Sonntag, 15. Februar 2015

Die Wielandsteine bei Lenningen nach dem Felssturz

In der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 2015 ereignete sich bei den Wielandsteinen bei Lenningen ein Felssturz. Dabei lösten sich auf der Nordseite des höchsten Felszahns der Wielandsteine Gesteinsmassen und stürzten in Richtung des oberen Tobeltals ab. Auch der Gipfel des höchsten Wielandsteins samt Gipfelkreuz stürzte ab.

Durch den Felssturz wurde in den südlichen Hang des Tobeltals unterhalb der Wielandsteine eine Bresche in den Wald geschlagen. Während des Felssturzes waren keine Personen in der Nachbarschaft. Die nächstgelegene Ortschaft Lenningen-Oberlenningen ist so weit vom Geschehen entfernt, dass niemand etwas mitbekommen hat. Erst am nächsten Tag wurde der Felssturz bemerkt. 

Die Wielandsteine waren ein beliebtes Klettergebiet. Damit ist es jetzt erst mal vorbei. Nach dem Felssturz wurde der Bereich um die Wielandsteine gesperrt. Über eine Wiedereröffnung des Wanderwegs direkt bei den Wielandsteinen ist mit Stand Februar 2015 nichts bekannt.

Das Besondere an den Wielandsteinen besteht darin, dass es sich hier um freistehende Felsgipfelchen handelt. Es gibt auf der Schwäbischen Alb zwar sehr viele Felsen. Die Mehrzahl dieser Felsen ist jedoch nicht freistehend. Vielmehr befinden sich die sichtbaren Massenkalkfelsen in der Mehrzahl am Albtrauf direkt an der oberen Hangkante.

Die Wielandsteine befinden sich innerhalb des Naturschutzgebiets "Tobeltal mit Mittagsfels und Wielandstein". Die Wielandsteine sind auch als Geotop ausgewiesen. Sie bestehen aus Weißjura Delta-Gestein.

Nach dem Felssturz ist der Wanderweg am Fuß der Felsen sowie zur Burgruine Wielandstein bis auf weiteres gesperrt. Man kann vom Albtrauf aus dem größten Wielandstein jedoch sehr nahe kommen und den Felssturz sehen. Dies ist am Besten während der vegetationslosen Jahreszeit möglich. Auch vom Kopf der sogenannten linken Tobelfelsen auf der Nordseite des Tobeltals kann man zun den Wielandsteinen hinüberblicken.

Wie kommt man hin?
Man kann sich den Wielandsteinen von verschiedenen Richtungen nähern und trotz der Wegsperrung den Felssturz sehen.

Ein möglicher Ausgangspunkt für eine kleine Wanderung zu den Wielandsteinen ist der Wanderparkplatz zwischen Diepoldsburg und Engelhof auf der Albhochfläche. Von der Autobahn-Anschlussstelle Kirchheim/Teck der A8 fährt man auf der B 465 in Richtung Süden und biegt bei erster Gelegenheit nach links auf die K 1250 Richtung Nabern ab. Hinter Nabern kommt man an der Kreisverkehrsanlage vorbei, wo die Straße nach Bissingen an der Teck abzweigt. Als nächstes zweigt die Straße hinauf auf die Albhochfläche nach Ochsenwang ab (ebenfalls K 1250).

Genau dort, wo diese Straße die Albhochfläche erreicht (noch vor Ochsenwang) biegt man nach rechts auf ein Sträßchen ab, das zunächst zur Diepoldsburg (Hofdomäne) führt. Man fährt weiter bis zum Ende des für den öffentlichen Kfz-Verkehr zugelassenen Bereichs. Dort befindet sich ein Parkplatz.

Vom Parkplatz folgt man dem Sträßchen weiter bis zum Engelhof. Von dort folgt man den Wanderwegschildern Richtung Wielandsteine. Man kann vom Albtrauf bis vor die Wielandsteine absteigen. Dann ist der Weiterweg bis auf weiteres versperrt. Die Entfernung vom Parkplatz bis zu den Wielandsteinen ist ca. 2,8 Kilometer.

Ca. 1,6 Kilometer ab dem Parkplatz zweigt vom Weg ein Wanderweg nach rechts ins Tobeltal ab. Geht man auf diesem Weg ca. 100 Meter, zweigt eine Spur direkt am Albtrauf nach halbrechts ab, mit der man zu den linken Tobelfelsen kommt. Von hier bietet sich ein guter Blick auf die Wielandsteine.     

Das Lenninger Tal mit der Burg Teck ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Lenninger Tal mit der Burg Teck. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit diesem Gebiet befassen, verlinkt.
Blick vom Albtrauf oberhalb der Wielandsteine auf den größten Wielandstein: Der Felsausbruch ist auf der rechten Seite (Nordseite) des Felsens erfolgt. Rechts im Bild ist das Tobeltal, ein Seitental des Lenninger Lautertals. Dieses Tal ist im Mittelgrund zu sehen. Die Lenninger Lauter fließt im Bild von links nach rechts. Man sieht auch noch einen Teil des Orts Lenningen-Oberlenningen.
Blick auf den Größten der Wielandsteine: Dieser Felszahn hat als Folge des Felzsturzes an Höhe eingebüßt. Auch das Gipfelkreuz ist verschwunden.
In der vegetationslosen Jahreszeit kann man vom Albtrauf aus am Besten auf den Wielandstein blicken.
Blick auf den Wielandstein mit der Ausbruchstelle rechts im Bild
Der am Fuß der Wielandsteine entlanglaufende und zur Burgruine Wielandstein führende Wanderweg ist seit dem Felssturz am 14.01.2015 bis auf weiteres gesperrt.
Blick vom Fuß der Wielandsteine über das oberste Tobeltal hinweg auf die linken Tobelfelsen
Blick vom Kopf der linken Tobelfelsen über das Tobeltal hinweg zu den Wielandsteinen: Unterhalb des Felszahns sieht man die Schneise im Wald, die der Felssturz verursacht hat.

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