Montag, 6. Juni 2011

Burgruine Hohenjustingen bei Schelklingen-Hütten


Am nördlichen Rand des Oberen Schmiechtals oberhalb des Schelklinger Ortsteils Hütten befinden sich die spärlichen Reste der ehemaligen Burg und des ehemaligen Schlosses Hohenjustingen

Auf einem gegen das Schmiechtal zeigenden Bergsporn stand von Anfang des 13. Jahrhunderts bis Mitte des 16. Jahrhunderts eine Burg. Um das Jahr 1540 begann man auf den Fundamenten der Burg mit dem Bau eines Schlosses, das im Jahr 1567 fertiggestellt wurde.

Das Schloss ging im Jahr 1751 an das Herzogtum Württemberg über. Im Jahr 1834 wurde das Schloss an die damals noch selbständige Gemeinde Hütten verkauft. Noch im selben Jahr veräußerte die Gemeinde das Schloss an einen Privatmann. Kurz darauf wurde das baufällige Schloss abgerissen.

Heute sieht man auf der Ebene des Bergsporns noch Reste des ehemaligen Gewölbekellers des Schlosses sowie Reste der Umfassungsmauer des sogenannten Äußeren Schlosses, dazu noch Mauerreste der ehemaligen Burg. Informationstafeln vor Ort erklären die Geschichte von Burg und Schloss.



Man kann die Burgruine Hohenjustingen vom Schmiechtal aus ansteigend oder von der Hochfläche der Schwäbischen Alb aus erreichen. 

Startpunkt im Schmiechtal ist der Ort Hütten. Vom Ort folgt man kurze Zeit der Straße in Richtung Justingen und biegt bei einer Kehre auf den Wanderweg durch das sehenswerte Bärental ab. Am Talende biegt man nach rechts ab (Beschilderung) und erreicht die Burgruine. Die Entfernung von Hütten zur Burgruine ist ca. 2 Kilometer

Auf der Albhochfläche ist der Schelklinger Teilort Justingen Startpunkt. Von dort sind es ca. 2,1 Kilometer bis zur Burgruine. Von der Ortsmitte folgt man zunächst der Hüttener Straße, dann der Magolsheimer Straße und schließlich dem Espachweg bis zum Ortsende. Dann folgt man dem Feldweg nach Westen, biegt nach 350 Metern nach links ab und erreicht nach weiteren 250 Metern die Schlosskapelle. Nun folgt man der Markierung in Richtung Südwesten und kommt schließlich zur Hangkante über dem Schmiechtal.  

Rest der Umfassungsmauer des Äußeren Schlosses bei der Burgruine Hohenjustingen
Hinter den Resten der ehemaligen Umfassungsmauer des äußeren Schlosses erstreckt sich heute eine Wiese.
Blick vom Bergsporn der ehemaligen Burg Hohenjustingen in Richtung Norden. Auf der linken Seite verbirgt sich der  Gewölbekeller des ehemaligen Schlosses Hohenjustingen. Hier finden im Frühjahr 2011 Sanierungsarbeiten statt.
Mauerreste auf der Ostseite des Bergsporns
Der Gewölbekeller des ehemaligen Schlosses Hohenjustigen ist die eindrucksvollste, heute noch sichtbare Hinterlassenschaft.
Im Jahr 2005 wurde ein Teilstück der ursprünglichen Schlossmauer durch die Schelklinger Teilorte Hütten und Justingen wiederaufgebaut. In die Mauer hineingebaut wurde eine Replik einer ehemaligen Torbogenplatte, deren Original sich heute im Ehinger Heimatmuseum befindet.

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