Dienstag, 29. Januar 2013

Die Große Schrecke - eine Schlucht im hintersten Lenninger Tal

Das Talsystem der Lenninger Lauter verfügt über vier relativ ursprüngliche Seitentäler. Nach Westen zieht das Seitental der Schwarzen Lauter. Die beiden wildesten Talschlüsse dieses Seitentals sind die Große Schrecke und die Kleine Schrecke.

Im heutigen Post in diesem Blog geht es um die Große Schrecke. Im folgenden Post wird dann die Kleine Schrecke das Thema sein.

Die Große und die Kleine Schrecke sind Bestandteil des Naturschutzgebiets "Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern". In den beiden Schluchten ist auch ein Schonwald ausgewiesen. Beide Schluchten sind zudem Bestandteil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Obwohl der Wald in den beiden Schluchten nicht mehr genutzt wird und bereits einen recht wilden Eindruck macht, wurde dort bisher kein Bannwald ausgewiesen. Auch hat man hier keine Kernzone des Biosphärengebiets ausgewiesen. Der Grund für diese Zurückhaltung ist nicht ganz klar.


Sowohl durch die Große als auch durch die Kleine Schrecke führt ein bezeichneter Pfad. Allerdings handelt es sich hier nicht um einen Spazierpfad. Man muss damit rechnen, hin und wieder über Baumstämme steigen zu müssen. Denn umgefallene Bäume werden nicht immer sofort weggeräumt. Man benötigt zudem gute, rutschfeste Schuhe. Zudem sollte man eine Erkundung der Schluchten keinesfalls bei Schneelage unternehmen. Teilweise verläuft der Pfad auf rutschigem Gelände unmittelbar über steil abfallenden Felsen. Da kann ein Ausrutscher böse Folgen haben. Der Handy-Empfang in den Schluchten ist nicht vorhanden. Also Vorsicht!

Wie kommt man hin?
Über die B 465 erreicht man, von der Anschlussstelle Kirchheim/Teck der A8 kommend, im hintersten Lenninger Tal den Abzweig zum kleinen Lenninger Teilort Schlattstall (auch Bushaltestelle). In Schlattstall parkt man auf dem ausgeschilderten Wanderparkplatz, der sich am Beginn des Seitentals Lange Steige befindet.

Vom Wanderparkplatz geht man die wenigen Meter nach Schlattstall zurück. In Schlattstall wendet man sich nach Westen und folgt dem Wanderweg aus dem Ort hinaus in das nach Westen führende Tal. Schließlich erreicht man die Verzweigung am Talende. Nach links geht es zur Großen Schrecke, nach rechts geht es zur Kleinen Schrecke. Die Entfernung vom Wanderparkplatz bis zu diesem Verzweigungspunkt ist ca. 2.7 Kilometer.

Im Gebiet unterwegs
Der Pfad steigt nun etwas oberhalb des Talgrunds in der Großen Schrecke an. Am Talschluss steigt der Pfad steil, teilweise über Stufen, am südwestlichen Hang der Schlucht steil an. Man kommt zu einer Wegverzweigung. Nach links geht es weiter hoch auf die Albhochfläche bei Römerstein-Böhringen. Nach rechts geht es mit ein wenig Höhenverlust hoch über der Schlucht der Großen Schrecke entlang zu einem Aussichtspunkt über dem Vereinigungspunkt von Großer und Kleiner Schrecke.

Von diesem Aussichtspunkt ist es nicht mehr weit bis zum Pfad abwärts durch die Kleine Schrecke oder aufwärts zur Albhochfläche beim Heidengraben bei Grabenstetten. Mit einem Abstieg über die Kleine Schrecke kann man eine Rundtour machen. Die Länge dieser Rundtour ab/bis Parkplatz Schlattstall ist ca. 7 Kilometer.   

Das Lenninger Tal mit der Burg Teck ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Lenninger Tal mit der Burg Teck. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Gebiet befassen, verlinkt. 

Im Talgrund der Großen Schrecke
Ein Stück Wildnis auf der Schwäbischen Alb in der Schlucht der Großen Schrecke
Winters, wenn die Bäume kahl sind, kann man die Felspartien in der Großen Schrecke am besten sehen.
Der Talschluss in der Großen Schrecke
Ein Steig führt aus der Schlucht der Großen Schrecke hinaus auf die Albhochfläche.
Blick vom Rand der Großen Schrecke auf die gegenüberliegende, sonnenbeschienene Talseite
 

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