Dienstag, 9. September 2014

Vulkanschlot an der Neuffener Steige

Der Vulkanschlot an der Neuffener Steige gehört zu den wichtigsten Zeugnissen des Schwäbischen Vulkans

Der Schlot ist als Geotop ausgewiesen. Die Stelle befindet sich in einem ehemaligen Steinbruch, der nicht zugänglich ist. Vom verschlossenen Tor des ehemaligen Steinbruchs kann man den Vulkanschlot und das direkt angrenzende Weißjuragestein jedoch gut sehen. 

Der Gustav-Ströhmfeld-Weg des Schwäbischen Albvereins verläuft in der Nähe des Geotops vorbei. Im Rahmen einer Neukonzeption des Gustav-Ströhmfeld-Wegs wurde der Stichweg hinab zum Geotop erneuert. Zudem wurden mehrere Informationstafeln aufgestellt. 


Es gab im Zeitalter des Miozän in einem Umkreis von ca. 30 Kilometern um das heutige Bad Urach und Kirchheim/Teck herum Vulkanismus. In über 350 Schloten wurde Vulkanasche an die Oberfläche geschleudert. Die Juragesteine wurden weggesprengt. Sie fielen teilweise als kleine Brocken in den Schlot zurück. Die Grenze zwischen dem Schlot und dem umgebenden Weißjuragestein ist selten so gut zu sehen wie im ehemaligen Steinbruch an der Neuffener Steige.

Wie kommt man hin?
Der Gustav-Ströhmfeld-Weg von Metzingen nach Neuffen führt in der Nähe des Geotops vorbei. Vom Gustav-Ströhmfeld-Weg aus ist der kurze Abstechner hinab zum Eingangstor des stillgelegten Steinbruchs BADER ausgeschildert. Den über 20 Kilometer langen Gustav-Ströhmfeld-Weg werden aber nur Wenige an einem Stück begehen.

Mit dem Auto fährt man von Neuffen über die Neuffener Steige (L 1250) hinauf auf die Albhochfläche. Unmittelbar dort, wo die L 1250 die Albhochfläche erreicht und noch bevor die L 1250 in die L 250 mündet, befindet sich auf der Westseite der Straße ein Wanderparkplatz.

Von diesem Wanderparkplatz folgt man dem Gustav-Ströhmfeld-Weg und überquert zunächst die L 1250. Dahinter hält man sich an den Albtrauf und kommt zur Hülbener Brille, einem Kunstwerk und Aussichtspunkt am Albtrauf. Von dort folgt man dem Weg weiter nach Osten zum Waldrand. Am Waldrand ist bereits die Abzweigung des Stichwegs, der hinab zum Geotop führt. Die Entfernung vom Parkplatz bis zum Geotop ist ca. 550 Meter.   

Zum Gustav-Ströhmfeld-Weg siehe auch den Post vom 19.10.2013 in diesem Blog "Der neue Gustav-Ströhmfeld-Weg von Metzingen nach Neuffen".

Der Vulkanschlot an der Neuffener Steige ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Vorkommen des Schwäbischen Vulkans befassen, verlinkt.

Die Neukonzeption des Gustav-Ströhmfeld-Wegs hat auch für den Geotop "Vulkanschlot an der Neuffener Steige" neue Infotafeln gebracht. Diese Infotafeln stehen sowohl direkt beim Geotop vor dem verschlossenen Tor des ehemaligen Steinbruchs als auch an der Abzweigung des Stichwegs zum Geotop vom Gustav-Ströhmfeld-Weg.
Gleich hinter dem verschlossenen Tor des ehemaligen Steinbruchs BADER an der Neuffener Steige sieht man den Geotop des Vulkanschlots.
Auffallend ist der Kontrast zwischen den dunkelgrauen Tuffen des Vulkanschlots und den hellen Weißjura-Kalken (rechts).
Die Grenze zwischen den Weißjura-Schichten (rechts) und dem Vulkantuff (links) ist sehr klar. Es gibt keine Übergangszone, in der die Weißjuragesteine verformt worden sind.
Im dunklen Vulkantuff sind einige helle Weißjurabrocken enthalten.

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