Sonntag, 5. Januar 2014

Auf dem Donauberglandweg rund um Gosheim

Der Donauberglandweg ist ein ca. 70 Kilometer langer Weitwanderweg auf der Südwestalb von Gosheim bis zum Kloster Beuron. 

Der Deutsche Wanderverband hat dem Weg das Siegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" verliehen. Erst vor kurzem mit Datum vom 31.12.2013 wurde das jeweils zeitlich befristete Qualitätssiegel um weitere drei Jahre verlängert.

Auf den ersten Kilometern beschreibt der Donauberglandweg einen Halbkreis um die Gemeinde Gosheim herum. Dieser erste Abschnitt des Donauberglandwegs eignet sich somit ausgezeichnet für eine ca. halbtägige Rundtour. Im Verlauf dieser Tour erreicht man auch den Gipfel des Lembergs, des höchsten Punkts der Schwäbischen Alb.


Wie kommt man hin?
Der Donauberglandweg beginnt beim Parkplatz Lemberg ca. 1,2 Kilometer nördlich von Gosheim an der Straße von Gosheim nach Wilflingen. Wenn man mit dem Linienbus nach Gosheim fährt, startet man die Rundtour im Ortszentrum von Gosheim und folgt zunächst dem Schwäbische Alb-Nordrandweg zum Parkplatz Lemberg.

Auf dem Donauberglandweg unterwegs
Vom Parkplatz Lemberg geht es auf direktem Weg hinauf zum Gipfel des Lembergs mit dem stets zugänglichen Lembergturm. Darauf steigt man zu dem auf der Nordostseite des Lembergs gelegenen Lembergsattel ab. Nun geht es auf Forstwegen und Pfaden mit mehrfacher Änderung der Himmelsrichtung zur Wunderfichte bzw. dem traurigen Rest des Naturdenkmals, das nach dem Sturm im Jahr 2005 übrig geblieben ist.

Weiter auf Forstwegen durch den Wald gehend erreicht man schließlich die am Waldrand gelegene Kapelle der 14 Nothelfer mit schönem Blick auf den Ort Wehingen. Entlang des Kreuzwegs geht es hinab nach Wehingen und hinein ins Ortszentrum. Vom Zentrum steigt man in Richtung Süden gegen den Berg "Hochwald" an. Auf halber Höhe quert der Weg in Richtung Westen hinüber nach Gosheim. Am Punkt "Nackwegle" erreicht man schließlich den Schwäbische Alb-Nordrandweg. Ihm folgt man nach rechts hinab nach Gosheim und durch den Ort hindurch zurück zum Parkplatz Lemberg.

Diese Rundtour ist ca. 9,5 Kilometer lang.   

Der Donauberglandweg war von Anfang an mit den gelben Schildern markiert (Schilder oben). Die Region Donau-Heuberg ist dann später zur Pilotregion für eine neue einheitliche Beschilderung der Wanderwege auf der Schwäbischen Alb geworden. In diesem Zusammenhang wurden auch der Schwäbische Alb-Nordrandweg sowie der Main-Neckar-Rhein-Weg (Schild unten) mit gelben Schildern ausgerüstet.
Auf dem höchsten Punkt der Schwäbischen Alb, dem 1.015 m ü NN hohen Lemberg, steht der immer geöffnete Lembergturm. Für die Besteigung dieses Turms ist Schwindelfreiheit erforderlich.
Der Lembergturm ist bekannt für seine tolle Aussicht. Man sieht nicht nur weite Teile des Traufs der Südwestalb, sondern auch fast den gesamten Schwarzwald und weite Teile des Alpenordrands. Für die Sicht auf den Schwarzwald und die Alpen ist allerdings eine entsprechende Wetterlage mit klarer Luft erforderlich. Am ehesten gibt es diese Wetterlagen im Herbst und im Winter. In Fachkreisen hat sich der Lembergturm einen Namen gemacht als die Stelle Deutschlands, von der aus man am weitesten sehen kann. Bei ganz klarer Sicht sieht man im Südwesten den Montblanc (ca. 280 Kilometer entfernt). Am Aufnahmetag dieses Bilds war zwar der Montblanc nicht zu sehen, man konnte jedoch Teile der Alpenkette sehen (auf dem Bild wegen der schlechten Auflösung nur in der linken Hälfte erkennbar).
Dies ist der traurige Rest der sogenannten Wunderfichte südöstlich unter dem Lemberg: Das Naturdenkmal war über 200 Jahre alt und 35 Meter hoch und umfasst sechs große Arme, die die Fichte wie einen Kerzenleuchter aussehen ließen. Nach einem Gewittersturm im Jahr 2005 mussten die Arme abgesägt werden.
Die Kapelle der 14 Nothelfer befindet sich auf einer Kuppe am Waldrand mit schönem Blick auf Wehingen
Blick auf den Ort Wehingen, einen Nachbarort von Gosheim auf der Südwestalb
Lustiger Brunnen in der Ortsmitte von Wehingen
Relativ naturbelassener Bergwald südlich von Wehingen
Blick vom südlichen Ortsrand von Gosheim hinüber zum Lemberg, der höchsten Erhebung der Schwäbischen Alb

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