Dienstag, 22. März 2011

Das Mordloch - eine der längsten Höhlen der Schwäbischen Alb


Etwas enttäuscht ist man vielleicht, wenn man vor dem Mordloch im Roggental steht. Nichts deutet darauf hin, dass man sich hier am Eingang einer der längsten und interessantesten Höhlen der Schwäbischen Alb befindet. Es ist für normal Sterbliche nicht einmal möglich, einige Meter in die Höhle hineinzugehen.

Auch für geübte Höhlenforscher hält die Höhle Gefahren bereit. Einen festen Platz in der Geschichte der Höhlen der Schwäbischen Alb nimmt die große Rettungsaktion im Jahr 1977 ein, bei der vier in der Höhle wegen starker Regenfälle eingeschlossene Höhlenbegeher aus der Höhle geholt werden mussten. Vor allem durch diese dramatische Rettungsaktion wurde das Mordloch auch überregional bekannt. Ihren Namen erhielt die Höhle von einer Sage. Danach sollen Wilderer den Eybacher Schlossförster ermordet und in der Höhle versteckt haben.

Das Mordloch gilt als die zweitlängste Höhle der Schwäbischen Alb. Es ist eine aktive Klufthöhle. Ihre erforschte Länge beträgt zur Zeit 4.382 Meter. Die längste Höhle der Schwäbischen Alb ist die Wulfbachquellhöhle im Oberen Donautal.



Von Geislingen her erreicht man das Mordloch über die L 1221 über Eybach. Nordöstlich von Eybach bei der Unteren Roggenmühle zweigt von der L 1221 die K 1449 ab, die im Talgrund bleibt und über das Roggental einen Parkplatz direkt beim Eingang des Mordlochs erreicht. Der Parkplatz befindet sich ca. 1 Kilometer nördlich der Oberen Roggenmühle. Beim Parkplatz befindet sich eine Informationstafel.

Von Böhmenkirch auf der Hochfläche der Alb fährt man nach Westen zum Ort Treffelhausen. Dort folgt man der K1449 hinab in das Roggental bis zum Parkplatz. 

Die Koordinaten des Eingangs zum Mordloch sind: 48 66 42 N / 9 89 43 E.   

Am orographisch rechten Talhang des Roggentals befindet sich der Eingang zum Mordloch.
Das Mordloch befindet sich in einem Kluftsystem im Weißjura Beta (Wohlgeschichtete Kalke).
Nach stärkeren Regenfällen fließt ein Bach aus der Höhle, ansonsten kann man trockenen Fußes bis zum Höhleneingang gehen.
Nicht alle Teile der Höhle befinden sich über dem Karstwasserspiegel. Für das Befahren der Höhle ist Tauchausrüstung erforderlich (Durchtauchen von Syphons). Der erste Syphon ist 80 Meter hinter dem Höhleneingang.

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