Dienstag, 6. November 2018

Thementafel "Ein langer Kampf - Dettinger Bürger und Albverein retten das Hörnle" im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs

Die Thementafel "Ein langer Kampf - Dettinger Bürger und Albverein retten das Hörnle" befindet sich auf dem Gipfel des Hörnle im Bergzug zwischen dem Ermstal und dem Neuffener Talkessel sowie im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs, eines Qualitätswegs Wanderbares Deutschland, der von Metzingen nach Neuffen führt.

Im Rahmen der Neukonzeption des Gustav-Ströhmfeld-Wegs wurden in den Jahren 2012/13 zahlreiche Thementafeln im Wegverlauf aufgestellt. Sie informieren über die Geologie, die Landschaftsgeschichte und die Biologie der Landschaft am Albtrauf zwischen Metzingen und Neuffen.

Das Hörnle ist mit einer Höhe von 707 m ü NN der höchste Punkt des Bergzugs, der vom Jusiberg bis zur Albhochfläche bei der Berghalbinsel Kienbein verläuft und das Ermstal vom Neuffener Talkessel trennt.

Die Thementafel informiert über die Geschichte des großen Steinbruchs am Nordhang des Hörnle. Fast wäre der Gipfel des Hörnle diesem Steinbruch zum Opfer gefallen. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Kampf um die Erweiterung des im Jahr 1902 gegründeten Steinbruchs Hörnle ausgetragen.


Im Jahr 1956 wurde in Dettingen an der Erms eine der ersten Bürgerbefragungen in der Geschichte des Landes Baden-Württemberg organisiert. Hierbei sprachen sich 72 Prozent der Wähler gegen weitere Verhandlungen mit dem Zementwerk aus. Der Gemeinderat schloss sich diesem Votum an. Damit war der Gipfel des Hörnle gerettet und das Landschaftsbild des Ermstals auf der Südseite des Hörnle blieb bewahrt. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde das Zementwerk bereits im Jahr 1975 geschlossen. Im Jahr 1997 wurde das Hörnle mit dem Steinbruch als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Die Tafel beinhaltet auch eine Wegverlaufsskizze des Gustav-Ströhmfeld-Wegs. Zudem sind zwei QR-Codes aufgedruckt. Am unteren Rand der Tafel sind die Institutionen aufgeführt, die die Thementafel ausgeführt oder bezuschusst haben. Das sind der Schwäbische Albverein, die Gemeinde Dettingen an der Erms und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb.

Wie kommt man hin?
Wandert man im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs Metzingen-Neuffen, kommt man auf dem Gipfel des Hörnle an der Thementafel vorbei.

Der Hörnlegipfel befindet sich zwischen den Einschartungen des Sattelbogen und beim Schillingskreuz. Den Sattelbogen erreicht man auf Wanderwegen sowohl von Neuffen als auch von Dettingen an der Erms aus. Das Schillingskreuz ist ebenfalls auf Wanderwegen von Neuffen und von Dettingen an der Erms aus zugänglich. Im Sattelbogen bzw. beim Schillingskreuz trifft man auf den Gustav-Ströhmfeld-Weg.

Weitere Informationen
Neuffen - eine Stadt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Post vom 21.08.2019

Das Ermstal mit Bad Urach ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Ermstal befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über den Gustav-Ströhmfeld-Weg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Gustav-Ströhmfeld-Weg befassen, verlinkt.

Hier gibt es eine Übersicht über die Biosphärengebietsgemeinde Dettingen an der Erms. Von dort sind alle Artikel dieses Blogs, die sich mit Dettingen befassen, verlinkt. 
Auf dem Gipfel des Hörnle an einem Tag nach einem Wintereinbruch im Herbst: Links im Bild sieht man die Thementafel zum Steinbruch Hörnle.

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