Donnerstag, 21. Februar 2013
Kernzone Stöffelberg - Pfullinger Berg im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, Teil 1 von 3
Die Kernzone Stöffelberg - Pfullinger Berg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb erstreckt sich am Hang des Albtraufs rund um den Stöffelberg, den Pfullinger Berg und den Gielsberg herum. Diese Berge wiederum sind Ausläufer des Rossbergs, eines bekannten Bergkegels mit Aussichtsturm auf der Reutlinger Alb.
Im heutigen und in den beiden folgenden Posts in diesem Blog besichtigen wir einen Teil der Kernzone an den Hängen des Stöffelbergs. Von Gönningen geht es auf dem Lenzensteigle hinauf zur Hochfläche des Stöffelbergs. Dann kommt man zur Stelle der ehemaligen Burg Stöffelberg. Am Südhang des Stöffelbergs geht es auf einem Pfad wieder abwärts. Auf dem Burghaldeweg am Fuß der Kernzone geht man schließlich zum Ausgangspunkt zurück. Damit haben wir aber nur einen kleinen Teil der Kernzone Stöffelberg - Pfullinger Berg besucht. Irgendwann später heißt es somit zurückzukommen und weitere zugelassene Wege in dieser Kernzone zu gehen.
Freitag, 15. Februar 2013
Aussichtsturm Alteburg (Käpfle) bei Reutlingen
Eine Gesteinsscholle aus dem harten Weißjura schützt den Käpfle-Hügel vor der Abtragung. Diese Gesteinsscholle ist das Ergebnis eines prähistorischen Felssturzes zu einer Zeit, als der Albtrauf noch weiter nach Norden bis zum heutigen Gipfel des Käpfle reichte.
Im frühen Mittelalter stand auf dem Gipfel des Käpfle eine Burg, von der heute praktisch nichts mehr zu sehen ist. Diese Burg wurde später Alt-Stöffeln bzw. Alte Burg genannt, im Gegensatz zur erst später errichteten Burg Stöffeln weiter südlich auf dem Albtrauf.
Die Gipfelkuppe des Käpfle ist von Wald bestanden. Ein erster Aussichtsturm stand dort bereits von 1902 bis 1917. Der heute vorhandene hölzerne Aussichtsturm wurde im Jahr 1970 erstellt. Im Jahr 2017 musste der Turm wegen baulicher Schäden geschlossen werden. Im Frühjahr 2019 wurde der Turm nach einer 77.000 Euro teuren Reparatur wieder geöffnet.
Vom Aussichtsturm auf dem Käpfle sieht man den Albtrauf von der Achalm bei Reutlingen bis zum Zollerberg bei Hechingen.
Dienstag, 12. Februar 2013
Neue Informationstafeln zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb im Landkreis Reutlingen
Die Vereinheitlichung und Modernisierung der Informationen für die Besucher ist eine der großen Aufgaben der Biosphärengebietsverwaltung. Dazu gehören auch neue, einheitlich gestaltete Informationstafeln an den Wanderparkplätzen und Bahnhöfen im Biosphärengebiet.
Im letzten Jahr wurden diese neuen Informationstafeln bereits im Landkreis Esslingen aufgestellt (siehe den Post vom 11.01.2012 in diesem Blog). Nun beginnt die Aufstellung im Landkreis Reutlingen. In den kommenden Jahren wird dann auch der dritte Landkreis mit einem Anteil am Biosphärengebiet, der Alb-Donau-Kreis, an der Reihe sein.
Mittwoch, 6. Februar 2013
Die Kleine Schrecke im hintersten Lenninger Tal
Die Kleine Schrecke trägt ihren Namen zu Recht. Im Vergleich zur Großen Schrecke ist der Talschluss der Kleinen Schrecke kürzer, die Felsen sind kleiner und der durch die Kleine Schrecke führende Pfad ist weniger abschüssig als der Pfad durch die Große Schrecke. Trotzdem ist die Kleine Schrecke wild und vielleicht sogar erschreckend.
Die Talachse der Keinen Schrecke schnürt zusammen mit der benachbarten gleichgerichteten Talachse des Elsachtals bei Bad Urach (Falkensteiner Höhle) einen Ausläufer der Albhochfläche, die sogenannte Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel, vom großen Rest der Albhochfläche ab. Die Enden der beiden Täler liegen gerade einmal 200 Meter auseinander.
Dienstag, 29. Januar 2013
Die Große Schrecke - eine Schlucht im hintersten Lenninger Tal
Im heutigen Post in diesem Blog geht es um die Große Schrecke. Im folgenden Post wird dann die Kleine Schrecke das Thema sein.
Die Große und die Kleine Schrecke sind Bestandteil des Naturschutzgebiets "Oberes Lenninger Tal mit Seitentälern". In den beiden Schluchten ist auch ein Schonwald ausgewiesen. Beide Schluchten sind zudem Bestandteil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Obwohl der Wald in den beiden Schluchten nicht mehr genutzt wird und bereits einen recht wilden Eindruck macht, wurde dort bisher kein Bannwald ausgewiesen. Auch hat man hier keine Kernzone des Biosphärengebiets ausgewiesen. Der Grund für diese Zurückhaltung ist nicht ganz klar.
Freitag, 25. Januar 2013
Aussicht vom Kopf der Rutschenfelsen bei Bad Urach
Bereits im Post vom 01.12.2011 in diesem Blog waren die Rutschenfelsen das Thema. Damals betrachteten wir die Rutschenfelsen von unten, von einem Pfad, der am Fuß der Felsen durch die sogenannte Hölle führt.
Heute stehen wir auf dem Kopf der Rutschenfelsen am Rand der Albhochfläche. Die Aussicht auf die stark gegliederte Albtrauflandschaft in der Umgebung von Bad Urach ist von den Rutschenfelsen aus umwerfend.
Man muss hier aber wirklich aufpassen. Denn kein Geländer sichert den abrupten Übergang von der topfebenen Albhochfläche zu den Abgründen der senkrecht abfallenden Felsen.
Sonntag, 20. Januar 2013
Donauberglandweg und Felsenmeersteig im Rennen um Deutschland`s schönsten Wanderweg
Das Wandermagazin, die bekannteste Wanderzeitschrift im deutschsprachigen Raum, veranstaltet jedes Jahr die Wahl des schönsten Wanderwegs Deutschlands, unterteilt in die Kategorie Touren (Tageswanderungen) und in die Kategorie Routen (Mehrtageswanderungen).
Bei der zur Zeit laufenden Wahl des schönsten Wanderwegs für das Jahr 2013 sind mit Stand 18.01.2013 zwei Wanderwege der Schwäbischen Alb im Rennen.
In der Kategorie Touren ist der Felsenmeersteig, ein Premium-Wanderweg auf der Zollernalb bei Albstadt, zur Zeit unter den zehn schönsten Wanderwegen Deutschlands gelistet mit einem Stimmenanteil von 8,44 Prozent. Dieser Anteil kann sich während der noch weiter laufenden Abstimmung ändern. Der Felsenmeersteig ist einer von sieben sogenannten Traufgängen, die die Stadt Albstadt eingerichtet hat. Alle sieben Traufgänge sind vom Deutschen Wanderinstitut als Premiumwanderweg zertifiziert worden. In diesem Blog war der Felsenmeersteig bereits Thema, in den Posts vom 12.04.2012, 13.04.2012, 14.04.2012 und 15.04.2012.
In der Kategorie Routen ist der Donauberglandweg, ein Weitwanderweg auf der Westalb von Gosheim bis nach Beuron, zur Zeit unter den fünf schönsten Weitwanderwegen gelistet mit einem Stimmenanteil von 24,01 Prozent. Dieser Anteil kann sich während der noch weiter laufenden Abstimmung ändern. Der Donauberglandweg ist vom Deutschen Wanderverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifiziert worden. In diesem Blog ist der Startpunkt des Donauberglandwegs bei Gosheim schon einmal Thema gewesen, im Post vom 24.04.2010.
Das Obere Donautal gehört zu den Nationalen Geotopen Deutschlands. Hier gibt es eine Übersicht über die Nationalen Geotope der Schwäbischen Alb. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit einzelnen dieser Nationalen Geotope befassen, verlinkt.
Hier gibt es eine Übersicht über den Donauberglandweg. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dem Donauberglandweg befassen, verlinkt.
Die Zollernalb rund um Albstadt ist eine der Top-Regionen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es eine Übersicht über die Zollernalb rund um Albstadt. Von dort sind alle Artikel in diesem Blog, die sich mit dieser Region befassen, verlinkt.
Hier sind die Premiumwanderwege der Schwäbischen Alb nach ihrer Erlebnispunktzahl sortiert ("Die Hitparade der Premiumwanderwege"). Von dort sind alle Artikel dieses Blogs, die sich mit einzelnen Premiumwanderwegen befassen, verlinkt.
Dienstag, 15. Januar 2013
Molach - ein kleines Feuchtgebiet auf der Albhochfläche
Das Feuchtgebiet Molach auf der Albhochfläche in der Nähe der Burgruine Hohenneuffen und des Orts Erkenbrechtsweiler ist einer der Schlote des Schwäbischen Vulkans.
Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb gibt es nur ganz wenige Feuchtgebiete. Denn das Jura-Karstgebirge der Schwäbischen Alb lässt das Wasser schnell in den Klüften und Höhlen des Untergrunds verschwinden.
Eine Ausnahme davon ist das Vulkangebiet des sogenannten Schwäbischen Vulkans auf der Mittleren Alb. In diesem Gebiet bildeten sich vor ca. 16 Millionen Jahren mehrere hundert Vulkanexplosionen, die jedoch die damalige Oberfläche nicht erreichten. Die Schlote sind mit wasserundurchlässigem Vulkangestein gefüllt. Dort wo diese Schlote heute an der Albhochfläche bis zur Oberfläche durchdringen, bilden sich Feuchtgebiete. Denn das Vulkangestein ist wasserundurchlässig. Das bekannste dieser Gebiete ist die Torfgrube (Schopflocher Moor) bei Schopfloch.
Das Feuchtgebiet Molach auf der Hochfläche der Erkenbrechtsweiler Berghalbinsel südlich der Burguine Neuffen ist ebenfalls das Ergebnis eines Vulkanschlots. Der Albtrauf ist bereits gefährlich nahe an den Vulkanschlot herangerückt. In geologisch kurzer Zeit wird der Albtrauf den Vulkanschlot erreicht haben. Dann wird sich eine Erosionsform bilden, wie sie beim Randecker Maar in wesentlich größerer Form bereits existiert.
Donnerstag, 10. Januar 2013
Rund um den Großen Föhrenberg in der Kernzone Föhrenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb
Die Kernzone Föhrenberg ist mit einer Fläche von 189,1 Hektar die Zweitgrößte der 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
Diese im südlichen Ermstal gelegene Kernzone ist so groß, dass man sie bei einem einzigen Besuch nicht ausreichend kennenlernen kann.
Heute gehen wir mal wieder in die Kernzone Föhrenberg und umrunden hierbei den Großen Föhrenberg auf den Wegen, die vom Regierungspräsidium Tübingen in der Allgemeinverfügung zu den Kernzonen zugelassen worden sind. Gemäß dieser Allgemeinverfügung gibt es auch einen zugelassenen Weg auf den Gipfel des Großen Föhrenbergs. Vor Ort ist dieser Weg aber nicht mehr zu finden. Das zeigt: Wege, die nicht regelmäßig begangen werden, wachsen schnell zu und laufen dann Gefahr, bei einer Aktualisierung der Allgemeinverfügung nicht mehr berücksichtigt zu werden.
Donnerstag, 3. Januar 2013
Aussicht vom Eppenzillfelsen auf den Uracher Wasserfall
Dabei ist der Eppenzillfelsen immer noch fast ein Geheimtip. Denn die große Mehrheit der Besucher des Uracher Wasserfalls nähert sich dem Naturphänomen von unten her, aus dem Brühltal kommend. Vom Eppenzillfelsen sieht man den Uracher Wasserfall aus der Vogelperspektive. Und man ist so nah am Uracher Wasserfall wie von keinem anderen Aussichtspunkt am Albtrauf.
Um eine gute Sicht auf den Uracher Wasserfall zu haben, sollte man allerdings den Aussichtspunkt Eppenzillfelsen im Winterhalbjahr aufsuchen. Nur dann ist der Wasserfall nicht unter Blättern verdeckt. Das laute Geräusch des Wasserfalls hört man jedoch winters wie sommers. Bereits dann, wenn man noch die letzten Meter auf der Albhochfläche zum Albtrauf mit dem Eppenzillfelsen geht und noch gar nicht in das Brühltal hinabsieht, hält man inne und rätselt über das ungewöhnliche Geräusch, das man jetzt vernimmt.