Sonntag, 20. Juni 2010

Kehlen - ein Tausender der Schwäbischen Alb

Der Kehlen ist einer der zwölf Erhebungen der Schwäbischen Alb, die 1.000 Meter ü NN oder höher sind.

Zwölf Tausender, also Berge mit einer Höhe von 1.000 m ü NN oder höher, gibt es auf der Schwäbischen Alb. Alle Tausender befinden sich in einem relativ eng umrissenen Gebiet auf der Südwestalb. Die einzelnen Gipfel ragen zum Teil kaum über die Hochfläche der Schwäbischen Alb hinaus. Einer dieser Gipfel ist der 1.001 m ü NN hohe Kehlen südöstlich von Gosheim.

Den Kehlen kann man auf längeren und kürzeren Wegen erreichen. Wandert man im Verlauf des hervorragend beschilderten Donauberglandwegs (siehe auch Post vom 24.04.2010) von Gosheim nach Spaichingen, kann man den Kehlen garantiert nicht verfehlen. Allerdings ist dies eher eine längere Wanderung. Vom Startpunkt bei Gosheim bis zum Kehlen ist man 10,5 Kilometer unterwegs, denn der Donauberglandweg unternimmt erst einmal eine große Schleife um Gosheim herum.

Der kürzeste Zustieg zum Kehlen mit einem Höhenunterschied von nur ca. 20 Metern und einer Dauer von 5 bis 10 Minuten ist von einem Parkplatz an der Straße von Gosheim nach Böttingen aus. Diese Straße steigt von Gosheim aus zunächst einmal sehr steil in Richtung Südosten auf die Albhochfläche an. Unmittelbar am Ende der Steigung gibt es eine schlecht ausgeschilderte Straßenverzweigung. Dort nimmt man den rechten Ast. Nur wenige 100 Meter hinter der Verzweigung befindet sich rechts der Straße der Parkplatz.

Noch ein weiterer Weitwanderweg, der Schwäbische Alb - Nordrandweg, führt über den Kehlen. Auf diesem Weg kann man in direktem Verlauf von Gosheim zum Kehlen ansteigen. Der Höhenunterschied ist ca. 160 Meter, die Entfernung ca. 2 Kilometer.

Über eine wunderschöne Trockenwiesen- und Wacholderlandschaft erreicht man den Gipfel des Kehlen.

Am heute parkartigen Gipfelbereich des Kehlen wurde früher Gestein abgebaut.


Der Kehlengipfel befindet sich unmittelbar am Albtrauf. Der Blick geht hier nach Südwesten hinüber zum Hummelsberg, einem weiteren Tausender der Schwäbischen Alb. Bei klarer Sicht sieht man über das obere Neckarland hinweg bis zum Schwarzwald.

Ein Gipfelkreuz - auf der Schwäbischen Alb sonst eher selten anzutreffen - und eine Bank befinden sich am Kehlengipfel.

Der Albtrauf fällt vom Kehlengipfel in großer Steilheit nach Westen ab.

Blick vom Kehlengipfel in Richtung Nordwesten auf Gosheim, das sich in halber Höhenlage am Albtrauf befindet. Von Gosheim nach rechts verläuft das Tal der Unteren Bära, die sich später mit der Oberen Bära zur Bära vereinigt und bei Fridingen in die Donau mündet. Das Tal der Unteren Bära ist bei Gosheim ein sogenanntes geköpftes Tal. Es erstreckte sich vor Jahrmillionen viel weiter nach Nordwesten (im Bild nach links und nach hinten). Der tiefer als das Donausystem gelegene und deshalb aggressivere Neckar hat sich jedoch immer weiter nach Südosten vorgegraben und den Albtrauf verschoben. So kommt es, dass Gosheim gleichzeitig in einem Tal und auf dem Albtrauf liegt. 

Der Donauberglandweg und der Schwäbische Alb-Nordrandweg, beide vom Deutschen Wanderverband zertifizierte Wanderwege, führen über den Kehlengipfel.

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