Donnerstag, 26. Januar 2012

Am Fuße der Rutschenfelsen bei Bad Urach


Die Rutschenfelsen sind wohl die beeindruckendste Felsbildung im Ermstal (Uracher Tal). Das Gebiet der Rutschenfelsen ist Bestandteil des 226,5 Hektar großen Naturschutzgebiets Rutschen. Zu diesem Naturschutzgebiet gehören auch der Uracher Wasserfall (siehe die Posts vom 17.08.09 und vom 03.01.10) sowie die Gütersteiner Wasserfälle (siehe den Post vom 16.10.09).

Die Rutschenfelsen befinden sich im Talschluss des Brühlbachs, eines Seitenbachs der Erms. Sie sind nur durch einen Bergsporn vom Taleinschnitt des Uracher Wasserfalls getrennt. Man kann auf der Albhochfläche bis an den Abbruchrand der Rutschenfelsen gehen und hat von dort eine wunderschöne Aussicht. In diesem Post geht es aber um einen  Pfad, der am Fuß der Rutschenfelsen entlangführt. Das Gebiet am Fuß der Rutschenfelsen nennt man auch Hölle. Wenn man dort ist, weiß man warum.

Ausgangspunkt für einen Besuch des Hangs unterhalb der Rutschenfelsen sind der Haltepunkt Uracher Wasserfall der Ermstalbahn bzw. die Großparkplätze am Eingang des Ermstals. Man folgt dem breiten und stark begangenen Weg in Richtung Uracher Wasserfall. Bald hat man einen schönen Blick auf die Rutschenfelsen.

Man kommt an den Fuß des Uracher Wasserfalls und steigt bergan. In der letzten Kehre vor der Hochwiese am Kopf des Wasserfalls geht geradeaus ein Pfad weiter, der an den Fuß der Rutschenfelsen führt. Bald erreicht man die Geröllhalde am Fuß der Felsen.

Der am Fuß der Rutschenfelsen entlangführende Pfad mündet später auf einen Forstweg. Man kann nun diesem Forstweg folgen. Er führt um den Runden Berg herum in das Maisental (ein Nachbartal des Brühltals). Dort wendet man sich bei einer Forstwegkreuzung nach rechts (talauswärts). Langsam aber sicher kommt man wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der hier vorgeschlagene Rückweg ist zwar nicht bezeichnet. Er führt jedoch ohne weitere Steigung zurück. Alle anderen Wegvarianten beinhalten mehr oder weniger große Gegensteigungen.

Die hier vorgeschlagene Wanderung ab/bis Haltepunkt Uracher Wasserfall ist ca. 6,8 Kilometer lang. Der Höhenunterschied beträgt ca. 150 Meter. 

Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Landkreis Reutlingen befassen, verlinkt.

Das Ermstal mit Bad Urach ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal mit Bad Urach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.  
Blick auf die Rutschenfelsen vom Brühltal aus: der Uracher Wasserfal befindet sich links außerhalb des Bilds.

Blick auf die Rutschenfelsen

Waldbestandene Geröllhalde am Fuß der Rutschenfelsen: der krumme Wuchs der Bäume zeigt, dass die Geröllhalde zwar langsam, aber doch stetig am Fließen ist.

Geröllhalden sind wertvolle Biotope, die einer spezialiserten Tier- und Pflanzenwelt Lebensraum bieten. Der schattige Standort, die von oben herabstreichende kalte Luft und die immer wieder neu hinzukommenden Gesteinsbrocken verhindern in diesem Teil der Geröllhalde den Aufwuchs von Bäumen.

Blick vom Fuß der Rutschenfelsen auf die Burgruine Hohenurach (rechts im Bild) und auf die Fels- und Geröllhänge des Nägelesfelsens auf der gegenüberliegenden Seite des Ermstals (links hinten im Bild)

Geröllhalden zählen zu den sogenannten §32-Biotopen des Naturschutzgesetzes von Baden-Württemberg. Geröllhalden sind somit auch dann automatisch geschützt, wenn sie sich nicht innerhalb eines Naturschutzgebietes befinden.

Von Urwald überwucherter Felsen

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