Donnerstag, 27. Dezember 2012

Der Schönbergturm - ein Aussichtsturm bei Pfullingen

Der Schönbergturm bei Pfullingen befindet sich am westlichen Rand des Echaztals.

Westlich des Echaztals und südlich von Pfullingen erhebt sich der Schönberg, ein Ausliegerberg am Albtrauf. Der Schönberg besitzt eine ebene Gipfelfläche. Dort erstreckt sich eine Magerwiese, die als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Am östlichen Rand der Wiese steht der 26,4 Meter hohe Schönbergturm. Dieser Turm gehört zu den ganz besonderen Aussichtstürmen der Schwäbischen Alb. Eine Informationstafel im Inneren des Turms erklärt, dass der Schönbergturm der welterste Aussichtsturm aus Stahlbeton ist. 

Der 793 m ü NN hochgelegene Schönbergturm ist ein Doppelturm. Die beiden Turmschächte sind oben durch eine Galerie und unten durch einen überdachten Eingang miteinander verbunden. In einem der Türme steigt man hinauf, im anderen hinunter. Wegen seines Aussehens hat der Schönbergturm den Spitznamen Pfullinger Unterhose. Der Turm ist das Wahrzeichen Pfullingens. Der Turm ist ständig geöffnet.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Der Wackerstein - ein Felsen am Albtrauf bei Pfullingen

Der Wackerstein bei Pfullingen gehört zu den markanten Felsen am Albtrauf. 

Dazu trägt seine Form bei, die einen vom Albtrauf abgelösten richtigen Felsgipfel ausbildet. Dazu trägt sicher auch bei, dass sich auf dem Wackerstein ein Kreuz befindet. Das ist für die Schwäbische Alb eher ungewöhnlich.

Der Wackerstein ist als Geotop ausgewiesen. Die Felsgruppe ist 80 Meter lang und 25 Meter hoch. Sie besteht aus Massenkalken des Weißjura delta und epsilon. Am Fuß des Felsens befinden sich zwei Höhlen.

Der Wackerstein ist einer von nur zwei Felsen der Reutlinger Alb, die zum Klettern geeignet sind. Die Felsinfo des Deutschen Alpenvereins weist 45 Routen aus, die sich im Schwierigkeitsgrad von drei bis acht der Alpenskala bewegen. Im Frühjahr während der Vogelbrut kann der Fels zum Klettern gesperrt sein.

Der Wackerstein ist auch ein hervorragender Aussichtspunkt. Der Albtrauf im Bereich der westlichen Reutlinger Alb ist besonders abwechslungsreich. Das kommt zum Teil daher, dass der Albtrauf hier in zwei Stufen ansteigt.

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Aussicht von der Burgruine Hohenurach bei Bad Urach

Die Burgruine Hohenurach im Ermstal bei Bad Urach ist nicht nur als Bauwerk interessant (siehe die beiden vorangegangenen Posts in diesem Blog). Die Lage der Burgruine Hohenurach auf dem Schlossberg, einem Ausliegerberg der Schwäbischen Alb, garantiert eine Aussicht in alle Himmelsrichtungen.

Allerdings muss man den Standort mehrfach wechseln, um tatsächlich in alle Richtungen sehen zu können. Zudem ist der Gipfel des Schlossbergs mit einer Höhe von 692 m ü NN um ca. 80 Höhenmeter tiefergelegen als die umgebende Hochfläche der Schwäbischen Alb. Somit zeichnet sich die Rundsicht von der Burgruine Hohenurach weniger durch Fernblicke aus als vielmehr durch Nahblicke auf die außergewöhnlich vielfältig strukturierte Landschaft des mittleren Ermstals.

Das Ermstal mit Bad Urach ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal mit Bad Urach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Burgruine Hohenurach bei Bad Urach, Teil 2

Die Burgruine Hohenurach gehört zu den größten Burgruinen der Schwäbischen Alb. Und so ist es klar, dass eine Besichtigung der Burgruine eine längere Zeit in Anspruch nehmen kann. 

Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es einige allgemeine Informationen zur Burgruine und ehemaligen Landesfestung Hohenurach. Auch die Vorburg war Thema des vorangegangenen Posts. Heute gehen wir in die Kernburg von Hohenurach.

In der Kernburg gibt es viele Details zu sehen. Dort befinden sich ein Brunnen und die Reste des großen Pulverturms sowie der Ritterstube, der Hofküche und des Backofens. Höhepunkt der Kernburg ist der Große Saal, der auch der gotische Bau genannt wird. Leider ist nur noch eine der gotischen Fensterumrahmungen vorhanden. Dieses gotische Fenster ist heute so etwas wie das Wahrzeichen der Burgruine Hohenurach. 

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Burgruine Hohenurach bei Bad Urach, Teil 1

Die Burgruine Hohenurach bei Bad Urach im Ermstal gehört zu den größten Burgruinen der Schwäbischen Alb. Zunächst war Hohenurach eine mittelalterliche Höhenburg. Sie wurde Mitte des 11. Jahrhunderts gegründet.

In den Jahren 1540-1556 wurde Hohenurach zur Landesfestung ausgebaut. Sie war eine der sieben Landesfestungen, die zur Verteidigung Württembergs dienten. Außer Hohenurach waren dies Hohenasperg, Hohenneuffen, Hohentübingen, Hohentwiel, Kirchheim/Teck und Schorndorf. Im Jahr 1761 wird Hohenurach als Festung und Wohnstätte wegen Unrentabilität aufgegeben. 

Wenn man jetzt in die Gegenwart springt, bleibt als allerneueste Entwicklung festzuhalten, dass die Burgruine Hohenurach ab Sommer 2011 mitsamt dem Zugangsweg für einige Zeit gesperrt werden musste. Die Sicherheit der Besucher war nicht mehr gegeben, weil Teile der Burg einzustürzen drohten. Als Grund wurden der harte Winter und die damit verbundene Frostsprengung der Mauern angegeben.

Montag, 26. November 2012

Burgruine Monsberg bei Ehingen-Erbstetten

Von der ehemaligen Burg Monsberg am Rand des unteren Großen Lautertals beim Ehinger Stadtteil Erbstetten ist heute nicht mehr viel zu sehen. 

Es gibt einige wenige Mauerreste und Reste eines Gewölbekellers. Das ehemalige Gebiet der Burg ist heute von dichtem Wald bedeckt. Pfadspuren führen heute über die kleine Verebnungsfläche der Burg und geben Gelegenheit, das eine oder andere Relikt der Burg Monsberg zu erblicken.

Die Burg Monsberg liegt ganz in der Nähe der ungleich bekannteren Burg Wartstein. Die Burg Monsberg wurde nicht von Adeligen bewohnt wie die Burg Wartstein. Vielmehr wohnten auf Monsberg und auch auf einigen anderen Burgen in der Umgebung von Wartstein die Ministerialen, also quasi die Beamten der Grafen von Wartstein. Dem entspricht auch die Lage der Burg Monsberg. Sie liegt nicht oben am Rand der Hochfläche der Schwäbischen Alb wie die Burg Wartstein, sondern auf einem Bergsporn auf halber Höhe am Hang des Lautertals.

Im Jahr 1379 muss die Burg Monsberg bereits bestanden haben, denn für dieses Jahr ist ein Verkauf der Burg niedergelegt. Im Jahr 1848 wird die Burgruine Monsberg Eigentum der Gemeinde Erbstetten, heute ein Teil von Ehingen an der Donau.

Donnerstag, 22. November 2012

Die Dettinger Höllenlöcher - spannende Geologie über dem Ermstal

Sogenannte Höllenlöcher gibt es an verschiedenen Stellen der Schwäbischen Alb. Die wohl bekanntesten Höllenlöcher befinden sich auf beiden Seiten des Ermstals. Die Uracher Höllenlöcher bei Bad Urach befinden sich rechts des Ermstals. Die Dettinger Höllenlöcher bei Dettingen an der Erms befinden sich links des Ermstals.

Die Uracher Höllenlöcher waren bereits das Thema im Post vom 29.06.2010 in diesem Blog. Die Dettinger Höllenlöcher sind noch breiter und tiefer als die Uracher Höllenlöcher. Zudem kann man in die Dettinger Höllenlöcher hinabsteigen. Hierzu wurden sogar zwei Eisenleitern befestigt.

Die Dettinger Höllenlöcher sind als Geotop ausgewiesen. Sie sind ca. 100 Meter lang. Im Bereich der Dettinger Höllenlöcher gleiten Gesteinsschollen der Weißjura-Delta-Formation über den weicheren Mergeln der Weißjura-Gamma-Formation langsam zu Tal. Irgendwann werden die talseitig gelegenen Gesteinspakete ins Tal stürzen.

Freitag, 16. November 2012

Die Sibyllenhöhle unterhalb des Teckbergs

Direkt unterhalb der Felsen, die den Gipfel des bekannten Teckbergs mit der Burg Teck bilden, befindet sich die Sibyllenhöhle.

Die Höhle ist über einen mit einem Geländer gesicherten Pfad vom Gipfel des Teckbergs aus schnell erreichbar. Der Pfad wurde erst vor wenigen Wochen ausgebessert und mit Treppenstufen versehen.

Die Sibyllenhöhle liegt auf einer Meereshöhe von 763 m ü NN und hat eine Länge von 23 Metern. Im Vergleich zu ihrer kleinen Länge hat sie einen großen Eingang, zu dem man vom Pfad hinaufsteigt. Die Höhle besteht aus einer Vorhalle und einer hinteren Halle. Früher soll es sogar einen Durchgang von der Höhle bis in den Burghof der Burg Teck gegeben haben. Nur 4 Meter Versturz trennen die Sibyllenhöhle von der sogenannten Sibyllen-Gegenhöhle auf der anderen Seite des Teckgipfels.

Samstag, 10. November 2012

Calverbühl - ein Vulkanschlot bei Dettingen an der Erms

Im Gebiet der Mittleren Schwäbischen Alb gab es vor 16 Millionen Jahren Vulkanismus. Damals entstanden über 360 Vulkanschlote. Sie werden unter dem Oberbegriff Schwäbischer Vulkan zusammengefasst. Einer dieser Vulkanschlote ist der Calverbühl bei Dettingen an der Erms.

Der Calverbühl ist zwar lange nicht so groß und so bekannt wie einige andere Vulkanschlote des Schwäbischen Vulkans, z.B. das Randecker Maar, die Torfgrube oder die Limburg. Jedoch ist der Calverbühl klar im Gelände erkennbar. Das Gestein des kleinen Hügels unterscheidet sich markant von der Umgebung. Und man hat vom Gipfel des Calverbühls eine schöne Sicht in das mittlere Ermstal mit seiner Bergumrahmung.

Samstag, 3. November 2012

Nägelehaus des Schwäbischen Albvereins ist Gründungsort der Europäischen Wandervereinigung

Eine Gedenktafel am Nägelehaus auf der Zollernalb erinnert seit dem 8. Juli 2012 an die Gründung der Europäischen Wandervereinigung.

Im Jahr 2012 jährt sich zum 40. Mal die Einweihung der ersten europäischen Fernwanderwege. Im Jahr 1972 wurden in Konstanz die europäischen Fernwanderwege E1 und E5 eingeweiht. Die Gedenktafel am Nägelehaus erinnert nun an dieses Ereignis.

Über die Schwäbische Alb führt keiner der europäischen Fernwanderwege. Jedoch wurde die Europäische Wandervereinigung (EWV), die die europäischen Fernwanderwege betreut, auf der Schwäbischen Alb gegründet. Das Nägelehaus des Schwäbischen Albvereins auf der Zollernalb war der Geburtsort der Europäischen Wandervereinigung. Der Schwäbische Albverein und der Schwarzwaldverein waren im Jahr 1969 maßgeblich an der Gründung der EWV beteiligt. Damals fassten 14 Wanderverbände aus 6 Ländern den Gründungsbeschluss.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Premiumweg Wiesenrunde bei Albstadt, Teil 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Wiesenrunde aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt. 

Im ersten Post dieser kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Im zweiten Post sind wir vom Ausgangspunkt Zitterhof bei Albstadt-Pfeffingen bis zum oberen Rand des großartigen Naturschutzgebiets Irrenberg-Hundsrücken gewandert.

Heute setzt sich die Wanderung fort durch weitere Teile dieses Naturschutzgebiets bis zum Wanderparkplatz Pfeffingen. Von dort geht es langsam aber sicher wieder hinauf die Hochfläche der Schwäbischen Alb.

Sonntag, 21. Oktober 2012

Premiumweg Wiesenrunde bei Albstadt, Teil 2

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Wiesenrunde aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Heute und im folgenden Post wandern wir gegen den Uhrzeigersinn auf dem Rundweg.

Vom Ausgangspunkt Zitterhof muss man zunächst einmal 200 Meter gehen, um auf den Premiumweg Wiesenrunde und auf eine Informationstafel zum Weg zu stoßen. Dort kann man sich dann auch entscheiden, in welche Richtung man den Rundkurs absolviert. Wir gehen den Premiumweg entgegen dem Uhrzeigersinn.

Man geht nun in nördliche Richtung über die Alb-Hochfläche zum Albtrauf. Dort wendet man sich nach links und folgt einem anregenden Pfad am oberen Rand des Albtraufs entlang. Rechts des Wegs befinden sich schöne Wälder des Albtraufs, links erstrecken sich ausgedehnte Wiesen. 

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Premiumweg Wiesenrunde bei Albstadt, Teil 1

Der Premiumweg Wiesenrunde bei Albstadt auf der Zollernalb gehört zur Premiumweggruppe der Traufgänge. 

Premiumwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumweg Wiesenrunde wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal zertifiziert und erhielt 70 Erlebnispunkte. Im Jahr 2014 wurde der Weg neu zertifiziert und erhielt 71 Erlebnispunkte. Die aktuelle Zertifizierung ist bis Mai 2017 gültig. 

Der Premiumweg Wiesenrunde ist 10,6 Kilometer lang und als Rundweg angelegt. Der Weg ist in beiden Richtungen beschildert. In kurzen Abständen im Wegverlauf ist zudem das Wegzeichen vorhanden. Ein Verlaufen ist somit kaum möglich. Man kann diesen Weg auch ohne Wanderkarte gehen.

Dienstag, 16. Oktober 2012

Burgruine Sperberseck bei Lenningen-Gutenberg

Die Burgruine Sperberseck befindet sich am Albtrauf im hinteren Donntal, einem Seitental des Lenninger Lautertals.

Man kann die Burgruine aus dem Tal vom Lenninger Ortsteil Gutenberg aus oder von der Albhochfläche von der Straße zwischen Römerstein-Böhringen und Römerstein-Donnstetten aus erreichen.

Die Burg Sperberseck wurde bereits um das Jahr 1090 als Sitz der Herren von Sperberseck gegründet. Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burg als Wohnsitz aufgegeben und um 1515 im Bauernkrieg zerstört. Der größte Teil der Burg ist heute nicht mehr vorhanden. Heute sieht man noch Teile der Schildmauer, einige Grundsteine von Gebäuden sowie den Halsgraben und den Zweiten Graben, mit denen die Burg gegen die Hochfläche der Schwäbischen Alb geschützt wurde. Im Jahr 1978 wurden die Mauerreste der Burg gesichert.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Tour 4 "Im Felsenmeer" der Wanderblume Bartholomä

Im vorangegangenen Post in diesem Blog ging es um das neue Rundwanderwegekonzept "Wanderblume Bartholomä" im Albuch auf der Ostalb allgemein. Heute ist die Tour 4 der Wanderblume Bartholomä in einer Kurzversion an der Reihe. 

Die Tour 4 verläuft von Bartholomä durch das Wental mit seinem Felsenmeer und die Hirschtal genannte Fortsetzung fast bis nach Steinheim. Zurück nach Bartholomä geht es über die Klosterwiese und über die Waldlichtung Bibersohl. Die Tour 4 ist insgesamt 17 Kilometer lang. Es gibt wie bei allen acht Touren der Wanderblume Bartholomä eine Abkürzung, mit der sich die Wegstrecke fast halbieren lässt. Diese Abkürzung werden wir heute einschlagen.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Wanderblume Bartholomä

Die Gemeinde Bartholomä im Ostalbkreis liegt auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb im sogenannten Albuch. Im Jahr 2011 wurde in Bartholomä ein neues Rundwanderwegekonzept umgesetzt. Es erhielt den Namen Wanderblume

Das neue Wegekonzept Wanderblume besteht aus acht Rundwanderwegen, die vom Ortszentrum von Bartholomä in alle Himmelsrichtungen ausstrahlen. Sieht man sich die Rundwege auf einer Übersichtskarte an, erhält man den Eindruck einer Blume.

Dies sind die acht Wege: Tour 1, Orchideenweg, Länge 20 km; Tour 2, An den Weiherwiesen, Länge 25 km;  Tour 3, Quellwiesenweg, Länge 22 km; Tour 4, Im Felsenmeer, Länge 17 km; Tour 5, Heideblütenweg, Länge 24 km; Tour 6, Drei Linden, Länge 23 km; Tour 7, Im Himmelreich, Länge 20 km; Tour 8, Zum Rosenstein, Länge 19 km.

Dienstag, 25. September 2012

Kernzone Donntal im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Donntal ist ein Teil der Kernzone Donntal-Lange Steige, einer von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Kernzone Donntal-Lange Steige ist 105,6 Hektar groß. Der Teil der Langen Steige war bereits das Thema des Posts vom 28.05.2010 in diesem Blog. Das Donntal ist ein Seitental des hintersten Lenninger Lautertals. Die Kernzone Donntal des Biosphärengebiets Schwäbische Alb erstreckt sich über die Hang- und Schluchtwälder des Donntals vom Talgrund hinauf bis zur Hangkante vor der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Ein Besuch der Kernzone Donntal ist unbedingt zu empfehlen. In vollkommener Ruhe erlebt man hier eine großartige Waldlandschaft am Übergang zur Wildnis. Allerdings muss man für eine Erkundung des Gebiets teilweise steile Wege bewältigen.

Donnerstag, 20. September 2012

Sind die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ausreichend geschützt?

Der Schutzstatus der Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb gibt zur Fragen Anlass.

Das nebenstehende Bild zeigt den oberen Rand der Kernzone Donntal des Biospärengebiets Schwäbische Alb. Der Besucher findet hier drei Schilder vor, die auf unterschiedliche Schutzgebietskategorien hinweisen. 

Das oberste Schild wiest auf ein Naturschutzgebiet hin, konkret das Naturschutzgebiet "Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern". Das mittlere Schild weist auf einen Bannwald hin, konkret auf den Bannwald "Donntal". Das untere Schild schließlich kennzeichnet die Kernzone Donntal des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. 

Diese Beschilderung hat sicher ihre Berechtigung, jedoch ist sie für den Besucher verwirrend. Warum gibt es überhaupt diese drei Schutzgebietskategorien auf ein und derselben Fläche? Ist es nicht ausreichend, das Gebiet mit einer Schutzgebietskategorie oder allenfalls mit zwei Kategorien zu schützen?

Dienstag, 18. September 2012

Beschilderung der Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb


Im Post vom 8. Mai 2012 in diesem Blog war es bereits das Thema: die zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb erhalten eine Beschilderung. Jetzt ist es soweit. Bei vielen Kernzonen ist die Beschilderung bereits vor Ort vorhanden.

Die Beschilderung der Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ist eine von drei Beschilderungsmaßnahmen, mit denen das Biosphärengebiet bekannter und greifbarer gemacht werden soll. Die anderen Maßnahmen sind die großflächigen Schilder an den Autobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen am Rand des Biosphärengebiets sowie die einheitliche Beschilderung auf den Wanderparkplätzen. Vorreiter bei dieser Maßnahme ist der Landkreis Esslingen.

Mit den neuen Schildern am Rand der Kernzonen erfahren die Besucher jetzt zum ersten Mal, welche Wege in den Kernzonen gemäß der Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums freigegeben sind. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass ggf. später einmal uneinsichtige Besucher, die die zugelassenen Wege verlassen, sanktioniert werden können.

Mittwoch, 12. September 2012

100 Jahre Römersteinturm

Im September 2012 wird der Römersteinturm bei der Gemeinde Römerstein auf der Mittleren Alb 100 Jahre alt. 

Römerstein heißt auch die bewaldete, 872 m ü NN hohe Bergkuppe, auf der der Turm steht. Gemäß einer bei der Aussichtsplattform befindlichen Tafel beträgt die Turmhöhe 28 Meter, die Aussichtsplattform befindet sich auf einer Höhe von 902 m ü NN und es sind 126 Stufen hinauf zur überdachten Aussichtsplattform zu überwinden.

Der dem Schwäbischen Albverein gehörende Römersteinturm ist "während der Wanderzeit" an Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen geöffnet. Dann wird eine kleine Eintrittsgebühr erhoben. Am Fuß des Römersteinturms befinden sich Tische und Bänke sowie Feuerstellen. 

Die Aussicht vom Römersteinturm ist abwechslungsreich, weil sich dieser Turm noch nahe genug am dramatischen Nordabfall der Schwäbischen Alb, dem Albtrauf befindet. Beindruckend ist insbesondere der Blick hinab in das hintere Lenninger Tal. An Tagen mit klarer Sicht, die insbesondere im Herbst und im Winter häufiger sind, kann man im Süden die Alpenkette sehen.

Mittwoch, 5. September 2012

Premiumweg Dreifürstensteig bei Mössingen, Teil 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Dreifürstensteig aus der Gruppe der Premiumwege am Früchtetrauf im Landkreis Tübingen. 

Im ersten der drei Posts gab es einige allgemeine Informationen zum Weg. Im zweiten Post sind wir vom Ausgangspunkt Olgahöhe bei Mössingen bis auf den Dreifürstenstein gewandert. Und im heutigen Post setzen wir die Wanderung fort am berühmten Bergrutsch am Hirschkopf vorbei und rund um den Farrenberg.

Vom Dreifürstenstein bis zum Hirschkopf verläuft der Dreifürstensteig stets an der Kante des Albtraufs entlang. Die Hänge fallen hier unglaublich steil ab. Der Wald macht einen wilden Eindruck. Zwischen dem Dreifürstenstein und dem Hirschkopf ist der Wald am Albtrauf durchgehend als Schonwald ausgewiesen, zunächst ist es der Schonwald Dreifürstenstein, dann der Schonwald Bergrutsch am Hirschkopf.

Dienstag, 4. September 2012

Premiumweg Dreifürstensteig bei Mössingen, Teil 2

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Dreifürstensteig aus der Gruppe der Premiumwege am Früchtetrauf im Landkreis Tübingen.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zum Dreifürstensteig. Im heutigen zweiten Post geht es nun los mit der Wanderung im Verlauf des Dreifürstensteigs.

Startpunkt ist die Olgahöhe am Albtrauf oberhalb von Mössingen. Dort befinden sich ein Wanderparkplatz, ein Spielplatz und ein großer Picknickplatz. Der Dreifürstensteig ist als Rundweg angelegt. Man kann den Steig in beiden Richtungen begehen. Wir begehen den Steig entgegen dem Uhrzeigersinn.

Beim Wanderparkplatz Olgahöhe befindet sich der Wegweiserstandort Parkplatz Olgahöhe, 608 m. Zunächst geht es auf einem Pfad abwärts durch das Naturschutzgebiet "Bei der Olgahöhe". Man quert daraufhin ein Sträßchen. Hier befindet sich der Wegweiserstandort Karlshöhe, 560 m.

Ab hier quert der Weg am Berghang durch ein Streuobstwiesengebiet und kommt an den Wegweiserstandorten Talheimer Weg, 551 m und Talheimer Weg, 543 m, vorbei. Man erreicht schließlich ein weiteres Sträßchen im Talgrund mit dem Wegweiserstandort Vordere Buchwiesen, 523 m. Hier trifft die Zuwegung vom Bahnhof Mössingen auf den Dreifürstensteig.    

Im Talgrund aufwärtsgehend kommt man in das Waldgebiet am Nordhang des Dreifürstensteins. Zunächst etwas langweilig auf Forstwegen, dann jedoch steiler und interessanter steigt man nun hinauf zum Dreifürstenstein, einem markanten Punkt am Albtrauf.

Montag, 3. September 2012

Premiumweg Dreifürstensteig bei Mössingen, Teil 1

Der Premiumweg Dreifürstensteig bei Mössingen auf der Tübinger Alb gehört zur Gruppe der Premiumwege am Früchtetrauf.

Premiumwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumweg Dreifürstensteig wurde im Jahr 2012 zum ersten Mal zertifiziert und erhielt 73 Erlebnispunkte. Im Jahr 2015 wurde der Weg neu zertifiziert und erhielt 75 Erlebnispunkte. Die aktuelle Zertifizierung ist bis Juli 2018 gültig. 

Es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass die hoffentlich jetzt kommenden schönen Herbsttage mit ihrer Laubfärbung sich hervorragend für eine Begehung des 13,3 Kilometer langen Dreifürstensteigs eignen. In diesem Blog gehen wir den neuen Dreifürstensteig bereits im heutigen und in den folgenden beiden Posts. Heute geht es um allgemeine Dinge zum Dreifürstensteig, in den folgenden beiden Posts wandern wir den Dreifürstensteig dann ab.

Der Dreifürstensteig verläuft am Albtrauf des Landkreises Tübingen entlang. Der bei der Stadt Mössingen gelegene Teil des Albtraufs wird auch Früchtetrauf genannt. Bei einer Begehung des Dreifürstensteigs sieht man schnell warum. Dieser Teil des Albtraufs beherbergt ca. 40.000 Streuobstbäume.

Mittwoch, 29. August 2012

Aussicht vom Hofgut Uhenfels bei Bad Urach-Seeburg

Wie eine Insel der Ruhe erscheint den Besuchern das Hofgut Uhenfels bei Bad Urach-Seeburg. Dieses Hofgut befindet sich auf einer Hochfläche, die nach allen Seiten von natürlichen oder vom Menschen gemachten Grenzen definiert ist.

Westlich und südlich der Hochfläche verläuft das Mühltal, das Seeburg mit dem auf der Albhochfläche gelegenen Trailfingen verbindet. Nördlich der Hochfläche tieft sich das Fischburgtal ein. Und im Osten grenzt die Hochfläche an den früheren Truppenübungsplatz Münsingen, der auch heute noch mit Ausnahme weniger freigegebener Wege für die Besucher gesperrt ist. 

Bei schönem Wetter und klarer Sicht hat man beim Hofgut Uhenfels besonders ausgeprägt das Gefühl, sich auf einer Insel auf der Schwäbischen Alb zu befinden. 

Montag, 27. August 2012

Aussicht vom Turm der Marienkirche in Reutlingen

Die Marienkirche befindet sich mitten in der Altstadt von Reutlingen. Das Gotteshaus wird zu den bedeutendsten gotischen Kirchen in Schwaben gezählt. Die Westfassade und der Westturm der Marienkirche wurden im Jahr 1343 fertiggestellt. 

Auf dem Westturm befinden sich in unterschiedlicher Höhe zwei Plattformen, die eine großartige Aussicht auf die Altstadt von Reutlingen und den Albtrauf in der Umgebung von Reutlingen bieten. Zur unteren der beiden Plattformen darf man hinaufsteigen, allerdings nur zu ganz bestimmten Zeiten, zur Zeit samstags von 10 Uhr bis 11 Uhr 30 und sonntags sowie an evangelischen Feiertagen von 15 Uhr bis 17 Uhr. Das Eintrittsgeld beträgt zur Zeit 1,50 Euro.

Sonntag, 26. August 2012

Burgruine Hornstein bei Bingen

An einem Berghang nördlich über dem Laucherttal westlich von Bingen und nur wenige Kilometer von Sigmaringen entfernt befindet sich die Burgruine Hornstein. Von der ehemaligen Burg Hornstein sind heute noch große Reste der Außenmauern und Türme vorhanden.

Die Burg Hornstein wurde im 13. Jahrhundert erbaut und 1244 zum ersten Mal erwähnt. Ab 1512 wird die Burg mehrfach erweitert und unter anderem mit zwei Rundtürmen versehen. Von 1693 bis 1699 wurde die Burg (das "alte Schloss") teilweise abgerissen und das sogenannte Neue Schloss erbaut. Von 1818 bis 1868 war die Burg Hornstein hohenzollerische Strafanstalt. Schließlich erfolgte im Jahr 1873 ein Teilabbruch des Schlosses. Die Kapelle und das Torhaus blieben bestehen. Im Jahr 1988 wird das Torhaus instandgesetzt, im Jahr 1989 wird die Schlosskapelle renoviert und die Ruine gesichert.

Samstag, 18. August 2012

Neuer Premiumweg "Dreifürstensteig" bei Mössingen

Das Deutsche Wanderinstitut e.V. hat im Juli 2012 den Dreifürstensteig bei Mössingen am Früchtetrauf mit dem Prädikat Premiumweg ausgezeichnet. Der neue Weg wurde am 24. Juli 2012 vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Kretschmann eröffnet.

Um das Prädikat Premiumweg zu erhalten, muss ein Wanderweg strenge Kriterien erfüllen. Umso begehrter ist diese Auszeichnung. Die Stadt Albstadt im Zollernalbkreis ist diesbezüglich vorausgegangen und hat in den vergangenen Jahren sieben Rundwanderwege auf ihrem Gebiet als Premiumwege zertifizieren lassen. Diese sieben Wege firmieren unter dem Titel Traufwege. Umso mehr ist in den vergangenen Monaten die Spannung gestiegen, welche Stadt oder Gemeinde auf der Schwäbischen Alb als nächstes einen oder mehrere Premiumwege zertifizieren lässt. Unter anderem wurde auch Bad Urach als Kandidat gehandelt. Jetzt hat Mössingen das Rennen gemacht.

Dienstag, 14. August 2012

Augstbergturm bei Trochtelfingen-Steinhilben


Auf der Hochfläche der Mittleren Kuppenalb bei Trochtelfingen-Steinhilben befindet sich der Augstbergturm

Die Mehrzahl der Aussichtstürme der Schwäbischen Alb sind am oder in der Nähe des Albtraufs bzw. in der Nähe der Donau und ihrer Seitentäler positioniert. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn dort bieten sich ein lebhaftes Relief und spannende Aussichten.

Der Augstbergturm macht hier eine Ausnahme. Die tief eingeschnittenen Täler der Schwäbischen Alb sind weit weg. Vom Turm blickt man in alle Himmelsrichtungen auf eine Hochflächenlandschaft, mal eben, mal gewellt. An Tagen mit ganz klarer Sicht kann man am südlichen Horizont die Alpenkette erkennen. Ansonsten sieht man viel Natur ringsum, jedoch ohne topographische Höhepunkte.

Der Augstbergturm befindet sich auf einer Höhe von 878 Meter ü NN. Der Turm wurde im Jahr 1963 eröffnet. Im Jahr 1894 wurde bereits einmal ein Turm gebaut, der jedoch im Jahr 1910 einem Unwetter zum Opfer fiel.  

Mittwoch, 1. August 2012

Aussicht vom Mühlberg auf Sigmaringen

Der Mühlberg ist ein bewaldeter Höhenrücken, der sich mitten in Sigmaringen und am Rand des Oberen Donautals erhebt. Von einem Aussichtspunkt am Rand des Mühlbergs hat man eine wunderschöne Sicht auf das Schloss von Sigmaringen sowie die innere Stadt.

Der Mühlberg besteht aus einem Massenkalkfelsen aus Juragestein, genauso wie die Erhebung, auf der das benachbarte, weitbekannte Schloss Sigmaringen steht. Zwischen dem Mühlberg und dem Sigmaringer Schloss fließt die Donau. Sie zwängt sich hier am Südrand der Schwäbischen Alb zwischen zwei Massenkalkfelsen hindurch. Direkt über der Donau am Rand der Erhebung des Mühlbergs befindet sich der schnell erreichbare Aussichtspunkt Mühlberg mit Geländer und Bank. Schaustück des Aussichtspunkts ist das Schloss Sigmaringen.

Samstag, 21. Juli 2012

Schwäbische Alb-Nordrand-Weg ist Mitglied bei den "Top Trails of Germany"

Die Top Trails of Germany ist eine Marke, die von verschiedenen Fremdenverkehrsverbänden in Deutschland geschaffen worden ist, über deren Gebiet Weitwanderwege verlaufen. Bisher waren 12 Weitwanderwege Mitglied bei den Top Trails of Germany. Nun sind am 19.06.2012 mit dem Schwäbische Alb-Nordrand-Weg und dem Schluchtensteig im Schwarzwald zwei neue Weitwanderwege dazugekommen.

Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg verläuft von Donauwörth bis nach Tuttlingen am Albtrauf entlang. Der 365 Kilometer lange Weg umfasst 25 Tagesetappen zwischen 11 und 22 Kilometer Länge. Es gibt jedoch im Zusammenhang mit der Ernennung des Schwäbische Alb-Nordrand-Wegs zum Top-Trail of Germany auch einen Konflikt zwischen dem Wegbetreiber Schwäbischer Albverein und den Fremdenverkehrsverbänden. Die Fremdenverkehrsverbände haben in ihrem Bestreben, den Schwäbische Alb-Nordrand-Weg werbewirksam rüberzubringen, diesen Weg kurzerhand in "Albsteig" umgetauft.

Freitag, 20. Juli 2012

Bittelschießer Höhle bei Bingen

Im romantischen Bittelschießer Täle zwischen Sigmaringen und Bingen nur wenige Meter von der Lauchert entfernt befindet sich die Bittelschießer Höhle

Die Lauchert ist ein wichtiger Schwäbische Alb-Fluss und Nebenfluss der Donau. Kurz vor der Mündung in die Donau macht die Lauchert einen Knick und fließt zunächst wieder ein wenig von der Donau weg.

Das hat seine Ursache in der vorletzten Eiszeit, der Riß-Eiszeit. Die Endmoräne eines Gletschers versperrte damals der Lauchert den direkten Weg nach Süden zur Donau. Es entstand ein See und die Lauchert suchte sich einen neuen Weg durch die Massenkalkfelsen des Bittelschießer Täles.

Die Bittelschießer Höhle liegt fast auf dem Niveau der Lauter in einem der Massenkalkfelsen. Sie zeichnet sich durch eine große Eingangshalle mit einer Länge von 25 Metern, einer Breite von 9 Metern und einer Höhe von 14 Metern aus. Dahinter setzt sich die Höhle mit sehr viel kleineren Maßen fort bis zu einer Gesamtlänge von 64 Metern.

Dienstag, 17. Juli 2012

Burgstelle Seeburg im Ermstal bei Bad Urach-Seeburg


Nach der ehemaligen Seeburg ist der Bad Uracher Stadtteil Seeburg benannt. Der Ort und die ehemalige Burg befinden sich im obersten Ermstal gleich in der Nähe der Ermsquelle.

Bei Seeburg kommen vier Täler der Schwäbischen Alb zusammen. Das gibt dem Ortsteil Seeburg eine wunderschöne Lage. Gleichzeitig konnte sich Seeburg dadurch nicht besonders ausbreiten. Industrieansiedlungen waren nicht möglich. Damit hat Seeburg heute noch einen dörflichen Charakter.

Von der ehemaligen Seeburg ist heute außer einigen Auffälligkeiten im Gelände fast nichts mehr zu sehen. Die Burg hatte Maße von 120 mal 30 Metern und war damit eine der größeren Burganlagen der Schwäbischen Alb. Die Burganlage bestand aus zwei Teilen, der Kernburg und der Vorburg. Die Kernburg war um den heute noch vorhandenen markanten Burgfelsen im Süden des Geländes angeordnet. Die Vorburg befand sich im Norden des Geländes, dort, wo heute das Ehrenmal steht.

Freitag, 13. Juli 2012

Blautopf unter den Top 30 der schönsten Naturwunder Deutschlands

Schon zum vierten Mal sucht die Heinz Sielmann Stiftung das schönste Naturwunder Deutschlands. Dieses Mal werden die schönsten Geotope Deutschlands gesucht. Unter den 30 Kandidaten ist auch der Blautopf auf der Schwäbischen Alb.

In voller Länge heißt der von der Heinz Sielmann Stiftung zur Wahl für das schönste Naturwunder Deutschlands vorgeschlagene Geotop auf der Schwäbischen Alb  "Karstlandschaft Blaubeurer Alb mit Sontheimer Höhle und Blautopf". Auf der Blaubeurer Alb treten die Phänomene, für die die Schwäbische Alb bekannt ist, besonders markant hervor. Felsen, Höhlen, Quelltöpfe und Dolinen findet man hier in großer Zahl und in großer Dichte. Die Blautopfhöhle ist zur Zeit die längste erforschte Höhle der Schwäbischen Alb. 

Insgesamt stehen 30 Geotope in Deutschland zur Auswahl. Darunter befinden sich drei in Baden-Württemberg. Neben der Blaubeurer Alb sind dies die "Vulkanruine Kaiserstuhl im Oberrheingraben" und die "Wutachschlucht - Junges Tal in alter Landschaft".

Abstimmen kann man auf der Internetseite der Heinz Sielmann Stiftung: www.sielmann-stiftung.de    

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diese Region. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ist ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen.

Freitag, 6. Juli 2012

Aussicht vom Turm der Burgruine Wartstein

Die Burgruine Wartstein befindet sich direkt über dem autofreien Teilabschnitt des Großen Lautertals. Die ehemalige Schildmauer der Burg wurde im Jahr 1970 zu einem Aussichtsturm ausgebaut, der über eine außenliegende Wendeltreppe zugänglich ist.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog war die Burgruine Wartstein bereits das Thema. Dort gibt es auch Hinweise zur Erreichbarkeit der Burgruine.

Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Turm der Burgruine Wartstein nach Süden bis zu den Alpen. Vor allem der Herbst und der Winter bieten bei Inversionswetterlage oft eine klare Sicht. Die nähere und weitere Umgebung der Burgruine  Wartstein ist sehr waldreich. An Offenlandschaften stechen hervor: der Talboden des Großen Lautertals und eine Hälfte des Hochbergs bei Obermarchtal. Besonders eindrucksvoll ist der Tiefblick ins Große Lautertal. Die Burgruine Wartstein gilt als die am exponiertesten gelegene Burg des Großen Lautertals.

Montag, 2. Juli 2012

Burgruine Wartstein im Großen Lautertal

Die Burgruine Wartstein gilt als die am exponiertesten gelegene Burgruine im burgenreichen Großen Lautertal. 

Die bereits im Jahr 1495 zerstörte Burg befindet sich im autofreien Abschnitt des Großen Lautertals südlich von Hayingen-Anhausen. Von der ehemaligen Burg Wartstein sind noch Teile der Schildmauer, des Palas und der Vorburg erhalten. Die sehr breite Schildmauer wurde im Jahr 1970 mit einer Aussichtsplattform versehen und mit einem Zugang über eine Wendeltreppe ausgestattet. Damit macht die Schildmauer heute den Eindruck eines Turms.

Die Vorburg zog sich ursprünglich den gesamten Berghang bis zum Talboden des Großen Lautertals hinab. Das bezeugen Steinreste am Berghang. Mauerreste der Vorburg sind im oberen Teil des Berghangs erhalten.

Montag, 25. Juni 2012

Aussicht von der Schinderlucke auf der Zollernalb

Als Schinderlucke bezeichnet man einen Aussichtspunkt am Albtrauf der Zollernalb zwischen dem Lochenpass im Westen und dem Hörnle genannten Hochpunkt der Albhochfläche im Osten. 

Die Schinderlucke ist vom Lochenpass relativ schnell erreichbar. Am Traufrand der Alb bei der Schinderlucke befindet sich eine Ruhebank, die mit etwas Glück auch frei ist, so dass man in Ruhe die Aussicht genießen kann.

Die Sicht von der Schinderlucke erstreckt sich über den Teil des Albtraufs vom Hundsrücken im Osten über das Eyachtal bis zu den Kehren der Lochenpassstraße im Westen sowie über das Albvorland bei Balingen bis zum Schwarzwald am Horizont.

Samstag, 23. Juni 2012

Aussicht vom Olgafels am Rand des Rossbergs



Der Rossberg ist ein markanter Teil der Albtraufs westlich des Ermstals. Am Rand des Rossbergs befinden sich mehrere Felsen oder Felsengruppen, unter ihnen der Olgafels.

Sowohl der Rossberg selbst als auch verschiedene Felsen wie der Olgafels sind als Geotope ausgewiesen. In der Beschreibung des Geotops Olgafels heißt es: "Felsengruppen von insgesamt 250 Meter Länge und 60 Meter Breite an der Traufkante des nordöstlichen Rossbergs. In den Felsen der Oberen Felsenkalk-Formation öffnen sich Zugänge zu zwei Höhlen; es gilt vollständiges Betretungsverbot für den Felsfuß, die Wand und zwei Meter Randbereich des Felskopfs."

Trotz dieser Einschränkungen kann man von der baumfreien Hochfläche des Rossbergs, wo sich ein Segelflugplatz befindet, ohne Probleme zum Rand beim Olgafels gehen und von dort die Aussicht genießen. Die Aussicht erstreckt sich über den Teil des Albtraufs von den Bergen östlich des Ermstals bis zur Achalm bei Reutlingen sowie auf das Albvorland.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Wasserfall Hoher Gießel im Großen Lautertal

Der Wasserfall Hoher Gießel befindet sich auf der Südseite, der Donauseite der Schwäbischen Alb im Großen Lautertal.

Die Wasserfälle der Schwäbischen Alb befinden sich zum größeren Teil auf der Nordseite, der steilen Traufseite des Mittelgebirges. Diese Wasserfälle weisen oft große Fallhöhen auf. Beim Wasserfall Hoher Gießel beeindruckt nicht so sehr die Fallhöhe, sondern die Wassermenge.

Der Hohe Gießel ist als Geotop ausgewiesen. Er befindet sich am Ende einer viele Kilometer langen Kalktuffbarriere, die die Große Lauter im Laufe von Jahrtausenden aufgebaut hat. Noch heute baut sich der Hohe Gießel durch das Ausfällen des im Wasser gelösten Kalks immer weiter vor.

Im tiefen Kolk am Fuß des Wasserfalls kann man baden, sofern einem die relativ tiefe Wassertemperatur der Großen Lauter nicht einen Strich durch die Rechnung macht.

Samstag, 16. Juni 2012

Aussicht vom Rossfels bei Metzingen


Am Albtrauf bei Metzingen befinden sich eine Reihe von Aussichtspunkten. Dazu gehört der Rossfels

Dieser Fels erhebt sich am Rand des Rossbergs oberhalb des zu Metzingen gehörenden Teilorts Glems. Der Rossberg ist der Teil der Albhochfläche zwischen dem Ermstal im Osten und dem Taleinschnitt von Glems im Norden.

Der Rossfels wird von einem Gipfelkreuz gekrönt. Vom Wanderweg entlang des Albtraufs gibt es einen kurzen Stichweg vor zum Rossfels. Dieser Fels ist auch ein Kletterfels. Die DAV-Felsinfo weist 35 Routen an dem Fels aus. Die Mehrzahl der Routen hat den 5. bis 7. Schwierigkeitsgrad. Der Rossfels befindet sich am oberen Rand der Kernzone Rossberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Der Rossfels ist auch als Geotop ausgewiesen. Die Geotopbeschreibung kennzeichnet ihn als kompakte Felsgruppe von etwa 0,3 Hektar Grundfläche in der Weißjura-Epsilon-Stufe am Albtrauf.

Die Aussicht vom Rossfels erstreckt sich auf den umgebenden Albtrauf und das Albvorland. Höhepunkte der Aussicht sind die Achalm bei Reutlingen, das Unterbecken des Pumpspeicherwerks Glems und die Stadt Metzingen mit ihrer Bergumrahmung.  

Dienstag, 12. Juni 2012

Kernzone Rossberg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb



Die Kernzone Rossberg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Die Kernzonen nehmen etwas über drei Prozent der Fläche des Biosphärengebiets ein. In den Kernzonen ist die wirtschaftliche Nutzung der Natur nicht gestattet. Diese Gebiete werden sich mit der Zeit wieder zu Urwäldern entwickeln.

Die Kernzone Rossberg befindet sich am Albtrauf bei den zu Metzingen behörenden Ortschaften Glems und Neuhausen. Die Fläche der Kernzone Rossberg ist sehr schmal und langgestreckt. Sie umfasst die obere Hälfte des Albtraufs des Rossbergs östlich von Glems. Auf der Hochfläche des Rossbergs befindet sich ein Segelflugplatz.

Verschiedene zugelassene Wege führen am oberen und am unteren Rand der Kernzone entlang sowie durch sie hindurch. Dazu gehört auch das asphaltierte Sträßchen, das von Glems hinauf auf den Rossberg führt (Neue Rossbergsteige). Dieses für den öffentlichen Verkehr gesperrte Sträßchen wird vor allem von den Nutzern des Segelflugplatzes befahren.

Samstag, 2. Juni 2012

Achsnagelweg bei Grabenstetten


Der 27 Kilometer lange Achsnagelweg führt an verschiedenen Stellen des sogenannten Heidengrabens, des größten keltische Oppidums Mitteleuropas, vorbei. Der Heidengraben befindet sich auf der Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel bei Grabenstetten zwischen dem Ermstal im Westen und dem Tal der Lenninger Lauter im Osten. 

Der Achsnagelweg besteht aus einer sehr großen Rundtour nördlich von Grabenstetten und einer wesentlich kleineren Rundtour südlich des Orts. Ein Begehen des gesamten Wegs kann ich nicht empfehlen. Größere Abschnitte des Wegs verlaufen etwas langweilig über Felder. Und auch die Beschilderung des Wegs lässt bisweilen zu wünschen übrig. Wir beschränken uns heute in diesem Post auf die kürzere Wegschleife südlich von Grabenstetten. Dieser Teil des Achsnagelwegs ist kurzweilig und besser beschildert als die anderen Teilabschnitte.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Neue Wanderkarte Ehingen Münsingen 1:35.000


Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung hat im Februar 2012 die neue Wanderkarte WEH Ehingen Münsingen im Maßstab 1:35.000 herausgegeben.

Die Karte stellt Teile des Alb-Donau-Kreises sowie des Landkreises Reutlingen dar. Der nordwestliche Eckpunkt ist Bad Urach, der nordöstliche Eckpunkt Laichingen, im Südosten der Karte ist die Stadt Ehingen (Donau) abgebildet und im Südwesten der Karte befindet sich der Klosterort Zwiefalten. Die Stadt Münsingen mit dem gesamten ehemaligen Truppenübungsplatz ist genauso abgebildet wie das gesamte Große Lautertal und das Schmiechtal. Im Süden des Kartenbildes verläuft die Donau von Rechtenstein bis Ehingen (Donau).

Sechs Weitwanderwege sind mit einem Teil ihres Verlaufs auf der Karte eingetragen. Der Schwäbische Alb-Nordrandweg (HW 1) ist nur mit einem ganz kurzen Abschnitt bei Bad Urach im Kartenbild. Der Schwäbische Alb-Südrandweg (HW 2) ist von Schelklingen bis Zwiefalten dargestellt. Der Schwarzwald-Schwäbische Alb-Allgäu-Weg (HW 5) ist vom Sternberg bei Gomadingen bis Obermarchtal abgebildet. Der Schwäbische Alb-Oberschwaben-Weg (HW 7) ist von Laichingen bis Emeringen an der Donau dargestellt. Der Burgenweg ist von Offenhausen (Quelle der Großen Lauter) bis Zwiefalten dargestellt. 

Dienstag, 22. Mai 2012

Aussichtspunkt Rauher Stein im Oberen Donautal


An der Nordkante des Oberen Donautals, nur wenige Kilometer vom Kloster Beuron entfernt, befindet sich der Aussichtspunkt Rauher Stein

Vom Rauhen Stein blickt man auf eine vergleichsweise wilde Tal- und Felslandschaft. Bis auf das an der Donau gelegene Kloster St. Maurus sind keine Siedlungen zu sehen.

Wie kommt man hin?
Das Wanderheim Rauer Stein des Schwäbischen Albvereins befindet sich nur ca. 100 Meter vom Aussichtspunkt entfernt. Das Wanderheim ist mit dem Auto von Irndorf her zugänglich. Am Rauhen Stein führt auch der als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland klassifizierte Donau-Zollernalb-Weg vorbei. Von Beuron (Bahnhof im Verlauf der Donautalbahn) ist man 3,5 Kilometer im Verlauf des landschaftlich wunderschön geführten Donau-Zollernalb-Wegs unterwegs.  

Montag, 14. Mai 2012

Neue Wanderkarte Geislingen Blaubeuren 1:35.000


Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung von Baden-Württemberg hat im Januar 2012 die zweite Auflage der Wanderkarte WGB Geislingen Blaubeuren im Maßstab 1:35.000 herausgebracht. 

Das Kartenbild erstreckt sich über Teile der Landkreise Göppingen, Esslingen und des Alb-Donau-Kreises. Im Westen reicht das Kartenbild bis Münsingen, im Norden und Osten bis Geislingen und im Süden und Osten bis Blaubeuren.

Auf der Karte sind alle Wanderwege des Schwäbischen Albvereins sowie die Jakobswege eingetragen. Das Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen, für das eine Wegeverordnung des Regierungspräsidiums Tübingen besteht, ist grau geschummert. Weiterhin sind verschiedene Sehenswürdigkeiten wie z.B. Höhlen und Aussichtstürme in der Karte eingetragen.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Bahnhof Beuron im Donautal


Inmitten einer dramatischen Felsenszenerie im Durchbruchstal der Donau durch die Tafel der Schwäbischen Alb liegt der Bahnhof Beuron der Donautalbahn.

Beuron ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Sigmaringen. Sie besteht aus fünf Ortsteilen. Der Hauptort grenzt unmittelbar an das bekannte Kloster Beuron an. Und nur wenige hundert Meter vom Kloster entfernt liegt der Bahnhof Beuron.

Im Bahnhofsgebäude befindet sich heute das Informationszentrum des Naturparks Obere Donau. Die Bahnreisenden müssen heute mit einem Bahnsteig am einzigen Durchfahrtsgleis und mit einem Unterstand vorlieb nehmen. Auf der im Stundentakt befahrenen Donautalbahn von Tuttlingen nach Ulm halten in etwa nur alle zwei Stunden Züge in Beuron an.

Dienstag, 8. Mai 2012

Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb werden ausgeschildert

Das für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb zuständige Regierungspräsidium Tübingen hat mit einer Pressemitteilung vom 02.05.2012 bekanntgegeben, dass in den kommenden Wochen alle Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb eine Beschilderung erhalten werden.

Diese Ankündigung ist zu begrüßen. Denn einerseits werden dadurch das Biosphärengebiet und seine Zonierung den Besuchern besser bekanntgemacht. Andererseits können sich die Besucher mit Hilfe der Beschilderung "richtig" verhalten, indem sie die in den Kernzonen bestehenden Regelungen beachten und die zugelassenen Wege benutzen. Bisher war dies de facto nicht möglich. Denn wer trägt bei seinen Spaziergängen oder Wanderungen auf der Schwäbischen Alb schon eine genaue Karte mit den Grenzen aller Kernzonen sowie mit den zugelassenen Wegen in den Kernzonen mit sich herum?

Samstag, 28. April 2012

Römersteinfels bei Hülben


Der Römersteinfels bei Hülben gehört zu den Kletterfelsen der Uracher Alb. Jedoch ist der Römersteinfels im Gegensatz etwa zu den Rutschenfelsen oder den Wittlinger Felsen kaum bekannt. Das liegt auch daran, dass der Römersteinfels nicht von irgendeiner Siedlung oder Straße aus zu sehen ist.

Der Fels versteckt sich im hintersten Kaltental, einem Seitental der weitverzweigten Uracher Tälerspinne. Der nächstgelegene Ort ist Hülben auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb. Der Fels ist ca. 140 Meter lang und 10 bis 15 Meter hoch. Es besteht aus Massenkalk der Weißjura-Delta-Formation. Der Fels ist jeweils in der ersten Jahreshälfte zum Schutz der Brutvögel für das Klettern gesperrt. Die Abgelegenheit des Felsens bringt es mit sich, dass dort kaum ein Wanderer vorbeigeht. Trotzdem kann es auch für Nicht-Kletterer interessant und spannend sein, diesen Felsen aufzusuchen.

Freitag, 20. April 2012

Neues Infofaltblatt zum Naturschutzgebiet "Eselsburger Tal"

Die Staatliche Naturschutzverwaltung von Baden-Württemberg hat das Infofaltblatt zum Naturschutzgebiet Eselsburger Tal neu aufgelegt (3. Auflage 2012). Das Infofaltblatt bietet eine genaue Kartendarstellung des Naturschutzgebiets mit den Wegen, der Oberflächenvegetation und den Standorten der Infotafeln. Mehrere Artikel informieren über verschiedene Themen vom Totholz über die Felsen und den Fluss Brenz bis zu den Steinzeitmenschen.

Das Naturschutzgebiet Eselsburger Tal befindet sich im Landkreis Heidenheim auf der Ostalb. Es umfasst die wohl markanteste Talschlinge der Brenz und liegt südlich der Stadt Herbrechtingen. Das Schutzgebiet hat die beachtliche Größe von 318 Hektar.

Das Faltblatt ist kostenlos bei der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz zu beziehen. (www.lubw.de). Auf der Startseite findet man unten eine Auflistung von Neuerscheinungen. Man klickt hier auf "weitere Neuerscheinungen". In der darauf erscheinenden Übersicht ist auch das Faltblatt zum Naturschutzgebiet Eselsburger Tal zu finden. Alle Neuerscheinungen kann man direkt bestellen.     

Montag, 16. April 2012

Premiumweg Felsenmeersteig bei Albstadt, Teil 5

Dies ist der fünfte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Felsenmeersteig aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

16,8 Kilometer lang ist der als Premiumweg zertifizierte Felsenmeersteig bei Albstadt. Und 723 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sind im Wegverlauf zu bewältigen. Das kommt schon einer Bergtour in den Alpen gleich. 

Im ersten Post der kleinen Reihe zum Premiumweg Felsenmeersteig gab es einige allgemeine Informationen zum Steig. Im vorausgegangenen Post sind wir bis nach Albstadt-Margrethausen gekommen. Am Beginn des letzten Abschnitts von Albstadt-Margrethausen bis Albstadt-Burgfelden reibt man sich verwundert die Augen. Denn ohne dass man dies so recht begriffen hätte, ist man auf den vorherigen Abschnitten von der Albhochfläche über die Hänge des Albtraufs hinweg schließlich ganz unten im Tal gelandet.

Und vom Tal heißt es nun über den ganzen Steilabfall des Albtraufs hinweg wieder anzusteigen. Aber ganz so schlimm ist die Sache nicht. Schließlich befindet man sich auf einem vom Deutschen Wanderinstitut e.V. zertifizierten Premiumweg. Und so verläuft der Anstieg von Margretshausen auf die Albhochfläche denn auch recht kurzweilig auf einem ganz schmalen Pfad.

Sonntag, 15. April 2012

Premiumweg Felsenmeersteig bei Albstadt, Teil 4

Dies ist der vierte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Felsenmeersteig aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Der Felsenmeersteig, der mit 16,8 Kilometern längste der sieben Traufgänge in Albstadt führt an einer Fülle interessanter Natur- und Kulturphänomene vorbei. So ist es auch kein Wunder, dass dies bereits der vierte hintereinanderfolge Post in diesem Blog ist, der eine Wanderung im Verlauf des Felsenmeersteigs zum Inhalt hat.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zum Felsenmeersteig. Im vorangegangenen Post sind wir bis zum Hügel der Schalksburg gekommen. Jetzt geht es am Albtrauf entlang zum Felsenmeer, dem Namensgeber des Steigs.

Vom Schalksburghügel steigt man auf der südöstlichen Hangseite ab. Man kommt in eine Einbuchtung am Albtrauf am Fuß des Steinbergs. Diese Einbuchtung wandert man nun auf voller Länge auf einem Forstweg ab. Am Ende der Einbuchtung beginnt ein erneuter Anstieg hoch zum Felsenmeer, das sich im oberen Hangbereich am Albtrauf an einem Ausläufer des Heersbergs befindet. Beim Felsenmeer handelt es sich um Felssturzmassen, die im Laufe der Zeit mehrfach von den großen Felsen am Rand des Heersbergs gekommen sind.

Samstag, 14. April 2012

Premiumweg Felsenmeersteig bei Albstadt, Teil 3

Dies ist der dritte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Felsenmeersteig aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt. 

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Premiumweg. Im vorangegangenen Post sind wir bis zu den Mammutbäumen am Nordhang des Schalksburghügels gekommen. Und nun heißt es, auf einem steilen Pfad auf diesen Hügel, einen Ausliegerberg am Albtrauf, zu steigen.

Der Pfad endet auf dem Grat, der den Ausliegerberg der Schalksburg mit der Albhochfläche verbindet. Hier wendet man sich nach rechts und steigt weiter an bis zur Hochfläche auf dem Schalksburghügel. Im Wegverlauf sieht man hier immer wieder Gräben, die auf die ehemalige Schalksburg, eine der größten Burgen der Schwäbischen Alb, hindeuten. Schließlich erreicht man die bewaldete Gipfelebene des Schalksburghügels. Diese Ebene ist ca. 2,7 Hektar groß. Die ganze Ebene war dereinst von der Burg und den angeschlossenen Gebäuden eingenommen.

Freitag, 13. April 2012

Premiumweg Felsenmeersteig bei Albstadt, Teil 2

Dies ist der zweite von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Felsenmeersteig aus der Premiumweggruppe der Traufgänge bei Albstadt.

Im vorangegangenen Post in diesem Blog gab es einige allgemeine Infos zum Premiumweg Felsenmeersteig, dem längsten der sieben Premiumwege auf der Gemarkung von Albstadt. Und beginnend mit dem heutigen Post wandern wir die ganzen 16.8 Kilometer des Felsenmeersteigs ab.

Vom Wanderparkplatz am Nordrand von Albstadt Burgfelden verläuft der Weg auf der ebenen Albhochfläche einige hundert Meter nach Nordosten. Dann biegt man links ab und erreicht den Albtrauf. Dort biegt man erneut links ab und kommt am Albtrauf entlanggehend zum großartigen Aussichtspunkt Böllat. 

Vom Böllat folgt man zunächst weiter dem Albtrauf nach Südosten. Dann steigt der Weg steil in das Wannental ab, das eigentlich mehr eine Einbuchtung im Albtrauf als ein Tal ist. Im hintersten Wannental erreicht man einen alleinstehenden Bauernhof. Dort kann man freilaufende Tiere, z.B. einen Pfau, sehen.

Donnerstag, 12. April 2012

Premiumweg Felsenmeersteig bei Albstadt, Teil 1

Der Premiumweg Felsenmeersteig bei Albstadt auf der Zollernalb gehört zur Premiumweggruppe der Traufgänge.

Premiumwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumweg Felsenmeersteig wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal zertifiziert und erhielt 79 Erlebnispunkte. Im Jahr 2014 wurde der Weg neu zertifiziert und erhielt 78 Erlebnispunkte. Die aktuelle Zertifizierung ist bis Mai 2017 gültig. 

In diesem Blog waren bereits drei der sieben unter der Dachmarke "Traufgänge" firmierenden Premiumwege in Albstadt das Thema. Heute und in den kommenden Posts in diesem Blog wollen wir uns einem weiteren Premiumweg zuwenden, dem Traufgang Felsenmeersteig. Dies ist mit einer Länge von 16,8 Kilometer der längste der sieben Traufgänge. Und im Wegverlauf sind immer wieder größere Steigungen zu überwinden. Sie summieren sich gemäß den Angaben der Stadt Albstadt auf 723 Höhenmeter. Man muss sich hier also auf eine recht anstrengende Tour einstellen.

Sonntag, 8. April 2012

Bärental bei Schelklingen-Hütten


Das Bärental bei Schelklingen-Hütten ist ein romantisches Trockental an der Südabdachung der Schwäbischen Alb. 

Es ist ein Seitental des Schmiechtals. Die Mündung in das Schmiechtal ist beim Schelklinger Teilort Hütten. Im Bärental sieht man auffallend viele Felsen. Dies sind Schwammstotzen des ehemaligen Jurameers. Die Felsen gehören zur Formation Weißjura Delta. Nahe des unteren Eingangs in das Bärental befindet sich die Bärentalhöhle. Ein Steig führt durch das Bärental, teilweise über Treppen und Stufen. 

Das Bärental ist unter Naturschutz gestellt worden (Naturschutzgebiet Oberes Schmiechtal, 121 Hektar, Ausweisung 2001). Zudem ist das Bärental eine Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb