Mittwoch, 20. Juni 2012

Wasserfall Hoher Gießel im Großen Lautertal

Der Wasserfall Hoher Gießel befindet sich auf der Südseite, der Donauseite der Schwäbischen Alb im Großen Lautertal.

Die Wasserfälle der Schwäbischen Alb befinden sich zum größeren Teil auf der Nordseite, der steilen Traufseite des Mittelgebirges. Diese Wasserfälle weisen oft große Fallhöhen auf. Beim Wasserfall Hoher Gießel beeindruckt nicht so sehr die Fallhöhe, sondern die Wassermenge.

Der Hohe Gießel ist als Geotop ausgewiesen. Er befindet sich am Ende einer viele Kilometer langen Kalktuffbarriere, die die Große Lauter im Laufe von Jahrtausenden aufgebaut hat. Noch heute baut sich der Hohe Gießel durch das Ausfällen des im Wasser gelösten Kalks immer weiter vor.

Im tiefen Kolk am Fuß des Wasserfalls kann man baden, sofern einem die relativ tiefe Wassertemperatur der Großen Lauter nicht einen Strich durch die Rechnung macht.


Wie kommt man hin?
Der Wasserfall Hoher Gießel befindet sich im südlichen Teil des Großen Lautertals in demjenigen Abschnitt des Tals, der autofrei ist. Dieser Abschnitt gilt als der schönste Lautertalabschnitt. Der nächstgelegene Parkplatz befindet sich flussaufwärts vom Hohen Gießel bei Hayingen-Anhausen. In Anhausen biegt man von der K 6752 nach Süden ab und bleibt auf dem Anliegersträßchen im Talgrund des Großen Lautertals. Bei der Ölmühle führt das Sträßchen nach rechts über die Große Lauter zum Wanderparkplatz Anhausen.

Im Gebiet unterwegs
Man kann vom Wanderparkplatz Anhausen auf Feldwegen und teilweise auf Pfaden sowohl auf der orographisch rechten als auch auf der orographisch linken Seite des Lautertals flussabwärts wandern. Wählt man die orographisch rechte Seite, kommt der Feldweg direkt am Hohen Gießel vorbei (ca. 1,4 Kilometer ab Parkplatz). Die fotogenere Seite des Wasserfalls ist jedoch der Blick von der gegenüberliegenden Seite, der orographisch linken Talseite. Hierzu geht man vom Parkplatz Anhausen im Verlauf der Weitwanderwege HW2, HW5 und des Burgenwegs des Schwäbischen Albvereins zuerst über die Große Lauter zurück zur Ölmühle. Dort biegt man nach rechts auf den Feldweg ein. Jetzt heißt es ein wenig aufpassen. Dort wo der Talboden des Großen Lautertals gut sichtbar in einer ca. 4 Meter großen Stufe abfällt, verlässt man den Wanderweg nach halbrechts und erreicht am Fuß der Kalktuffbarriere entlanggehend den Wasserfall.

Empfehlenswert ist eine kleine Rundwanderung, indem man zuerst auf der orographisch linken Talseite flussabwärts geht, dann am Fuß der imposant gelegenen Burgruine Wartstein auf die orographisch rechte Talseite wechselt und auf dieser Talseite wieder flussaufwärts zum Parkplatz Anhausen zurückgeht. Diese Rundwanderung ist ca. 4,4 Kilometer lang. 

Interessante Ziele ganz in der Nähe:

Der Post vom 19.06.2013 in diesem Blog hat die Burgruine Reichenstein bei Lauterach zum Thema.
Der Post vom 21.05.2013 thematisiert die Burgruine Bichishausen im Großen Lautertal.
Der Post vom 02.07.2012 befasst sich mit der Burgruine Wartstein.
Der Post vom 06.07.2012 hat die Aussicht von der Burgruine Wartstein zum Thema.
Der Post vom 10.11.2009 befasst sich mit der Quelle der Großen Lauter.

Mit einer vier Meter hohen Fallstufe überwindet die Große Lauter eine Kalktuffbarriere unterhalb von Hayingen-Anhausen. Dieser Wasserfall heißt Hoher Gießel.
Beim Wasserfall Hoher Gießel beeindruckt vor allem die Wassermenge.
Der Wasserfall Hoher Gießel ist als Geotop ausgewiesen.
Der Wasserfall Hoher Gießel ist ein sogenannter konstruktiver Wasserfall. Der im Wasser der Großen Lauter gelöste Kalk wird hier teilweise ausgefällt und abgelagert. Dadurch baut sich der Wasserfall immer weiter vor.
Gleich unterhalb des Wasserfalls Hoher Gießel befindet sich eine weitere Stufe im Flussbett der Großen Lauter. Dies ist typisch für einen Fluss im Karstgebirge. Im Flusslauf der Großen Lauter gibt es mehrere "Gießel" (das ist die örtliche Bezeichnung für Wasserfall).

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