Montag, 31. Mai 2010

Burgruine Hofen bei Grabenstetten


Genau genommen befindet sich die Burgruine Hofen auf dem Gemeindegebiet von Lenningen. 

Jedoch gehört nur die kleine Fläche der auf einem Bergsporn der Erckenbrechtsweiler Berghalbinsel gelegenen Burgruine zu Lenningen. Das gesamte umgebende Gebiet gehört zur Gemeinde Grabenstetten und von Grabenstetten aus erreicht man die Burgruine auch im Normalfall.

Die erste Erwähnung der Burg Hofen stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Burgbewohner waren mit den Bewohnern von Burg Teck verwandt. Aus dem Jahr 1478 stammt die letzte urkundliche Erwähnung eines der Herren von Hofen. Die Burg bestand somit nicht sehr lange und so nimmt es auch nicht Wunder, dass heute nicht mehr besonders viele Überreste der Burg erhalten geblieben sind. Ein paar Mauerreste sowie die Gräben der Burg sind die einzigen auf den ersten Blick sichtbaren Überbleibsel. Die markante Tormauer wurde erst im Jahr 1986 rekonstruiert.  

Man kann mit dem Auto bis auf 5 Gehminuten zur Burgruine Hofen heranfahren. Hierzu biegt man in Grabenstetten von der in Nord-Südrichtung verlaufenden Böhringer Straße nach Osten auf den Hofener Weg ab, eine Anliegerstraße. Man kommt am Ende der Bebauung an einem kleinen Industriegebiet vorbei und wird dort vor der Kläranlage mit einem Schild nach rechts und hinter dem Zaun gleich wieder nach links verwiesen. Nach einer erneuten Linksbiegung befindet man sich auf einem Parkplatz. Von dort folgt man dem Feldweg ohne Orientierungsprobleme zur Burgruine. Grabenstetten ist aus dem Lenninger Tal über die L 211 zu erreichen, die südlich von Oberlenningen von der B 465 abzweigt. Von Bad Urach aus erreicht man Grabenstetten ebenfalls über die L 211. Wandermöglichkeiten gibt es von Bad Urach über die Falkensteiner Höhle sowie von Lenningen-Schlattstall über das Schreckental.

Freitag, 28. Mai 2010

Kernzone Donntal - Lange Steige im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Kernzone Donntal - Lange Steige ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone hat eine Größe von 105,6 Hektar. Gemäß dem Entwurf einer Wegeverordnung zu den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb gibt es im gesamten Verlauf des Tals Lange Steige nur einen zugelassenen Weg. Alle anderen Wege einschließlich der noch verbliebenen Forststraßen im Gebiet sind zukünftig für die Öffentlichkeit gesperrt.

Das Tal Lange Steige befindet sich unmittelbar südlich der Ortschaft Lenningen-Schlattstall und verläuft vom Talboden des Lenninger Tals bis hinauf zur Hochfläche der Schwäbischen Alb. Die Begehung des Wegs im Verlauf des Tals Lange Steige ist in der unteren Hälfte vergleichsweise einfach, im mittleren Teil jedoch schwierig und im oberen Teil erneut einfach.

Dienstag, 25. Mai 2010

Aussicht vom Breitenstein bei Bissingen-Ochsenwang


Der Breitenstein bei Bissingen-Ochsenwang gehört wohl zu den am meisten frequentierten Aussichtpunkten der Schwäbischen Alb. Das hat seinen Grund im Prachtblick hinüber zum Teckberg mit der Burg Teck. Aber ohne den nahen Parkplatz in 5 bis 10 Minuten Fußwegentfernung wären sicher trotz des Teckblicks nur halb so viele Besucher oben auf den Breitenstein.

Die Forstbehörde hat den Wald unmittelbar unterhalb des Breitensteins teilweise gefällt. Das führt dazu, dass der Breitensteinfelsen jetzt deutlich von Norden her, von der Anfahrt über die Autobahn A8 und an Bissingen an der Teck vorbei zu erkennen ist. Fast meint man, dort oben stünde eine Burg, so gleichmäßig sind die Breitensteinfelsen gebaut.

Hinter dem Fällen der unmittelbar an die Felsen angrenzenden Bäume stecken naturschutzfachliche Gründe. Die Beschattung der Felsen durch die Bäume soll vermindert werden. Das fördert wiederum die teilweise seltene Flora, die sich seit der letzten Eiszeit auf den Felsen hat halten können. 

Samstag, 15. Mai 2010

Entlang der ehemaligen Zahnradbahn Honau-Lichtenstein im hintersten Echaztal


Der hier zu besprechende Weg verläuft auf der Trasse einer ehemaligen Eisenbahn.

Von 1893 bis 1969 fuhr zwischen Honau im Echaztal und der Hochfläche der Schwäbischen Alb bei Traifelberg (Bahnhof Lichtenstein) eine Zahnradbahn. Diese Zahnradbahn war in die Nebenbahn Reutlingen - Münsingen eingebunden. Auf der ehemaligen Trasse der Zahnradbahn verläuft heute ein asphaltierter Weg, den Radfahrer und Fußgänger nutzen können. Einige ausgeschilderte Fahrradrouten verlaufen über diesen Weg, ein ausgeschilderter Wanderweg fehlt jedoch.

Der Weg ist relativ schwach frequentiert. Das ist kein Wunder, denn die ehemalige Zahnradbahnstrecke überwindet einen Höhenunterschied von 179 Metern. Für Spaziergänger und Wanderer ist es empfehlenswert, mit dem Bus vom Echaztal über die Honauer Steige auf die Hochfläche der Schwäbischen Alb zu fahren und den Weg entlang der Trasse der ehemaligen Zahnradbahn im Abstieg zu gehen. Selbstverständlich ist auch gegen einen Aufstieg nichts einzuwenden. Hier bieten sich ganz andere Perspektiven als beim Abstieg. Beim ehemaligen Bahnhof von Honau gibt es Parkmöglichkeiten.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Das Unterbecken des Pumpspeicherwerks Glems

Seen sind auf der Schwäbischen Alb eine Seltenheit, bedingt durch das wasserdurchlässige Juragestein. Von den wenigen Seen, die es dennoch gibt, ist die Mehrzahl vom Menschen angelegt. So auch das Unterbecken des Pumpspeicherwerks Glems bei Metzingen.

Eine Umrundung des Unterbeckens des Pumpspeicherwerks Glems bietet jedoch überraschend viel Naturgenuss und ist auf dem ausgeschilderten Stausee-Rundweg nicht zu verfehlen. Im Verlauf des Rundwegs kommt man an verschiedenen Informationstafeln vorbei, die Daten und Fakten zum Pumpspeicherwerk bieten. Einige dieser Zahlen sind nachfolgend genannt.

Die Landesstraße L380 a von Metzingen-Neuhausen nach Eningen unter Achalm führt in der Nähe des Unterbeckens des Pumpspeicherwerks Glems vorbei. Oberhalb des Beckens befinden sich Parkplätze neben der Straße. Von dort ist der Weg zum Becken ausgeschildert. Das Unterbecken kann man auch auf Fußwegen von Neuhausen oder Metzingen her erreichen. Die Umrundung des Unterbeckens ist ca. 2 Kilometer lang und verläuft auf asphaltierten bzw. gekiesten Wegen. 

Samstag, 8. Mai 2010

Gibt es noch Hoffnung für den Plettenberg?


Der Plettenberg bei Dotternhausen auf der Zollernalb mit einer Höhe von 1.002 m ü NN gehört zu den markantesten und größten Einzelbergen der Schwäbischen Alb. 

Der Berg ist der Albhochfläche vorgelagert und somit ein Zeugenberg, der von früheren Zeiten kündet, als die Schwäbische Alb noch viel weiter nach Nordwesten reichte. Der Gipfel des Plettenberg ist viel mehr als nur eine schmale Erhebung. Auf dem Plettenberg hat sich noch ein beachtliches Stück der ehemaligen Albhochfläche erhalten mit mehreren räumlich getrennten einzelnen Hochpunkten.

Schon lange stellt sich allerdings die Frage, wann es den Plettenberg in der jetzigen Form nicht mehr geben wird. Denn seit dem Jahr 1908, nur unterbrochen von 1926 bis 1939, wird der Gipfel des Plettenberg zur Kalksteingewinnung abgebaut. Der abgebaute Kalk wird mit einer Materialseilbahn ins Tal zum Zementwerk nach Dotternhausen transportiert.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Bannwald Pferch bei Bissingen an der Teck


Mit einer Fläche von 6,5 Hektar gehört der Bannwald Pferch zu den kleinsten Bannwäldern in Baden-Württemberg. Der Bannwald wurde zum ersten Mal im Jahr 1993 ausgewiesen. Die Ausweisung wurde im Jahr 2004 gemäß dem Landeswaldgesetz von 1995 erneuert.

Der Bannwald befindet sich am Albtrauf unmittelbar nördlich des zu Bissingen an der Teck gehörenden Orts Ochsenwang. Im Bereich des Bannwalds ist ein Teil der Hochfläche der Schwäbischen Alb um ca. 30 Höhenmeter abgerutscht. Dies führt zu interessanten und urtümlichen Landschaftsbildern. Das Gelände ist auch heute nicht zum Stillstand gekommen, weitere Rutschungen sind in der Zukunft nicht auszuschließen.

Obwohl der Bannwald Pferch sich im Biosphärengebiet Schwäbische Alb befindet, gehört er nicht zu den Kernzonen des Biosphärengebiets. Das ist insofern eine Ausnahme, denn in den meisten gleichartigen Fällen sind die Bannwälder gleichzeitig Kernzonen des Biosphärengebiets. Man kann vermuten, dass der Bannwald Pferch einfach zu klein ist, um als Kernzone des Biosphärengebiets ausgewiesen zu werden.

Samstag, 1. Mai 2010

Aussicht vom Raichbergturm bei Albstadt-Onstmettingen


Der Raichberg bei Albstadt-Onstmettingen ist einer der höchsten und bekanntesten Punkte der Zollernalb. 

Dies verdankt er nicht zuletzt seiner leichten Erreichbarkeit. Denn von Onstmettingen aus führt eine Straße bis fast zum höchsten Punkt des Berges. Dort befinden sich auch das Nägelehaus des Schwäbischen Albvereins sowie der Raichbergturm.

Nachfolgend ist die Aussicht vom Raichbergturm an Hand einiger Bilder beschrieben.

Hier gibt es eine Übersicht über alle Aussichtstürme der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Aussichtstürmen befassen, verlinkt.