Mittwoch, 19. Juni 2013

Burgruine Reichenstein bei Lauterach

Die Burgruine Reichenstein über dem Tal der Großen Lauter bei Lauterach reduziert sich heute im Wesentlichen auf ihren Bergfried. Der allerdings ist gewaltig und vollständig erhalten. In den Jahren 1971/72 wurde der Bergfried vom Land Baden-Württemberg instandgesetzt.

Im Jahr 1986 hat man im Rahmen der Flurbereinigung einen Fußweg zur Burgruine gebaut. Und im Jahr 1996 hat man in den Bergfried eine neue Treppe aus Stahlelementen eingebaut. Seitdem ist der Turm für die Öffentlichkeit wieder zugänglich, zumindest im Sommerhalbjahr. Er dient heute als Aussichtsturm. Ob der Bergfried nur während der Wochenenden oder ständig geöffnet ist, konnte ich hierbei nicht eindeutig herausfinden.


Außer dem Bergfried sieht man von der im Jahr 1525 zerstörten Burg Reichenstein nicht mehr viel. Es gibt noch Reste der Außenmauer des Palas, ein wenig Schutt aus der ehemaligen Umfassungsmauer und den Halsgraben zum Berghang hin. 

Die Burg Reichenstein hatte eine Fläche von nur ca. 30 mal 25 Metern am steilen Berghang über dem Großen Lautertal zur Verfügung. Von den Burgen des sehr burgenreichen Großen Lautertals war die Burg Reichenstein die am weitesten flussabwärts gelegene. Sie befindet sich nur wenige Kilometer von der Einmündung der Großen Lauter in die Donau entfernt.

Wie kommt man hin?
Man fährt von Lauterach auf der K 7339 in Richtung Westen bis zum Teilort Reichenstein. Man sollte allerdings in den Weiler Reichenstein nicht hineinfahren, denn dort gibt es keine ausgewiesenen Parkplätze für Besucher. Statt dessen fährt man auf der K 7339 wenige Meter weiter in Richtung Westen. Dann biegt ein Sträßchen mit der Beschilderung Rechtenstein nach links (Süden) ab. Nach ca. 100 Metern kommt man im Verlauf dieses Sträßchens zu einem Wanderparkplatz.

Reichenstein ist auch von Hayingen aus zu erreichen. Man fährt von dort auf der L 249 in Richtung Südosten (Richtung Lauterach). Einige Zeit nach der Durchfahrt durch den Ort Oberwilzingen biegt man nach links auf die K 7337 ab und bald darauf nach rechts auf die K 7339 (Richtung Lauterach). Ca. 100 Meter vor der Abzweigung nach Reichenstein biegt man nach rechs (Süden) ab und erreicht ca. 100 Meter nach dem Abbiegen den o.a. Wanderparkplatz.

Vom Wanderparkplatz geht man entlang der Landstraßen nach Reichenstein hinein. Bald sieht man den hoch aufragenden Bergfried der Burgruine. In der Nähe dieses Bergfrieds steigt ein Pfad durch Wald wenige Meter am Hang des Großen Lautertals hinab. Dann biegt man nach links auf einen kurzen Stichweg ab, der zur Burgruine führt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Aussichtstürme der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Aussichtstürmen befassen, verlinkt.

Der Bergfried der Burg Reichenstein scheint unmittelbar neben den Häusern des zu Lauterach gehörenden Weilers Reichenstein zu stehen. Das täuscht jedoch. Der Fuß des Bergfrieds befindet sich mitten im Wald einige Höhenmeter tiefer als die Häuser im Vordergrund des Bilds am Hang des Großen Lautertals.
Hoch und geheimnisvoll erhebt sich der Bergfried der Burgruine Reichenstein im Wald am Hang des Großen Lautertals.
Auf dem Dach des Bergfrieds der Burgruine Reichenstein befindet sich eine Lucke, die von den Besuchern jeweils geöffnet und wieder geschlossen werden muss.
Blick vom Bergfried der Burgruine Reichenstein auf den Weiler Reichenstein: Etwas links der Bildmitte sieht man die Kapelle St. Katharina. Das war ursprünglich die Burgkapelle. Sie wurde im Jahr 1346 erbaut.
Blick vom Bergfried der Burgruine Reichenstein hinab in das Große Lautertal bei der Laufenmühle
Der Burgenweg - ein regionaler Wanderweg des Schwäbischen Albvereins von Reutlingen nach Zwiefalten - führt vom Großen Lautertal hinauf zur Burgruine Reichenstein.
         

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