Mittwoch, 11. Januar 2017

Die Staufenmauer - der älteste Teil der Ulmer Stadtbefestigung

Die Staufenmauer an der Südseite der ehemaligen Ulmer Pfalz auf dem Weinhofberg ist das älteste noch vorhandene Bauwerk von Ulm.

Die heute noch vorhandene Staufenmauer ist gemäß einer vor Ort aufgestellten Infotafel ein Rest der staufischen Stadtbefestigung aus der Zeit um 1220. Sie umschloss den ehemaligen Pfalzbereich, der sich in erhöhter Lage auf dem Weinhofberg über dem Unterlauf der Blau kurz vor ihrer Mündung in die Donau befindet. Zum Teil schützte die Staufenmauer auch die damalige Stadt.

Die Staufer bauten im 11. und 12. Jahrhundert Ulm zu ihrem Hauptstützpunkt in Schwaben aus. Die Lage der Pfalz wurde außer wegen ihrer erhöhten Position auch noch wegen ihrer Nähe zum Flüsschen Blau gewählt. An der Blau konnte man eine Mühle betreiben. Ein Gedenkstein in der Staufenmauer nennt das 11. Jahrhundert als Bauzeit für die Umfassungsmauer der Ulmer Pfalz.

Die Wände der Staufenmauer bestehen aus markanten Buckelquadern. Diese Bauweise ist typisch für die Stauferzeit.


Wie kommt man hin?
Nachfolgend wird der Weg vom Münsterplatz beschrieben. Vom Turm des Ulmer Münsters geht man über den Münsterplatz genau in Richtung Süden und überquert dann die Neue Straße. Auf der anderen Straßenseite folgt man der Sattlergasse geradeaus weiter. Die Sattlergasse beschreibt nach wenigen Metern eine Biegung nach rechts. 

Man geht jetzt an der Rückseite des neuen Gebäudes der Sparkasse Ulm entlang und erreicht die Straße "Weinhof" bei der Synagoge. Man biegt in die Straße Weinhof nach links ein. Am Vorplatz des Schwörhauses vorbeigehend folgt man der Straße Weinhof in Richtung Süden. Bei der Mündung Weinhof/Schwörhausgasse befindet sich die Staufenmauer.

Die Entfernung vom Münsterplatz bis zur Staufenmauer ist ca. 340 Meter.    

Bei der Staufenmauer unterwegs
Man kann die Staufenmauer von unten betrachten (von der Schwörhausgasse und vom Weinhof aus). Es gibt zudem einen Fußweg, der zwischen dem oberen Rand der Staufenmauer und den benachbarten Gebäuden entlangführt. Vom westlichen Ende der Staufenmauer führen Treppen hinauf zum Weg "Katharinenberg" über den man das in erhöhter Lage befindliche Schwörhaus erreicht.

Bei der Staufenmauer befindet sich eine Informationstafel. Im Winter 2016/17 zeigte sich die Staufenmauer in einem eher vernachlässigten Zustand. Auf den Wegen bei der Mauer lagen viele Steinchen, die entweder von der Mauer abgefallen oder von dort abgebrochen wurden. Eine Sanierung der Staufenmauer erscheint deshalb angebracht.
Blick von der Schwörhausgasse auf die Staufenmauer in Ulm
Blick vom Fußweg oberhalb der Schwörhausgasse auf den oberen Teil der Staufenmauer in Ulm
Beim Weg im oberen Bereich der Staufenmauer bei der Straße "Weinhof": In der Mauer befindet sich der Gedenkstein, der als Bauzeit der Mauer das 11. Jahrhundert angibt.
Buckelquader - wie hier bei der Staufenmauer in Ulm - sind typisch für Mauern aus der Stauferzeit.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen