Montag, 5. April 2010

Aussicht vom Backofenfelsen bei Albstadt-Onstmettingen


Die Aussicht vom Backofenfelsen bei Albstadt-Onstmettingen gehört möglicherweise zu den Top Ten - Aussichten der Schwäbischen Alb. 

Ich habe die Top Ten - Liste der Aussichtspunkte noch nicht erstellt, aber was nicht ist, kann im Verlauf der Zeit ja noch werden. Maßgebend für die Beliebtheit der Aussicht vom Backofenfelsen ist selbstverständlich die Sicht auf den Zollerberg mit der Burg Hohenzollern.

Am einfachsten erreicht man den Backofenfelsen von den Parkplätzen beim Raichberg her. Der Raichberg befindet sich nördlich von Albstadt-Onstmettingen und ist mit dem Auto auf einer Bergstraße erreichbar. Vom Raichberg geht man ca. 15 Minuten ohne wesentliche Höhenunterschiede zum Backofenfelsen.

Wenige Meter östlich des Backofenfelsens treffen sich zwei der großen Weitwanderwege Baden-Württembergs, der Schwäbische Alb- Nordrand-Weg (Albsteig, Hauptwanderweg 1) sowie der Wanderweg Baden-Württemberg (Hauptwanderweg 3). Der Schwäbische Alb - Nordrand-Weg kommt aus dem Killertal von Jungingen her zum Backofenfelsen. Der Wanderweg Baden-Württemberg kommt von Hechingen über die Burg Hohenzollern. Auf diesen Wegen sowie auch direkt von Hechingen-Boll aus kann man den Backofenfelsen in einer etwas anstregenderen Weise erreichen und die Wanderung zurück zum Ausgangspunkt zu einer Rundtour ausweiten.
Als gleichmäßiger Kegelberg, gekrönt von der vielleicht bekanntesten Burg Deutschlands, Zeigt sich der Zollerberg vom Backofenfelsen.





































Durch eine typische, parkartige Alblandschaft führt der Weg vom Raichberg zum Backofenfelsen (Mitte hinten).

Ein Riss ca. 5 Meter hinter der Kante des Albtraufs zeigt beim Backofenfelsen an, dass früher oder später auch dieser Fels mit dem benachbarten Gelände zu Tal stürzen wird. Zur Zeit besteht allerdings noch keine Gefahr.

Blick vom Backofenfelsen nach Nordnordwesten auf Hechingen (in der linken Bildhälfte ca. in der Mitte). Der Ort im Vordergrund ist Hechingen-Boll, in dessen Nähe sich eine bekannte Wallfahrtskirche befindet. Hinter Hechingen erstreckt sich raumgreifend ein neues Industriegebiet. Der Flächenhunger, der nach wie vor in weiten Teilen Baden-Württembergs wütet, ist beängstigend. Die Wirtschaft des Raums Hechingen / Balingen fordert dringend den durchgehenden autobahnähnlichen Ausbau der B27 bis Stuttgart und droht mit Abwanderung. Sobald der Ausbau jedoch fertiggestellt ist, werden die Flächen entlang dieser Straße einem noch stärkeren Druck ausgesetzt sein.


Der Blick vom Backofenfelsen nach Nordwesten zeigt ein noch relativ naturbelassenes Stück Landschaft am Nordrand der Schwäbischen Alb. Der Plateauberg, der sich von der Bildmitte nach rechts erstreckt, ist der Dreifürstenstein. Die topfebene Oberfläche dieses Bergs deutet auf ein ganz bestimmtes Gestein innerhalb des Schichtstufenaufbaus der Schwäbischen Alb hin. Es sind die Wohlgeschichteten Kalke (früher Weißjura Beta). Nur diese Schichten bilden ebene Oberflächen. Das Gebiet um den Dreifürstenstein ist eines der wenigen Gebiete der Schwäbischen Alb, wo die wohlgeschichteten Kalke über ein größeres Gebiet hinweg Oberfläche bilden.
  

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