Dienstag, 21. Mai 2013

Burgruine Bichishausen im Großen Lautertal

Das Große Lautertal ist das burgenreichste Gebiet der Schwäbischen Alb. Im nördlichen Großen Lautertal erhebt sich über der zu Münsingen gehörenden kleinen Ortschaft Bichishausen die eindrucksvolle Ruine der ehemaligen Burg Bichishausen.

Bichishausen ist eine spätmittelalterliche Burg, die mit einer eindrucksvollen Schildmauer gegen die Bergseite abgegrenzt ist. Man unterscheidet mehrere Bauphasen. Die erste Burg wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von Konrad von Gundelfingen erbaut. Aus dieser Zeit stammt ein erst in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts freigelegter Stumpf des Bergfrieds aus Buckelquadern. Mitte des 14. Jahrhunderts geht die Burg an die Truchsessen von Magolsheim über. Darauf folgten Neubaumaßnahmen sowie ein mehrfacher Eigentümerwechsel.

Samstag, 18. Mai 2013

Neue Wanderkarte Nördlingen-Donauwörth

Der Schwäbische Albverein hat Ende 2012 die überarbeitete Wanderkarte Nördlingen-Donauwörth im Maßstab 1:35.000 herausgebracht. 

Die Wanderkarte firmiert als Blatt 16 der Wanderkartenserie, die das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) zusammen mit dem Schwäbischen Albverein für das Vereinsgebiet des Albvereins herausgibt.

Die einzelnen Karten dieser Kartenserie werden jeweils entweder vom Schwäbischen Albverein oder vom Landesamt herausgebracht. Diejenigen Karten, die der Schwäbische Albverein herausgibt, haben keine ISBN-Nummer - im Gegensatz zu den Karten, die das LGL herausgibt. Sollte es Probleme geben, die Karten ohne ISBN-Nummer in den Buchhandlungen zu erhalten, kann man sie direkt beim LGL bestellen (www.lgl-bw.de).


Mittwoch, 15. Mai 2013

Eberstetten - Wieseninseln über Bad Urach

Am Albtrauf im Ermstal bei Bad Urach in halber Höhenlage befinden sich zwei Verebnungsflächen und Wieseninseln. Sie tragen den Namen Eberstetten. 

Bei Bad Urach gibt es Bereiche, wo der Albtrauf in zwei Stufen ansteigt. Das ist bei Bad Urach jedoch noch lange nicht so ausgeprägt wie weiter südwestlich zwischen dem Echaztal und dem Dreifürstenstein. Ganz versteckt unmittelbar östlich von Bad Urach findet man jedoch bereits dieses Phänomen des zweistufigen Albanstiegs.

Dort gibt es eine Zwischenstufe vor der Albhochfläche, eine erste Verebnungsfläche, die von den Gesteinen des Weißjura Beta gebildet wird. Diese Zwischenstufe ist durch ein Tal in zwei nicht miteinander zusammenhängende Bereiche unterteilt. Die beiden Verebnungsflächen sind von Wiesen bedeckt, die wie Inseln in den Wäldern des Albtraufs erscheinen. Die beiden Verebnungsflächen wie auch der benachbarte, höhergelegene Teil der Albhochfläche, haben den Namen Eberstetten. Die südliche der beiden Wieseninseln heißt Ulmer Eberstetten, die nördliche trägt den Namen Pfähler Eberstetten.

Samstag, 4. Mai 2013

Rundtour durch die Kernzone Baldeck im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Heute gehen wir eine kleine Rundwanderung durch die Kernzone Baldeck des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Die 65,2 Hektar große Kernzone Baldeck befindet sich im Ermstal auf der orographisch rechten Seite der Erms südlich des Bad Uracher Stadtteils Wittlingen und nordwestlich des Bad Uracher Stadtteils Seeburg. 

Der größere Teil der Kernzone Baldeck befindet sich an einem Berghang. Am Rand der Kernzone Baldeck befindet sich die Burgruine Baldeck. Der Pfad, der bisher zu der Burgruine führte, ist nun gesperrt. Die Kernzone Baldeck ist somit die einzige Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, die den Besuch einer Burgruine verunmöglicht. Es gibt mehrere Wege durch die Kernzone Baldeck und an deren Rand entlang, die gemäß der Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Tübingen zu den Kernzonen des Biosphärengebiets weiterhin öffentlich sind. Diese Wege sind auf den Tafeln eingetragen, die am Rand der Kernzone Baldeck aufgestellt worden sind.


Freitag, 26. April 2013

Neue Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb in Sonnenbühl

Der Geopark Schwäbische Alb hat im April 2013 seine 18. Infostelle eröffnet. Diese Infostelle befindet sich in der Gemeinde Sonnenbühl im Landkreis Reutlingen. Es ist streng genommen eine Doppel-Infostelle mit den Standorten Nebelhöhle und Bärenhöhle.

Jede Infostelle des Geoparks Schwäbische Alb informiert über ein bestimmtes Thema. Das Thema der beiden Infostellen in Sonnenbühl sind die typischen Gesteine und Fossilien der Schwäbischen Alb. Auf einer Schautafel sind Gesteinsproben angebracht. Es gibt Erkärungen zu den Gesteinen sowie zum Geopark Schwäbische Alb allgemein.

Montag, 22. April 2013

Aussicht vom Boßler und vom Jahrhundertstein

Der Boßler ist ein besonders markanter Punkt am Albtrauf der Mittleren Alb. Unmittelbar östlich des Boßlers überquert die Autobahn A8 die Schwäbische Alb. 

Damit befindet sich in diesem Gebiet ein besonders steiles und hohes Stück des Albtraufs (der Boßler) unmittelbar neben einem eher sanften und nicht besonders hohen Teil des Albtraufs (den sich die A8 zunutzemacht).

Die Lage des Boßlers unmittelbar neben der Autobahn sowie sein unvermittelter Anstieg aus dem Albvorland haben dazu geführt, dass es an den Hängen des Berges schon mehrere Flugzeugunglücke gegeben hat. Die verunglückten Flugzeuge waren jeweils im Sichtflug unterwegs und folgten hierbei bei schlechter Sicht im Tiefflug der Autobahn. Der plötzlich auftauchenden Wand des Boßlers konnten sie dann nicht mehr ausweichen.

Der Jahrhundertstein befindet sich auf dem Albtrauf ca. ein Kilometer südwestlich des Boßlergipfels. Der Jahrhundertstein ist ein Kunstwerk, das sich mit dem 20. Jahrhundert beschäftigt. Unter anderem sind 100 Schlagwörter des 20. Jahrhunderts in drei große Steintafeln eingraviert.

Montag, 15. April 2013

Aussicht vom Eckfelsen bei Lichtenstein-Unterhausen

Der Eckfelsen befindet sich über einer Verzweigung zweier Seitentäler des Echaztals bei Lichtenstein-Unterhausen.

Damit hat der Eckfelsen eine passende Bezeichnung. Denn der Albtrauf macht bei diesem Felsen eine Biegung zwischen dem Seitental, das vom Echaztal nach Holzelfingen hinaufführt, und dem Zellertal.

Die Lage an einer Ecke des Albtraufs garantiert für eine gute, interessante Sicht. Jedoch befindet sich der Eckfelsen nicht am Nordrand der Schwäbischen Alb, weshalb die Fernsicht eingeschränkt ist. Der Ursel-Hochberg nördlich des Zellertals versperrt die Sicht in Richtung Norden.

Freitag, 12. April 2013

Wacholderheiden zwischen Boßler und Wiesenberg bei Gruibingen

Im oberen Filstal und seinen Seitentälern im Landkreis Göppingen gibt es heute noch überdurchschnittlich viele Wacholderheiden. Wacholderheiden sind kein von Natur aus vorhandenes Biotop der Schwäbischen Alb, sondern eine jahrhundertealte Kulturlandschaft, die im Zuge der früher weit verbreiteten Hüteschafhaltung entstanden ist.

Fast alle heute noch vorhandenen Wacholderheiden auf der Schwäbischen Alb im allgemeinen und im oberen Filstal im besonderen stehen unter Schutz, sei es in der Form eines Naturschutzgebiets oder eines Naturdenkmals. Heute besuchen wir drei Wacholderheiden in der Nähe der Gemeinde Gruibingen, die im Tal des Hohlbachs, eines Zuflusses der Fils, liegt.

Alle drei Wacholderheiden sind als Naturdenkmal ausgewiesen:
1. Naturdenkmal "Wacholderheide unterer Boßler", Fläche 2,0 Hektar, ausgewiesen 1984
2. Naturdenkmal "Wacholderheide am Westhang des Wiesenberges", Fläche 0,6 Hektar, ausgewiesen 1984
3. Naturdenkmal "Wacholderheide am Südosthang des Wiesenberges", Fläche 1,2 Hektar, ausgewiesen 1984 

Dienstag, 9. April 2013

Burgruine Obergreifenstein bei Lichtenstein-Holzelfingen

Am Albtrauf hoch über dem Zellertal, einem Seitental des Echaztals bei Lichtenstein, befinden sich die Reste der Burg Obergreifenstein. Es gibt etwas weiter unterhalb auch eine Burgruine Untergreifenstein, die wir vielleicht später mal in diesem Blog aufsuchen werden.

Die Besitzer der beiden Burgen, die Greifensteiner, waren wohl Raubritter. Deshalb waren sie bei den Bewohnern der Ortschaften in der Umgebung verhasst. Der Zeitpunkt der Errichtung der Burg Obergreifenstein ist nicht bekannt. Die Burg wird im Jahr 1311 im sogenannten Reichskrieg zerstört, den die Reutlinger gegen Graf Eberhard I. von Württemberg führten.

Im Jahr 1893 hat der Schwäbische Albverein die Mauerreste der Burg freigelegt. Die Grundmauern der Burg Obergreifenstein wie auch den Graben um die Burg kann man heute noch gut sehen. Die Brücke über den Graben hat man neu gebaut. Einige Mauern wurden in der jüngeren Vergangenheit erhöht. 

Donnerstag, 28. März 2013

Aussicht vom Locherstein bei Lichtenstein-Honau


Der Locherstein befindet sich oberhalb der Felsgalerie Traifelberg am östlichen Rand des oberen Echaztals bei Lichtenstein-Honau. 

Der Felskopf des Lochersteins ist ein besonders lohnender Aussichtspunkt. Denn dieser Fels ist mit einer Höhe von 795 m ü NN der höchste Punkt am östlichen Rand des Echaztals. Zudem liegt der Locherstein dem bekannten Schloss Lichtenstein direkt gegenüber. Auch die Erreichbarkeit des Lochersteins ist ideal. Der Fels ist mit nur geringer Mühe von der Hochfläche der Schwäbischen Alb bei Lichtenstein-Traifelberg aus ersteigbar.

Die Felsgalerie Traifelberg ist als Geotop ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um eine ca. 1.000 Meter lange Abfolge von Felsen aus Weißjura-Delta. Der oberhalb der Felsgalerie sich befindende Locherstein besteht aus Weißjura Epsilon. Die Beleuchtungsverhältnisse vom Felskopf in Richtung Schloss Lichtenstein sind vormittags am besten. Auf dem Felskopf befinden sich zwei Sitzbänke. Der Schwäbische Alb-Nordrandweg (HW1) und der Burgenweg führen am Felskopf des Lochersteins vorbei.