Sonntag, 15. Januar 2017

Winterliche Inversionswetterlage am Breitenstein bei Bissingen-Ochsenwang

Eine Inversionswetterlage ist durch kalte, teilweise nebelige Luft in den tiefen Lagen und relativ milde, klare Luftmassen in den höheren Lagen gekennzeichnet.

Am Neujahrstag des Jahres 2017 gab es im Bereich der Schwäbischen Alb eine typische Inversionswetterlage. In den Tälern am Albtrauf und im Albvorland war es kalt. Rauhreif lag auf dem Gras und auf den Bäumen. Die Sicht war durch Dunst getrübt. Auf der Albhochfläche hingegen war es mild, sonnig und klar. Inversionswetterlagen sind hauptsächlich im Herbst und Winter anzutreffen.

Besteht eine Inversionswetterlage an Sonn- und Feiertagen im Bereich der Schwäbischen Alb, ist stets mit einem großen Besucherandrang zu rechnen. Die Wanderparkplätze auf der Albhochfläche sind dann, sofern sie in der Nähe der Region Stuttgart liegen, überfüllt. An den Hauptaussichtspunkten finden sich zahlreiche Menschen ein.

So war es auch am Aussichtspunkt Breitenstein am Albtrauf bei Bissingen-Ochsenwang. Dieser 812 m ü NN hohe Aussichtspunkt ist nur wenige hundert Meter vom nächsten Wanderparkplatz entfernt. Am höchsten Punkt befindet sich eine Panoramatafel.


Wie kommt man hin?
Der Wanderparkplatz Breitenstein, 788 m ü NN, ist der nächstgelegene, mit dem Auto erreichbare Punkt. Dort, wo die vom Albvorland bei Kirchheim unter Teck-Nabern auf die Albhochfläche bei Bissingen-Ochsenwang führende K 1250 die Albhochfläche erreicht, biegt man nach links auf ein Sträßchen ab, das direkt zum Wanderparkplatz führt.

Vom Wanderparkplatz bis zum höchsten Punkt des Breitenstein mit der Panoramatafel sind es ca. 330 Meter. Ein weiterer Aussichtspunkt befindet sich ca. 100 Meter nordöstlich des höchsten Punkts. Ein dritter Aussichtspunkt ist ca. 150 Meter südwestlich des höchsten Punkts.

Siehe auch:
Aussicht vom Breitenstein bei Bissingen-Ochsenwang im Post vom 25.05.2010 in diesem Blog     

Blick vom Breitenstein in Richtung Westen auf den Teckberg mit der Burg Teck: Hinter dem Teckberg sieht man die nebelige Kaltluft im Albvorland.
Blick vom Breitenstein in Richtung Nordnordwesten: Unten am Rand der Schwäbischen Alb liegt Bissingen an der Teck. Der Höhenzug des Schurwalds am Horizont ist kaum zu sehen, weil er fast nicht über die nebelige Kaltluft hinausragt.
Blick vom Breitenstein in Richtung Nordosten: Im Mittelgrund in der linken Bildhäfte erhebt sich die Limburg, ein Schlot des Schwäbischen Vulkans. Hinter der Limburg ist der Turmberg bei Aichelberg. Am Horizont in der linken Bildhälfte erheben sich die Dreikaiserberge über den Dunst.
Blick vom Breitenstein in Richtung Westsüdwesten: Dort, wo in den Niederungen die Sonne nicht hinkommt, hält sich der Rauhreif den ganzen Tag. Im Mittelgrund ungefähr in der Bildmitte sieht man den Sattelbogen. Über diesen Passeinschnitt hängt der Teckberg, ein Ausliegerberg, mit der Tafel der Schwäbischen Alb zusammen (Teckberg nach rechts im Bild). Hinter dem Sattelbogen sieht man den Dunst, der die Niederungen des Lenninger Tals bedeckt. Hinter dem Lenninger Tal erhebt sich die Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel. Im Bereich dieser Berghalbinsel liegt die Albhochfläche ca. 100 Höhenmeter tiefer als in den angrenzenden Bereichen. Der Grund liegt in einem geologischen Grabenbruch. Dieser Grabenbruch ist die südliche Fortsetzung des Fildergrabens bei Stuttgart. Hinter der Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel erhebt sich die Albhochfläche westlich des Ermstals, die höher als die Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel und in etwa genauso hoch wie der Aufnahmestandpunkt liegt.  

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