Dienstag, 19. Juli 2011

Aussicht von der Limburg bei Weilheim an der Teck


Der wunderschöne Bergkegel der Limburg ist der Kalktafel der Schwäbischen Alb vorgelagert. Und doch ist die 598 m ü NN hohe Limburg kein Zeugenberg wie etwa die Achalm bei Reutlingen oder der Zollerberg bei Hechingen. Die Limburg ist ein Teil des sogenannten Schwäbischen Vulkans

Während der Tertiärzeit drang Lava im Gebiet um das heutige Bad Urach und das heutige Kirchheim / Teck an über dreihundert Stellen aus dem Erdinneren nach oben. Allerdings erreichte die Lava kaum die damalige Erdoberfläche. Das geförderte Material erstarrte bereits in den Förderschloten. Erst in den folgenden Jahrmillionen wurden die Schlotfüllungen durch die Abtragung der umgebenden Juragesteine teilweise freigelegt.

Die Limburg ist der Rest einer Schlotfüllung des Schwäbischen Vulkans. Da das umgebende Gestein (Juramergel) weicher ist als die Schlotfüllung, konnte die Schlotfüllung der Erosion länger Widerstand leisten als die Gesteine der Umgebung. So entstand der Kegelberg der Limburg.

Es gibt kaum Wald auf den Hängen der Limburg. Man findet weitflächige Streuobstwiesen, Magerrasen und an der Südseite sogar noch einen Weinberg. Dies garantiert eine großartige Rundsicht vom Gipfel der Limburg.

Am Fuß der Limburg nördlich des Gipfels befindet sich beim Friedhof von Weilheim an der Teck ein Parkplatz mit einer Informationstafel. Von dort führt ein bezeichneter Weg auf die Limburg. Es gibt auch einen Lehrpfad, der rund um die Limburg führt. 

Weilheim an der Teck erreicht man mit dem Auto von der Anschlusstelle Aichelberg der A8 aus. Von Kirchheim / Teck (S1 der Stuttgarter S-Bahn) gibt es Busverbindungen. Von der Ortsmitte von Weilheim an der Teck folgt man der K 1252 (Bissinger Straße), bis am Ortsende die Weinsteige nach links abzweigt. 300 Meter nach der Abzweigung erreicht man die Parkplätze beim Friedhof. Der zu Fuß zu bewältigende Höhenunterschied ist knapp 200 Meter.

Die Limburg ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Vorkommen des Schwäbischen Vulkans befassen, verlinkt.

Ein Pfad führt im Zick-Zack auf den Gipfel der Limburg.
Blick vom Gipfel der Limburg in Richtung Westen: in der Bildmitte erhebt sich der Teckberg, ein sogenannter Ausliegerberg, der über den Sattelbogen (links) mit der Tafel der Schwäbischen Alb verbunden ist.
Blick vom Gipfel der Limburg in Richtung Südwesten: rechts sieht man den Breitenstein mit Felsen, ein bekannter Aussichtspunkt bei Ochsenwang, der Hochpunkt in der linken Bildhälfte ist der Auchtert, ganz links tieft sich der Kessel des Randecker Maars ein. 
Blick vom Gipfel der Limburg in Richtung Süden: in der rechten Bildhälfte ist das Randecker Maar, das wie die Limburg ein Phänomen des Schwäbischen Vulkans ist. Die Erhebung links des Randecker Maars heißt Schafbuckel. Links unter dem Randecker Maar sind ein paar Häuser von Hepsisau zu sehen, die Häusergruppe auf halber Höhe unter dem Schafbuckel heißt Michaelshof.
Blick vom Gipfel der Limburg in Richtung Südosten: im Talhintergrund liegt die Ortschaft Neidlingen, die wegen der vielen Kirschbäume in der Umgebung vor allem zur Kirschblüte ein beliebtes Ausflugsziel ist. Der Bergkegel in der linken Bildhälfte heißt Erkenberg.
Blick vom Gipfel der Limburg in Richtung Osten: der höchste Punkt im Albtrauf ungefähr in Bildmitte ist der Bossler, rechts davon erkennt man den Großen Erdschliff, einen ehemaligen Bergsturz. Ganz rechts sieht man eine Schneise im Wald. Dies ist ein beliebter Startplatz für Drachenflieger und Gleitschirmpiloten. 
Blick vom Gipfel der Limburg in Richtung Nordnordosten auf Weilheim an der Teck, der Berg rechts ist der Turmberg bei Aichelberg, davor verläuft die Autobahn Stuttgart-Ulm.
        

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