Sonntag, 25. September 2016

Premiumweg Hossinger Hochalb (HochAlbPfade) bei Meßstetten-Hossingen, Teil 1

Der Premiumweg Hossinger Hochalb ist einer von drei Premiumwegen, die in der Gemarkung der Stadt Meßstetten auf der Zollernalb eingerichtet worden sind.

Man darf den Premiumweg Hossinger Hochalb nicht mit dem älteren und möglicherweise bekannteren Premiumweg Hossinger Leiter verwechseln. Der Premiumweg Hossinger Leiter gehört zur Premiumweggruppe der Traufgänge und wurde von der Stadt Albstadt eingerichtet. Der Premiumweg Hossinger Hochalb der benachbarten Stadt Meßstetten verläuft allerdings gar nicht so weit weg vom Premiumweg Hossinger Leiter. Beide Wege haben sogar einen gemeinsamen Streckenabschnitt. Die Hossinger Leiter kann man mit einem Abstecher von ca. 100 Meter auch dann besichtigen, wenn man im Verlauf des Premiumwegs Hossinger Hochalb unterwegs ist.

Der Premiumweg Hossinger Hochalb wurde im September 2014 zertifiziert. Der Weg erhielt vom Deutschen Wanderinstitut e.V. 62 Erlebnispunkte. Die Zertifizierung ist bis September 2017 gültig. Dann muss sie erneuert werden.  

Der Weg ist 13,9 Kilometer lang und beschreibt einen Rundkurs über die Albhochfläche nördlich und westlich von Meßstetten-Hossingen. Die Wegstrecke ist relativ komplex mit vielen Richtungsänderungen. Es gibt auch einen Verbindungsweg, mit dem man die Runde abkürzen kann und z.B. nur eine Hälfte des Wegs begehen kann.

Im Wegverlauf finden sich mehrere Aussichtsfelsen, eine Keltenschanze, Weide- und Magerwiesenlandschaften, eine restaurierte Burgstelle und herrliche Wälder. Der Wegverlauf wurde mit neuen Sitzbänken und teilweise Sitzgruppen und Panoramaliegen ausgestattet.

Mittwoch, 21. September 2016

Die Burgstelle Hossingen (Hossenburg) bei Meßstetten-Hossingen auf der Zollernalb

Die ehemalige Burg des heute zu Meßstetten gehörenden Orts Hossingen auf der Zollernalb befand sich südlich von Hossingen im Burtelbachtal, einem Seitental des Bäratals.

Eine Tafel bei der heutigen Burgstelle listet wichtige Daten der Geschichte der Burg auf. Demnach wurde die Burg Mitte bis Ende des 13. Jahrhunderts oberhalb der Burtelbachquelle erbaut. Erbauer und Bewohner der Burg waren mit hoher Wahrscheinlichkeit die Herren von Tierberg und deren Nachkommen. Im 15. Jahrhundert verfiel die Burganlage. 

1916 fanden bei der Burgstelle Ausgrabungen und Mauerfreilegungen statt mit dem Ziel, den Grundriss der Burg festzustellen. Im Jahr 2010 begann das jüngste Kapitel der Beschäftigung mit der ehemaligen Burg. Es wurden digitale Geländeaufnahmen und Rekonstruktionen der Anlage durchgeführt, die zu diesem Zeitpunkt bewachsen und praktisch nicht mehr zu erkennen war. 2011 bis 2013 wurden mit Förderung des Naturparks Obere Donau die Anlage freigelegt, Wege hergestellt und eine Brücke über den ehemaligen Halsgraben gebaut, um das Kulturdenkmal zu erhalten und zu erschließen.

Die Burg "Ob dem Burtel bei Hossingen" bestand im Wesentlichen aus der Vorburg, dem Halsgraben, einer Zugbrücke, dem Torturm, dem Burghof, dem Gesindehaus und dem Wohnturm. Obwohl praktisch keine Bauten mehr zu sehen sind, lohnt sich ein Besuch wegen der freigelegten Wege und der neuen Brücke.

Samstag, 17. September 2016

Aussicht vom Gräbelesberg bei Albstadt-Laufen

Der Gräbelesberg ist ein markanter Punkt des Albtraufs auf der Zollernalb bei Albstadt-Laufen. Der Gräbelesberg springt aus dem Albtrauf in Richtung Norden gegen das Eyachtal vor und beinhaltet einen eigenständigen Hochpunkt. Auf dem 915 m ü NN hohen Berg befindet sich eine historische Wallanlage.

Vom Gräbelesberg hat man eine wunderschöne Aussicht auf die Bergwelt in der Umgebung des Eyachtals. Allerdings gibt es keinen Punkt, von dem aus eine Rundumsicht geboten wird. Vielmehr gibt es von verschiedenen Punkten am Rand des Plateaus des Gräbelesbergs eine Sicht in eine jeweils andere Richtung. Diese Sicht wird durch verschiedene Felsen ermöglicht, die den Rand des Gräbelesbergs säumen.

Es ist problemslos möglich, die verschiedenen Aussichtspunkte auf dem Gräbelesberg aufzusuchen. Es gibt einen Rundweg um das Gipfelplateau, der auch Bestandteil gleich zweier Premiumwege ist, einmal des Premiumwegs Hossinger Leiter aus der Wegegruppe der Traufgänge bei Albstadt, zum anderen des Premiumwegs Hossinger Hochalb aus der Wegegruppe der HochAlbPfade bei Meßstetten.

Dienstag, 13. September 2016

Aussichtspunkt Maierhalde bei Donzdorf-Kuchalb - einer der schönsten Aussichtspunkte der Schwäbischen Alb

Die Maierhalde, ein Punkt am Albtrauf bei Donzdorf-Kuchalb im Landkreis Göppingen, wird zu den schönsten Aussichtspunkten der gesamten Schwäbischen Alb gezählt.

Die Aussicht von der Maierhalde wird vom sehr bewegten Albtrauf sowie von den dem Albtrauf vorgelagerten Zeugenbergen bestimmt. Bei der Maierhalde befinden sich ein Flurkreuz, eine Panoramatafel sowie eine Sitzgruppe.

Sichtbar sind zum Beispiel die Drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. Wichtige Eckpunkte des Albtraufs wie das Kalte Feld, der Messelstein und der Hohenstein sind ebenfalls zu sehen. Man sieht auch das Filstal sowie Teile des Lautertals, eines Seitentals des Filstals (es gibt auf der Schwäbischen Alb mehrere Flüsse mit Namen Lauter).    

Freitag, 9. September 2016

Die Nebelhöhle - eine der bekanntesten Schauhöhlen Deutschlands

Die Nebelhöhle bei Sonnenbühl-Genkingen ist eine der bekanntesten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb und darüber hinaus ganz Deutschlands.

Beim Großparkplatz der Nebelhöhle befindet sich eine Informationstafel, die über das Nebelhöhlenfest und auch über die Nebelhöhle Auskunft gibt. Demnach ist die Nebelhöhle eine Tropfsteinhöhle mit einer Länge von 803 Metern. Der für Besucher erschlossene Teil erstreckt sich über 380 Meter. 

Im Jahr 1486 wurde zum ersten Mal ein Nebelloch urkundlich erwähnt. Dieses Loch ist heute noch vorhanden. Es ist eine Felsspalte in der Höhlendecke, durch die Tageslicht in die Höhle fällt. Die Felsspalte befindet sich heute in der letzten Halle der für Besucher zugänglichen Höhle. Insbesondere im Winter stieg Nebel aus der Felsspalte auf. Daher hat die Höhle ihren Namen.

Montag, 5. September 2016

Aussicht vom Hohenstein bei Gingen an der Fils

Der Hohenstein ist ein Fels und Eckpunkt des Albtraufs im Landkreis Göppingen. Fährt man von Geislingen/Steige in Richtung Göppingen, ist der Hohenstein der Punkt, wo der Albtrauf vom Rand des Filstals in Richtung Osten abknickt. Umgekehrt ist der Hohenstein bei einer Fahrt von Göppingen in Richtung Geislingen/Steige (zum Beispiel im Verlauf der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm) der erste Punkt auf der linken Seite, wo der Albtrauf an das Filstal heranrückt.

Die Aussicht vom Hohenstein ist wegen des dichten Baumbewuchses nur eingeschränkt möglich. Einen freien Blick hat man nur in Richtung Westen. Man überblickt das Filstal bei Gingen/Fils sowie weiter flussabwärts bis über Göppingen hinaus. Zu sehen ist auch der Albtrauf auf der orographisch linken Seite des Filstals mit dem Wasserberg, dem Fuchseck und dem Turmberg bei Aichelberg.  

Donnerstag, 1. September 2016

Infotafeln in und bei Lenningen im Biosphärengebiet Schwäbische Alb

Im Rahmen der Besucherlenkungskonzeption für das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ist unter anderem eine einheitliche Beschilderung bei den Wanderparkplätzen vorgesehen. Dieses Konzept wurde bisher in den Landkreisen Esslingen und Reutlingen sowie in der Gemeinde Westerheim im Alb-Donau-Kreis umgesetzt.

Im Landkreis Esslingen wurden bereits im Jahr 2010 ca. 70 Infotafeln aufgestellt. Auch an den Wanderparkplätzen und anderen wichtigen Stellen in der Gemeinde Lenningen im Landkreis Esslingen wurden die in einem einheitlichen Layout gehaltenen Tafeln aufgestellt. Lenningen befindet sich mit der gesamten Gemarkung im Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Im Osten ist die Gemeindegrenze gleichzeitig die Außengrenze des Biosphärengebiets.

Nachfolgend werden die einzelnen Standorte der Infotafeln in der Gemeinde Lenningen aufgelistet, geordnet nach dem Standortnamen. Genannt wird der in der Titelleiste der Tafel genannte Name des Standorts mit Höhenangabe, wo vorhanden. Sofern der Standort nicht allgemein bekannt ist, wird eine Erläuterung zum Standort hinzugefügt. Genannt werden auch die standortabhängigen Themen, die auf der jeweiligen Infotafel behandelt werden. Jede Infotafel umfasst darüber hinaus eine Karte der Umgebung des Standorts mit den Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten und Kernzonen des Biosphärengebiets sowie allgemeine Infos über das Biosphärengebiet.    

Sonntag, 28. August 2016

Auf dem Bad Uracher Rundwanderweg Nr. 6 "Über den Grünen Weg" durch das Ermstal

Im Gemeindegebiet von Bad Urach wurden 25 Rundwanderwege gemäß der neuen Wanderwegekonzeption Schwäbische Alb mit grünen Wegweisern und dem Wegzeichen "gelber Kreisring auf weißem Grund" ausgestattet. Darunter befinden sich die fünf Grafensteige, die vom Deutschen Wanderinstitut e.V. als Premiumwege zertifiziert worden sind.

Neben den Grafensteigen gibt es zwanzig weitere Rundwanderwege, die mit den Ziffern 1 bis 20 versehen sind. Im heutigen Post in diesem Blog wandern wir im Verlauf des Rundwanderwegs Nr. 6, der den Titel "Über den Grünen Weg" hat. Dies ist der bisher jüngste Rundwanderweg, der in Bad Urach eingerichtet worden ist.

Der Rundwanderweg Nr. 6 verläuft als Rundweg im Ermstal zwischen dem Bahnhof von Bad Urach und der Georgenau. Man kann den Weg in beiden Richtungen begehen. Wir gehen den Weg entgegen dem Uhrzeigersinn. Der Weg bleibt zwischen dem Bahnhof und der Georgenau im Talgrund des Ermstals. Auf dem Rückweg steigt der Weg zweimal ein wenig am rechten Berghang des Ermstals an. Die Wegbeschaffenheit ist sehr unterschiedlich. Im ersten Wegteil geht es bequem am Talgrund entlang im Verlauf von Fahrwegen. Der zweite Wegteil umfasst Waldwege und Pfade, von denen einige in sehr schlechtem Zustand sind. Die Länge des Rundwanderwegs beträgt 8,9 Kilometer. Der Verlauf des Wegs im Ermstal oder in dessen Nähe bedeutet auch, dass der Straßenverkehrslärm immer präsent ist, mal mehr, mal weniger.

Mittwoch, 24. August 2016

Weitwanderwege "Albsteig" und "Albtraufgänger" laufen ohne Koordination nebeneinander her

Die Weitwanderwege "Albsteig" und "Albtraufgänger" gehören sicher zur ersten Kategorie der Weitwanderwege auf der Schwäbischen Alb.

Der 365 Kilometer lange Albsteig (anderer Name: Schwäbische Alb-Nordrand-Weg) ist Mitglied im exklusiven Klub "Top Trails of Germany" und wurde vom Deutschen Wanderverband mit dem Label Qualitätsweg Wanderbares Deutschland ausgezeichnet.

Der 100 Kilometer lange Albtraufgänger ist ebenfalls ein Qualitätsweg Wanderbares Deutschland. Darüber hinaus wurde der Weg von der Europäischen Wandervereinigung mit dem Label "Leading Quality Trail - Best of Europe" ausgezeichnet.

Zwischen Gingen an der Fils und der Burgruine Reußenstein verlaufen die beiden Weitwanderwege immer wieder auf kürzeren oder längeren Abschnitten gemeinsam. Hier zeigt sich im Jahr 2016, dass die Weitwanderwelt doch nicht in ganz so rosigen Farben strahlt, wie man das bei der Betrachtung der vielen Auszeichnungen der Wege glauben mag.

Die Markierung, Beschilderung und Wegweisung der beiden Weitwanderwege Albsteig und Albtraufgänger ist im Verlauf der gemeinsamen Abschnitte in keinster Weise aufeinander abgestimmt. Jeder Weg kocht sein eigenes Süppchen. Und das sieht aus Nutzersicht überhaupt nicht gut aus. 

Samstag, 20. August 2016

Die Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb verfügt über das Biosphärenzentrum Schwäbische Alb beim Alten Lager am Rand des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen sowie über 17 weitere Informationszentren, die über das Biosphärengebiet verstreut sind.

Im heutigen Post in diesem Blog werden die Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb mit einigen Daten aufgelistet. Zukünftig werden alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Informationszentren des Biosphärengebiets Schwäbische Alb befassen, vom heutigen Artikel aus verlinkt. Der heutige Artikel wird auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.