Mittwoch, 6. April 2011

Aussicht vom Urselberg bei Pfullingen


Der Urselberg ist ein Ausliegerberg der Schwäbischen Alb ostsüdöstlich von Pfullingen. Der Berg hängt nur an einer schmalen Stelle bei der Ernsthütte mit der Tafel der Schwäbischen Alb zusammen. Solche Berge bezeichnet man als Ausliegerberge. Sobald sich erosionsbedingt im Laufe der Zeit ein Ausliegerberg vollständig von der Albtafel gelöst hat, bezeichnet man ihn als Zeugenberg.

Im Bereich der Schwäbischen Alb von Pfullingen in Richtung Südwesten bis nach Mössingen besteht der Albtrauf aus zwei Stufen. Die Verebnungsflächen der ersten Stufe bestehen aus Weißjura Beta, die zweite Stufe - die eigentliche Hochfläche der Schwäbischen Alb - besteht aus Weißjura Delta. Der Urselberg gehört der ersten Stufe an, seine verhältnismäßig ebene Hochfläche wird von den Kalken des Weißjura Beta gebildet.

Man kann auf der vollständig bewaldeten Hochfläche des Urselbergs immer in der Nähe des Traufs einen Rundgang unternehmen. Hierbei kommt man immer wieder an Aussichtspunkten vorbei, die vor allem in Richtung Südwesten bis Nordwesten interessante Blicke bieten.


Mit dem Auto kann man auf einer interessanten Höhenstraße auf die Hochfläche des Urselbergs fahren. Diese Straße zweigt in der Ortsmitte von Pfullingen in Richtung Westen ab (nicht die Umfahrungsstraße der B312 benutzen). Die Straße ist mit dem Ziel Übersberg, dem Straßenendpunkt, ausgeschildert. Im Verlauf der Schulstraße geht es am Friedhof vorbei, dann folgt man geradeaus dem Elisenweg, der aus dem Ort hinausführt. Bei der Ernsthütte im Süden des Urselbergs gibt es Parkmöglichkeiten.

An der Ernsthütte beginnt die Rundwanderung um die Hochfläche des Urselbergs. Man folgt in Richtung Nordnordwesten einem bezeichneten Pfad am Westrand der Hochfläche des Urselbergs entlang. Bald führt nach links ein kurzer Abstecher zu einem Aussichtspunkt. Nach einiger Zeit kommt man zu einem schwach ausgeprägten Bergsattel, in dem sich der weiter oben abgebildete aufgelassene Steinbruch befindet. Man folgt hier dem Forstweg, der rechts vom Steinbruch aufwärts führt. Unmittelbar oberhalb des Steinbruchs zweigt nach links ein Pfad ab, dem man nun am Trauf entlang weiter immer am Rand der Hochfläche folgt. Dieser Pfad führt bis zur Nordspitze des Urselbergs und beschreibt dort einen Bogen auf die Ostseite der Hochfläche. Man folgt dem Pfad weiter, bis er in einen Forstweg mündet. Dem Forstweg folgt man zurück zur Ernsthütte.

Der Rundgang ab/bis Ernsthütte ist ca. 3,7 Kilometer lang und weist nur ganz geringe Steigungen auf. Die Koordinaten der Ernsthütte sind 48 45 02 N / 9 25 45 E.

Man kann auch von Pfullingen auf dem bezeichneten Burgenweg des Schwäbischen Albvereins auf den Urselberg steigen. Dieser Weg folgt ab Pfullingen ebenfalls zunächst der Schulstraße und dem Elisenweg.

Das Echaztal mit Schloss Lichtenstein gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Echaztal mit Schloss Lichtenstein. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.      

Ein aufgelassener Steinbruch auf der Hochfläche des Urselbergs zeigt die Schichten des Weißjura Beta in wunderbarer Weise. Dieses Gestein nennt man auch die Wohlgeschichteten Kalke, denn die regelmäßige Wechselfolge aus Kalken und dünnen Mergelschichten sieht aus wie Mauerwerk.


Der Rundgang auf der Hochfläche des Urselbergs folgt teilweise einem guten Pfad.
Blick vom Urselberg in Richtung Südwesten auf das Echaztal mit Unterhausen
Blick vom Urselberg in Richtung Westsüdwesten: das Echaztal ist hier ohne Bebauung, Teile davon sind Naturschutzgebiet, im Hintergrund in der Bildmitte tieft sich das Lippental in die Albtafel ein.
Blick vom Urselberg in Richtung Westen am Albtrauf entlang: Deutlich sieht man die zweistufige Ausformung des Albtraufs in diesem Bereich. Zur höchsten Stufe gehört der Rossberg, dessen Kuppe in der linken Bildhälfte im Hintergrund sichtbar ist.
Blick vom Urselberg in Richtung Westsüdwesten über das Echaztal hinweg auf den Schönberg. Auf dem Gipfel ist der Aussichtsturm zu erkennen. 
Blick vom Urselberg in Richtung Westnordwesten: im Vordergrund erstreckt sich Pfullingen, im Mittelgrund erhebt sich der Georgenberg. Dieser Berg ist kein Zeugenberg der Schwäbischen Alb, sondern ein Überbleibsel des sogenannten Schwäbischen Vulkans.

Die Ernsthütte befindet sich direkt am Albtrauf mit einem tollen Blick hinab ins Echaztal.

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