Samstag, 20. Dezember 2014

Die Schwäbische Alb ist eine von 30 Hotspot Regionen der biologischen Vielfalt in Deutschland


Das Bundesamt für Naturschutz hat die Schwäbische Alb zusammen mit 29 anderen Gebieten in Deutschland zu einer Hotspot Region der biologischen Vielfalt ernannt.

Die 30 Hotspot Regionen wurden im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt ernannt. Dieses Programm unterstützt seit Anfang 2011 die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt. Im Rahmen dieses Programms können Vorhaben gefördert werden, denen im Rahmen der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter und maßstabsetzender Weise umsetzen. Dazu gehören auch Vorhaben in den 30 festgelegten Hotspot Regionen.


Für jeden Hotspot sollen ein Konzept erarbeitet sowie beispielhafte Maßnahmen umgesetzt werden. Diese sollen Prozesse in die Wege leiten, die helfen, die naturraumtypische Vielfalt von Landschaften, Lebensräumen und Lebensgemeinschaften sowie die gebietstypische, natürlich und historisch entstandene Artenvielfalt zu erhalten bzw. zu verbessern. „Regionale Partnerschaften“ aus Städten und Gemeinden, Naturschutzakteuren sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern sollen so eine langfristige Sicherung der Hotspots gewährleisten. Bisher wurden Maßnahmen in vier Hotspots in die Wege geleitet. Die Schwäbische Alb gehört noch nicht dazu.

Der Hotspot Schwäbische Alb umfasst eine Fläche von 2.055,37 Hektar und erstreckt sich über die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Esslingen, Göppingen, Ostalbkreis, Reutlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Tübingen, Tuttlingen und Zollernalbkreis. Die folgenden Landschaftsräume sind betroffen: Albvorberge des Südwestlichen Albvorlandes, Baaralb, Hohe Schwabenalb, Oberes Donautal, Vorberge und Randhöhen der Mittleren Kuppenalb.

Im Norden reicht das Gebiet bis Waldstetten, im Osten bis Böhmenkirch, im Süden bis zum Donautal und im Westen bis Donaueschingen. Der Schwerpunkt des Gebiets liegt im Bereich des Albtraufs sowie des Oberen Donautals und der Westalb. Das Gebiet ist durch Hangbuchenwälder, Schluchtwälder, Felsen, zahlreiche Schichtquellen, Kalksinterterrassen, Streuobstwiesen, Magerrasen, Wacholderheiden, Trockentäler, Höhlen, Dolinen und Berg-Mähwiesen charakterisiert. Kennzeichnend für die Flora der Schwäbischen Alb sind neben den extensiven Grünlandbereichen, Streuobstwiesen und Hangwäldern vor allem die Fels­standorte mit einer Mischung von mitteleuropäischen Arten mit dealpinen, sub­mediterranen und gemäßigt kontinentalen Pflanzenarten. Zudem gibt es vor allem im Südwesten, nach Nordosten ausklingend, einen hohen Anteil an Reliktarten der Zwischen- und Nacheiszeit. 

Diese Vielfalt war maßgebend dafür, dass die Schwäbische Alb zu den 30 Hotspot Regionen der biologischen Vielfalt in Deutschland gehört. Sobald es konkrete Maßnahmen für den Hotspot Schwäbische Alb gibt, wird hier in diesem Blog berichtet.


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