Sonntag, 18. Dezember 2016

Der Löwenfelsen mit der Burgstelle Ehrenstein in Blaustein

Mitten im Blausteiner Ortsteil Ehrenstein erhebt sich ein Kalkfelsen, genannt der Löwenfelsen. Rund um den Löwenfelsen ist die Landschaft bebaut.

Der Löwenfelsen ragt wie eine Insel aus der Bebauung heraus. Seine mit Magerrasen besetzten Hänge konstrastieren auffällig mit der urbanisierten Umgebung. Auf dem Löwenfelsen befand sich einst die Burg Ehrenstein. Sie ist schon längst verfallen. Gemäß einer Informationstafel am Ufer der Blau in der Nähe des Löwenfelsens wurde die Burg Ehrenstein um 1100 errichtet.  Begründer waren die Herren von Erichstein.

Die Burganlage wechselte mehrfach den Besitzer. Schließlich kam sie in den Besitz des Grafen Eberhard des Erlauchten von Württemberg. Im Jahr 1281 musste Graf Eberhard die Burg für 240 Mark Silber an das Kloster Söflingen verkaufen. Noch im selben Jahr wurde die Anlage mit Ausnahme der Burgkapelle abgetragen.


Die Burgkapelle wurde erstmals 1275 erwähnt. Sie lag auf der Nordseite des Löwenfelsens und damit außerhalb der Burgbefestigung. Die Kapelle blieb bis 1724 erhalten, als sie wegen Baufälligkeit abgebrochen wurde. Vermutlich im Jahr 1726 wurde zur Erinnerung ein Bildstock errichtet, der von den älteren Ehrensteinern noch heute als Kapelle bezeichnet wird.

1991/92 wurde der Bildstock von einer Gruppe engagierter Bürger renoviert. Seit dem Jahr 1996 wird in regelmäßigen Abständen eine Bergmesse gefeiert.

Vom Löwenfelsen hat man einen schönen Blick auf das Blautal rund um Blaustein. Der Talboden wird allerdings mehr und mehr zugebaut. Beim Anstieg zum Löwenfelsen hat man ein kleines alpines Gefühl.

Wie kommt man hin?
Mit der Bahn fährt man zum Haltepunkt Blaustein (Bahnstrecke Ulm - Blaubeuren, Regionalexpresszüge halten nicht). Vom Haltepunkt folgt man der Hummelstraße, die in Richtung Nordost rechtwinklig von der Bahnstrecke wegführt. Nach kurzer Zeit kommt man zur Brücke über die Blau. Hier befindet sich auf der rechten Straßenseite eine Infotafel zur Burg Ehrenstein. 

Man überquert die Blau und folgt dahinter weiter der Hummelstraße noch wenige Meter bis zu ihrem Ende am Fuß des Löwenfelsens. Hier biegt man nach rechts in die Hofstraße ab. Es gibt nur eine einzige Stelle, von der man auf den Löwenfelsen steigen kann. Alle anderen Stellen rings um den Löwenfelsen sind bebaut und in Privatbesitz.

Bei erster Gelegenheit biegt man von der Hofstraße nach links in die Felsenstraße ab und folgt ihr bergauf. Kurz vor der Einmündung der Felsenstraße in die Burgsteige biegt man nach links ab auf einen Anliegerweg (Beschilderung). Am Ende dieses Wegs beginnt der Aufstieg auf den Löwenfelsen. Man folgt hier einem Pfad. Auf dem Felsen kann man zum höchsten Punkt gehen und auch zu einem nördlichen Nebengipfel, auf dem sich der Bildstock befindet. Beim Bildstock steht eine weitere Infotafel.

Die Entfernung vom Haltepunkt Blaustein bis zum Gipfel des Löwenfelsens ist ca. 750 Meter.         

Blick vom Ufer der Blau auf den Löwenfelsen
Bildstock auf einem nördlichen Nebengipfel des Löwenfelsens
Blick auf den Hauptgipfel des Löwenfelsens
Blick vom Löwenfelsen in Richtung Norden: Im Mittelgrund ist der Nebengipfel mit dem Bildstock. Dahinter sieht man Wohnhäuser von Blaustein-Ehrenstein.
Blick vom Löwenfelsen in Richtung Süden: Man blickt über das Blautal auf das sogenannte Hochgesträß (Teil der Schwäbischen Alb zwischen Blau und Donau).
Der Löwenfelsen erhebt sich zum Teil sehr steil über seine Umgebung. Der Zugang zum Löwenfelsen ist nur an einer Stelle möglich. Ansonsten wird der Löwenfelsen ohne Lücke von Häusern umringt.

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