Sonntag, 7. November 2010

Burgruine Hohenwittlingen bei Bad Urach


Hoch über dem Ermstal südlich von Bad Urach befindet sich die Burgruine Hohenwittlingen. Fährt man auf der B 465 von Bad Urach aus im Ermstal südwärts, sieht man die Burgruine jedoch so gut wie nicht. 

Was jedoch auffällt, sind zwei große Felsmassive auf der linken, der östlichen Seite des Ermstals. Dort, wo das Föhrental von links her in das Ermstal mündet, sieht man die Linken Wittlinger Felsen (auf der linken Seite des Föhrentals) sowie die rechten Wittlinger Felsen (im Ermstal südlich der Einmündung des Föhrentals). Die Linken Wittlinger Felsen sind seit jeher ein beliebtes Kletterrevier. Jedoch hat das Gebiet in den letzten Jahren gelitten. Denn im Zuge der Sanierung der Straße hinauf nach Wittlingen wurden einige Felsen weggesprengt. Die Rechten Wittlinger Felsen sind nicht für das Klettern freigegeben. Oberhalb der Rechten Wittlinger Felsen steht die Burgruine Hohenwittlingen.

Die Burg Hohenwittlingen wurde vermutlich im 12. Jahrhundert errichtet. Nach dem Jahr 1648 beginnt der Zerfall der Burg. In den Jahren 1953 - 1963 wurde die Burgruine instandgesetzt. Heute kann man die Burgruine frei betreten.

Die Burgruine Hohenwittlingen ist vor allem durch ihre Lage auf einem Bergsporn hoch über dem Ermstal sowie durch ihre Schildmauer (eine verstärkte Mauer zur Bergseite hin) bekannt.


Am Bequemsten erreicht man die Burgruine Hohenwittlingen von der Hochfläche der Schwäbischen Alb aus, vom Bad Uracher Teilort Wittlingen. Vom Ermstal aus erreicht man Wittlingen über die Uracher Straße. Im Ort wendet man sich nach rechts, fährt über den Zehntplatz und wendet sich erneut nach rechts in die Hohenwittlinger Straße (Beschilderung). Diese Straße führt aus dem Ort hinaus zu einem Wanderparkplatz. Vom Wanderparkplatz erreicht man die Burgruine ohne wesentliche Höhenunterschiede am Hofgut Hohenwittlingen vorbei nach etwas mehr als einem Kilometer.

Etwas anstrengender ist es, wenn man vom Ermstal aus zur Burgruine aufsteigt. Ein Parkplatz befindet sich bei der Einmündung des schon genannten Föhrentals. Von dort sind es ca. 0,8 Kilometer bis zur Burgruine. Hierbei ist ein Höhenunterschied von 160 Metern zu bewältigen.

Das Ermstal mit Bad Urach ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal mit Bad Urach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.           

Burgruine Hohenwittlingen mit den Grundmauern des Pallas im Vordergrund und den Resten der Schildmauer im Hintergrund
Der Herbst auf der Schwäbischen Alb ist überall schön, ob auf Hohenwittlingen oder anderswo: im Hintergrund ist der höchste begehbare Punkt der Burgruine Hohenwittlingen auf der Schildmauer.
Blick von der Schildmauer hinab auf die Reste des Palas der Burgruine Hohenwittlingen, dahinter tieft sich das Ermstal ein.

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