Mittwoch, 19. Oktober 2016

Der Hohenbol - ein Aussichtshügel und Schlot des Schwäbischen Vulkans beim Teckberg

Der Hohenbol befindet sich an der westlichen Hangseite des Teckbergs oberhalb von Owen im Lenninger Tal. 

Der Hohenbol ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Hohenbol ist darüber hinaus vielen Menschen vom Sehen bekannt. Denn bei der Vorbeifahrt auf der B 465 im Lenninger Tal ist die kahle Kuppe des Berges mit seiner charakteristischen Reihe aus Nadelbäumen auffallend und kaum zu übersehen.

Der 602 m ü NN hohe Hohenbol ist ein Relikt des Schwäbischen Vulkans. Unter dem Schwäbischen Vulkan versteht man mehr als 350 Vulkanschlote in einem Umkreis von ca. 56 Kilometern im Gebiet um Bad Urach und Kirchheim/Teck, die im Zeitalter des Miozän vor 11-17 Millionen Jahren entstanden sind. Im Bereich des Hohenbol ist der Vulkantuff härter als das umgebende Juragestein. Deshalb wurde der Hohenbol durch die Erosion weniger schnell abgetragen als seine Umgebung und blieb als gut sichtbare Bergkuppe erhalten.

Der Hohenbol befindet sich innerhalb des am 09.11.1999 ausgewiesenen und 386 Hektar großen Naturschutzgebiets Teck. Der Berg ist weitgehend waldfrei. Seine Hänge werden von Magerwiesen eingenommen. Eine Ausnahme bildet eine Schwarzkieferngruppe nahe des Gipfels, die um 1930 gepflanzt worden ist. Diese Baumgruppe trägt heute wesentlich zum charakteristischen Erscheinungsbild des Berges bei, obwohl diese Bäume auf der Schwäbischen Alb nicht heimisch sind. Deshalb gibt es auch mit dem neuen Naturschutzgebiet keinen Anlass, die Baumgruppe zu beseitigen. An den Hängen des Hohenbol gibt es zwei ehemalige Steinbrüche. Sie erlauben einen Einblick in das Innere des Vulkanschlots.


Wie kommt man hin? 
Mit dem Auto kann man auf der Teck-Höhenstraße bis wenige Höhenmeter unterhalb des Gipfels fahren. In Owen biegt man von der B 465 in Richtung Burg Teck ab (Beschilderung). Die Straße steigt an und beschreibt später am Hang des Hohenbol eine Kehre. Bald darauf verzweigt sich die Straße. Man nimmt den nach links abzweigenden Ast. Kurz darauf befindet sich auf der linken Straßenseite der Wanderparkplatz Hohenbol mit einer Höhe von 569 m ü NN. Von dort ist man in wenigen Gehminuten über Gras und eine Trittspur auf dem Gipfel des Hohenbol (602 m ü NN).

Mit dem Zug fährt man zum Haltepunkt Owen (Teckbahn Kirchheim/Teck - Oberlenningen). Vom Bahnhof folgt man dem Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Albsteig) in Richtung Burg Teck. Der Wanderweg überquert weiter oben südlich des Hohenbol die Teck-Höhenstraße. Dort verlässt man den Wanderweg und folgt der Straße nach links bis zum Wanderparkplatz Hohenbol.

Den Besuch des Hohenbol kann man gut mit einer Wanderung hinauf zum Teckberg und zur Burg Teck verbinden.

Das Lenninger Tal mit der Burg Teck ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Lenninger Tal mit der Burg Teck. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Gebiet befassen, verlinkt.

Der Hohenbol ist ein Teil des Schwäbischen Vulkans. Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbischen Vulkan. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Vorkommen des Schwäbischen Vulkans befassen, verlinkt. 

Blick auf den Hohenbol, ein Relikt des Schwäbischen Vulkans
Die Teck-Höhenstraße führt nahe am Hohenbol vorbei.
Blick vom Hang des Hohenbol zum Teckberg: Vom Hohenbol hat man die schönste Sicht auf den Teckberg mit der Burg Teck.
Schwarzkieferngruppe auf dem Hohenbol
Obwohl die Schwarzkiefern vor 86 Jahren gepflanzt worden sind, scheint der Hohenbol ohne diese Bäume  heute unvollständig zu sein.
Auf der Gipfelkuppe des Hohenbol: Die Schwarzkieferngruppe wird im Volksmund Tausendfüßler genannt.
Traumhaftes Herbstlicht auf dem Gipfel des Hohenbol
Blick vom Gipfel des Hohenbol auf eine Schafherde, die die Wiesen des Naturschutzgebiets Teck offen hält
Auf dem Hohenbol finden sich vereinzelte Felsbrocken aus Weißjura. Beim Vulkanausbruch wurden die Weißjuraschichten nach oben gesprengt. Einzelne Felsbrocken fielen in den Vulkanschlot zurück.
Blick auf den Gipfel des Hohenbol

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