Montag, 29. Januar 2018

Hochwasser der Donau bei Immendingen

Die bei Immendingen normalerweise relativ kleine Donau überschwemmt bei Hochwasser, wie es von Zeit zu Zeit bei winterlichen Wetterlagen mit starken Regenfällen und gleichzeitigem Tauwetter auftritt, weite Bereiche der Talsohle zwischen Immendingen und Tuttlingen.

Dieser Abschnitt der Donau ist eigentlich dafür bekannt, dass dort das Donauwasser im Karstgestein der Schwäbischen Alb versickert und im einige Kilometer weiter südlich gelegenen Aachtopf wieder zutage tritt. An ca. 155 Tagen im Jahr verschwindet die Donau bei Immendingen sogar vollständig und man kann im trockenen Flussbett gehen.

Bei Hochwasser ist das jedoch ganz anders. Selbstverständlich versickert auch bei Donau-Hochwasser ein Teil der Donau bei Immendingen. Die versickernde Wassermenge ist jedoch im Vergleich zu den Wassermengen der Hochwasser führenden Donau so klein, dass man sie nicht bemerkt und dass sie keinerlei Einfluss auf die Überschwemmungen ausübt.

Während des Winterhochwassers der Donau sind viele Feldwege und Wanderwege im Talgrund des Donautals zwischen Immendingen und Tuttlingen gesperrt. Es gibt relativ wenige Stellen, wo man an den Rand des Wassers gelangen kann.  

Die nachfolgenden Bilder sind bei Immendingen und beim Ortsteil Zimmern aufgenommen.


Wie kommt man hin?
Vom Haltepunkt Immendingen-Zimmern (an der Schwarzwaldbahn zwischen Immendingen und Geisingen, es halten nur die Züge des sogenannten Ringzugs) sind es nur wenige Meter bis zur Donau.

Man kann z.B. in Richtung der gedeckten Holzbrücke gehen, die südlich von Zimmern die Donau überspannt. Bei Hochwasser ist der Weg bereits gesperrt, bevor er die Brücke erreicht. Man folgt vom Haltepunkt dem Feldweg in Richtung Westsüdwesten und gelangt nach ca. 330 Meter bis zur Holzbrücke, sofern der Weg nicht bereits vorher gesperrt ist.

Alternativ kann man vom Haltepunkt aus dem Feldweg wenige Meter in Richtung Ostnordosten folgen. Dann biegt man nach rechts auf einen Feldweg ab, der zur Donau führt. Je nach Hochwasserlage ist dieser Feldweg dann ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter begehbar.

Vom Bahnhof Immendingen (an der Schwarzwaldbahn und an der Donautalbahn) folgt man dem Wegzeichen des Schwarzwald-Jura-Bodensee-Wegs Richtung Engen. Nach ca. 750 Meter kommt man zur Donau. Der Weg ist bei Hochwasser bereits einige Meter vor der Donauquerung gesperrt.

Hochwasser der Donau an einem Wehr bei Immendingen
Bei Immendingen-Zimmern sowie zwischen Immendingen und Tuttlingen breitet sich die Donau bei Hochwasser über weite Flächen im Talgrund aus.
Der Feldweg scheint geradewegs in die Donau zu führen.
Land unter bei Immendingen-Zimmern
Ein Zug der Schwarzwaldbahn fährt bei Immendingen-Zimmern am Rand des Überschwemmungsgebiets der Donau vorbei.
Die Schwäne wissen nicht so recht, was sie mit dem für sie ungewohnten Hochwasser der Donau anfangen sollen.
Die gedeckte Holzbrücke über die Donau bei Immendingen-Zimmern wurde nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1947 wieder aufgebaut. Normalerweise ermöglicht die Brücke die Überquerung der Donau. Bei Hochwasser ist die Brücke nicht einmal erreichbar. Denn die Donau hat sich einen zweiten Weg neben der Brücke gesucht und überflutet auch den Zuweg zur Brücke.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.