Freitag, 5. Juni 2015

Burgruine Hohenhundersingen im Großen Lautertal

Das Große Lautertal ist das burgenreichste Gebiet der Schwäbischen Alb. Wenn man von Norden kommend lautertalabwärts fährt, ist die Burgruine Hohenhundersingen die erste imposante Burgruine des Tals. 

Die Burgruine Hohenhundersingen befindet sich auf einem Felsvorsprung am Hang des Großen Lautertals bei der Einmündung eines von der Albhochfläche bei Bremelau kommenden Trockentals.

Die in der Stauferzeit erbaute Burg Hohenhundersingen zählt auch heute noch als Ruine zu den schönsten des Großen Lautertals. Die Burg wurde im späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert erbaut. Gegen die Albhochfläche ist die Burg durch einen Halsgraben gesichert. Seit dem Jahr 1898 führt eine eiserne Treppe aus dem Halsgraben hinauf zur Burg. Früher konnte man die Burg vom Halsgraben aus nicht betreten. 

Der Bergfried von Hohenhundersingen ist aus Buckelquadern errichtet - typisch für die Stauferzeit. Er hat Seitenlängen von nur ca. 4 bis 5 Meter und ist damit einer der kleinsten Türme der Lautertalburgen. Der viereckige Grundriss des Turms weist zudem nur einen rechten Winkel auf. 


Die Burg Hohenhundersingen verfiel nach dem Verkauf der Burg mit den Dörfern Hundersingen und Apfelstetten an Württemberg im Jahr 1352. Im Jahr 1838 ging ein großes Mauerstück ab. Im Jahr 1966 führte die damals noch selbständige Gemeinde Hundersingen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durch. Seit 2001 kümmert sich die Fördergemeinschaft Burgruine Hohenhundersingen e.V. um die Pflege und Erforschung der Anlage. Eigentümer ist heute die Stadt Münsingen.

Wie kommt man hin?
Von Münsingen aus führt die K 6769 am Bahnhof vorbei ins Große Lautertal, das man beim Ort Buttenhausen erreicht. Flussabwärts weiterfahrend ist der nächste Ort im Tal Hundersingen. Am südlichen, flussabwärts gelegenen Ortsausgang von Hundersingen befindet sich auf der rechten Straßenseite ein beschilderter Schotterparkplatz für ca. 5 Fahrzeuge.

Vom Parkplatz geht man im Verlauf der K 6769 (Schlossrainstraße) wenige hundert Meter zurück nach Hundersingen. Dann weisen die Markierungszeichen des Burgenwegs des Schwäbischen Albvereins nach rechts auf einen Pfad, der in Kehren hinauf zur Burgruine Hundersingen führt. 

An den Sonn- und Feiertagen während des Sommerhalbjahrs gibt es den Lautertal-Freizeitverkehr. Das sind verschiedene Buslinien, die zum Teil mit Fahrradanhänger von Münsingen nach Zwiefalten und Munderkingen und zurück fahren und hierbei auch durch Hundersingen fahren. In Münsingen besteht Anschluss an die Schwäbische Alb-Bahn.

www.naldo.de (Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau) 

Siehe auch:
Burgruine Bichishausen im Großen Lautertal (in der Nachbarschaft zu Hohenhundersingen) im Post vom 21.05.2013 in diesem Blog
Variante Buttenhausen des Burgenwegs im Großen Lautertal im Post vom 05.03.2015

Ein Pfad führt in Kehren vom Ort Hundersingen im Großen Lautertal hinauf zur Burgruine Hohenhundersingen.
Der heutige Besucher der Burgruine Hohenhundersingen gelangt vom Halsgraben über eine Eisentreppe hinauf zur Hauptburg mit dem Bergfried.
Der Bergfried der Burgruine Hohenhundersingen weist die für die Stauferzeit typischen Buckelquader auf. Sein Grundriss ist unregelmäßig.
Der Vorsprung der Hauptburg gegen das Große Lautertal bietet heute eine schöne Sicht über Hundersingen und die angrenzende Talabschnitte.
Blick von der Burgruine Hohenhundersingen in Richtung Westen und flussaufwärts auf die Ortsmitte von Hundersingen
Blick von der Burgruine Hohenhundersingen in Richtung Südwesten und flussabwärts: Der bewaldete Hügel links im Bild heißt Mittelberg, 684 m ü NN.
Blick von der Burgruine Hohenhundersingen in Richtung Süden: Im Vordergrund unten im Bild sieht man eine Mauer der Vorburg.
Auf den unzugänglichen Felsen bei der Burgruine Hohenhundersingen siedelt eine von der letzten Eiszeit überkommende, seltene Flora.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen