Montag, 11. Januar 2016

Auf dem Gustav-Ströhmfeld-Weg von Neuffen hinauf zur Burgruine Hohenneuffen

Zur Burgruine Hohenneuffen kommt man relativ bequem mit nur wenigen Metern Höhenunterschied und ca. 500 Metern Wegstrecke, wenn man mit dem Auto auf die Albhochfläche fährt und bei Erkenbrechtsweiler auf die Stichstraße zum Großparkplatz Hohenneuffen abbiegt.

Man kann die Burgruine Hohenneuffen jedoch auch etwas mühsamer, aber mit großartigen Landschaftseindrücken vom Tal, vom Ort Neuffen aus erwandern. Ein Verlaufen auf dieser Route ist kaum möglich. Denn man folgt hier einem Teilstück des Gustav-Ströhmfeld-Wegs, einem insgesamt 22 Kilometer langen Wanderweg, der von Metzingen bis Neuffen verläuft und in den Jahren 2012/13 neu hergerichtet worden ist. Als Belohnung hat der Deutsche Wanderverband den Gustav-Ströhmfeld-Weg mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet.


Wie kommt man hin?
Neuffen ist der Endpunkt der sogenannten Tälesbahn von Nürtingen nach Neuffen. Die Züge verkehren mindestens stündlich, werktags teilweise sogar halbstündlich.   

Im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs von Neuffen zur Burgruine Hohenneuffen unterwegs
Beim Bahnhof Neuffen findet man eine Infotafel zum Gustav-Ströhmfeld-Weg mit einer Kartendarstellung des gesamten Wegverlaufs. Hier sieht man auch die ersten gelben Wegweiser. Die Burg Hohenneuffen ist mit einer Entfernung von 3,2 Kilometern angegeben. Vom Bahnhof Neuffen bis zum Waldparkplatz Schelmenwasen folgt man zunächst dem Zugangsweg Gustav-Ströhmfeld-Weg. Der eigentliche Gustav-Ströhmfeld-Weg beginnt ab dem Waldparkplatz Schelmenwasen. Das Wegzeichen ist auf der gesamten Strecke ein blaues Dreieck.

Vom Waldparkplatz Schelmenwasen steigt man weiter an und kommt dann durch einen Randbereich des Naturschutzgebiets Neuffener Heide. Man beachte stets genau die Wegweiser. Oberhalb des Naturschutzgebiets tritt man in den Wald ein. Dies ist kein langweiliger Wald. Denn auf der rechten Wegseite erstreckt sich nun die Kernzone Bauerlochberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Der Wald wird hier also nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt und kann sich allmählich zum Urwald entwickeln. Anscheinend ist dieser Wald bereits einige Jahre vor der Verordnung des Bioshärengebiets Schwäbische Alb nicht mehr genutzt worden. Denn der Baumbestand ist bereits relativ alt. Zudem sind hauptsächlich Buchen vorhanden, die hier natürlich vorkommende Baumart. Es sind schöne Waldbilder, die sich hier bieten.

Über die Schlosssteige steigt man nun weiter an. Mit einer Wegkehre erreicht man den Bergsattel, über den der Ausliegerberg der Burgruine Hohenneuffen mit der Albhochfläche zusammenhängt. Vom Bergsattel kann man weiter hinaufsteigen zur Burgruine. Man kann vom Bergsattel auch zum Großparkplatz Hohenneuffen gehen. Am Südrand des Großparkplatzes befinden sich die sogenannten Neuffener Parkplatzfelsen. Dort ist ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Burgruine Hohenneuffen. Ein weiterer großartiger Aussichtspunkt ist der Kopf des Wilhelmsfelsens, der sich am Albtrauf nördlich des Großparkplatzes befindet.

Der Höhenunterschied vom Bahnhof Neuffen bis zur Burgruine Hohenneuffen ist ca. 350 Meter.

Hier gibt es eine Übersicht über den Gustav-Ströhmfeld-Weg und die ihn begleitenden sieben Rundwanderwege. Von dort sind alle Posts in diesem Blog, die sich mit dem Gustav-Ströhmfeld-Weg beschäftigen, verlinkt.    

Blick vom Ortsrand von Neuffen hinauf zur Burgruine Hohenneuffen
Der Gustav-Ströhmfeld-Weg steigt am Rand des Naturschutzgebiets Neuffener Heide hinauf zum Waldrand unterhalb der Burgruine Hohenneuffen.
Blick vom Naturschutzgebiet Neuffener Heide in Richtung Westen über den Ort Neuffen hinweg auf Hörnle (links) und Jusi (rechts)
Blick vom Naturschutzgebiet Neuffener Heide in Richtung Südosten auf den Bergsporn des Barnbergs am Albtrauf
In der Kernzone Bauerlochberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb: Diese Kernzone umfasst die Wälder oberhalb des Naturschutzgebiets Neuffener Heide bis hinauf zur Kante des Albtraufs. In der Kernzone trifft man einen alten, großartigen Buchenwald an, der bereits Anzeichen der Verwilderung zeigt.
Die Friedrich-Bastion mit Tunnel bei der Burgruine Hohenneuffen
Blick vom Kopf des sogenannten Neuffener Parkplatzfelsens in Richtung Burgruine Hohenneuffen
Blick vom Wilhelmsfels in Richtung Westen zur Burgruine Hohenneuffen

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