Sonntag, 20. September 2009

Kernzone Boßler im Biosphärengebiet Schwäbische Alb


Die Kernzone Boßler ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Für die freigegebenen Wege in den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb mit Ausnahme der auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen gelegenen Kernzonen gibt es eine "Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zur Wegeregelung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb" vom 12.02.2015. Diese Allgemeinverfügung trat an die Stelle der am 07.06.2010 erlassenen und bis zum 31.12.2014 befristeten Allgemeinverfügung. 

Für die Kernzone Boßler ist in der Allgemeinverfügung des RP Tübingen ein freigegebener Weg genannt:
Zugang zum Parkplatz an der L 1213 über den Gedenkstein zum Häringer Weg
Wegetyp: Befestigter Weg = Forstweg sowie Fußweg = Wanderweg

Die Kernzone Boßler ist die am weitesten östlich gelegene Kernzone des Biosphärengebiets. Sie befindet sich nicht weit vom Albaufstieg der Autobahn A8 entfernt am Nordwesthang des Boßlers, eines markanten Punkts am Albtrauf. Man kann von unten her auf Stichwegen in die Kernzone hinaufsteigen, man kann jedoch auch von oben entlang des Albtraufwegs in die Kernzone hinabblicken.


Ausgangspunkt für den einzigen zulässigen Weg, der in die Kernzone hineinführt, ist ein Waldparkplatz an der L 1213 Weilheim an der Teck - Gruibingen. Der (nicht ausgeschilderte!) Waldparkplatz befindet sich auf der Südwestseite der Straße ca. 200 Meter östlich des "Deutschen Haus". Von Weilheim an der Teck her kommend liegt der Waldparkplatz rechts der Straße ca. 50 Meter vor dem Waldende vor der Wiesenlichtung beim Deutschen Haus. Vom Waldparkplatz führt ein Stichweg (Forstweg) hinauf bis zum Gedenkstein für die Opfer des Flugzeugabsturzes von 1958. Der Weg wird auf Holzschildern mit Großboßlerweg bezeichnet. Hierbei geht man mitten durch die Kernzone Bosler. Der Wald wurde bereits seit einigen Jahren nicht mehr genutzt und macht somit einen leicht wilden Eindruck. Standortfremde Bäume sind nicht mehr vorhanden. Damit gibt es gemäß der Biosphärengebietsverordnung keinen Grund mehr, in diesem Wald irgendeine forstwirtschaftliche Aktivität zu betreiben. Vom Gedenkstein geht ein Wanderweg nach Westen weiter. Dieser Weg ist gemäß der Allgemeinverfügung des RP Tübingen ab sofort gesperrt, ebenso wie die anderen seitlich abzweigenden Wege. Allerdings ist zur Zeit vor Ort von einer Kennzeichnung der Kernzone und der zulässigen Wege überhaupt noch nichts zu erkennen.

Ein weiterer zulässiger Weg führt am Nordwestrand der Kernzone etwas oberhalb der Landesstraße L 1213 entlang. Dieser Weg ist in der Allgemeinverfügung als "kombinierter Geh- und Radweg entlang der L 1213" bezeichnet. Vor Ort stellt man jedoch fest, dass dieser Weg kurz vor dem Verfall ist und gemäß dem Landeswaldgesetz nicht die ausreichende Breite hat, um mit Fahrrädern befahren zu werden. Somit liegt hier ein weiteres Rätsel im Zusammenhang mit dem Biosphärengebiet vor.

Ein weiterer Weg (Häringer Weg) führt von der L 1213 bis zur Ortschaft Häringen. Ca. 300 Meter nach dem Verlassen der L 1213 zweigt von diesem Weg ein Stichweg ab (Erdschliffweg), der entlang der Grenze der Kernzone etwas den Hang hinaufführt. Man hat teilweise einen Blick auf den Großen Erdschliff, einen Bergrutsch.

Ein weiterer Randweg ist der Weg entlang des Albtraufs. Hierbei kann man von oben her in die Kernzone blicken. Von den Parkplätzen beim "Deutschen Haus" steigt man mit dem roten Balken des Hauptwanderwegs 7 in 1,5 Kilometern zum Bosler hinauf. Vom Gipfel geht man nahezu eben entlang des Albtraufs nach Südwesten und berührt hierbei die Kernzone.


Hier gibt es eine Übersicht über die Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Kernzonen befassen, verlinkt.
Die Kernzone Bosler des Biosphärengebiets Schwäbische Alb umfasst einen Teil des Nordhangs des Boslers, hier gesehen von der Ausflugsgaststätte "Deutsches Haus" an der L 1213 Weilheim an der Teck - Gruibingen.

Der Weg zum Gedenkstein für den Flugzeugabsturz von 1958 führt ins Zentrum der Kernzone Bosler.

Am Bosler sind bereits mehrere Flugzeuge verunglückt. Dieser Gedenkstein in der Kernzone Bosler des Biosphärengebiets Schwäbische Alb bezieht sich auf ein schweres Unglück aus dem Jahr 1958.

Dieser Weg in der Kernzone Bosler führt vom Gedenkstein nach Westen. Gemäß der Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ist die Begehung dieses Wegs nicht mehr zugelassen.  

Die Wanderwegzeichen in der Kernzone Bosler sind wegen der Wegsperrungen hinfällig und sollten bei Gelegenheit entfernt werden.

Auf dem Bild ist zu erkennen, wie ein Seitenweg in der Kernzone Bosler durch einen Graben ungangbar gemacht wurde.

Dieser Weg in der Kernzone Bosler ist gemäß der Allgemeinverfügung des RP Tübingen ein "kombinierter Fuß- und Radweg entlang der L 1213. Seine Begehung ist weiterhin erlaubt.....
Am Albtrauf führen gleich zwei Weitwanderwege des Schwäbischen Albvereins an der Grenze der Kernzone Bosler entlang.

Der Weg entlang des Albtraufs ist kurzweilig und interessant. Das Gelände rechts des Wegs gehört zur Kernzone Bosler.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen