Montag, 25. August 2014

Naturschutzgebiet Ipf bei Bopfingen

Der Ipf bei Bopfingen ist der bedeutendste Zeugenberg der Ostalb. Dieser Bergkegel ist dem heutigen Albtrauf nördlich vorgelagert. Damit bezeugt der Ipf, dass sich die Albhochfläche früher einmal weiter nach Norden und Westen erstreckt hat.

Der Ipf ist auch aus naturschutzfachlicher Sicht interessant. Im Jahr 1982 wurde der Gipfelbereich des Ipf mit einer Fläche von 71 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Ipf gilt als der mächtigste Heideberg am Rand der Schwäbischen Alb. Noch Ende des 19. Jahrhunderts war der Berg vollständig baumfrei. In der Folgezeit gab es einige Aufforstungen mit standortfremden Fichten. Heute ist man bestrebt, diese Baumbestände ganz langsam wieder zurückzudrängen.


Das Erscheinungsbild des Ipf ist selbstverständlich nur durch eine regelmäßige Beweidung zu erhalten. Ansonsten würde der Berg langsam verbuschen und sich dann bewalden. Die seltenen Pflanzen der Magerwiesen und Wacholderheiden würden verschwinden. Der Ipf gilt als einer der am besten beweideten Berge. Dreimal im Jahr wird der Ipf für jeweils zwei Wochen mit tausend Schafen abgeweidet.

Der Ipf ist jedoch auch eines der bedeutendsten vorgeschichtlichen Bodendenkmäler in Süddeutschland. Auf dem Gipfelplateau gibt es deutliche Spuren von Siedlungsaktivitäten aus der späten Bronzezeit, der Hallstatt und der Latènezeit. Dies sind insbesondere Graben- und Wallsysteme sowie Brunnenschächte.

Wie kommt man hin?
Mit dem Auto kann man zu einem Parkplatz am Ostrand des Ipf fahren. Von der B 29 biegt man in Bopfingen auf die L 1078 ab. Nach ca. 170 Meter biegt man nach links in die Lindenstraße ab und gleich wieder nach rechts in die Alte Kirchheimer Straße. Diese Straße führt aufwärts und aus dem Ort hinaus. Schließlich erreicht man den Parkplatz beim Info-Pavillon. 

Vom Pavillon folgt man der Lindenallee entlang des Ostrückens des Ipf hinauf zum Gipfelplateau. Die Entfernung vom Parkplatz zum Gipfel ist ca. 900 Meter.

Vom Bahnhof von Bopfingen geht man in Richtung Norden durch die Altstadt hindurch. Am Ende der Altstadt stößt man auf die B 29 und überquert sie bei der Einmündung der L 1078 in die B 29. Von dort folgt man wie oben beschrieben der Lindenstraße und der Alten Kirchheimer Straße. Die Entfernung vom Bahnhof bis zum Info-Pavillon ist ca. 2,2 Kilometer.

Im Gebiet unterwegs
Das große Gipfelplateau kann man an seinem Rand umrunden. Den Abstieg kann man - wenn man nicht mit dem Auto unterwegs ist - auch im Verlauf des steilen, über den Südhang des Ipf führenden Pfads unternehmen. An der Grenze des Naturschutzgebiets führt ein Feldweg weiter abwärts. Schließlich kommt man in die Jahnstraße, die zur B 29 führt.     

Im folgenden Post in diesem Blog geht es um die Aussicht vom Ipf.

Der Planausschnitt zeigt das Naturschutzgebiet Ipf mit den zugelassenen Wegen. Aus Richtung Osten führt ein Feldweg hinauf zum Gipfel (durchgezogene rote Linie). Aus Richtung Süden führt ein steiler Pfad zum Gipfel (gestrichelte rote Linie). Mit der dunkelgrünen Farbe ist der standortfremde Nadelwald gekennzeichnet.
Am Ostrand des Naturschutzgebiets Ipf befindet sich ein Informationspavillon.
Blick aus Richtung Süden auf die Kuppe des Ipf: Das Naturschutzgebiet beginnt direkt oberhalb der Felder.
Ein steiler Pfad führt aus Richtung Süden hinauf zum Ipf.
Magerrasen, Wacholderheide und Kiefern am Gipfel des Ipf
Blick vom Südhang des Ipf hinüber zum Albtrauf
Am steilen Hang des Ipf kommen an verschiedenen Stellen Weißjurafelsen zum Vorschein.
Auf der fast ebenen Hochfläche des Ipf

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