Sonntag, 3. Januar 2010

Rundweg zum Uracher Wasserfall im Winter



Der Uracher Wasserfall gehört zu den größten Natursehenswürdigkeiten und Hauptattraktionen der Schwäbischen Alb. Der Uracher Wasserfall befindet sich innerhalb des Naturschutzgebiets "Rutschen".

Der Wasserfall bildet zu den verschiedenen Jahreszeiten und auch während der verschiedenen Witterungsperioden immer wieder ein anderes Bild. Um den Wasserfall und seine Umgebung also richtig kennenzulernen, muss man immer wieder dorthin gehen.

Zum Beispiel im Frühling, wenn unter dem noch kahlen Blätterdach die Waldblumen blühen und der Wasserfall als Folge der Schneeschmelze auf der Albhochfläche sehr viel Wasser führt. Ober im Sommer, wenn man den Wasserfall aus der Ferne unter dem dichten grünen Blätterdach nur hört und er aus der Nähe willkommene Kühle spendet. Nicht weniger schön ist der Herbst, wenn die Wälder sich im Farbenrausch befinden und der Wasserfall dadurch fast zur Nebensache wird. Und nicht zuletzt hat es auch der Winter in sich, wenn das Wasser in seinem flüssigen und auch in seinem festen Aggregatzustand zu sehen ist.

Dabei unterscheiden sich die Verhältnisse auch an einzelnen Tagen im Winter stark voneinander. Das Bildmaterial von diesem Post stammt von heute, dem 3.Januar 2010. Der Winter zeigt sich zwar seit zwei Tagen von seiner strengen Seite und es liegt eine ca. 5 bis 10 Zentimeter hohe Schneedecke. Die Kälte reicht jedoch noch nicht aus, um den Wasserfall vollends zur Eissäule erstarren zu lassen. So bietet sich zur Zeit das Schauspiel eines stark wasserführenden Falls in einer Winterlandschaft.

Von Bad Urach aus empfiehlt sich im Winter ein kleiner Rundweg, indem man auf der Ostseite des Meisentals und Brühltals zum Wasserfall geht und auf der Westseite des Tals wieder zurückgeht. Die Wege sind auch im Winter gut getreten, teilweise ist es an geneigten Stellen etwas rutschig.

Ab dem Bahnhof Bad Urach Wasserfall der Ermstalbahn geht man mit dem Wegzeichen blaues Dreieck zwei Kilometer bis zum Wasserfall auf der Ostseite des Meisen- und Brühlbachtals, wo der Hauptweg zum Wasserfall verläuft. Der Rückweg auf der Westseite des Tals ist kaum länger, so dass man hin und zurück gut vier Kilometer unterwegs ist. Mit dem Auto parkt man auf dem großen Parkplatz P23 im Meisental. Von dort sind es ca. 1,8 Kilometer zum Wasserfall, hin und zurück ca. 3,7 Kilometer.

Wenn man an einem schönen Wochenende unterwegs ist, muss man sich darauf einstellen, nicht alleine unterwegs zu sein. Aber das dürfte nicht unerwartet sein, siehe beim Anfang des Textes.


Hier gibt es eine Übersicht über die Naturschutzgebiete im Landkreis Reutlingen. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen Naturschutzgebieten im Landkreis Reutlingen beschäftigen, verlinkt.

Das Ermstal mit Bad Urach ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über das Ermstal mit Bad Urach. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt. 

Siehe auch:
Uracher Wasserfall im Post vom 17.08.2009 in diesem Blog
Gütersteiner Wasserfälle bei Bad Urach im Post vom 16.10.2009 
Premiumweg Wasserfallsteig (Grafensteige) bei Bad Urach im Post vom 15.09.2014

Nach einer relativ feuchten Witterungsperiode führt der Brühlbach bei Bad Urach auch bei Temperaturen unter Null Grad viel Wasser.

Im Winter bei fehlendem Blätterdach ist der Uracher Wasserfall noch besser aus der Ferne sichtbar als im Sommer.

37 Meter im freien Fall stürzen die Wasser des Uracher Wasserfalls hinab.

Und nach den 37 Metern Fallhöhe stürzen die Wasser des Uracher Wasserfalls weitere 50 Meter über ein moosbewachsenes Kalktuffpolster hinab.

Das kalkhaltige Wasser des Uracher Wasserfalls scheidet einen Teil des Kalks beim Aufprall und beim Hinabstürzen wieder aus. Auf diese Weise wird pro Jahr ca. 6 Kubikmeter Kalktuff ausgeschieden.

Winterdetail am Fuß des Uracher Wasserfalls

Beim Rückweg vom Uracher Wasserfall auf der Westseite des Brühlbachtals zeigt sich die Alblandschaft in ihrer ganzen Schönheit.

Auf der gegenüberliegenden Talseite thront die sonnenbeschienene Burgruine Hohenurach.

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