Dienstag, 15. Januar 2013

Molach - ein kleines Feuchtgebiet auf der Albhochfläche

Das Feuchtgebiet Molach auf der Albhochfläche in der Nähe der Burgruine Hohenneuffen ist einer der Schlote des Schwäbischen Vulkans.

Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb gibt es nur ganz wenige Feuchtgebiete. Denn das Jura-Karstgebirge der Schwäbischen Alb lässt das Wasser schnell in den Klüften und Höhlen des Untergrunds verschwinden.

Eine Ausnahme davon ist das Vulkangebiet des sogenannten Schwäbischen Vulkans auf der Mittleren Alb. In diesem Gebiet bildeten sich vor ca. 16 Millionen Jahren mehrere hundert Vulkanexplosionen, die jedoch die damalige Oberfläche nicht erreichten. Die Schlote sind mit wasserundurchlässigem Vulkangestein gefüllt. Dort wo diese Schlote heute an der Albhochfläche bis zur Oberfläche durchdringen, bilden sich Feuchtgebiete. Denn das Vulkangestein ist wasserundurchlässig. Das bekannste dieser Gebiete ist die Torfgrube (Schopflocher Moor) bei Schopfloch.

Das Feuchtgebiet Molach auf der Hochfläche der Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel südlich der Burguine Neuffen ist ebenfalls das Ergebnis eines Vulkanschlots. Der Albtrauf ist bereits gefährlich nahe an den Vulkanschlot herangerückt. In geologisch kurzer Zeit wird der Albtrauf den Vulkanschlot erreicht haben. Dann wird sich eine Erosionsform bilden, wie sie beim Randecker Maar in wesentlich größerer Form bereits existiert.


Wie kommt man hin?
Von Neuffen fährt man im Verlauf der L 1250, der Neuffener Steige, hinauf auf die Albhochfläche. Unmittelbar dort, wo die Straße die Albhochfläche erreicht, befindet sich rechts der Straße (westlich) der Wanderparkplatz Ob der Neuffener Steige.

Vom Wanderparkplatz folgt man der Markierung rotes Dreieck des Schwäbische Alb-Nordrandwegs in Richtung der Burgruine Hohenneuffen. Nach ca. 1.8 Kilometer ab dem Parkplatz sieht man rechts (östlich) des Wegs das Feuchtgebiet Molach. Man kann über die Wiesen gehend den Umfang des kleines Maars erkunden.

Das Feuchtgebiet Molach ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Vorkommen des Schwäbischen Vulkans befassen, verlinkt.

Blick vom Albtrauf auf das Feuchtgebiet Molach: Man sieht den kleinen See und dahinter das bewaldete Halbrund, das die Fläche des Vulkanschlots begrenzt.
Ca. 120 Meter Durchmesser hat die maarähnliche Mulde der Molach.
Das Feuchtgebiet Molach bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen, die sonst auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb keinen Platz hätten. 
Blick auf den Rand des Maars
Blick vom Maarrand auf das Feuchtgebiet Molach
    

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