Samstag, 2. Juli 2011

Schmiechquelle bei Schelklingen-Gundershofen


Der 25 Kilometer lange Fluss Schmiech befindet sich auf der Südseite, der Donauseite der Schwäbischen Alb. Die Schmiechquelle ist beim Weiler Springen, der zum Schelklinger Ortsteil Gundershofen gehört. 

Zunächst fließt die Schmiech in einem tief in die Hochfläche der Schwäbischen Alb eingeschnittenen Tal nach Osten. Bei Schelklingen biegt sie abrupt nach Süden ab und folgt einem Tal, das früher einmal von der Urdonau durchflossen wurde. Zuletzt fließt die Schmiech durch die Stadt Ehingen (Donau) und mündet südlich der Stadt in die Donau.

Der Ursprung der Schmiech ist eine Karstquelle. Das Wasser entströmt einer ca. 1,5 Meter hohen Quellhöhle sowie auch aus einer Felsspalte neben der Höhle. Die Wassermengen schwanken zwischen 60 und 900 Liter / Sekunde mit einem Mittelwert von 280 Liter / Sekunde. Das Gestein ist Weißjura Delta (Untere Felsenkalk-Formation). Die oberen Hänge des Tals gehören bereits zum Weißjura Epsilon (Obere Felsenkalk-Formation). Oberhalb der Schmiechquelle setzt sich das Tal als Trockental fort. 


Die Schmiechquelle wird nicht aufgestaut, wie das bei vielen Quellen auf der Südseite der Schwäbischen Alb der Fall ist. Jedoch wird das Wasser nach dem Austritt in einen künstlichen Kanal geleitet, der früher ein Mühlkanal war.


Die Kreisstraße K 7410 von Gundershofen in Richtung Münsingen führt direkt an der Höhle vorbei. Die Höhle befindet sich am Westrand des zum Schelklinger Stadtteil Gundershofen gehörenden Weilers Springen hinter dem letzten Haus links von einer scharfen Rechtskurve (Fahrtrichtung von Gundershofen). Es sind keine ausgewiesenen Parkmöglichkeiten vorhanden. Parken kann man dort, wo ein Feldweg von der Straße zu einem Steinbruch abzweigt.

Ein beschilderter Weg führt von der Straße zur Quelle (50 Meter). Man kann die Schmiechquelle auf einem Wanderweg auch vom Schelklinger Ortsteil Hütten aus über Gundershofen erreichen (ca. 3.8 Kilometer in einer Richtung). Während der Sommermonate hält an Sonntagen ein Zug der Schwäbischen Alb-Bahn (Schelklingen-Münsingen) im Bahnhof von Hütten an.
Die Schmiechquelle mit der Quellhöhle im Hintergrund und dem Kanal im Vordergrund.
Die Schmiech entspringt aus gebankten Kalken des Weißjura Delta.
Die 1,5 Meter hohe Quellhöhle der Schmiech
Das Schmiechwasser strömt auch aus Klüften am Fuß der Felswand neben der Höhle.

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