Wanderweg Zillhausen, der unter anderem auch beim Zillhauser Wasserfall vorbeiführt. Der Geologische Wanderweg Zillhausen ist eine größere Sache mit einer Wanderzeit von ca. 5 Stunden. Mit diesem Weg wird sich dieses Blog später auch einmal beschäftigen.

Von den Parkplätzen beim Friedhof folgt man der vorbildlichen Beschilderung des Geologischen Wanderwegs und verlässt die Straße auf der Südseite des Friedhofs. Nach wenigen Metern erreicht man bereits die Oberkante der Schlucht des Büttenbachs. Dort wendet man sich nach rechts und kommt bald zur Treppenanlage, die zur Schlucht hinabführt. Nach dem Wiederanstieg folgt man dem Feldweg noch einige Meter, bis man von oben auf die Abbruchkante des Wasserfalls blicken kann. Zillhausen liegt in einem romantischen Tal mit schönen Wandermöglichkeiten nach allen Richtungen.  






Der Zillhauser Wasserfall stürzt 24 Meter über eine harte Schicht des Mitteljura (Braunjura) ab. Diese Schicht nennt man Personatensandstein oder auch Wasserfallschichten. Der zweite Name deutet darauf hin, dass sich dort, wo die Schicht an der Oberfläche ist, häufig Wasserfälle bilden.


Ein Treppenweg führt in die Schlucht des Büttenbachs zum Fuß des Zillhauser Wasserfalls.

Die Gesteinsschichten beim Zillhauser Wasserfall haben ein graues Aussehen. Dort wo das Wasser auf das Gestein trifft, hat sich Sinter abgelagert.

Leider wird ein Teil des Wassers des Büttenbachs im Bereich des Wasserfalls abgeleitet und zur Stromerzeugung genutzt. Im Vordergrund links unten sieht man die Stelle, wo das Wasser nach dem Durchlauf durch den Generator wieder dem Bach zufließt. Im Bild rechts oben sieht man einen Teil des Druckrohrs, durch das das Wasser dem Generator zufließt. Der Generator macht einen ziemlichen Lärm, der durch die enge Schlucht noch verstärkt wird. Schade, dass man das Geotop des Zillhauser Wasserfalls nicht in natürlicherer Form erleben kann. Bei Niedrigwasser kann es sogar sein, dass das Wasser vollständig zur Energiegewinnung benutzt wird und für den Wasserfall fast nichts mehr übrig bleibt.

In der Schluchtwand nördlich des Zillhauser Wasserfalls zeigen sich noch einmal die imposanten Wasserfallschichten. Die Schichten des Mitteljura (Brauner Jura) werden im allgemeinen auf der Schwäbischen Alb viel weniger beachtet als die Schichten des Oberjura (Weißjura), der den Albtrauf sowie die Albhochfläche bildet und der oft mit der Schwäbischen Alb gleichgesetzt wird. Im Bereich der Zollernalb hat sich der Albkörper bereits soweit emporgehoben, dass die unter dem Oberjura liegenden Schichten des Mitteljura ebenfalls weit über das Albvorland hinausragen und damit nicht mehr zu übersehen sind.

Die Schlucht des Büttenbachs unterhalb des Zillhauser Wasserfalls hat einen wilden Charakter. Ein Weg führt nicht durch die Schlucht.

Man kann auch von oben zur Wasserfallkante gelangen und den Wasserfall aus einer anderen Perspektive sehen. Die Sicht auf den Wasserfall ist im Sommer durch die Vegetation eingeschränkt.
 
     

 

Kommentare:

  1. voll der dreck sieht auf den fotos schön aus ist es aber nicht!

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    1. war heute dort. Fand es sehr schön dort.Will im Sommer noch einmal hin. Nur die BEschilderung des Geopfads sollte dringend überarbeitet werden. Hab kein Wort verstanden.

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