Donnerstag, 1. Mai 2014

Aussicht vom Floriansberg bei Metzingen

Der Floriansberg ist ein Hügel bei Metzingen, der dem Albtrauf vorgelagert ist. 

Der auch als Hausberg von Metzingen bezeichnete Floriansberg ist vulkanischen Ursprungs. Der Berg gehört zum sogenannten Schwäbischen Vulkan. Wegen der vom Albtrauf abgerückten Lage hat man vom Gipfel des Floriansbergs eine eindrucksvolle Aussicht auf den Albtrauf zwischen dem Teckberg und der Achalm.

Die Aussicht vom Floriansberg drohte, immer mehr zuzuwachsen. Seit einigen Jahren weiden Ziegen an den Hängen des Floriansbergs und des benachbarten Jusi und verhindern damit das Aufkommen eines geschlossenen Waldes auf diesem Berg.


Im Zeitalter des Miozän vor ca. 17 Millionen Jahren gab es im Bereich um Kirchheim/Teck und Bad Urach Vulkanismus mit über 350 Schloten. Diese Vulkanerscheinungen bezeichnet man zusammengefasst als den Schwäbischen Vulkan. Heute zeigen sich die Überbleibsel des früheren Vulkanismus in zwei gegensätzlichen Erscheinungen. 

Ehemalige Vulkanschlote, die sich im Bereich der heutigen Albhochfläche befinden, bilden nasse Senken, weil das Vulkangestein weicher ist als das umgebende Weißjuragestein und weil das Vulkangestein wasserundurchlässig ist. Beispiele sind das Randecker Maar und das Schopflocher Moor. Ehemalige Vulkanschlote, die sich im heutigen Albvorland befinden, bilden kleine Berge, weil das Vulkangestein härter ist als der dort in der Umgebung anstehende Braunjura. Beispiele sind die Limburg oder eben auch der Floriansberg.

Wie kommt man hin?
Vom Bahnhof Metzingen führen der neu beschilderte Gustav-Strömfeld-Weg sowie der neu beschilderte Rundwanderweg Florianrunde über den Metzinger Weinberg zum Florian. Die Entfernung vom Bahnhof Metzingen im Verlauf dieses Wegs ist ca. 4,5 Kilometer. In den folgenden beiden Posts in diesem Blog wird die Forianrunde das Thema sein.

Mit dem Auto kann man auch etwas näher an den Floriansberg heranfahren. Man fährt im Verlauf der L 210 Metzingen - Kohlberg. Von Metzingen führt diese Straße zunächst in Kehren aufwärts. Ca. 900 Meter ab der obersten Kehre befindet sich auf der linken Straßenseite ein Wanderparkplatz. Von dort folgt man der Beschilderung der Floriansrunde (ca. 1,6 Kilometer Wegstrecke bis zum Gipfel).  

Der Floriansberg ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Schwäbischen Vulkan befassen, verlinkt.

Auf dem Gipfelplateau des Floriansbergs bei Metzingen: Die in den vergangenen Jahren zugewachsene Aussicht vom Gipfel ist jetzt als Folge der Beweidung der Berghänge mit Ziegen wieder besser geworden. Der Gustav-Strömfeld-Weg, ein vom Deutschen Wanderverband zertifizierter Wanderweg des Schwäbischen Albvereins, sowie der Rundwanderweg Florianrunde führen über den Gipfel. Rechts im Bild sieht man eine der zahlreichen Informationstafeln, die im Verlauf des Gustav-Strömfeld-Wegs aufgestellt worden sind.
Blick vom Floriansberg in Richtung Ostsüdosten: In der Bildmitte erhebt sich der Jusi, ein Ausliegerberg der Schwäbischen Alb und gleichzeitig einer der zahlreichen Vulkanschlote des Schwäbischen Vulkans. Rechts vom Jusi ist der Berg Hörnle. Links vom Jusi sieht man die Burgruine Hohenneuffen. Die sichtbaren Häuser gehören zu Kappishäusern, einem Ortsteil der Stadt Neuffen. 
Blick vom Floriansberg in Richtung Nordnordwesten: In der rechten Bildhälfte im Mittelgrund erhebt sich die Kuppe des Grafenbergs, wie auch der Floriansberg ein Relikt des Schwäbischen Vulkans. Darunter liegt der Ort Grafenberg, eine selbstständige Gemeinde.
Blick vom Floriansberg in Richtung Südwesten: Die bewaldete Erhebung links im Mittelgrund ist der Weinberg bei Metzingen. Auch dieser Berg ist ein Schlot des Schwäbischen Vulkans. Rechts vom Weinberg sieht man einen Teil von Metzingen. Rechts hinter dem Weinberg erhebt sich der Kegel der Achalm bei Reutlingen. Die Achalm ist kein Vulkanschlot, sondern ein sogenannter Zeugenberg.
Blick vom Floriansberg in Richtung Süden: Am Horizont erhebt sich der Albtrauf bei Metzingen-Glems. Auf der nicht sichtbaren Albhochfläche befindet sich der Segelflugplatz Rossberg. Zwischen dem bewaldeten Gebiet im Vordergrund und dem Albtrauf im Hintergrund verläuft das Ermstal von links nach rechts. Im Mittelgrund in der rechten Bildhälfte sieht man eine weitere bewaldete Erhebung aufragen. Das ist der Hofbühl oberhalb von Metzingen-Neuhausen. Auch dieser Berg ist ein Schlot des Schwäbischen Vulkans. 
Blick vom Floriansberg in Richtung Südsüdosten: Links im Bild tieft sich das Ermstal in die Tafel der Schwäbischen Alb ein. Ganz im Hintergrund liegt im Talgrund des Ermstals Bad Urach.
Blick vom Floriansberg in Richtung Ostnordosten: Rechts im Hintergrund ist die Burgruine Hohenneuffen. Ca. in der Bildmitte sieht man einen markanten Eckpunkt im Albtrauf, den Beurener Fels oberhalb von Beuren. In der linken Bildhälfte im Hintergrund erhebt sich der Teckberg.

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