Dienstag, 27. Dezember 2016

Bike-Crossing Schwäbische Alb zwischen Aalen und Tuttlingen

Bike-Crossing Schwäbische Alb (auch Bike X-ing Schwäbische Alb) ist ein Mountainbike-Fernradweg, der am Albtrauf entlang mit einer Gesamtlänge von 368,26 Kilometern von Aalen bis Tuttlingen führt.

Der Verlauf am oder in der Nähe des Albtraufs bringt es mit sich, dass der Radweg viele Höhenmeter im Auf- und Abstieg aufweist. Im Wegverlauf sind von Aalen nach Tuttlingen insgesamt 7.042 Höhenmeter im Anstieg und 6.851 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen.

Der Fernradweg Bike-Crossing Schwäbische Alb ist an den Wegverzweigungen mit gelben Schildern gekennzeichnet. Die Hauptwegweiser zeigen einen stilisierten Biker in blauer Farbe auf gelbem Grund. Dazu sind zwei Richtungspfeile, der Schriftzug X-ing Bike Crossing sowie die Logos des Geoparks Schwäbische Alb, des Schwäbische Alb Tourismusverbands e.V. und der Sparkasse vorhanden. In einer neueren Version sind ein blaues X auf gelbem Grund, ein Richtungspfeil, der Schriftzug X-ing Bike crossing sowie das Logo des Schwäbische Alb Tourismusverbands e.V. vorhanden.

Eine Beschilderung mit der Angabe des Standorts sowie der nächsten Ziele mit dem Namen und der Entfernung ist bisher im Verlauf des Bike-Crossing Schwäbische Alb - im Gegensatz zu verschiedenen Radangeboten im Schwarzwald - leider nicht vorhanden.

Der Weg wird in 6 Etappen eingeteilt:

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Die Stadttore der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Ulm

Von der im 14. Jahrhundert neu errichteten Stadtbefestigung Ulms sind heute noch drei Stadttore erhalten. Dies sind der Metzgerturm, das Gänstor und der Seelturm mit dem Zundeltor.

Die ab 1316 errichtete Stadtbefestigung Ulms war ca. 3.500 Meter lang und ca. 9 Meter hoch. Sie war aus Backsteinen errichtet. Die Stadtmauer umfasste sechs Haupttore mit den zugehörigen Haupttortürmen. Außer den drei noch bestehenden Toren gab es das Herdbruckertor (Abriss 1827), das Göcklertor (Abriss 1837), das Frauentor (Abriss 1837) und das Neutor (Abriss 1860).

Das Gänstor ist das letzte noch vorhandene Stadttor der Befestigung von 1316. Für den unteren Teil der Tors wurden Quader der früheren staufischen Stadtmauer verwendet. Der aus Backsteinen bestehende obere Teil des Tors wurde 1495 errichtet. In den Jahren 1796 und 1945 brannte das Dach des Gänstors ab. Das heutige Dach stammt aus dem Jahr 1957.

Der Metzgerturm wurde im 1350 errichtet. Anlass war der Bau des Schlachthofs (Stadtmetzig) an der Donau vor der Stadtmauer. Es musste ein neuer Durchgang durch die Stadtmauer gebaut werden, zu deren Schutz der Metzgerturm errichtet wurde. Die Gründung des Turms aus Holz faulte im Laufe der Zeit. Als Folge davon neigte sich der Turm um etwa 2 Meter nach Nordnordwesten.

Vom Seelturm ist das genaue Baujahr nicht bekannt. Man liest auf den Tafeln und in der Literatur jeweils vom 14. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde das Bauwerk verändert. Der Seelturm gehörte als Wehrturm zur inneren Mauer des 14. Jahrhunderts. Er diente als Lager für Pulver und Zunder. Das Zundeltor wurde erst 1870 unterhalb des Turms durch die Mauer gebrochen. 

Sonntag, 18. Dezember 2016

Der Löwenfelsen mit der Burgstelle Ehrenstein in Blaustein

Mitten im Blausteiner Ortsteil Ehrenstein erhebt sich ein Kalkfelsen, genannt der Löwenfelsen. Rund um den Löwenfelsen ist die Landschaft bebaut.

Der Löwenfelsen ragt wie eine Insel aus der Bebauung heraus. Seine mit Magerrasen besetzten Hänge konstrastieren auffällig mit der urbanisierten Umgebung. Auf dem Löwenfelsen befand sich einst die Burg Ehrenstein. Sie ist schon längst verfallen. Gemäß einer Informationstafel am Ufer der Blau in der Nähe des Löwenfelsens wurde die Burg Ehrenstein um 1100 errichtet.  Begründer waren die Herren von Erichstein.

Die Burganlage wechselte mehrfach den Besitzer. Schließlich kam sie in den Besitz des Grafen Eberhard des Erlauchten von Württemberg. Im Jahr 1281 musste Graf Eberhard die Burg für 240 Mark Silber an das Kloster Söflingen verkaufen. Noch im selben Jahr wurde die Anlage mit Ausnahme der Burgkapelle abgetragen.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Die Brücke der neuen Ulmer Straßenbahnlinie 2 über die Bahngleise zwischen Hauptbahnhof und Kienlesberg


Ulm erhält zur Zeit eine zweite Straßenbahnlinie, die Linie 2. Sie soll ab dem Jahr 2018 vom Kuhberg über den Hauptbahnhof zum Eselsberg verkehren. 

Die Brücke für die Straßenbahnlinie 2 über die Bahngleise vor dem Kienlesberg direkt nördlich des Ulmer Hauptbahnhofs ist das wohl spektakulärste Bauwerk des gesamten Verkehrsprojekts. Die Brücke ist zur Zeit noch namenlos. Es läuft ein Verfahren unter Beteiligung der Bürger, um der neuen Brücke einen Namen zu geben.  

Die Brücke, die zur Zeit im Bau ist, überquert die Gleise der Hauptstrecke Stuttgart-Ulm (Filstalbahn), der Strecke Aalen-Ulm (Brenzbahn), sowie der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm. Die neue Straßenbahnbrücke befindet sich neben der historischen Neutorbrücke von 1907. Diese Brücke war für die Aufnahme der Straßenbahngleise nicht geeignet. Die neue 270 Meter lange Stahlbrücke für die Straßenbahn, die später auch von Bussen, Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann, war auch erforderlich, um eine umwegige und mit engen Kurven verbundene Führung der Straßenbahnstrecke über die Neutorbrücke und die Kienlesbergstraße zu vermeiden.

Samstag, 10. Dezember 2016

Das Ermstal mit Bad Urach - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Das Ermstal im Landkreis Reutlingen an der Nordseite, der sogenannten Traufseite der Schwäbischen Alb gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Dazu trägt auch die Stadt Bad Urach bei, der möglicherweise bekannteste und beliebteste Ort der Schwäbischen Alb, der sich an einer mehrfachen Verzweigung des Ermstals befindet.

Im heutigen Post in diesem Blog soll das Ermstal kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Ermstal befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Die historische Altstadt von Bad Urach, der Kurbezirk von Bad Urach und das Wanderwegenetz des Ermstals gehören jeweils zu den ersten Adressen der gesamten Schwäbischen Alb. Der Uracher Wasserfall ist wohl die bekannteste Naturerscheinung des ganzen Mittelgebirges.

Das dichteste Wanderwegenetz der Schwäbischen Alb, zertifizierte Wanderwege, großartige Naturphänomene wie Wasserfälle, Höhlen und Felsen sowie Geschichte zum Anfassen in Form von Burgruinen und alten Gebäuden prägen das Ermstal mit Bad Urach. Wegen der relativen Nähe zur Region Stuttgart und wegen der Zugehörigkeit zur Region Reutlingen/Tübingen wird das Ermstal sehr stark besucht. Staus und volle Parkplätze an schönen Wochenenden sind keine Seltenheit.

Das Ermstal ist ein Teil der Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Im Ermstal gibt es einige Kernzonen des Biosphärengebiets, in denen zukünftig wieder Urwald entstehen kann.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Der neugestaltete Residenzrundweg B (bürgerlicher Bereich) in Bad Urach, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum neugestalteten Residenzrundweg B in Bad Urach. Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem historischen Spaziergang durch die Altstadt von Bad Urach. Im vorangegangenen Post haben wir den Spaziergang auch bereits begonnen und sind hierbei bis zur Station 09, dem Rathaus, gekommen.

Im heutigen Post setzen wir den Spaziergang mit der Station 10 fort. Die Station 10 (Vietz´sches Haus) befindet sich bei der Einmündung der Wilhelmstraße in den Marktplatz, vom Markplatz aus gesehen auf der rechten Seite. Bei diesem Gebäude befand sich mit Stand November 2016 keine Infotafel. Man geht nun im Verlauf der Wilhelmstraße ein kurzes Stück weiter und sieht auf der linken Straßenseite die Station 11 (Gasthaus zum Fass). Man geht nun zurück zum Marktplatz. Im Zwickel zwischen der Einmündung der Neue Straße und der Wilhelmstraße in den Marktplatz liegt die Station 12 (Volksbankhaus). 

Freitag, 2. Dezember 2016

Der neugestaltete Residenzrundweg B (bürgerlicher Bereich) in Bad Urach, Teil 1

In der Altstadt von Bad Urach gibt es seit vielen Jahren zwei Rundwege, den Residenzrundweg A und den Residenzrundweg B.  Im Jahr 2016 wurden diese Rundwege neu gestaltet. Alle Tafeln an den historischen Gebäuden wurden ausgetauscht. Es wurden zudem mehr Gebäude als bisher in den Rundweg aufgenommen.

Im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog gehen wir durch die Altstadt von Bad Urach im Verlauf des Residenzrundwegs B, der das bürgerliche Bad Urach durchquert. Den Residenzrundweg A, der den herrschaftlichen Bereich von Bad Urach durchquert, begehen wir hier in diesem Blog zu einem späteren Zeitpunkt.

Fangen wir zunächst mal mit den Pluspunkten des neugestalteten Residenzrundwegs B an. Die neugestalteten Tafeln sind hervorragend gelungen und ein Hingucker. Gut ist auch, dass jetzt noch mehr Tafeln als früher vorhanden sind. Insgesamt umfasst der Residenzrundweg B jetzt 21 Stationen. 

Wir müssen aber auch die Dinge nennen, die vielleicht nicht ganz so gut gelungen sind. So sind die neuen Tafeln an zwei der 21 Stationen des Rundwegs mit Stand November 2016 nicht vorhanden. Vielleicht werden die fehlenden Tafeln ja irgendwann ergänzt. Dann gibt es bei der Einmündung der Neue Straße in den Marktplatz Informationsvitrinen, die die Residenzrundwege zeigen. Mit Stand November 2016 sind diese Informationen jedoch immer noch auf die alten Rundwege gemünzt. Mit den neugestalteten Rundwegen hat dies überhaupt nichts mehr zu tun. Dies führt bei den Besuchern zu Irritationen. Wenn für die Vitrinen kurzfristig keine neuen Infos zur Verfügung stehen, sollte man konsequenterweise die Vitrinen wenigstens vorübergehend schließen. 

Montag, 28. November 2016

Sicherungsmaßnahmen an der Burgruine Hohenurach 2015-2024, Stand Ende 2016

Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch das Amt Tübingen von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, führt bei der Burgruine Hohenurach in vier Bauabschnitten von 2015 bis 2024 Sicherungsmaßnahmen durch. Bautafeln zu dieser Maßnahme befinden sich auf dem Parkplatz P19 (Parkplatz Seltbachtal) und auf dem Parkplatz P23 (Parkplatz Maisental).

Während der Sicherungsmaßnahmen kann man die Burgruine Hohenurach weiterhin besuchen. Jedoch sind jeweils Teile der Burgruine, in denen gearbeitet wird, gesperrt. Wir besuchen heute die Burgruine Hohenurach, um den Stand der Sicherungsmaßnahmen von Ende 2016 zu erfahren.

In den Jahren 2015 und 2016 fanden bei der Burgruine Hohenurach an den folgenden Bauwerken Sicherungsmaßnahmen statt: Kleiner Zwinger und Zwischenmauer, Östlicher Turm, Gewölbekeller, Äußerer Burgweg, Oberes Torgewölbe, Scharfes Eck, Innerer Burgweg, Westmauer, Obere Westmauer und Torgewölbe Brunnengarten.

Donnerstag, 24. November 2016

Die Blaubeurer Alb mit dem Blautopf - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Die Blaubeurer Alb im Alb-Donau-Kreis in der Nähe des Südrands der Schwäbischen Alb gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Entlang des alten Flussbetts der Ur-Donau breitet sich eine Bilderbuchlandschaft mit Felsen, Talauen und Wäldern aus.

Im heutigen Post in diesem Blog soll die Blaubeurer Alb kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit der Blaubeurer Alb befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Sonntag, 20. November 2016

Die Infostellen des Geoparks Schwäbische Alb

Infostellen sind ein ganz wichtiger Bestandteil eines Geoparks, so auch beim UNESCO Global Geopark Schwäbische Alb.

Der Geopark Schwäbische Alb trägt seit dem Jahr 2015 das offizielle Label "UNESCO Global Geopark". Das Label UNESCO Global Geopark ist eines von drei Schutzgebietslabels, die die Unesco vergibt. Die beiden anderen sind die "UNESCO-Welterbestätte" und das "UNESCO-Biosphärenreservat".

Bereits im Jahr 2002 wurde der Geopark Schwäbische Alb zum Nationalen Geopark ernannt. Seit dem Jahr 2004 ist der Geopark Schwäbische Alb Mitglied im Netzwerk der Europäischen Geoparks sowie im Weltnetzwerk der Geoparks.

Eine der Voraussetzungen für die Vergabe des Labels UNESCO Global-Geopark ist, dass das jeweilige Gebiet Informationseinrichtungen für die Besucher vorhält. Dem hat der Geopark Schwäbische Alb ausreichend Genüge getan. Es gibt zum Beispiel 26 Infostellen im Geopark-Gebiet. Zwei dieser Infostellen sind Doppelinfostellen. Sie bestehen aus zwei räumlich getrennten Einheiten.

Im heutigen Post in diesem Blog sollen die Infostellen des Geoparks Schwäbische Alb aufgelistet werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Infostellen befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.    

Mittwoch, 16. November 2016

Die Altstadt-Runde in Blaubeuren

Die 12.000 Einwohner-Stadt Blaubeuren, an der Südabdachung der Schwäbischen Alb und in einer Flusschleife der ehemaligen Ur-Donau gelegen, ist wegen des Blautopfs und wegen des Klosters weitbekannt.

Blaubeuren weist auch eine kleine, guterhaltene Altstadt auf. Die Altstadt-Runde führt durch die Altstadt von Blaubeuren und kommt hierbei auch am Blautopf und an der Klosteranlage vorbei. Im Wegverlauf finden sich 15 Stelen. Sie zeigen die Wegrichtung, einen Plan der Altstadt-Runde sowie verschiedene Fotografien. An bestimmten Gebäuden im Verlauf der Altstadt-Runde finden sich Infotafeln. Wegen der Richtungspfeile und wegen der Wegpläne ist ein Verlaufen bei der Altstadt-Runde so gut wie ausgeschlossen. Die Altstadt-Runde von Blaubeuren hebt sich somit positiv von vielen anderen städtischen Rundwanderwegen ab, die zwar Infotafeln im Wegverlauf besitzen, jedoch den Wegverlauf nicht signalisieren.

Auf den Wegplänen sind einige Gebäude besonders hervorgehoben. Diese Gebäude sind im heutigen Post abgebildet sowie in der nachfolgenden Wegbeschreibung erwähnt.    

Samstag, 12. November 2016

Der neue Bürgerpark bei der Stadthalle in Reutlingen

Am Westrand der Reutlinger Altstadt wurde in den letzten Jahren auf einem ehemaligen Industriegelände eine interessante öffentliche Anlage und Freifläche geschaffen. Im Dreieck zwischen dem Willy-Brandt-Platz (Echaz), der Konrad-Adenauer-Straße und der Eberhardstraße entstand der Bürgerpark mit dem Kulturpark. 

Diese neue Freifläche umfasst die Erlebbarkeit des Echazufers, den freien Blick auf die Silhouette der Reutlinger Altstadt mit dem Tübinger Tor, einen Kulturplatz und ein durchgängiges Baumdach. Begonnen hat die Neuordnung des Gebiets im Januar 2013 mit der Eröffnung der neuen Stadthalle. Ende Juli 2016 wurde der neue Kulturpark im Bürgerpark eingeweiht. Im September 2016 fand die Maßnahme mit der Einweihung des Biergartens sowie der Skate-Anlage und des Parkour-Parks einen vorläufigen Abschluss. Der Zukunft vorbehalten bleibt noch der Bau eines Hotels auf der Westecke der Fläche.

Dienstag, 8. November 2016

Das Echaztal mit Schloss Lichtenstein - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Das Echaztal im Landkreis Reutlingen südlich der Großstadt Reutlingen an der Nordseite, der sogenannten Traufseite der Schwäbischen Alb gelegen, gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Das Echaztal bietet alles, was die Schwäbische Alb bekannt und liebenswert macht.

Im heutigen Post in diesem Blog soll das Echaztal kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Echaztal befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs unter der Überschrift "Top-Regionen" direkt verlinkt.

Der Albtrauf ist beidseits des Echaztals besonders vielfältig. Das liegt nicht nur an den zahlreichen Seitentälchen, sondern auch am zweistufigen Aufbau des Albtraufs in diesem Bereich mit der Zwischenverebnungsfläche des Weißjura Beta und der Hochfläche des Weißjura Delta. 

Das Echaztal ist wegen der Nähe zu den Städten Reutlingen/Tübingen sowie zur Region Stuttgart relativ stark besucht. Das jäh über dem Abgrund im hinteren Echaztal thronende Schloss Lichtenstein ist die Hauptattraktion des Gebiets. Eine Besonderheit des Echaztals sind die Höhenstraßen, die beidseits des Tals mit zahlreichen Zwischenstationen auf die Hochfläche hinaufführen. Zum Echaztal gehören auch zahlreiche Aussichtspunkte, Felsen, Burgruinen, ein Aussichtsturm sowie Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Freitag, 4. November 2016

Variante Honau-Lichtenstein des Burgen-Wegs, Teil 2

Dies ist der zweite von zwei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zur Variante Honau-Lichtenstein des Burgen-Wegs des Schwäbischen Albvereins. 

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zum Burgen-Weg und zur Variante Honau-Lichtenstein. Im vorangegangenen Post sind wir auch bereits im Verlauf der Variante Honau-Lichtenstein gewandert und hierbei bis nach Honau im hintersten Echaztal gekommen.

Im heutigen Post geht die Wanderung weiter. Jetzt steht ein kräftezehrender Anstieg von Honau hinauf zur Albhochfläche beim Schloss Lichtenstein bevor.

In Honau geht es zunächst entlang der Echaz durch ein parkartiges Gelände. Man überquert die Echaz bei einem Sportplatz und kommt im weiteren Verlauf an einer Kette von Forellenteichen vorbei. Schließlich erreicht man die Echazquelle. Siehe hierzu den Post Echazquelle bei Lichtenstein-Honau vom 6. November 2009 in diesem Blog.

Montag, 31. Oktober 2016

Variante Honau-Lichtenstein des Burgen-Wegs, Teil 1

Der Burgen-Weg ist ein 89 Kilometer langer Haupt- und Weitwanderweg des Schwäbischen Albvereins. Mit fünf Tagesetappen verläuft der Weg von Reutlingen über die Mittlere Schwäbische Alb bis nach Zwiefalten am Übergang Schwäbische Alb/Oberschwaben.

Im Wegverlauf gibt es vier Stellen, bei denen neben der Hauptroute auch noch eine Wegvariante besteht. Mit den Varianten wächst die Gesamtlänge des Wegs auf 102 Kilometer. Die von Reutlingen kommend zweite dieser Varianten ist die Variante Honau-Lichtenstein. Diese Wegvariante wollen wir im heutigen und im folgenden Post in diesem Blog begehen.

Die Variante Honau-Lichtenstein des Burgen-Wegs zweigt am Albtrauf über dem Echaztal westlich von Lichtenstein-Holzelfingen beim Wegweiserstandort Biegel von der Hauptroute ab. Bei Lichtenstein-Traifelberg östlich der B312 mündet die Variante wieder in die Hauptroute. Es stellt sich nun die Frage, wie man die Variante Honau-Lichtenstein des Burgen-Wegs im Rahmen einer Halbtages- bzw. Tageswanderung begehen kann. Hier empfiehlt es sich, die Begehung der Variante Honau-Lichtenstein zu einer Rundwanderung zu erweitern, indem man entlang der Variante geht und anschließend auf der Hauptroute des Burgen-Wegs wieder zurückgeht. Diese Rundwanderung ist ca. 9 Kilometer lang. Im Wegverlauf ist ein beachtlicher Höhenunterschied von 350 Metern im Ab- und Anstieg zu bewältigen.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Aussicht vom Nordhang des Bergs Fränkel nahe des Weitwanderwegs Albtraufgänger im Landkreis Göppingen

Mit Fränkel bezeichnet man eine Bergkuppe auf der Göppinger Alb. Sie liegt zwischen den wesentlich bekannteren Bergen Wasserberg im Westen und Burren im Osten.

Die Gipfelkuppe des Fränkel ist bewaldet. Die Hänge, insbesondere der Nordhang, sind jedoch waldfrei. Dort gibt es Wiesen, Weiden und Heiden. Vom Nordhang des Fränkel hat man eine schöne Sicht über das Filstal zwischen Göppingen und Gingen an der Fils sowie auf die Drei Kaiserberge und auf den Albtrauf zwischen Gingen an der Fils und Donzdorf.

Der Weitwanderweg Albtraufgänger führt mit seiner dritten Tagesetappe (Wasserberg - Gingen an der Fils) in der Nähe des Nordhangs des Fränkel vorbei. Vom Albtraufgänger ist im Wegabschnitt zwischen dem Gehöft Grünenberg und dem Wanderparkplatz Burren ein Abstecher zu einem Aussichtspunkt mit 0,5 Kilometern beschildert. Der Aussichtspunkt selbst ist nicht kenntlich gemacht. Man kann auf dem Feldweg am Nordhang des Fränkel beliebig weit gehen.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Städtlesblick bzw. Merianblick auf Lauterstein-Weißenstein auf der Göppinger Alb

Das heute zur Stadt Lauterstein im Landkreis Göppingen gehörende Weißenstein war früher eine selbständige Stadt. Weißenstein besitzt mit dem Schloss Weißenstein und der Marienkirche ein einmaliges Bauensemble. Verstärkt wird der Eindruck noch durch die Lage von Schloss und Kirche am Hang sowie durch die linke Schenkelmauer zwischen Schloss und Kirche.

Die berühmte Sicht auf das Bauensemble von Weißenstein wurde zum ersten Mal von einem Zeichner im Auftrag von Matthäus Merian verewigt. Der Frankfurter Drucker Matthäus Merian (1593-1650) verwendete die Zeichnung für sein Buch Topographiae Sueviae. Der Aufnahmepunkt der Zeichung war am gegenüberliegenden Berghang. Blickt man heute von dieser Stelle auf das Bauensemble und auf den Kern von Weißenstein, sieht man nur wenige Änderungen gegenüber der Zeichnung von vor ca. 400 Jahren.

Am Hang gegenüber dem Bauensemble befindet sich eine Infotafel zum Städtles- oder Merianblick. Die Tafel gehört zu einer Reihe von Infotafeln in und um Weißenstein, die von der Stadt Lauterstein und von der Kolpingsfamilie Weißenstein e.V. initiiert worden sind. Unterstützung gab es vom Verband Region Stuttgart und von der Ortsgruppe Weißenstein des Schwäbischen Albvereins.     

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Der Hohenbol - ein Aussichtshügel und Schlot des Schwäbischen Vulkans beim Teckberg

Der Hohenbol befindet sich an der westlichen Hangseite des Teckbergs oberhalb von Owen im Lenninger Tal. 

Der Hohenbol ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Hohenbol ist darüber hinaus vielen Menschen vom Sehen bekannt. Denn bei der Vorbeifahrt auf der B 465 im Lenninger Tal ist die kahle Kuppe des Berges mit seiner charakteristischen Reihe aus Nadelbäumen auffallend und kaum zu übersehen.

Der 602 m ü NN hohe Hohenbol ist ein Relikt des Schwäbischen Vulkans. Unter dem Schwäbischen Vulkan versteht man mehr als 350 Vulkanschlote in einem Umkreis von ca. 56 Kilometern im Gebiet um Bad Urach und Kirchheim/Teck, die im Zeitalter des Miozän vor 11-17 Millionen Jahren entstanden sind. Im Bereich des Hohenbol ist der Vulkantuff härter als das umgebende Juragestein. Deshalb wurde der Hohenbol durch die Erosion weniger schnell abgetragen als seine Umgebung und blieb als gut sichtbare Bergkuppe erhalten.

Der Hohenbol befindet sich innerhalb des am 09.11.1999 ausgewiesenen und 386 Hektar großen Naturschutzgebiets Teck. Der Berg ist weitgehend waldfrei. Seine Hänge werden von Magerwiesen eingenommen. Eine Ausnahme bildet eine Schwarzkieferngruppe nahe des Gipfels, die um 1930 gepflanzt worden ist. Diese Baumgruppe trägt heute wesentlich zum charakteristischen Erscheinungsbild des Berges bei, obwohl diese Bäume auf der Schwäbischen Alb nicht heimisch sind. Deshalb gibt es auch mit dem neuen Naturschutzgebiet keinen Anlass, die Baumgruppe zu beseitigen. An den Hängen des Hohenbol gibt es zwei ehemalige Steinbrüche. Sie erlauben einen Einblick in das Innere des Vulkanschlots.

Samstag, 15. Oktober 2016

Das Lenninger Tal mit der Burg Teck - eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb

Das Lenninger Tal im Landkreis Esslingen an der Nordseite, der sogenannten Traufseite der Schwäbischen Alb gehört zu den Top-Regionen dieses Mittelgebirges. Das Lenninger Tal greift weit in die Juratafel der Schwäbischen Alb ein und verästelt sich zu mehreren Talschlüssen.

Im heutigen Post in diesem Blog soll das Lenninger Tal kurz vorgestellt werden. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Lenninger Tal befassen, werden vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs unter der neuen Überschrift "Top-Regionen" direkt verlinkt.

Bedingt durch die Lage am Rand der bevölkerungsreichen Region Stuttgart wird das Lenninger Tal stark besucht. Es überwiegt der Tagestourismus. Der Teckberg mit der Burg Teck ist die Hauptattraktion des Lenninger Tals. Am Rand des Lenninger Tals gibt es zahlreiche Aussichtspunkte. Mehrere Burgruinen finden sich im oder am Rand des Tals. Immer wieder ragen Weißjura-Felsen aus den Wäldern des Albtraufs hervor. Einige dieser Felsen sind beliebte Kletterziele. Die Lenninger Lauter entspringt in mehreren interessanten Quellen. Über das Lenninger Tal erstreckt sich ein ausgedehntes Wanderwegenetz. Große Teile des Lenninger Tals gehören zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Eine große Kernzone des Biosphärengebiets befindet sich im Talschluss des Lenninger Tals.   

Dienstag, 11. Oktober 2016

Blick vom Friedrichsfels auf das Lenninger Tal

Der Friedrichsfels befindet sich auf der Westseite des Lenninger Tals oberhalb vom Lenninger Ortsteil Unterlenningen und am Ostabfall des Baßgeige genannten Teils des Albtraufs. 

Im Gegensatz zum nördlich benachbarten Aussichtspunkt Brucker Fels ist der Aussichtspunkt am Kopf des Friedrichsfels kaum bekannt. Dabei ist der Friedrichsfels vom Wanderparkplatz Baßgeige bei Erkenbrechtsweiler relativ schnell zu erreichen.

Der Blick vom 744 m ü NN hohen Kopf des Friedrichsfels erstreckt sich von Ostnordost über Ost nach Südsüdost. Man überblickt das Lenninger Tal von Unterlenningen bis hinter Oberlenningen. Zudem hat man einen schönen Blick auf die östliche Begrenzung des Lenninger Tals vom Gelben Fels am Teckberg über den Sattelbogen bis zu den Wielandsteinen.

Freitag, 7. Oktober 2016

Eisenbahnstrecken auf der Schwäbischen Alb

Das Bahnstreckennetz auf der Schwäbischen Alb ist nicht so dicht wie das Netz in der nördlich benachbarten Region Stuttgart. Es ist jedoch mindestens so dicht wie das Bahnnetz im Schwarzwald und dichter als das Bahnnetz im südlich angrenzenden Oberschwaben.

Es gibt im Bereich der Schwäbischen Alb eine Hauptbahn, die Filstalbahn von Stuttgart nach Ulm. Dazu kommen zahlreiche Nebenbahnen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden auch auf der Schwäbische Alb einige Bahnstrecken stillgelegt. Die eine oder andere Bahnstrecke wurde jedoch bereits wieder reaktiviert (z.B. die Ermstalbahn). Auf einigen Strecken findet ein Museumsbetrieb statt.

Die Eisenbahn scheint auf der Schwäbischen Alb eine gute Zukunft zu haben. Im Bereich der Hauptbahnen ist die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm zu nennen, die sich gerade im Bau befindet. Die geplante Regionalstadtbahn Neckar-Alb wird zur Elektrifizierung, zum mehrgleisigen Ausbau und zur Reaktivierung einiger Strecken auf der Schwäbischen Alb führen. Die Straßenbahn in Ulm wird ausgebaut.

Im heutigen Post in diesem Blog werden die Eisenbahn- und Straßenbahnstrecken auf der Schwäbischen Alb mit einigen Daten aufgelistet. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Bahnstrecken befassen, sind vom heutigen Post aus verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.  

Montag, 3. Oktober 2016

Premiumweg Hossinger Hochalb bei Meßstetten, Teil 3

Dies ist der dritte von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Hossinger Hochalb aus der Premiumweggruppe der HochAlbPfade bei Meßstetten.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Premiumweg. Im vorangegangenen Post sind wir im Uhrzeigersinn im Verlauf des Wegs gewandert und hierbei bis zur K 7143 nordöstlich des Baienbergs gekommen. Heute geht die Wanderung weiter.

Durch Wald geht es zum Teil steil hinauf zum Baienberg. Dieser Berg ist ein Phänomen, denn er befindet sich auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb, die er beachtlich überragt. Man kommt beim Wegweiserstandort Am Baienberg Nord, 902 m, vorbei. Dann erreicht man kurz unterhalb des Gipfels den Wegweiserstandort Unterm Baienberg, 953 m. Hier zweigt ein kurzer Stichweg zum Gipfel ab. Am Gipfel befindet sich eine Sitzbank. Eine Aussicht hat man vom größtenteils bewaldeten Gipfel in Richtung Nordwesten.

Donnerstag, 29. September 2016

Premiumweg Hossinger Hochalb bei Meßstetten, Teil 2

Dies ist der zweite von drei hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog über den Premiumweg Hossinger Hochalb aus der Premiumweggruppe der HochAlbPfade bei Meßstetten.

Im vorangegangenen Post gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Premiumweg. Im heutigen und im folgenden Post wandern wir im Verlauf des Wegs.

Startpunkt ist der Wanderparkplatz Heimberg nördlich von Hossingen. Die Wanderung im Verlauf des Rundwegs erfolgt gegen den Uhrzeigersinn. Vom Parkplatz Heimberg geht man wenige Meter zum Wegweiserstandort Beim Parkplatz Heimberg, 911 m und befindet sich ab jetzt auf dem Premiumweg Hossinger Hochalb. Durch Wald geht es vor bis zur Traufkante über dem Eyachtal. Man erreicht die Traufkante beim Wegweiserstandort Hinter dem Heimberg, 888 m.

Sonntag, 25. September 2016

Premiumweg Hossinger Hochalb bei Meßstetten, Teil 1

Der Premiumweg Hossinger Hochalb bei Meßstetten gehört zur Premiumweggruppe der HochAlbPfade.

Premiumwege sind Wanderwege, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. nach einem umfangreichen Kriterienkatalog zertifiziert worden sind. Diese Wege garantieren höchsten Wandergenuss.

Der Premiumweg Hossinger Hochalb wurde im Jahr 2014 zum ersten Mal zertifiziert und erhielt 62 Erlebnispunkte. Die aktuelle Zertifizierung ist bis September 2017 gültig. 

Man darf den Premiumweg Hossinger Hochalb nicht mit dem älteren und möglicherweise bekannteren Premiumweg Hossinger Leiter verwechseln. Der Premiumweg Hossinger Leiter gehört zur Premiumweggruppe der Traufgänge und wurde von der Stadt Albstadt eingerichtet. Der Premiumweg Hossinger Hochalb der benachbarten Stadt Meßstetten verläuft allerdings gar nicht so weit weg vom Premiumweg Hossinger Leiter. Beide Wege haben sogar einen gemeinsamen Streckenabschnitt. Die Hossinger Leiter kann man mit einem Abstecher von ca. 100 Meter auch dann besichtigen, wenn man im Verlauf des Premiumwegs Hossinger Hochalb unterwegs ist.

Der Weg ist 13,9 Kilometer lang und beschreibt einen Rundkurs über die Albhochfläche nördlich und westlich von Meßstetten-Hossingen. Die Wegstrecke ist relativ komplex mit vielen Richtungsänderungen. Es gibt auch einen Verbindungsweg, mit dem man die Runde abkürzen kann und z.B. nur eine Hälfte des Wegs begehen kann.

Im Wegverlauf finden sich mehrere Aussichtsfelsen, eine Keltenschanze, Weide- und Magerwiesenlandschaften, eine restaurierte Burgstelle und herrliche Wälder. Der Wegverlauf wurde mit neuen Sitzbänken und teilweise Vesperinseln und Ruheliegen ausgestattet.

Mittwoch, 21. September 2016

Die Burgstelle Hossingen (Hossenburg) bei Meßstetten-Hossingen auf der Zollernalb

Die ehemalige Burg des heute zu Meßstetten gehörenden Orts Hossingen auf der Zollernalb befand sich südlich von Hossingen im Burtelbachtal, einem Seitental des Bäratals.

Eine Tafel bei der heutigen Burgstelle listet wichtige Daten der Geschichte der Burg auf. Demnach wurde die Burg Mitte bis Ende des 13. Jahrhunderts oberhalb der Burtelbachquelle erbaut. Erbauer und Bewohner der Burg waren mit hoher Wahrscheinlichkeit die Herren von Tierberg und deren Nachkommen. Im 15. Jahrhundert verfiel die Burganlage. 

1916 fanden bei der Burgstelle Ausgrabungen und Mauerfreilegungen statt mit dem Ziel, den Grundriss der Burg festzustellen. Im Jahr 2010 begann das jüngste Kapitel der Beschäftigung mit der ehemaligen Burg. Es wurden digitale Geländeaufnahmen und Rekonstruktionen der Anlage durchgeführt, die zu diesem Zeitpunkt bewachsen und praktisch nicht mehr zu erkennen war. 2011 bis 2013 wurden mit Förderung des Naturparks Obere Donau die Anlage freigelegt, Wege hergestellt und eine Brücke über den ehemaligen Halsgraben gebaut, um das Kulturdenkmal zu erhalten und zu erschließen.

Die Burg "Ob dem Burtel bei Hossingen" bestand im Wesentlichen aus der Vorburg, dem Halsgraben, einer Zugbrücke, dem Torturm, dem Burghof, dem Gesindehaus und dem Wohnturm. Obwohl praktisch keine Bauten mehr zu sehen sind, lohnt sich ein Besuch wegen der freigelegten Wege und der neuen Brücke.

Samstag, 17. September 2016

Aussicht vom Gräbelesberg bei Albstadt-Laufen

Der Gräbelesberg ist ein markanter Punkt des Albtraufs auf der Zollernalb bei Albstadt-Laufen. Der Gräbelesberg springt aus dem Albtrauf in Richtung Norden gegen das Eyachtal vor und beinhaltet einen eigenständigen Hochpunkt. Auf dem 915 m ü NN hohen Berg befindet sich eine historische Wallanlage.

Vom Gräbelesberg hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Bergwelt in der Umgebung des Eyachtals. Allerdings gibt es keinen Punkt, von dem aus eine Rundumsicht geboten wird. Vielmehr gibt es von verschiedenen Punkten am Rand des Plateaus des Gräbelesbergs eine Sicht in eine jeweils andere Richtung. Diese Sicht wird durch verschiedene Felsen ermöglicht, die den Rand des Gräbelesbergs säumen.

Es ist problemslos möglich, die verschiedenen Aussichtspunkte auf dem Gräbelesberg aufzusuchen. Es gibt einen Rundweg um das Gipfelplateau, der auch Bestandteil gleich zweier Premiumwege ist, einmal des Premiumwegs Hossinger Leiter aus der Wegegruppe der Traufgänge bei Albstadt, zum anderen des Premiumwegs Hossinger Hochalb aus der Wegegruppe der HochAlbPfade bei Meßstetten.

Dienstag, 13. September 2016

Aussichtspunkt Maierhalde bei Donzdorf-Kuchalb - einer der schönsten Aussichtspunkte der Schwäbischen Alb

Die Maierhalde, ein Punkt am Albtrauf bei Donzdorf-Kuchalb im Landkreis Göppingen, wird zu den schönsten Aussichtspunkten der gesamten Schwäbischen Alb gezählt.

Die Aussicht von der Maierhalde wird vom sehr bewegten Albtrauf sowie von den dem Albtrauf vorgelagerten Zeugenbergen bestimmt. Bei der Maierhalde befinden sich ein Flurkreuz, eine Panoramatafel sowie eine Sitzgruppe.

Sichtbar sind zum Beispiel die Drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Wichtige Eckpunkte des Albtraufs wie das Kalte Feld, der Messelstein und der Hohenstein sind ebenfalls zu sehen. Man sieht auch das Filstal sowie Teile des Lautertals, eines Seitentals des Filstals (es gibt auf der Schwäbischen Alb mehrere Flüsse mit Namen Lauter).    

Freitag, 9. September 2016

Die Nebelhöhle - eine der bekanntesten Schauhöhlen Deutschlands

Die Nebelhöhle bei Sonnenbühl-Genkingen ist eine der bekanntesten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb und darüber hinaus ganz Deutschlands.

Beim Großparkplatz der Nebelhöhle befindet sich eine Informationstafel, die über das Nebelhöhlenfest und auch über die Nebelhöhle Auskunft gibt. Demnach ist die Nebelhöhle eine Tropfsteinhöhle mit einer Länge von 803 Metern. Der für Besucher erschlossene Teil erstreckt sich über 380 Meter. 

Im Jahr 1486 wurde zum ersten Mal ein Nebelloch urkundlich erwähnt. Dieses Loch ist heute noch vorhanden. Es ist eine Felsspalte in der Höhlendecke, durch die Tageslicht in die Höhle fällt. Die Felsspalte befindet sich heute in der letzten Halle der für Besucher zugänglichen Höhle. Insbesondere im Winter stieg Nebel aus der Felsspalte auf. Daher hat die Höhle ihren Namen.

Montag, 5. September 2016

Aussicht vom Hohenstein bei Gingen an der Fils

Der Hohenstein ist ein Fels und Eckpunkt des Albtraufs bei Gingen an der Fils im Landkreis Göppingen. 

Fährt man von Geislingen/Steige in Richtung Göppingen, ist der Hohenstein der Punkt, wo der Albtrauf vom Rand des Filstals in Richtung Osten abknickt. Umgekehrt ist der Hohenstein bei einer Fahrt von Göppingen in Richtung Geislingen/Steige (zum Beispiel im Verlauf der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm) der erste Punkt auf der linken Seite, wo der Albtrauf an das Filstal heranrückt.

Die Aussicht vom Hohenstein ist wegen des dichten Baumbewuchses nur eingeschränkt möglich. Einen freien Blick hat man nur in Richtung Westen. Man überblickt das Filstal bei Gingen/Fils sowie weiter flussabwärts bis über Göppingen hinaus. Zu sehen ist auch der Albtrauf auf der orographisch linken Seite des Filstals mit dem Wasserberg, dem Fuchseck und dem Turmberg bei Aichelberg. 

Donnerstag, 1. September 2016

Infotafeln in und bei Lenningen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Im Gemeindegebiet von Lenningen befinden sich mindestens 19 Infotafeln zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Im Rahmen der Besucherlenkungskonzeption für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist unter anderem eine einheitliche Beschilderung bei den Wanderparkplätzen vorgesehen. Dieses Konzept wurde bisher in den Landkreisen Esslingen und Reutlingen sowie in der Gemeinde Westerheim im Alb-Donau-Kreis umgesetzt.

Im Landkreis Esslingen wurden bereits im Jahr 2010 ca. 70 Infotafeln aufgestellt. Auch an den Wanderparkplätzen und anderen wichtigen Stellen in der Gemeinde Lenningen im Landkreis Esslingen wurden die in einem einheitlichen Layout gehaltenen Tafeln aufgestellt. Lenningen befindet sich mit der gesamten Gemarkung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Im Osten ist die Gemeindegrenze gleichzeitig die Außengrenze des Biosphärengebiets.

Nachfolgend werden die einzelnen Standorte der Infotafeln in der Gemeinde Lenningen aufgelistet, geordnet nach dem Titel der Tafel. Genannt wird der in der Titelleiste der Tafel genannte Name des Standorts mit Höhenangabe, wo vorhanden. Sofern der Standort nicht allgemein bekannt ist, wird eine Erläuterung zum Standort hinzugefügt. Genannt werden auch die standortabhängigen Themen, die auf der jeweiligen Infotafel behandelt werden. Jede Infotafel umfasst darüber hinaus eine Karte der Umgebung des Standorts mit den Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und Kernzonen des Biosphärengebiets sowie allgemeine Infos über das Biosphärengebiet.    

Sonntag, 28. August 2016

Auf dem Bad Uracher Rundwanderweg Nr. 6 "Über den Grünen Weg" durch das Ermstal

Der Bad Uracher Rundwanderweg Nr. 6 hat die Bezeichnung "Über den Grünen Weg". 

Im Gemeindegebiet von Bad Urach wurden 25 Rundwanderwege gemäß der neuen Wanderwegekonzeption Schwäbische Alb mit grünen Wegweisern und dem Wegzeichen "gelber Kreisring auf weißem Grund" ausgestattet. Darunter befinden sich die fünf Grafensteige, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumwege zertifiziert worden sind.

Neben den Grafensteigen gibt es zwanzig weitere Rundwanderwege, die mit den Ziffern 1 bis 20 versehen sind. Im heutigen Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf des Rundwanderwegs Nr. 6, der den Titel "Über den Grünen Weg" hat. Dies ist der bisher jüngste Rundwanderweg, der in Bad Urach eingerichtet worden ist.

Der Rundwanderweg Nr. 6 verläuft als Rundweg im Ermstal zwischen dem Bahnhof von Bad Urach und der Georgenau. Man kann den Weg in beiden Richtungen begehen. Wir gehen den Weg entgegen dem Uhrzeigersinn. Der Weg bleibt zwischen dem Bahnhof und der Georgenau im Talgrund des Ermstals. Auf dem Rückweg steigt der Weg zweimal ein wenig am rechten Berghang des Ermstals an. Die Wegbeschaffenheit ist sehr unterschiedlich. Im ersten Wegteil geht es bequem am Talgrund entlang im Verlauf von Fahrwegen. Der zweite Wegteil umfasst Waldwege und Pfade, von denen einige in sehr schlechtem Zustand sind. Die Länge des Rundwanderwegs beträgt 8,9 Kilometer. Der Verlauf des Wegs im Ermstal oder in dessen Nähe bedeutet auch, dass der Straßenverkehrslärm immer präsent ist, mal mehr, mal weniger.

Mittwoch, 24. August 2016

Weitwanderwege "Albsteig" und "Albtraufgänger" laufen ohne Koordination nebeneinander her

Die Weitwanderwege Albsteig und Albtraufgänger gehören sicher zur ersten Kategorie der Weitwanderwege auf der Schwäbischen Alb.

Der 365 Kilometer lange Albsteig (anderer Name: Schwäbische Alb-Nordrand-Weg) ist Mitglied im exklusiven Klub "Top Trails of Germany" und wurde vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet.

Der 100 Kilometer lange Albtraufgänger ist ebenfalls ein Qualitätsweg Wanderbares Deutschland. Darüber hinaus wurde der Weg von der Europäischen Wandervereinigung mit dem Label "Leading Quality Trail - Best of Europe" ausgezeichnet.

Zwischen Gingen an der Fils und der Burgruine Reußenstein verlaufen die beiden Weitwanderwege immer wieder auf kürzeren oder längeren Abschnitten gemeinsam. Hier zeigt sich im Jahr 2016, dass die Weitwanderwelt doch nicht in ganz so rosigen Farben strahlt, wie man das bei der Betrachtung der vielen Auszeichnungen der Wege glauben mag.

Die Markierung, Beschilderung und Wegweisung der beiden Weitwanderwege Albsteig und Albtraufgänger ist im Verlauf der gemeinsamen Abschnitte in keinster Weise aufeinander abgestimmt. Jeder Weg kocht sein eigenes Süppchen. Und das sieht aus Nutzersicht überhaupt nicht gut aus. 

Samstag, 20. August 2016

Die Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb verfügt über das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb beim Alten Lager am Rand des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen sowie über 17 weitere Informationszentren, die über das Biosphärengebiet verstreut sind.

Im heutigen Post in diesem Blog werden die Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb mit einigen Daten aufgelistet. Zukünftig werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befassen, vom heutigen Artikel aus verlinkt. Der heutige Artikel wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Dienstag, 16. August 2016

"Aussicht auf die Rutschenfelsen" vom Bergsporn Känzele oberhalb des Uracher Wasserfalls

Mitten drin in der Schwäbischen Alb - oder korrekter: auf der Schwäbischen Alb - befindet man sich beim Aussichtspunkt auf dem Bergsporn Känzele oberhalb des Uracher Wasserfalls.

Der mit Aussicht auf die Rutschenfelsen" beschilderte Aussichtspunkt befindet sich im Verlauf des Wegs, der von der Hochwiese beim Uracher Wasserfall hinauf zur Albhochfläche bei den Rutschenfelsen führt. Der Weitwanderweg "Albsteig" (Schwäbische Alb-Nordrand-Weg) sowie der Premiumweg "Wasserfallsteig" aus der Gruppe der Grafensteige führen dort vorbei. 

In einer Höhe von 636 m ü NN befindet sich ein Wegweiserstandort. Dort zweigt ein kurzer Stichweg vom Hauptweg ab. Der Wegweiser für diesen Stichweg hat die Aufschrift "Verbindungsweg - nur für Geübte" und das Piktogramm für Aussichtspunkt.   

Freitag, 12. August 2016

Premiumweg Wasserfallsteig ist Deutschlands schönster Wanderweg 2016


Der Premiumweg Wasserfallsteig aus der Wegegruppe der Grafensteige bei Bad Urach wurde von der Zeitschrift Wandermagazin zum schönsten Wanderweg im Jahr 2016 in der Kategorie Touren gewählt.

Das Wandermagazin wählt seit dem Jahr 2004 jedes Jahr den schönsten Wanderweg Deutschlands, jeweils in der Kategorie Touren (Tagestouren) und in der Kategorie Routen (Weitwanderwege). Seit dem Jahr 2005 werden in jeder der beiden Kategorien jeweils drei Plätze vergeben. Die Wahl des schönsten Wanderwegs ist eine Kombination aus Experten- und Publikumswahl. Experten schlagen jeweils zehn Wanderwege vor. Das Publikum wählt daraus die schönsten Wanderwege.

Im Jahr 2016 fielen 30,94 Prozent der in der Kategorie Touren abgegebenen Stimmen auf den Bad Uracher Wasserfallsteig. Damit kam der Wasserfallsteig auf den ersten Platz. 

Wasserkraftschnecke und Fischaufstieg am Diegele-Wehr in Bad Urach

Die Erms ist ein wichtiger Fluss der Nordseite der Schwäbischen Alb. Im Rahmen der Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie muss auch die Erms wieder für wandernde Fische durchgängig gemacht werden.

In diesem Zusammenhang wurde in den Jahren 2014/2015 das Diegele-Wehr in Bad Urach umgebaut und mit einem Fischaufstieg versehen. Inbetriebnahme war im Oktober 2015. Der Umbau hatte auch zum Ziel, die Wasserkraft der Erms besser zu nutzen. Hierzu wurde eine Wasserkraftschnecke eingebaut.

Eine Infotafel beim Diegele-Wehr gibt einen Einblick in die Wasserkraftnutzung. Demnach befindet sich das Diegele-Weg bei Flusskilometer 18,5, gemessen vom Ursprung der Erms. Das Wehr hat eine Jahresleistung von ca. 140.000 KWh und versorgt damit ca. 40 Haushalte in Bad Urach mit Strom. Der Strom wird mit Hilfe einer sogenannten Wasserkraftschnecke erzeugt. Sie treibt einen modernen Generator mit einer elektrischen Leistung von 25 KW an. Die Wasserkraftschnecke hat eine vergleichsweise lange Lebensdauer von 75 bis 100 Jahren und zeichnet sich durch vergleichsweise geringe Herstellungs- und Wartungskosten aus. Sie bringt auch bei einer geringen Fallhöhe - das ist hier gegeben - volle Leistung. 

Montag, 8. August 2016

Die neuen Geopoints im Geopark Schwäbische Alb

Der Geopark Schwäbische Alb ist der Öffentlichkeit bisher vor allem über die Geopark-Infostellen bekannt. Das Netz der Geopark-Infostellen wird seit dem Jahr 2016 um die sogenannten Geopoints ergänzt. Das hat der Geopark Schwäbische Alb in einer Pressemitteilung vom Juli 2016 bekanntgegeben.

Die Geopoints sollen zu einer flächendeckenden Verbreitung der Geopark-Marke beitragen. Geopoints sollen an geologischen Einzelobjekten der Schwäbischen Alb sowie bei Einrichtungen errichtet werden, die keine Infostellen sind. Geopoints sind als UNESCO Geopark Gütesiegel zu verstehen.

Im heutigen Post in diesem Blog werden die Geopoints der Schwäbische Alb aufgelistet. Alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Geopoints befassen, sind vom heutigen Artikel aus verlinkt. Der heutige Artikel ist auch von der rechten Spalte des Blogs aus direkt verlinkt. 

Donnerstag, 4. August 2016

Naturschutzgebiete im Landkreis Tübingen

Tübingen ist mit einer Fläche von 519 km² der flächenkleinste Landkreis in Baden-Württemberg. Auch an der Schwäbischen Alb hat der Landkreis Tübingen nur einen kleinen Anteil. Der Anteil erstreckt sich am Albtrauf vom Schömberg bis zum Dreifürstenstein. 

Nur ein kleiner Teil der 22 Naturschutzgebiete des Landkreises Tübingen befindet sich auf der Schwäbischen Alb. Der Landkreis hat Anteil an der Großlandschaft Schwäbische Alb, an der Großlandschaft Schwäbisches Keuper-Lias-Land sowie an der Großlandschaft Neckar- und Tauber-Gäuplatten.

Nachfolgend werden alle Naturschutzgebiete im Landkreis Tübingen aufgelistet, auch diejenigen Gebiete, die sich nicht auf der Schwäbischen Alb befinden. Von dieser Seite aus werden zukünftig alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Landkreis Tübingen befassen, verlinkt. 

Sonntag, 31. Juli 2016

Infotafel "Wanderparkplatz Flieger" bei Hülben im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Gemeinde Hülben mit ca. 2.850 Einwohnern befindet sich auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb nordnordöstlich von Bad Urach. Die gesamte Gemeindefläche mit ca. 6,4 km² gehört zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befinden sich keine in der Gemarkung Hülben. Jedoch gehören das Gebiet im Osten des Siedlungsbereichs, das Gebiet im Nordwesten auf der Berghalbinsel Kienbein sowie das Gebiet im Südwesten auf dem Etzenberg (Buckleter Kapf) zur Pflegezone des Biosphärengebiets.

Im Jahr 2012 wurden im Landkreis Reutlingen 102 Infotafeln zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb aufgestellt, bevorzugt an den Wanderparkplätzen. Eine dieser Tafeln befindet sich beim Wanderparkplatz Flieger nordwestlich von Hülben. Der Name Flieger für diesen Wanderparkplatz leitet sich vom benachbarten Segelfluggelände ab.

Mittwoch, 27. Juli 2016

Aussicht vom Dreifürstenstein am Albtrauf zwischen Mössingen und Hechingen

Der Dreifürstenstein ist ein markanter Punkt des Albtraufs an der Schnittstelle zwischen Tübinger Alb und Zollernalb.

Der Dreifürstenstein ist mit einer Höhe von 854 m ü NN der höchste Punkt des Landkreises Tübingen. Massenkalkfelsen, die von Natur aus von ihrem Kopf eine freie Sicht erlauben würden, gibt es beim Dreifürstenstein nicht. Die Aussicht vom Dreifürstenstein muss somit immer wieder freigeschnitten werden. 

Die Sicht vom Dreifürstenstein erstreckt sich hauptsächlich in Richtung Westen und Norden. Man sieht Teile der Zollernalb, wobei der Zollerberg mit der Burg Hohenzollern der markanteste Punkt der Aussicht ist. Die Fernsicht geht bis in den Schwarzwald und zum Schönbuch.

Auf dem Dreifürstenstein befinden sich eine Panorama-Orientierungstafel sowie eine Schutzhütte. In der Schutzhütte ist eine Infotafel zur Herkunft des Namens Dreifürstenstein aufgehängt.

Samstag, 23. Juli 2016

Infotafeln in und bei Westerheim im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Gemeinde Westerheim befindet sich auf der Albhochfläche südwestlich des Albaufstiegs der Autobahn A8. Westerheim befindet sich im Alb-Donau-Kreis. 

Die gesamte Fläche der Gemeinde gehört zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Kernzonen des Biosphärengebiets gibt es in Westerheim zur Zeit nicht. Bedeutende Flächen der Gemeinde befinden sich jedoch in der Pflegezone des Biosphärengebiets.

Als bisher einzige Gemeinde des Alb-Donau-Kreises hat Westerheim Infotafeln zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Rahmen der Besucherlenkungskonzeption für das Biosphärengebiet aufgestellt. Im Jahr 2013 stellte Westerheim einen Antrag auf Projektförderung für neun Infotafeln, die an den bestbesuchten Wanderparkplätzen der Gemeinde aufgestellt werden sollen. Die anderen am Biosphärengebiet beteiligten Landkreise (Esslingen, Reutlingen) haben die Infotafeln bereits flächendeckend in ihrem Anteil des Biosphärengebiets aufgestellt.

Die Infotafeln beinhalten eine Titelleiste. Dort sind der Namen und die Höhe des Standorts angegeben. Zudem gibt es ein Bild aus der Umgebung. Den zentralen Teil der Infotafeln nimmt eine topographische Karte der Umgebung ein. Sie enthält alle Wanderwege, die Kernzonen des Biosphärengebiets sowie weitere touristische Objekte. Unten an der Tafel befindet sich die Textleiste, die Infos über das Biosphärengebiet sowie standortabhängige Angaben beinhaltet.

Dienstag, 19. Juli 2016

Das Oberbecken des Pumpspeicherwerks Glems

Das Pumpspeicherwerk Glems ist zur Zeit das einzige seiner Art auf der Schwäbischen Alb. Wegen der Wasserdurchlässigkeit des Kalkgesteins musste für das auf der Albhochfläche gelegene Oberbecken eine vollständige Abdichtung mit Asphaltbeton gewählt werden.

Eine Infotafel an einem Aussichtspunkt auf der Nordseite des Oberbeckens bietet ausführliche Informationen zum Pumpspeicherwerk Glems.

Demnach wurde das Pumpspeichewerk Glems in den Jahren 1962 bis 1964 errichtet. Es dient zur Deckung von Lastspitzen und zur Vergleichmäßigung von Bedarfsschwankungen. Der heutige Eigentümer ist die EnBW. Das Oberbecken ist mit dem Krafthaus und dem Unterbecken über eine 1.415 Meter lange Triebwasserleitung verbunden. Über diese Leitung mit drei Meter Durchmesser können zur Stromerzeugung bis zu 36 m³ Wasser pro Sekunde aus dem Oberbecken über die Turbinen im Krafthaus ins Unterbecken geleitet werden.

Freitag, 15. Juli 2016

Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Die Aufgabe der militärischen Nutzung im ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen bildete den Anstoß für die Gründung des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen - heute ein wichtiger Bestandteil des Biosphärengebiets - ist inzwischen eingeschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. 

Im heutigen Post in diesem Blog soll der Truppenübungsplatz Münsingen kurz vorgestellt werden. Im heutigen Post werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Truppenübungsplatz Münsingen beschäftigen, verlinkt. Der heutige Post wird auch von der rechten Spalte des Blogs aus direkt verlinkt.

Die militärische Nutzung des Truppenübungsplatzes Münsingen wurde im Jahr 2005 aufgegeben. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb wurde am 22.03.2008 verordnet und am 26.05.2009 von der UNESCO anerkannt. Der ehemalige Truppenübungsplatz Münsingen ist zwar in etwa im Zentrum des Biosphärengebiets und bildete auch den Anlass für die Einrichtung des Biosphärengebiets. Der ehemalige Truppenübungsplatz ist jedoch nicht gleichzusetzen mit der Kernzone des Biosphärengebiets. Das ist etwas ganz anderes.

Montag, 11. Juli 2016

Infotafel "Gestütshof St. Johann" im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Der Gestütshof St. Johann gehört zu den wichtigen Zielen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Somit verwundert es nicht, dass beim Großparkplatz des Gestütshofs gleich drei Infotafeln des Biosphärengebiets Schwäbische Alb aufgestellt worden sind.

Die auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb gelegene Gemeinde St. Johann besteht aus den Ortsteilen Bleichstetten, Gächingen, Lonsingen, Ohnastetten, Upfingen und Würtingen. Nicht die gesamte Gemeindefläche, sondern nur 44,2 Prozent der Gemarkung liegen innerhalb des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Konkret befinden sich die nördlichen und südöstlichen Gemarkungsteile innerhalb des Biosphärengebiets. Im nördlichen Teil befindet sich der Gestütshof St. Johann. Der Gestütshof St. Johann ist eine Domäne des Haupt- und Landgestüts Marbach. 

Im Landkreis Reutlingen wurden im Jahr 2012 über 100 Infotafeln innerhalb des Biosphärengebiets aufgestellt, vor allem an Wanderparkplätzen. Die Tafeln weisen ein einheitliches Layout auf.  

Donnerstag, 7. Juli 2016

Kernzone Trailfinger Schlucht im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Trailfinger Schlucht ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg. 

Die Trailfinger Schlucht befindet sich im hintersten Ermstal bei Bad Urach-Seeburg. Die Trailfinger Schlucht ist auf einem Forstweg zugänglich, der am Talgrund entlang durch die gesamte Schlucht führt. Dieser Forstweg ist vor allem auch bei Radfahrern eine beliebte Strecke.

Im Gegensatz zur Mehrzahl der Kernzonen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb verfügt die Kernzone Trailfinger Schlucht nicht über die standardisierte Beschilderung an den Außengrenzen der Kernzonen, mit der auf die Kernzone hingewiesen wird und die mit einer Kartenskizze die zugelassenen Wege in der jeweiligen Kernzone zeigt. Es befindet sich lediglich beim Parkplatz P 40 in Bad Urach-Seeburg eine Tafel zur Kernzone, die sich speziell an die Radfahrer wendet.

Die Tafel zeigt den folgenden Text: "Radweg Trailfinger Schlucht/Uhenfels, Hinweise zur Befahrbarkeit des Radwegs durch die Trailfinger Schlucht, Dieser Radweg führt durch die Kernzone "Trailfinger Schlucht" des Biosphärengebiets Schwäbische Alb und ist geschottert. Der Weg kann an einzelnen Stellen durch Wasser-Rinnen, ausgewaschenen Schotter und Erdanschwemmungen sehr uneben und rutschig sowie durch Uferabbrüche in der Breite eingeschränkt sein. Auch ist die Gefahr von herabfallenden Ästen oder Bäumen und Ästen auf dem Weg sehr groß. Bitte fahren Sie auf dem Weg langsam und sehr umsichtig!".  

Die Kernzone Trailfinger Schlucht hat eine Größe von 52,1 Hektar. Die überarbeitete Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den zugelassenen Wegen in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb vom 12.02.2015 listet für die Kernzone Trailfinger Schlucht die folgenden zugelassenen Wege auf:
Trailfinger Weg (BW = Befestigter Weg)
Fußweg vom Hofbrunnen (FW = Fußweg)
Fußweg zum Littstein (FW = Fußweg)

Sonntag, 3. Juli 2016

Neue Wegweiser für den Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Albsteig)

Mitte des Jahres 2016 ist der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Hauptwanderweg 1, HW 1, Albsteig), der wichtigste und bekannteste Weitwanderweg der Schwäbischen Alb, praktisch durchgehend mit den neuen, freistehenden Wegweisern ausgestattet.

Bereits im Post vom 08.02.2016 in diesem Blog war die Neubeschilderung des Albsteigs das Thema. Über 500 neue Wegweiserstandorte mit freistehenden Wegweisern wurden im Verlauf des Albsteigs erstellt. Das neue Wanderwegekonzept Schwäbische Alb, das im Jahr 2013 in der Pilotregion Donau-Heuberg an den Start ging, dehnt sich immer weiter nicht nur über die Schwäbische Alb, sondern über große Bereiche Württembergs aus. Unter anderem im Landkreis Sigmaringen und im Zollernalbkreis wurde das neue Wanderwegekonzept in den Jahren 2014/15 umgesetzt. Im Jahr 2016 ist der Alb-Donau-Kreis an der Reihe. Im Jahr 2017 ist die Umrüstung im Landkreis Göppingen geplant. Einzelne Wege sind auch bereits in anderen Landkreisen gemäß dem neuen Wanderwegekonzept beschildert.