Montag, 5. Januar 2015

Der Bolberg - ein Aussichtspunkt am Albtrauf bei Sonnenbühl

Der Bolberg ist ein markanter Punkt des Albtraufs an der Grenze der Landkreise Reutlingen und Tübingen. Auf dem Bolberg befindet sich der höchste Punkt des Landkreises Reutlingen mit einer Höhe von 880,8 m ü NN. 

Auf der Hochflächenseite des Bolbergs befindet sich die zum Landkreis Reutlingen gehörende Gemeinde Sonnenbühl. Auf der Talseite des Bolbergs liegt der zu Mössingen im Landkreis Tübingen gehörende Teilort Öschingen.

Am Trauf des Bolbergs hat man den Wald vor langer Zeit auf einem Teilstück gerodet. Dort befindet sich heute ein Aussichtspunkt mit einer Vielzahl von Sitzbänken, einer Panoramatafel, einem Grillplatz und einer großen Schutzhütte.

Die Schutzhütte heißt Bolberghütte. Bereits im Jahr 1894 wurde auf dem Bolberg eine Schutzhütte erbaut. Leider brannte diese erste Schutzhütte im Jahr 1919 ab. Im Jahr 1930 wurde die Bolberghütte originalgetreu wiederaufgebaut. Im Jahr 2014 hat man das 120jährige Jubiläum der Bolberghütte gefeiert. Ein Besuch des Bolbergs lohnt sich also nicht nur wegen der interessanten Aussicht, sondern auch wegen der Schutzhütte.  

Die Panoramatafel auf dem Bolberg wurde im Jahr 1973 von der Ortsgruppe Willmandingen des Schwäbischen Albvereins aufgestellt. In allen Himmelsrichtungen werden Ziele mit dem Namen und der Höhe aufgelistet. Auch die Alpen sind vertreten. Ob man beim heutigen Baumbewuchs die Alpen noch sehen kann, bleibt allerdings offen.

Wie kommt man hin?
Am Bolberg führt der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Albsteig, Hauptwanderweg 1 des Schwäbischen Albvereins) vorbei (Abschnitt zwischen Roßberg und Talheim).

Am schnellsten erreicht man den Bolberg von Sonnenbühl und seinem Teilort Willmandingen auf der Albhochfläche aus. In Willmandingen biegt man bei der Kirche von der Durchgangsstraße (K 6731) auf die Bolbergstraße ab. Bei dieser Abzweigung befinden sich auch Schilder, die auf die beiden Wanderparkplätze von Willmandingen, den Wanderparkplatz Bolberg und den Wanderparkplatz Lausental, hinweisen.

Um zum Wanderparkplatz Bolberg zu gelangen, folgt man der Bolbergstraße nach Norden bis zu ihrem Ende. Dort führt ein wenig rechts versetzt ein Sträßchen weiter nach Norden und hinauf auf die Anhöhe nördlich von Willmandingen, wo sich der Parkplatz befindet. Die Entfernung von der Kirche in Willmandingen bis zum Wanderparkplatz Bolberg ist ca. 1,5 Kilometer. Vom Wanderparkplatz Bolberg folgt man dem in Nordnordwestrichtung verlaufenden Feldweg und später Waldweg und erreicht nach ca. 1,5 Kilometern den Bolberg.

Um zum Wanderparkplatz Lausental zu gelangen, folgt man der Bolbergstraße nur kurze Zeit, bis nach links der Filsenbergweg abzweigt (Beschilderung). Am Ortsende fährt man auf dem Feldweg geradeaus weiter und biegt bei der Beschilderung nach rechts ab. Dort wo das Lausental den Albtrauf erreicht befindet sich der Wanderparkplatz. Die Entfernung von der Kirche in Willmandingen bis zum Wanderparkplatz Lausental ist ca. 1,4 Kilometer. Vom Wanderparkplatz Lausental folgt man dem Richtung Norden führenden Feld- und Waldweg kurze Zeit, bis der mit dem roten Dreieck markierte Schwäbische Alb-Nordrand-Weg kreuzt. Diesem Weg folgt man nach rechts und erreicht den Bolberg ansteigend über schöne Pfade in ca. 1,7 Kilometern. 

Siehe auch:
Aussicht vom Rossbergturm bei Reutlingen-Gönningen im Post vom 30.10.2011 in diesem Blog
Klimaweg Sonnenalb bei Sonnenbühl im Post vom 30.10.2009
Bärenhöhle bei Sonnenbühl im Post vom 15.09.2009

Die Bolberghütte wurde im Jahr 1930 originalgetreu wiederaufgebaut. Die Architektur der Hütte stammt aus dem Jahr 1894. Der Baustil scheint etwas Skandinavisches zu haben.
Eine Panoramatafel erklärt die Aussicht vom Bolberg.
Feuerstelle auf dem Bolberg
An Sitzbänken ist auf dem Bolberg kein Mangel.
Blick vom Bolberg in Richtung Nordnordosten: Rechts im Bild erhebt sich der Roßberg mit seinem Aussichtsturm.
Blick vom Bolberg in Richtung Nordwesten: Unten im Tal liegt der zu Mössingen gehörende Teilort Öschingen. Rechts oberhalb von Öschingen liegt der Schönberger Kapf, ebenfalls Bestandteil des Albtraufs, allerdings geologisch gesehen zwei Stufen tiefer als der Bolberg. Rechts im Bild sieht man einen Bergrutsch. Als Folge dieses am 03. Juni 2013 aufgetretenen Bergrutsches mussten 15 Wohnhäuser für mehrere Monate evakuiert werden.
Blick vom Bolberg in Richtung Westnordwesten: An diesem klaren Wintertag sieht man am gesamten westlichen Horizont den Schwarzwald.
Blick vom Bolberg in Richtung Westen: Im Mittelgrund liegt die Hochfläche des Filsenbergs. Sie wird aus Weißjura-Beta-Gesteinen gebildet. Die Hochfläche des Bolbergs besteht aus Weißjura-Delta. Die Schwäbische Alb steigt im Bereich zwischen dem Echaztal (Lichtenstein) und dem Starzeltal (Hechingen) in zwei Stufen an. Diesen zweistufigen Anstieg sieht man vom Bolberg aus besonders gut. Links über dem Filsenberg ist der Farrenberg, ebenfalls zur Weißjura Beta-Stufe gehörend.  
Blick vom Bolberg in Richtung Westsüdwesten: Das Talsystem im Mittelgrund wird hinten begrenzt vom Dreifürstenstein, der zur Weißjura Beta-Stufe gehört. Rechts im Bild sieht man noch einen Teil des Farrenbergs, eines Inselbergs, der von der Albhochfläche inzwischen abgelöst ist. Ganz im Hintergrund erheben sich die Berge der Zollernalb mit dem Raichberg.

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