Donnerstag, 27. März 2014

Ehemalige Werksbahn der Portland-Zement Blaubeuren Gebrüder Spohn AG

Südlich und westlich des Blaubeurer Stadtteils Gerhausen findet man heute noch Reste und Spuren einer ehemaligen Werksbahn. Die Bahn diente dazu, das Material des Steinbruchs der Gebrüder Spohn AG südlich von Gerhausen zum Bahnhof von Blaubeuren zu bringen.

Die im Jahr 1941 eingeweihte Bahn war eine elektrifizierte Schmalspurbahn mit einer Spurweite von nur 700 mm. Ihre Länge war 3,9 Kilometer. Besondere Kunstbauten im Verlauf der Bahn waren der Viadukt über das Eseltal mit einer Länge von knapp 100 Metern sowie zwei Tunnel mit einer Länge von 200 und 350 Metern. Im Jahr 1970 wurde die Bahn durch ein Förderbahn ersetzt. Der Steinbruch mit Zementwerk wurde im Jahr 1997 stillgelegt. Heute dient er als Deponie.

Man kann Teilen der Bahntrasse auch heute noch folgen. Auf kurzen Abschnitten muss man auf Pfaden bzw. weglos durch den Wald gehen.


Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof Blaubeuren folgt man dem Wanderzeichen des Schwäbische Alb-Südrand-Wegs (rotes Dreieck) nach Gerhausen. Am südlichen Ortsrand von Gerhausen führt der Wanderweg leicht aufwärts und erreicht den Viadukt der ehemaligen Werksbahn über das Eseltal.

Im Gebiet unterwegs
Auf der Ostseite des Viadukts steigt man nun zur ehemaligen Bahntrasse an. Man kann der ehemaligen Bahntrasse noch einige Meter in Richtung Osten folgen, bis man vor dem eingezäunten ehemaligen Steinbruchgelände steht.

Von hier geht es zurück zum Viadukt. Der Viadukt selbst ist gesperrt. Somit geht man auf Forstwegen unterhalb des Viadukts und erreicht die ehemalige Bahntrasse auf der Westseite des Viadukts durch einen kurzen weglosen Anstieg durch den Wald. Nun folgt man einem Forstweg auf der ehemaligen Bahntrasse und kommt hierbei durch einige Einschnitte hindurch. Schließlich erreicht man das Ostportal des Hörnletunnels. Der Tunnel ist gesperrt.

Die Trasse auf der Westseite dieses Tunnels ist zugewachsen. Somit geht man vom Ostportal wenige Meter zurück und folgt dann einem Pfad in Richtung Norden leicht abwärtsgehend. Bald erreicht man die Brücke der B28 über die Bahnlinie Ulm-Blaubeuren und hat hier den kleinen Rundweg ab/bis Bahnhof Blaubeuren fast schon wieder beendet.

Die Weglänge des hier beschriebenen Rundwegs ab/bis Bahnhof Blaubeuren ist ca. 4,4 Kilometer.

Hier gibt es eine Übersicht über die Eisenbahnstrecken der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Eisenbahn auf der Schwäbischen Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über diese Region. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, verlinkt.

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf ist ein Nationaler Geotop Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind die Artikel in diesem Blog verlinkt, die sich mit einzelnen dieser Geotope befassen.

Mit einer Brücke auf fünf Pfeilern überspannt die ehemalige Werksbahn der Portland-Zement Blaubeuren Gebrüder Spohn AG das sogenannte Eseltal südlich des Blaubeurer Stadtteils Gerhausen.
Die Stahlbetonbrücke über das Eseltal südlich von Blaubeuren-Gerhausen ist für die Öffentlichkeit gesperrt.
Einschnitt im Juragestein für die ehemalige Werksbahn der Portland-Zement Blaubeuren Gebrüder Spohn AG westlich von Blaubeuren-Gerhausen
Ostportal des Tunnels unter dem Hörnle der ehemaligen Werksbahn der Portland Zement Blaubeuren Gebrüder Spohn AG
Verblasster Warnhinweis am Ostportal des Hörnle-Tunnels der ehemaligen Werksbahn der Portland Zement Blaubeuren Gebrüder Spohn AG

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen