Montag, 17. August 2009

Der Naturpark Obere Donau

Der Naturpark Obere Donau wird vielleicht nicht immer auf den ersten Blick mit der Schwäbischen Alb in Verbindung gebracht. Jedoch befindet sich der überwiegende Teil dieses Naturparks auf der Schwäbischen Alb. Zudem ist dies der zur Zeit einzige Naturpark dieses Mittelgebirges.

In den Jahren 2000 / 2001 war ein weiterer Naturpark in Vorbereitung, der Naturpark Schwäbische Alb. Den Planungen, die von den Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen vorangetrieben wurden, war jedoch kein Erfolg beschieden. Das seit etwas über einem Jahr bestehende Biosphärengebiet Schwäbische Alb könnte man als den Nachfolger des nicht realisierten Naturparks Schwäbische Alb bezeichnen.

Der Naturpark Obere Donau ist 135.019 Hektar oder 1.350 Quadratkilometer groß. Er wurde im Jahr 1980 gegründet und im Jahr 2005 um ca. ein Drittel vergrößert. Der Naturpark umfasst, wie der Name andeutet, den Durchbruch der Donau durch die Juratafel zwischen Tuttlingen und Sigmaringen. Nach Norden erstreckt sich der Naturpark im Einzugsgebiet der Bära weit die Albhochfläche hinauf teilweise bis zum Nordrand der Alb, dem Albtrauf. Die Vergrößerungsfläche des Naturparks umfasst große Teile des nördlichen Laucherttals. Südlich der Donau erstreckt sich der Naturpark über die Schwäbische Alb hinaus bis nach Oberschwaben.

Das Informationszentrum des Naturparks befindet sich im Bahnhofsgebäude von Beuron, einem Ort mit einem bekannten Kloster im Donautal. Der Naturpark hat zum Ziel, die einmaligen Natur- und Kulturlandschaften des oberen Donautals sowie der Seitentäler Bära und Lauchert, der Albhochfläche und der eiszeitlich geprägten Landschaften Oberschwabens zu schützen und zu entwicklen. Hauptsehenswürdigkeit des Naturparks ist der canyonartige Durchbruch der Donau durch die Juratafel mit den größten Felsen von Baden-Württemberg. Vielleicht nicht ganz so imposant, aber nicht weniger schön sind die Seitenflüsse der Donau, die teilweise noch in natürlichem Lauf durch die Wiesen mäandrieren können. Auch die Hochfläche der Schwäbischen Alb mit den Magerwiesen und Wacholderheiden ist sehenswert.

Das Obere Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen gehört zu den Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Obere Donautal. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.

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