Donnerstag, 26. August 2010

Der Dreifaltigkeitsberg bei Spaichingen


Der Dreifaltigkeitsberg stellt einen Ausläufer der Albhochfläche hoch über Spaichingen auf der Südwestalb dar. Mit einer Höhe von 983 Meter ü NN bleibt der Berg nur knapp unter der Tausend-Meter-Grenze. Der Dreifaltigkeitsberg ist ein vielseitiger Berg. Im Folgenden sollen einige dieser Seiten kurz angesprochen werden:


Der Dreifaltigkeitsberg ist ein vielseitiger Berg. Im Folgenden sollen einige dieser Seiten kurz angesprochen werden:

1. Der Dreifaltigkeitsberg als Zentrum von Weitwanderwegen
Fünf Weitwanderwege führen entweder direkt über den Dreifaltigkeitsberg ober ganz nahe an ihm vorbei. Dies sind der Schwäbische Alb - Nordrandweg, der Wanderweg Baden-Württemberg, der Heuberg-Allgäu-Weg, der Donauberglandweg und der Heuberg-Pilgerweg.


2. Der Dreifaltigkeitsberg als Standort der europäischen Gradmessung
Der Dreifaltigkeitsberg war einer von 35 Hauptpunkten des Rheinischen Dreiecksnetzes. Anlässlich der europäischen Gradmessung im Jahr 1875 wurden von einem Pfeiler aus Winkelmessungen zu den Dreieckspunkten Feldberg, Hohentwiel und Hornisgrinde durchgeführt.



3. Die Geologie des Dreifaltigkeitsbergs
Die Hochfläche auf dem Gipfel des Dreifaltigkeitsbergs wird von den Schichten des Weißjura beta gebildet. Diese Schichten werden auch wohlgebankte Kalke genannt, denn sie haben das Aussehen einer gemauerten Wand. Das kommt von der regelmäßigen Wechsellagerung aus Kalksteinen und Kalkmergeln. Der Weißjura beta bildet weite Hochflächen im Bereich der Südwestalb. Auf der mittleren Alb, auf der Ostalb und auf der südlichen Alb sind die Weißjura beta Schichten kaum mehr an der Oberfläche zu finden. Dort werden sie von jüngeren Juraschichten überlagert.


 4 . Der Dreifaltigkeitsberg als Wallfahrtsberg
Der Dreifaltigkeitsberg ist ein bekannter Wallfahrtsberg. Auf dem Gipfelplateau befindet sich die von 1666 bis 1673 errichtete und von 1761 bis 1767 erweiterte Wallfahrtskirche. Zudem führt ein gut ausgebauter Stationenweg von Spaichingen hinauf zur Wallfahrtskirche.


5. Der Dreifaltigkeitsberg als uralter Siedlungsboden
Auf dem Gipfelplateau wurden Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit und aus der Bronzezeit gefunden. Auch wurden Häuser der Kelten aus dem 5. und 6. Jahrhundert v. Chr. ausgegraben. Aus dieser Zeit stammen auch die sechs auf dem Plateau heute noch zu sehenden Wälle.

6. Der Dreifaltigkeitsberg als Aussichtsberg
Südlich der Wallfahrtskirche befindet sich eine Tafel, die die Sicht nach Süden auf die Alpen beschreibt. Bei meinem Besuch im August war diese Fernsicht nicht vorhanden. Eine Fernsicht gibt es vor allem im Herbst und Winter bei sogenannten Inversionswetterlagen. Auch die Sicht nach Westen ist bei klarer Witterung großartig. Ich kann mich an einen Mai erinnern, als der noch schneebedeckte Feldberg im Schwarzwald wie eine Fata Morgana weit im Westen über dem Land schwebte.

Das sind also einige der Facetten des Dreifaltigkeitsbergs. Und bestimmt hat dieser herausragende Schwäbische Alb - Berg noch mehr zu bieten als hier beschrieben.

Östlich über dem Ortsrand von Spaichingen erhebt sich der Dreifaltigkeitsberg mit der Wallfahrtskapelle.

Beschilderung des Donauberglandwegs
Drei Weitwanderwege sind auf diesen Schildern markiert.
Pfeiler zur Dreiecksvermessung aus dem Jahr 1875 auf dem Dreifaltigkeitsberg


Ein Böschungsanschnitt auf dem Dreifaltigkeitsberg lässt die wohlgebankten Kalke unter der Vegetation hervorkommen.

Die Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg, gesehen von Süden.
Das Innere der Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg
Der oberste Teil des Stationenwegs auf den Dreifaltigkeitsberg

Südlich des Gipfelplateaus des Dreifaltigkeitsbergs führt ein Pfad durch Wälle aus der Keltenzeit.
Eine Aussichtstafel erklärt die Alpensicht vom Dreifaltigkeitsberg.
Blick vom Dreifaltigkeitsberg nach Westen, unten im Tal ist Spaichingen, dahinter sieht man in der linken Bildhälfte den Hohenkarpfen, einen Zeugenberg, und rechts der Bildmitte den bewaldeten langgestreckten Lupfen, ebenfalls einen Zeugenberg. 

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