Dienstag, 17. November 2015

Weitwanderweg Albtraufgänger von Deggingen über Bad Ditzenbach nach Gosbach

Der Abschnitt von der Wallfahrtskirche Ave Maria bei Deggingen über Bad Ditzenbach bis Gosbach im Oberen Filstal ist die sechste und letzte Etappe des 100 Kilometer langen Weitwanderwegs Albtraufgänger im Landkreis Göppingen.

Die An- und Abreise gestaltet sich bei der sechsten Etappe relativ einfach. Denn sowohl Deggingen als auch Gosbach sind an den regen Linienbusverkehr im Verlauf des Filstals von Geislingen/Steige nach Wiesensteig angeschlossen. Man kann also gut mit dem Linienbus vom Endpunkt Gosbach zurück nach Deggingen fahren. Genauso gut kann man ganz auf das Auto verzichten und den Anfangs- und Endpunkt der sechsten Etappe mit dem Linienbus ansteuern.

Die sechste Etappe von Ave Maria nach Gosbach ist 12 Kilometer lang. Es sind 460 Höhenmeter im Anstieg und 520 Höhenmeter im Abstieg zu bewältigen. Allerdings startet man die Wanderung nicht direkt bei der Kirche Ave Maria, sondern muss vom Ortsrand von Deggingen erst mal hinauf in Richtung Wallfahrtskirche gehen. Somit dürften sich die Anstiegs- und die Abstiegshöhenmeter die Waage halten.

Die nachfolgenden Bilder sind an einem nebeligen Herbsttag gemacht worden. Die Aussichten im Verlauf der sechsten Etappe des Albtraufgängers konnten somit nicht abgebildet werden. Der eine oder andere Aussichtspunkt wird jedoch zu einem späteren Zeitpunkt einen eigenen Artikel in diesem Blog erhalten.


Wie kommt man hin?
Von der Bushaltestelle Deggingen Ave Maria geht man in Richtung der Wallfahrtskirche aufwärts bis zum Großparkplatz unterhalb der Kirche. Dort befinden sich eine Informationstafel zum Albtraufgänger und die ersten Wegweiser. Mit dem Auto fährt man in Deggingen in Richtung Ave Maria, allerdings nicht hinauf bis zum Großparkplatz. Dieser Parkplatz ist nur für Besucher der Wallfahrtskirche gedacht. Und man würde auch nichts gewinnen, wenn man mit dem Auto bis ganz nach oben fährt. Denn je weiter man nach oben fährt, desto weiter muss man nach der Rückfahrt mit dem Bus von Deggingen nach oben zum Auto gehen. Man parkt das Auto am Ortsrand von Deggingen auf einem öffentlichen Parkplatz links der Zufahrtstraße.

Vom Endpunkt Gosbach des Albtraufgängers folgt man dem Verbindungsweg "Goißatälesweg" wenige hundert Meter bis zur Bushaltestelle in der Nähe der B 466.

Im Verlauf des Albtraufgängers unterwegs
Vom Großparkplatz bei der Wallfahrtskirche Ave Maria geht es zunächst noch nicht hinauf auf die Albhochfläche am Südrand des Oberen Filstals, sondern in halber Höhenlage durch Wald. Schließlich steigt man mit einer großen Kehre hinauf zum Rand der Albhochfläche bei der Buschelkapelle, die man mit einem kurzen Abstecher erreichen kann. Gleich nach dem Erreichen der Albhochfläche geht man durch eine malerische Wacholderheide.

Immer am Albtrauf entlanggehend kommt man an einer Biegung des Albtraufs zum Aussichtspunkt Oberbergfels oberhalb von Bad Ditzenbach. Erschreckt stellt man fest, dass sich durch den Fels eine tiefe Kluft zieht, die möglicherweise irgendwann zum Absturz eines großen Felsteils führen wird. Man sollte diese Kluft keinesfalls überschreiten.

In einem weiten Bogen geht man nun am Albtrauf entlang ein Seitental des Oberen Filstals aus und überquert beim Aussiedlerhof Schonterhöhe die K 1436 Bad Ditzenbach - Aufhausen. Nachdem man das Seitental umrundet hat, steigt man zum Sattel zwischen der Albhochfläche und dem Schlossberg ab, einem Ausliegerberg. Auf dem Schlossberg befindet sich die bekannte Burgruine Hiltenburg. Der Albtraufgänger macht einen Abstecher hinauf zur interessanten Burgruine, die sogar über einen modernen kleinen Aussichtsturm verfügt. Der Anstieg und der Abstieg zur und von der Burgruine erfolgen auf verschiedenen Wegen. Man achte genau auf die Markierung.

Vom Sattel beim Schlossberg geht es vollends hinab nach Bad Ditzenbach. Die Wanderung von Bad Ditzenbach bis zum Ortsteil Gosbach im Talgrund des Oberen Filstals in der Nähe des Flüsschens Fils ist im Vergleich zu den Wegabschnitten vorher nur noch Erholung. In Gosbach folgt man dem Zeichen des Albtraufgängers bis zum Wegende, wo sich eine weitere Infotafel befindet. 

Hier gibt es eine Übersicht über den Weitwanderweg Albtraufgänger, von der aus alle Artikel in diesem Blog zum Albtraufgänger verlinkt sind.    

Blick von der Zufahrtstraße hinauf zur Wallfahrtskirche Ave Maria
Bei der Buschelkapelle oberhalb von Deggingen verläuft der Albtraufgänger durch eine malerische Wacholderheide.
Blick vom Albtrauf südlich von Deggingen hinab zur Wallfahrtskirche Ave Maria (Bildmitte) 
Durch den Oberbergfels bei Bad Ditzenbach zieht sich ein tiefer Spalt, der auf ein irgendwann bevorstehendes Abrutschen eines Teils des Felsens hindeutet.
Geheimnisvolle November-Nebelstimmung am Albtrauf südlich von Bad Ditzenbach
Im Bergsattel zwischen der Albhochfläche und dem Schlossberg bei Bad Ditzenbach befindet sich die Albvereinshütte Bad Ditzenbach. Sie ist jeweils am 1. und 3. Sonntag im Monat geöffnet.
Der Albtraufgänger macht einen Abstecher hinauf zum Schlossberg mit der Burgruine Hiltenburg. Bei gutem Wetter hat man von der Aussichtsplattform einen grandiosen Blick auf das Obere Filstal.
An der renaturierten Fils bei Bad Ditzenbach
Im Oberen Filstal zwischen Bad Ditzenbach und Gosbach

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