Freitag, 4. September 2009

Der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg ist Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Der bekannteste Weitwanderweg der Schwäbischen Alb und des Schwäbischen Albvereins ist der Hauptwanderweg 1 (HW 1), auch Schwäbische Alb-Nordrand-Weg oder Nordrandlinie genannt. Dieser Weg führt von Donauwörth bis Tuttlingen auf insgesamt 365 Kilometern immer ungefähr am Albtrauf, also dem Nordrand der Schwäbischen Alb, entlang.

Nun wurde der Schwäbische Alb-Nordrand-Weg vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert. Am 2. September 2009 überreichte der Präsident des Deutschen Wanderverbands, Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß die Urkunde an den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, Günther H. Oettinger. Die Übergabe fand auf dem Breitenstein statt, das ist ein Aussichtsfelsen am Albtrauf östlich gegenüber dem Teckberg.

Nachdem nun deutschlandweit bereits fast 50 Weitwanderwege das Qualitätssiegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" erhalten haben, war es wirklich an der Zeit, dass auch ein Wanderweg auf der Schwäbischen Alb geadelt wurde. Die Entwicklung in den letzten Jahren ist hier fast ein wenig an der Schwäbischen Alb und an Baden-Württemberg vorbeigegangen. Immerhin war der Schwäbische Albverein einer der ersten Wandervereinigungen überhaupt und er ist heute immer noch der größte Wanderverband in Deutschland.

Voraussetzung für die Zertifizierung war, dass der Wegverlauf in einigen Abschnitten verbessert wurde. Nur so konnten die Anforderungen des Deutschen Wanderverbands erfüllt werden.

Ich bin mit der Wegbeschilderung des Schwäbischen Albvereins nicht vollumfänglich zufrieden. Hier wird selbstverständlich viel mühsame und ehrenamtliche Arbeit geleistet. Jedoch hat der benachbarte Schwarzwaldverein in den vergangenen Jahren gezeigt, wie man eine vorbildliche und über den ganzen Schwarzwald einheitliche Beschilderung vornehmen kann. Oder man denke nur an die Schweiz, wo im ganzen Land eine einheitliche Wanderwegbeschilderung besteht, die keine Wünsche offenlässt.

Die Wanderwegbeschilderung auf der Schwäbischen Alb kommt einem demgegenüber vielfach improvisiert vor. Die Schilder sind nicht einheitlich. Sie sind nicht an stabilen Metallpfosten befestigt, sondern hängen irgendwo, z.B. an Bäumen. Es gibt eine Vielzahl von Zeichen, die mehr verwirren als informieren.

Es führt kein Weg daran vorbei: der Schwarzwaldverein hat jetzt einen Maßstab gesetzt, dem früher oder später die anderen Gebiete in Baden-Württemberg folgen müssen. 

Hier gibt es eine Übersicht über den Schwäbische Alb-Nordrand-Weg (Albsteig). Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Schwäbische Alb-Nordrand-Weg beschäftigen, verlinkt.  

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