Freitag, 12. April 2013

Wacholderheiden zwischen Boßler und Wiesenberg bei Gruibingen

Im oberen Filstal und seinen Seitentälern im Landkreis Göppingen gibt es heute noch überdurchschnittlich viele Wacholderheiden. Wacholderheiden sind kein von Natur aus vorhandenes Biotop der Schwäbischen Alb, sondern eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die im Zuge der früher weit verbreiteten Hüteschafhaltung entstanden ist.

Fast alle heute noch vorhandenen Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb im allgemeinen und im oberen Filstal im besonderen stehen unter Schutz, sei es in der Form eines Naturschutzgebiets oder eines Naturdenkmals. Heute besuchen wir drei Wacholderheiden in der Nähe der Gemeinde Gruibingen, die im Tal des Hohlbachs, eines Zuflusses der Fils, liegt.

Alle drei Wacholderheiden sind als Naturdenkmal ausgewiesen:
1. Naturdenkmal "Wacholderheide unterer Boßler", Fläche 2,0 Hektar, ausgewiesen 1984
2. Naturdenkmal "Wacholderheide am Westhang des Wiesenberges", Fläche 0,6 Hektar, ausgewiesen 1984
3. Naturdenkmal "Wacholderheide am Südosthang des Wiesenberges", Fläche 1,2 Hektar, ausgewiesen 1984 


Bei der Wacholderheide unterer Boßler findet sich eine Informationstafel. Dort wird erklärt, dass die Naturfreunde (das Naturfreundehaus Boßler ist ganz in der Nähe) die Betreuung dieses Stückchens Wacholderheide übernommen haben.

Wie kommt man hin?
Ausgangspunkt ist ein Wanderparkplatz der Gemeinde Gruibingen an der L 1213, die Weilheim/Teck mit Gruibingen verbindet. Dieser "Boßlerparkplatz" genannt Parkplatz befindet sich ca. 2,1 Kilometer von Gruibingen entfernt unmittelbar südlich der Stelle bei der die von Bad Boll kommende K 1429 in die L 1213 einmündet. Der Parkplatz befindet sich zwischen der L 1213 und der Autobahn A8, die hier im Bereich von Gruibingen die Schwäbische Alb quert.

Im Gebiet unterwegs
Auf einer kleinen Rundtour kann man alle drei Naturdenkmäler besuchen. Man startet dort, wo die K 1429 in die L 1213 mündet. Von hier folgt man dem Schwäbische Alb-Nordrandweg (HW 1, Zeichen rotes Dreieck) bzw. dem Weitwanderweg "Albtraufgänger" und steigt hinauf auf den Bergsattel zwischen dem Wiesenberg und dem Boßler. Dort wendet man sich nach rechts und erreicht bald die Wacholderheide unterer Boßler.

Man steigt auf dem Feldweg bis zum oberen Rand dieser Wacholderheide an. Dann wendet man sich nach rechts und geht am oberen Rand der Wacholderheide entlang. Schließlich steigt man wieder zum Feldweg ab und geht zum Bergsattel zurück.

Vom Bergsattel folgt man nun dem Feldweg in Richtung Süden und erreicht nach wenigen Metern die Wacholderheide am Westhang des Wiesenberges. Man folgt dem Feldweg weiter, kommt in den Wald und steigt langsam in Richtung Gruibingen am Südhang des Wiesenbergs ab. Am Ende des Walds kommt man zur Wacholderheide am Südosthang des Wiesenberges.

In einem Bogen nach links folgt man dem Feldweg unterhalb der Wacholderheide entlang der L 1213 zurück zur Einmündung der K 1429. Man könnte auch den Weg nehmen, der durch die Wacholderheide hindurchführt. Auf dem folgenden Waldstück ist dieser Weg allerdings relativ schlecht zu begehen. Die Länge der Rundtour ab/bis Einmündung L 1213/ K 1429 einschließlich des Abstechers zur Wacholderheide unterer Boßler ist ca. 3,3 Kilometer. Man kann die Tour noch etwas ausdehen, indem man von der Wacholderheide unterer Boßler weiter ansteigt und das Naturfreundehaus Boßlerhaus besucht. Das Haus ist (fast) jeden Samstag ab 15 Uhr bis Sonntag 18 Uhr sowie während der Sommerferien geöffnet (Bewirtschaftung). Die Entfernung von der Wacholderheide unterer Boßler bis zum Naturfreundehaus ist ca. 1,3 Kilometer.  


Blick vom Bergsattel zwischen dem Wiesenberg und dem Boßler auf die Wacholderheide unterer Boßler

In der Wacholderheide unterer Boßler
Blick von der Wacholderheide unterer Boßler in Richtung Südosten auf die Wacholderheide am Westhang des Wiesenberges
Am Rand der Wacholderheide am Westhang des Wiesenberges
In der Wacholderheide am Südosthang des Wiesenberges (Teil 1)
In der Wacholderheide am Südosthang des Wiesenberges (Teil 2)

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